UMSATZDIEBSTAHL durch unsere BEHÖRDE !

Hallo Forengemeinde,
in der Zeit während meiner Abwesenheit vom Do. 20.02.2020 bis zum So. 22.03.2020 steht das Forum nur read only (offline) zur Verfügung.

Danke & Gruß
Jörn
  • Jeder Kutscher, der in den letzten Tagen das Pech hatte, in die Innenstadt fahren zu müssen, kann ganze Opernzyklen von der Verkehrssituation jodeln!
    ZB heute gegen 15.30 Uhr vom Posten Möncke-Brunnen zur Johnsallee geschlagene 45 Minuten mit ebenso phänomenalen 15,60 Tacken auf der Uhr!


    Liebe Behörde!
    Lieber Herr Senator Horch!

    Was sie hier machen, indem sie die nicht bezahlte Wartezeit weiterhin hochhalten, ist NICHTS ANDERES ALS DIEBSTAHL!
    Ich hätte an diesen Tagen sicherlich MINDESTENS 1/3 mehr Umsatz machen können, wenn die Scheiß-Karenzminute endlich Geschichte wäre!
    SIE ALLE DORT machen sich MITSCHULDIG!
    Sie sitzen warm und weich mit ihren festen Luxus-Gehältern und wollen UNS erzählen, wir kämen gut zurecht?


    Liebe Verbände!
    Hebt endlich eure fetten saturierten Ärsche aus euren Sesseln und tut etwas!
    Ihr jault und seid letztlich mitschuldig an dieser Lage!


    PS: Warum ist es eigentlich nicht möglich, daß in unserer Stadt mal die Baustellen irgendwie koordiniert werden?
    Warum ist es möglich, daß ab 17.00 Uhr zB am Dammtor NIEMAND mehr arbeitet?

    JEDER meiner Beiträge stellt IMMER MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG dar!
    Diese kann sich mit der Vorlage neuer Dokumente ändern!

  • @Jörn


    als Diebstahl kann man das nicht bezeichnen wohl aber als Nötigung bzw. Zwang zur Erbringung von Leistungen ohne Entgelt.


    Ich klabüster das warum und wieso im Thread " Aufstand gegen Karenzminute mal auseinander

  • Gegen die Karenzminute hilft nur eine Klage, denn: jedem Gewerbe steht ein bestimmter Stundensatz zu, sprich: der Stundensatz für ein Taxi muss Betriebskosten incl. Löhne decken. Diesen Stundensatz muss also auch erreicht werden, wenn dieser über den KM-Preis nicht zu erreichen ist. Der Stundensatz in Berlin beträgt 25 Euro.


    Bezüglich der Kurzstrecke habe ich der Aufsichtsbehörde darüber Kenntnis erteilt, das ich diese nicht ausführen werde, wenn mir im Vorfeld bekannt ist, das mehr als 5 Minuten Fahrzeit erforderlich sind.


    Sollte man versuchen, mich bei evtl. Beschwerden zur Rechenschaft ziehen zu wollen, werde ich Klage erheben. Ob die deshalb nicht antworten?

  • Nun ja...
    Nicht richtig und nicht falsch.


    Man soll als Taxi natürlich nicht NUR sein persönliches Portemonnaie auffüllen, sondern durchaus auch Dienst für die Allgemeinheit anbieten, sprich : Für die Allgemeinheit Verfügbar sein.


    Dafür zahlen wir nur 7 % , und dafür haben wir zum Glück ( noch !! ) alle gleiche Tarife.
    Das bietet zwar keinen Schutz gegen zuwenig Fahrgastaufkommen, aber durchaus einen gewissen Schutz gegen Dumping Preise.


    Auch wenn es Ausnahmen gibt wie diese illegalen oder halb legalen Mini Car oder Hoteltransfers etc., im großen und ganzen mußt Du Dir nicht täglich anhören : "Der Kollege hinter ihnen fährt aber 2,- € billiger... machen sie das auch? - Sonst fahr`ich mit ihm".
    Grauenhafte Vorstellung-----


    Ich denke unser Tarif und Bezahlungskonstrukt würde bei einem deutlich höherem Fahrgast Aufkommen sehr gut funktionieren.
    Nur wenn die Fahrgäste immer weniger werden, dann kannst ändern und drehen wie Du willst: Es geht nicht mehr.


    Reserverad

  • Zitat neotax

    Zitat

    Gegen die Karenzminute hilft nur eine Klage ....


    Wie könnte wohl die Begründung für eine solche Klage lauten?
    KM hin oder her, sitzt der Fahrgast eine Stunde bei Dir mit lfd. Taxameter im Wagen,
    wirst Du wohl immer auf 25 €uronen kommen.

  • Klage vor allem gegen wen ?


    Der wichtigste Aufhänger könnte dabei sein, das der Fahrgast den Ablauf und die Strecke der Fahrt bestimmt.........
    Das bedeutet das man natürlich als taxifahrer keinen Einfluß darauf hat ob der Fahrgast unbedingt in eine Stau Strecke fahren möchte.


