Überfremdung im Taxigewerbe !?

  • PROLOG:
    Da es in den letzten Tagen im Forum immer mal wieder Anschuldigungen gab, daß bestimmte Leute fremdenfeindlich seien, es jede Menge Vorurteile gäbe oder wir schon von den Zuwanderern komplett unterwandert seien, möchte ich dazu mal Stellung nehmen, auch wenn ich Gefahr laufe, in eine rechte Ecke geschoben zu werden, obwohl meine geistige Heimat eher die extreme linke Seite des politischen Spektrums ist.
    Aber nun ja.
    Jeder ziehe sich die Schuhe an, die ihm passen!


    Als ich Abi machte im seligen Jahr 1966 ging ich auf ein Lübecker Gymnasium, das etwa 800 SchülerInnen hatte.
    Davon waren mal geschätzt 20 Kinder Ausländer, von denen alle irgendwo aus dem EU-Bereich waren.
    Man kann getrost davon ausgehen, daß wir praktisch keinerlei direkte Kontakte zu Jugendlichen mit einem sogenannten Migrationshintergrund hatten.
    Ausländische Kinder lernten wir nur dann kennen, wenn wir zB eine Reise nach Dänemark machten.
    Eine irgendwie größere Rolle spielten diese Menschen in unserem täglichen Leben nicht!
    Das war, sagen wir mal über den Daumen gepeilt, vor etwa 50 Jahren.


    Als ich 1979 für fast 11 Jahre nach Korea ging, hatten wir schon ein paar mehr Ausländer unter uns, deren Herkunft aber hauptsächlich Italien und Griechenland war. Mit Türken oder Afrikanern hatten wir nur sehr am Rande etwas zu tun, da wir ja nicht in Branchen arbeiteten, wo diese überproportional häufig angestellt waren.
    Im Taxi-Gewerbe spielten die damals mit wenigen Ausnahmen keine wirkliche Rolle. Das war, ich nenne das mal provokativ so, voll in ‚deutscher Hand’!


    Dazu sehen wir uns noch mal die netten Filmchen an, die man bei YouTube über unser Gewerbe findet.
    Einen davon, aus dem Jahr 1959, habe ich mal reingesetzt, der andere erschien in der Kinderserie mit der Maus.
    Beide Filme decken sich darin, dass es ausschließlich deutsche Kutscher sind, die auch noch im ersten Teil ein wunderbar breites Hamburgisch sprechen!


    http://youtu.be/WTpzBZiipv8


    http://youtu.be/YH4bKdRxB7A


    Als ich im September 1979 nach Korea ging, wurde überall im Hamburger Stadtgebiet mit eben diesem herrlichen Akzent gesprochen, meist sogar richtig Platt. HAFENPLATT war im Hafen die UMGANGSSPRACHE, und im Stadtgebiet war STADTPLATT sehr weit verbreitet, wo immer man hinging!
    Als ich 1989 zurückkehrte, war dieses nicht nur verschwunden, sondern die meisten erinnerten sich noch nicht einmal mehr daran!
    Und auch auf meinem gerade hinter mich gebrachten Kurztrip nach Berlin war der wunderbare Berliner Tonfall praktisch nirgends mehr zu hören! Weg! Verschwunden!
    Nur ein paar ältere Damen und Herren, die man zB in einem Laden traf oder die als Aufseher im Museum arbeiteten und sicherlich aus der Ex-DDR stammten, sprachen noch so!
    Das stimmte mich sehr traurig, denn mit diesem Verschwinden der traditionellen Sprachen geht auch vieles verloren, was eine Stadt typisch und einzigartig macht!


    Warum ist das so?
    Wie ist es dazu gekommen?


    HAUPTTEIL:
    Wie ich schon sagte: Als ich meinen ersten Taxischein machte, waren wir mit den deutschen Kollegen praktisch alleine auf den Taxiständen oder in den Zentralen.
    Und wir Kutscher waren bei der Bevölkerung beliebt, geachtet und als Profis bekannt!
    So ähnlich, wie man damals noch die LKW-Fahrer als ‚Ritter der Landstraße’ bezeichnete!


    Und heute?
    Unser Image ist desolat!
    Und Deutsch ist am Posten inzwischen zu einer Fremdsprache mutiert!


    Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Kunde zu einem sagt: „Meine Güte! Da habe ich ja mal einen waschechten Hamburger Taxifahrer! Hatte ich noch nie, obwohl ich schon so oft hier beruflich mit der Taxe gefahren bin.“


    Als nativer Hamburger Kutscher (und in allen anderen Städten Deutschlands ist das natürlich nicht anders) ist man ungefähr so selten geworden, wie ein frei herumlaufender Tyrannosaurus-Rex! Oder ein Seemann, der auf der Reeperbahn breitbeinig die Schwankungen der Erde ausgleicht!


    Und das Alles innerhalb nur ganz weniger Jahre!
    Wenn man bei uns in Hamburg zB mit er Buslinie 9 zu mir nach Großlohe fährt, kann noch nicht einmal mehr der Busfahrer richtiges Deutsch, von den Passagieren ganz zu schweigen.


    Daß das Ganze gerade für das Taxigewerbe ein großes Problem darstellt, kann jeder selber erkennen, denn die Klagen der Kundschaft, daß sich die Fahrer kaum mehr verständigen können oder sich in der Stadt nicht auskennen, sind inzwischen legion und gewerbebildbestimmend geworden!
    Ein Image, gegen das es sehr schwierig ist, korrigierend einzugreifen!
    Taxifahrer haben inzwischen im Bewusstsein der Bevölkerung den wahrscheinlich niedrigsten möglichen Punkt erreicht!


    Wie konnte es dazu kommen?
    Viele Jahre lang haben unsere Regierungen alles daran gesetzt, möglichst viele Arbeiter aus dem Ausland zu bekommen, die bei uns die Drecksarbeiten machen sollten, für die man kaum irgendeine Ausbildung brauchte.
    Seien es Bergleute oder Müllmänner.
    Und dann kamen auch noch die Zuwanderungen aus dem Osten hinzu, die aus der Denke des Kalten Krieges entstanden waren. Vor allem aus der damaligen Sowjetunion kamen viele, die irgendwann in grauer Vorzeit mal einen deutschen Urgroßvater hatten.
    Denen wurde hier der Teppich ausgerollt, weil das politisch opportun war.


    Irgendwann aber waren Bergmänner und andere Drecksjobs nicht mehr gefragt, so daß es zu einem Problem wurde, diese Menschen wieder unterzubringen.
    Und dabei kam unser Taxigewerbe gerade recht, denn die Zugangsbedingungen waren denkbar einfach!
    Ohne große Vorbildung konnte man eine Menge Menschen dort unterbringen. Man konnte sehr leicht die Arbeitslosen-Statistiken entlasten! Und die Großunternehmer im Gewerbe spielten mit!
    Die stellten einen Wagen nach dem anderen neu auf die Straße, die dann ja auch, was die Behörden gerne sahen, unbedingt besetzt werden mussten.
    Wir finden dazu sehr eindrucksvolle Passagen in dem geheimen Frankfurter Gutachten von 2007, wo die Schuld an der Misere vor allem den Behörden in die Schuhe geschoben wird.


    Allerdings darf man die Verantwortung nicht nur den Behörden anlasten!
    Unsere Taxiverbände tragen mindestens ebenso viel Schuld an der Entwicklung, denn diese machen den Löwenanteil ihrer Einnahmen über die Schulung dieser Fahrer!
    Sie kritisieren die Qualität der Kutscher, die sie gerade vorher selber ‚ausgebildet’ haben!?
    Und auch die Unternehmer, die eben diese Menge neuer Zugänge einstellen, sind ja in der Regel selber Mitglieder in eben diesen Verbänden, sind also selber dafür verantwortlich!


    Und da wir inzwischen innerhalb weniger Jahre zu einem EINWANDERERLAND geworden sind, müssen all diese Menschen ja irgendwo untergebracht werden.
    Da aber nur etwa 11% der Zuwanderer eine akzeptable Ausbildung haben, ist es sehr schwierig, all die anderen auch irgendwo in unserer Gesellschaft unterzubringen.
    Da kommt das Taxi-Gewerbe den Behörden gerade recht!


    Aber auch den Unternehmern und Zentralen gefällt diese Entwicklung grundsätzlich, denn man hat endlich viele viele desperate Arbeitssuchende, die froh sind, wenn sie überhaupt einen Job haben. Und diese lassen sich leicht gängeln, da sie in aller Regel bereit sind, auf jedes Kommando zu hören und auch die übelsten Arbeitsbedingungen zu akzeptieren, denn das kennen die schon von zu Hause her!