    Wir nehmen mal ein extrem : Fahrgast möchte vom ModeZentrum zum AK Altona und die Autobahn steht ab Quickborn....
    Wenn er - warum auch immer - jetzt unbedingt auf die Bahn möchte, z.B. weil das 3,10 € günstiger ist für ihn, dann hätte man rechtlich wohl kaum Chancen dieses zu umgehen.
    Dann rollst Du vielleicht im Schritttempo diese 10 km und brauchst von mir aus 1,5 Std. ( nur mal angenommen ).....


    Zum anderen ist es in aller Regel so, das der wer bestimmt auch bezahlen muß was er bestimmt. Würde bedeuten müßte er die Wartezeit ( besser: Rollzeit ) auch bezahlen würde er sich u.U. doch lieber für einen anderen Weg entscheiden. So aber "spart" er 2,10 € - oder weiß der Geier - auf Deine Kosten.


    Klage könnte also etwas abstrakt auf das "ausgeliefert sein" abzielen, auf etwas unbeeinflußbares, oder in diese Richtung.
    Andersrum: Der Fahrgast kann über Deine Zeit ( und damit Kosten ) bestimmen, und Du kannst nichts kaufmännisches dagegen tun. Das halte ich für problematisch.



    Reserverad

  • Es ist offensichtlich schwer einen bestehenden Tarif verständlich zu machen


    @ Habenichts: die 4,00€-Kurzstrecken ist ein Berliner Spezialtarif welcher 2km beinhaltet.
    Fahrzeit: unbegrenzt, Zeitwert wird also überhaupt nicht gemessen.


    Ein Tarif der Betriebs-incl.Lohnkosten nicht deckt, ist rechtswidrig.


    Ab 15Minuten Fahrzeit für 4,00€ ist dies der Fall.


    Ob mittels Masse an Aufträgen der erforderliche Stundensatz erreicht wird ist unrelevant.


    Die Frage ist: wird unter den strukturellen Bedingungen bei Vollauslastung excl. der Anfahrzeiten der erforderliche Stundensatz erreicht.


    Genau das ist in Peakzeiten und bei Grossveranstaltungen nicht mehr gegeben.


    Muss ein Taxifahrer einen Fahrgast, der 1,5km von der Messe entfernt winkt und mit dem Spezialtarif 4,00€ befördert werden will obwohl der Taxifahrer dafür 30 Minuten und länger an Zeit aufbringen muss?


    Eindeutig NEIN!


    Wenn das nicht in Eure Köpfe reingeht, dann ist Euch nicht zu helfen. Ich möchte den Richter erleben der uns dazu verdonnern will, für lau zu arbeiten!


    Und eines kann ich den Flitzpiepen von der Tarifkommission schon verraten: die sollten Acht geben, was sie für die nächste Änderung aushecken. Auch die Absenkung bez. LDS wird die Mehrheit sich nicht bieten lassen!

  • neotax,
    entschuldige bitte, aber ich habe mich gar nicht auf den Berliner Kurzstreckentarif bezogen.
    Ich frage mich allerdings grade wo geschrieben steht oder woraus Du entnimmst, das jede einzelne Fahrt
    unbedingt mindestens betriebskostendeckend oder darüber hinaus gewinnbringend sein muss.


    Aus welcher Vorschrift genau entnimmst Du das? Ich rede wohlgemerkt nicht von einer Mischkalkulation.
    Du könntest ja auch das Glück haben, diese 2 KM-Tour in 5 Minuten erledigt zu haben.
    Wie sähe dann deine Argumentation aus?

  • @Habenichts:


    steht im PbefG frag mich jetzt nicht nach dem §phen.


    Worauf beruht eine Mischkalkulation? Aus einem Durchschnitt von Peakzeiten, in denen aufgrund von Staus der Umsatz zu niedrig ist und Lowzeiten, in denen die Nachfrage zu niedrig ist?


    Oder etwa der Mix aus Tag-und Nachtschicht?


    Wir bieten nur ein Produkt an - nämlich eine Beförderung von A nach B. Es kann also garkeine Mischkalkulation geben, da wir kein 2. Produkt haben, welches wir teurer verkaufen können, um damit den Verlust des Preises des 1. Produkts, wenn wir es denn hätten, ausgleichen zu können.


    Zeit kann man nur dann verkaufen wenn man sie selbst beeinflussen kann. Wir können das nicht. Wir können nicht sagen "ok dann arbeite ich in der nächsten Stunde etwas schneller und hole wieder auf".


    Überlege auch, was aus Deiner "Mischkalkulation" alles an Zeit he
    rausgenommen werden muss, welche der Kunde nicht zahlt:


    Anfahrten, einladen, ausladen, kassieren, Kreditkarte abrechnen, Quittung schreiben, Autowäsche, Werkstattaufenthalte. Sind diese Zeiten in der Kalkulation berücksichtigt? Ich glaube nicht.

  • Fortsetzung:


    mit der Karenzminute wird Taxiunternehmern Zeit gestohlen.


    Aber mit der zusätzlich zum KM-Preis erhobenen Wartezeitvergütung werden Fahrgäste abgezockt.


    Deshalb fordere ich: einen Taxitarif mit Slot parallel zum Preis der Wegstrecke.


    Das habe ich ahch in einem anderen Thread schon lang und breit erläutert.