    FORTSETZUNG FOLGT

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  • FORTSETZUNG:


    Dadurch wurden nach und nach die deutschen traditionellen Taxifahrer verdrängt!
    Während es noch in den 70ern immer so war, dass in diesem Gewerbe alles zusammenfand, vom Hilfsarbeiter über Studenten bis zum Professor, so haben wir heute de facto nur noch Fahrer mit Migrationshintergrund, die praktisch keinerlei Ausbildung haben!
    Dazu kommt, dass diese Fahrer auch meist keinerlei Verhältnis zur Stadt haben, in der sie fahren!
    Auch und gerade das hat zum Niedergang des Gewerbes entscheidend beigetragen.
    Früher war es üblich, dass ein Tourist einen Taxifahrer fragte, wo etwas sei oder wo man besonders gut essen könne etc.pp.
    Heute sind Fahrer nicht selten, die nach dem Motto ‚Ich fahren, du zeigen!’ die Stadt unsicher machen!
    Daß auch ein guter Kontakt mit den Kunden unbedingt zum Berufsbild des Taxifahrers gehört, ist in Vergessenheit geraten.


    Auch geschriebene und ungeschriebene Gesetze und Regeln scheinen bei denen völlig unbekannt zu sein, obwohl man ja die geschriebenen grundsätzlich bei der Schulung lernen sollte.
    Aber, wie bei jeden Beruf gab und gibt es eben auch ungeschriebene Regeln, wie zB in Hamburg, dass man eine leere Taxe, die Richtung Flughafen unterwegs ist, ab einer bestimmten Distanz nicht mehr überholt!
    Heute bremsen diese Kutscher einen noch 10 m vor dem Speicher aus, damit sie vor einem drankommen.


    Trotzdem gibt es natürlich auch unter diesen Fahrern sehr gute Leute, die sich schnell eingewöhnen, gut Deutsch sprechen und auch die Stadt schnell kennen lernen. Einige der besten Kutscher, die ich kenne, sind Ausländer. Aber sie stellen – leider – auch nur eine Minderheit dar!


    Und nun gibt es natürlich auch ausländische Kutscher, die über das nötige Wissen und das ebenfalls wichtige Kapital verfügen und sich selbstständig machen! Und da unsere Behörden keinen Konzessionsstop zulassen, werden es immer mehr.
    Da diese Unternehmer dann auch noch häufig ihre eigenen Familienmitglieder oder Freunde bei sich einstellen, sind deren Kosten erheblich geringer, als die der deutschen Unternehmer.
    Subunternehmertum und sogenannte ‚Alleinfahrer’ sind in diesen Kreisen eher die Regel denn die Ausnahme. Dadurch spart der Unternehmer ungeheure Mengen an Abgaben. Wir denken da an den bekannten Fall des Weißrussen Sevenard!


    Gleichzeitig laufen die Kosten für das Betreiben einer eigenen Taxe davon!
    Wenn man diese dann nicht durch ‚steuerfreie Zuschläge’ bei seinen Angestellten wieder reinholen kann, sieht es schlecht aus für einen ordentlich arbeitenden Unternehmer!
    Die Behörden tun alles, um es den ehrlich arbeitenden Unternehmern unmöglich zu machen, ihren Betrieb zu erhalten.
    Und die Leidtragenden sind in aller Regel zunächst einmal die deutschen Betriebe, die versuchen, irgendwo ehrlich über die Runden zu kommen. Vor allem die Kleinbetriebe stehen immer vor der Situation:
    „Heute stehen wir direkt am Abgrund. Morgen sind wir schon einen Schritt weiter!“


    Die Folge ist, dass mehr und mehr einheimische Betriebe ihre Wagen abstellen oder ihre Genossenschaftsanteile verkaufen, solange man noch einen halbwegs ordentlichen Preis dafür bekommen kann.
    Unternehmer mit Migrationshintergrund rücken nach!
    Wahrscheinlich immer in der Hoffnung, an das Große Geld zu kommen!?


    Und DAS macht sich dann natürlich auch in den Zentralen und Verbänden immer deutlicher bemerkbar!
    Es sind fast nur noch Migranten, die Mitglied werden.
    Und mit deren steigenden Zahlen stellen die natürlich irgendwann die Mehrheiten oder wenigstens große Fraktionen in den Gruppen.
    Schon Kruse hat über die sogenannte Türken-Fraktion beim Hansa versucht, seine Politik zu betreiben.
    Und die Intelligenteren und Engagierteren unter ihnen verlangen dann natürlich irgendwann auch mal Sitz und Stimme in diesen Organisationen! Klar!
    Das damit dann natürlich die Schwerpunkte dieser Verbände immer mehr in die Richtung der Interessen der Migranten gerückt wird, versteht sich von selber.


    Nun wurden die meisten der deutschen Verbände schon vor langen Jahren von deutschen Unternehmern gegründet. Die haben diese ins Leben gerufen, um ihre Forderungen offensiv gegenüber den Behörden zu unterstützen, oder überhaupt erst einmal eine Gruppe zu haben, die auch gehört wurde.
    Daß jetzt unaufhaltsam Ausländer, und damit sind nicht zB Österreicher oder Italiener gemeint, an den Hebeln der Taximacht sitzen, gefällt vielen der Original-Unternehmer und –fahrer nicht, denn diese haben ja diese Gruppen erst einmal zu dem gemacht, was sie heute sind, und wollen sich das Zepter nur ungerne aus der Hand nehmen lassen!
    Es gibt inzwischen schon Verbände, die fast ausschließlich aus Mitgliedern mit Migrationshintergrund bestehen, so wie es Schulen gibt, wo inzwischen 80% Ausländerkinder hingehen.


    Das hier dann auch noch die allgemeine Angst mitspielt, irgendwann komplett unterzugehen unter all diesen ‚Fremden’, spielt natürlich ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle.
    Daß hier auch viele unserer ausländischen Kollegen offenbar alles daransetzen, auch noch in diese Kerbe zu hauen und die deutschen Kutscher in ihren Ansichtigen bestätigen wollen, finde ich besonders bedenklich!
    Die Fahrer der jeweiligen Länder klucken zusammen und halten sich von den deutschen Fahrern fern, wobei natürlich Ausnahmen die Regel bestimmen.
    Daß sie auch schon am Posten sich nach der Herkunft trennen, ist ein wichtiger Beitrag ihrerseits zur Entfremdung von den deutschen Kollegen, der eigentlich nicht nur nicht Not tut, sondern sogar eine sehr gefährliche Entwicklung darstellt!
    Daß dieses dann in der mittelfristigen Entwicklung auch und vor allem die Rechtsradikalen stärkt, sehen wir in einigen Teilen Deutschlands, aber auch und vor allem in unseren Nachbarländern Frankreich, Schweden und den Niederlanden!


    Da das für beide Seiten keine gesunde und gute Entwicklung darstellt, kann man sich an einer Hand abzählen. Weshalb nicht nur die Deutschen mehr Toleranz zeigen sollten (ich finde, dass diese eigentlich sehr tolerant sind im Großen und Ganzen), sondern VOR ALLEM unsere ausländischen Kollegen, die erheblich größere Integrations-Anstrengungen leisten müssen, als sie es bisher tun!
    Daß das geht, sah man an den vielen Polen, die um 1900 herum ins Ruhrgebiet gekommen sind, um dort im Bergbau zu arbeiten.
    Diese haben sich innerhalb kurzer Zeit komplett integriert. Und wenn heute einer Schimanski, Wischnewski oder Abramtschik heißt, findet das niemand mehr seltsam!
    Und so sollten es auch die Öztürks, Krijans u.a. machen! Sich voll in Deutschland integrieren, mit den vorhandenen deutschen Gruppen zusammenarbeiten und gemeinsam für unser aller Interessen kämpfen!
    Viele machen das schon, aber diese sind trotzdem immer noch eine Minderheit.
    Die Masse schottet sich ab in ihren eigenen Kreisen und fördert damit die Angst vor der Überfremdung!
    Und das darf eben nicht geschehen!

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  • Nur mal eine Frage: Worin unterscheiden sich denn die behaupteten 'Interessen und Schwerpunkte von Migranten' von denen Alteingesessener?

  • Die Interessen sollten grundsätzlich natürlich die gleichen sein, wenn die erst einmal auf der Straße sind.
    Die alten Kutscher aber können in aller Regel dem Kostendruck nicht standhalten, während die Immigranten vieles über ihre Großfamilien umlegen und auch schneller bereit sind, Zulagen vom Staat zu beantragen.
    Da kennen die sich aus, während viele alte Kutscher zu schüchtern sind, eben diese zu beantragen.
    Zu diesem Thema hatte ich in den letzten Tagen einige Gespräche mit Kutschern, die zum absoluten Urgestein in Hamburg gehören.
    Diese fühlen sich ganz klar verdrängt von ihrem Arbeitsplatz.
    Und die Kunden sind ja offensichtlich auch nicht wirklich zufrieden!
    Wieso wurde denn bloß das Verhalten hauptsächlich der Immigranten zB am Flieger derart hart kritisiert und darum - angeblich - eine Gebühr eingeführt und ein Quali-Test!?
    Wir alle wisen, daß es eben doch hauptsächlich die Migranten sind, die in der öffentlichen Kritik stehen, begründet oder nicht!
    Die alten Kutscher sind immer noch das Rückgrat unseres Gewerbes, wie man zB in den Außenbezirken sehen kann, wo allerdings inzwischen auch Migranten sich derart eingearbeitet haben, daß sie sich getrost zu diesen Leuten zählen können. Die haben auch gute Postenkontakte mit den deutschen Fahrern!


    Die Diskussion über deses Thema, das schlicht real ist, darf man keinesfalls den Rechtsradikalen überlassen!
    Wird es aber, weil es ein Tabu bei uns ist, darüber zu sprechen!

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  • @ Jörn


    das ist aber nun wirklich nicht fair! Zum einen: der Migrantenanteil ist weitaus höher, zum anderen:


    wer oder was ist der Grund für schlechte Qualität im Gewerbe? Nicht die Migranten, sondern WIE sie auf das Gewerbe vorbereitet worden sind - miserable Schulung, miserable Einarbeitung etc.


    Und wenn ich mir die Fahrzeuge anschaue, sind es meistens die "Inländer",die speckige Taxen fahren - Opel Zafira lässt grüssen ....bäh.


    Und was die Kunden betrifft: der "Inländer" wehrt sich, während der "Ausländer" sich nicht traut.


    Hier ist doch wohl eher die Politik gefragt, die in vielerlei Hinsicht gänzlich versagt hat.


    Zuviele "Ausländer" im Gewerbe? Ja, wer soll diesen Drecksjob denn noch machen wollen?


    Die Kunden sollten besser das Maul halten, denn was sie hier für das Geld geboten bekommen, würde in den Nachbarländern ein Taci nicht mal anhalten.


    Übrigens: vor der Wende gabs in Berlin auch schon türkische und iranische Taxifahrer.


    Das hinsichtlich sozialrechtlichen und steuerrechtlichen Belangen vieles im Argen liegt, ist nix Neues.


    Aber das ist die Antwort auf beschissene Rahmenbedingungen, faule Behörden und geldgierige Funktionäre.


    Und unter den "Inländern" gibt es auch re

  • Habe auch sehr viele ausländische Kollegen, die ich schätze und achte. Die meisten wollen hier in Ruhe leben und die wenigsten wollen sich gewerbsmäßig polarisieren lassen - haben meistens rel. wenig Durchblick, es sei denn es lockt das schnöde Mammon. Da arbeit das Oberstübchen und macht es lohnenswert sich mit etwas auseinanderzusetzen. Wir sind da wohl nicht viel anders, kennen aber auch nur unsere eigenen Prinzipien und Beweggründe besser und sind damit wohl berechenbarer. Als 59er im Beherbergungsbetrieb für internat. Montagepersonal (kleine, dennoch gemütliche Kliche) meiner Eltern bin ich ziemlich früh mit so gut wie allen europäischen Kulturen und auch außereuropäischen zusammengekommen. Es hat Freundschaften ausgemacht und das Leben war einfach bunter.


    Sicherlich findest Du auf dem Schoss unseres Hosenanzugs relativ betrachtet, weniger Migranten, als bei uns in den Dosen. Weshalb jetzt wieder soviele gutausgebildete neu hinzukommen sollen? Den Einheimischen fehlen einfach die Eier a) zum kinderkriegen und b) mit der Faust mal auf den Tisch zu hauen. Es sind aber einfach die doch besseren Bedingungen hier zu leben, als in den jeweiligen Heimatländern, schau mal z.B. nach AFG, oder IRAN, soll alles so schlecht sein da. Ist natürlich auch gemütlicher und kuscheliger hier unter sich zu bleiben, als sich an fremde Lebensumstände anzupassen, damit zu leben und die veränderte Lebensweise schließlich zu pflegen ist noch viel schwieriger. Rechte vermehrt geltend einzufordern wird mehr hier unterstützt, als darauf zu achten, dass Pflichten auch durchgesetzt oder, wie wir es so halt gewohnt sind - Banane! Wozu auch, ist doch ein bekennender Patriot angesehener in seiner Clique, als eine weichgekochte deutsche Kartoffel, die sich darüberhinaus doch auch leicht mit der N...Keule zerlegen lässt. Also was soll's, wenn mich einer z.B. wenig begründet von hinten anhupt, gibt's was auf die Blechtrommel und mit Freundlichkeit läßt sich auch so einiges erreichen.


    Ich glaube unsere Welt wäre nicht viel besser, hätten wir all diese Leute nicht. Ob gerade die Überrepräsenz auf Taxen für förderliche Gewerbepolitik notwendig ist, ist eine Frage mit der man sich früher oder später auseinandersetzen muss. Das klären wir aber heute Nacht nicht.

  • Einspruch Euer Ehren. Da ich jahrerlang Ausbildung g emacht habe für diejenigen Kollegen, die ihrer Unternehmerprüfung ablegen mussten, weiss ich sehrwohl, dass nicht nur Buchführung, Steuern, Kostenrechnung etc. von mir gelehrt wurde. Sondern auch das Verhaltung gegenüber Kollegen und so weiter. Nach der bestandenen Prüfung ist es sogar mir passiert, dass ich von meinen Ausgebildeten geschnitten und abgedrängt wurde.Dass sie sich noch belustigten,. wenn ich auf illegale Bereitstellung hingewiesen habe.Lasst mich bloß in Ruhe.Das hat einfach damit zutun, dass es Leute sind die keinen Respekt und keine Achtung haben. Hätte meinen Zeit besser mit etwas anderem besetzt.

  • at Jörn at Habenichts zu diesem Thema sende ich Euch Beiden einen Beitrag aus dem Spiegel und einen vom Rechtsanwalt Just, aus dem Ihr entnehmen könnt, das 1. das Taxigewerbe von jeher ein verkommenes Gewerbe ist 2. in Berlin das ganze Übel anfing, als der Ostberliner Wruck den Sitz in der Innung bekam und später sein Nachfolger - auch Ostberliner - Dörendahl. Mit den Ostberlinern habe ich nach der Wende meine ganz eigenen Erfahrungen gemacht und dabei festgestellt, das sie stets ihre eigenen Vorteile im Fokus haben. Ich weiss nicht, wie oft ich den Spruch " wir waren 40 Jahre lang eingesperrt, jetzt sind wir erstmal dran" gehört habe. Das die meisten Taxifahrer aus Ostberlin ehemalige MA der Stasi waren, wurde auch immer gerne unter den Teppich gekehrt. An die "Taximorde" in den ersten Jahren nach der Wende erinnert sich auch niemand mehr. Dabei handelte es sich auch nicht um Taximorde, sondern um Racheakte, denn die Art der Morde deutete ganz deutlich darauf hin. Wruck und Dörrendahl haben es geschafft, das Taxigewerbe zu dem zu machen, was es heute ist - ein gespaltenes Gewerbe, verkommen wie kein anderes. Wenn sich heute die Migranten illegaler Mittel bedienen, um ihre Betriebe aufrecht zu erhalten, so sollte sich doch niemand darüber wundern, sondern mal nach "oben" schauen. Denn die "oberen Zehntausend" machen es vor und das Taxigewerbe passt sich halt an. Allerdings nicht, wie bei den Grosskonzernen - aus reiner Geld-und Machtgier, sondern aus Not und Verzweifelung. Der Deutsche allerdings, der hat gelernt zu duckmäusern. Der Deutsche sucht stets den Dreck unterm Teppich, hinterfragt aber nicht, wo der Dreck herkommt, sondern hackt auf Minderheiten herum. Sei es der Hartz4-Empfänger, der Aufstocker, der in Neukölln wohnende, der Schwule, die Lesbe, der Ausländer, der Behinderte usw. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich im DAS vor 5 Jahren niedergemacht wurde, als ich das Thema Lohnvergütung zur Sprache brachte und jedem Taxifahrer empfahl, Alg2 zu beantragen, wenn der LOhn nicht ausreicht. " Faule Socke", Sozialschmarotzer, unplausible Betriebsführung"....usw. usw. Komisch, das Dieselben, die meine Meinung anprangerten, heute meiner Meinung sind. Was hat sie den zu dieser 180Grad Drehung bewogen? 5 Jahre, in denen man das Einmaleins gelernt hat? Das die ungerechte Umverteilung Einzug ins Taxigewerbe genommen hat, ist niemandem verborgen geblieben. Während die Taxler "unten" um ihre Existenz kämpfen, die in Wahrheit keine eigene Existenz ist, werden "oben" Millionen gescheffelt. 4 Funks in einem Haus - in Wahrheit ein Unternehmen, aber jede Teilnahme wird einzeln verkauft. Da sollte man doch glauben, das wenn man an 2 oder 3 Funkgesellschaften angeschlossen ist, auch 2 bis 3 Mal soviel Aufträge erhält. Pustekuchen, nur die FZ verdient dopplet und dreifach. Wohin geht die Kohle? Nein, nichts ins Gewerbe, sondern offensichtlich in Immobilien. Weit über 3000 Unternehmer jappsen aus dem letzten Loch, damit eine Handvoll Leute sich in Millionenvermögen suhlen können. Genau darauf steuerte die Gewerbepolitik nach der Wende hin. Dazu musste das Gewerbe ersteinmal ordentlich zersplittert werden. Damit "oben" in Ruhe Geld gescheffelt werden konnte, musste "unten" Krieg herrschen - die Grossen gegen die Kleinen, die Deutschen gegen die Ausländer, Männder gegen Frauen usw. Die Politik und Behörden leisteten ordentlich Beistand, genau wie üblich bei den Machthabern der Grosskonzerne. Illegale Aktivitäten werden schnell unter den Teppich gekehrt, dafür aber Diejenigen, die den Machthabern das Geld in den Schoss schaufeln, tagtäglich angeprangert und in Verruf gebracht. Tagtäglich liest man irgendeinen Mist in den Schundblättern von wegen fehlender Qualität im Taxigewerbe.Wer bitteschön, soll bei dem Dreck, mit dem wir zugeschüttet werden, noch Qualität bieten? Nach einem gestrigen einschneidenden Erlebnis weiss ich, wie und was die Kunden über uns denken. Zur Dienstleistung gehört auch, das wir uns beleidigen und schlagen lassen müssen. Ich habe heute morgen meinen alten Baseballschläger aus dem Keller geholt. Der wird ab sofort mein Begleiter sein. Ich würde niemals zuschlagen, dazu ist mir mein Führerschein zu wichtig. Aber zur Warnung werde ich den einsetzen. Und wenn nochmal jemand der Meinung ist, das Taxifahrer Beleidigungen und Angriffe zu dulden haben, weil sie angeblich schlechte Dienstleister sind, dann werden die mal lernen müssen, das wir kein Freiwild sind, auf das man herumhacken kann, nur weil die Presse es auch macht. Ich weiss von genügend ausländischen Kollegen, wie sie von den Kunden behandelt werden. So vor ein paar Tagen, als 2 Engländer aus dem Hyatt kamen und zu mir ins Auto stiegen: " Oh, Gott sei Dank, kein Türke". Ich habe die Beiden dann gebeten, mein Taxi zu verlassen. Da keine weiteren Taxen vor Ort, schlurften sie lauthals schimpfend zum Portier und beschwerten sich. Ich habe dem Portier dann gesagt, das ich keine Rassisten befördere und er sich anderweitig um ein Taxi bemühen muss. Lieber Jörn: "Überfremdung" ist - auch wenn Du es so empfinden solltest - nicht der Grund für das Dilemma im Taxigewerbe. "Überfremdung" ist ein Scheissbegriff dafür, das wir die "Ausländer" ins Land geholt haben, damit der Niedriglohnsektor gefördert wird und das Volk von unten nach oben und Querbeet gespalten wird. " Überfremdung" fängt nicht an bei den Ausländern, sondern in der eigenen Familie, den Nachbarn, den Kollegen...........die ganze Gesellschaft untereinander ist sich fremd geworden. "Überfremdung" ist nichts anders als Ignoranz gegenüber des Miteinanders. In Zeiten der Globalisierung gibt es keine "Ausländer" mehr. Es gibt verschiedene Nationalitäten, Mentalitäten, Kulturen usw. und es ist nicht nur die Aufgabe der Politik, die unter einen Hut zu bekommen, sondern auch Aufgabe eines jeden einzelnen Bürgers. Das sich einige Gruppen nicht anpassen wollen, ist nicht nur hier der Fall. Das Problem existiert weltweit. Und: es gibt auch genügend Einheimische, die sich der Gesellschaft nicht anpassen wollen. "Überfremdung" gibt es auch unter uns Einheimischen. Ich würde z.B. nie in den Grunewald ziehen wollen ( auch nicht, wenn ich eine Millionen auf dem Konto hätte), denn dort würde ich mich "überfremdet" fühlen. "Überfremdet" von arroganten Geldsäcken, mit deren Einstellung gegenüber der "Unterschicht" ich nicht klarkommen würde. Übrigens: mein Göga kann weltweit in einem 5Sterne-Hotelkonzern (mit Begleitung) absteigen für nen Appel und nen Ei incl. Frühstück. Ich komme aus der gehobenen Gastronomie und weiss mich sehr wohl in einem 5 Sterne-Hotel zu bewegen. Ich ziehe eine Berghütte oder ein Mobilhome vor, denn wenigstens privat möchte ich von den "oberen Zehntausend" in Ruhe gelassen werden. Komisch, nicht? Da arbeite ich jahrelang in einem Luxushotel, habe auch schon in einigen genächtigt und fühle mich dort trotzdem "fremd". Nicht die Pracht macht mir Angst, nein, ich mag Luxus. Aber was ich überhaupt nicht mag, ist, wenn jemand sich damit profiliert und auf die Menschen, die diesen Leuten erst den Luxus ermöglicht haben, naserümpfend herabschaut. Von solchen Menschen möchte ich nicht umgeben sein - das ist für mich "Überfremdung". Das ich oder wir uns in unserer Heimat BRD "überfremdet" fühlen, liegt nicht an den "Ausländern", sondern an dem, was die Regierung daraus gemacht hat. Ich will Dir hier auch keine Fremdenfeindlichkeit unterstellen, zumal ich weiss, das Du einer der Letzten bist, der fremdenfeindlich ist. Das ganze Stadtviertel verkommen, liegt nicht an den Ausländern, sondern daran, das man ihnen nicht den gleichen Standard zukommen lässt wie wir es gewohnt sind. Wohnhäuser werden garnicht mehr oder nur dürftig saniert - es gibt ja genügend Ausländer, die den niedrigeren Standard gewohnt sind, sollen die soch in den Baracken hausen und die Deutschen, die Niedriglöhner müssen sich nun auch damit zufrieden geben, damit der Hausbesitzer seinen Gewinn macht. Genauso siehts im Taxigewerbe aus: die "oben" machen ihre Gewinne und wir unten, alle - die "Inländer" und "Ausländer" sollen uns mit dem Brosamen zufrieden geben, der uns vorgeworfen wird - dank der Politik, die genügend Sklaven ins Land holt, die uns dann auf ihren Standard bringen sollen.

  • Wenn ich mich richtig erinnere, neotax, habe ich die Hauptschuld an der Misere den Behörden UND den Verbänden angelastet, da diese größtes Interesse daran hatten und haben, möglichst viele von den Arbeitslosen, darunter sehr viele Migranten, in irgendeinen Job zu vermitteln!
    Die Verbände ebenfalls, denn diese machen fast das gesamte Geld mit Schulung!
    Und da wird keinesfalls darauf geachtet, ob eben dieser Mensch für unser Gewerbe geeignet ist!

    JEDER BERUF braucht eine gewisse Eignung!
    AUCH DER DES TAXIFAHRERS!

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  • @Jörn.


    Hallo Jörn,
    auch wenn ich weiß Gott nicht immer Deiner Meinung bin, so muß ich Dir in diesen Punkten schon recht geben im Großen und Ganzen.
    Insofern sind mir die Äußerungen von Neotax zum Beispiel völlig unklar Das nun allerdings die Behörden sich quasi verschworen haben, jeden sonst unvermittelbaren ins Taxengewerbe zu schieben, halte ich vielleicht für ein wenig
    übertrieben. Ich denke sie werden da nicht`s gegen haben (gehabt haben), aber ich denke die Frage die sich die meisten Migranten stellen ist doch die:
    "Was kann ich hier bloß machen mit wenig Ausbildung und schlechter Sprache ?! Ach ja, Autofahren....".


    Ich denke schon das es gefährlich sein kann, dieses Thema - wie du schon sagst - totschweigen zu wollen. Bestes - oder besser gesagt - schlimmstes Beispiel ist ja nun Norwegen.


    Ich denke die Problematik liegt darin, das es einfach zu unterschieliche Kulturen gibt auf dieser Welt, und die nur harmonieren können, wenn die Beteiligten auch über ein Mindestmaß an Intelligenz und Toleranz verfügen. Sowie auch nur eines fehlt gibt es Stress. Wenn einige Grundwerte anders definiert werden funktioniert das nicht gut. Hier wie dort.
    Wie Du wohl gemeint hast, gibt es eine art europäische Kultur. Ich habe prinzipiell keine Probleme mit Italienern, Griechen, Polen, Franzosen, Engländern, Japanern, Amerikanern, Skandinaviern, Brasilianern, Indonesier, Thailänder, ..... von mir aus auch nicht mit Indianern ( wobei das nur eine Vermutung ist ), sondern komischerweise fast ausschließlich mit Menschen die aus Ländern kommen, in denen der Respekt vor anderen MENSCHEN zumindest nicht groß geschrieben wird. Ob es sich dabei um Gesellschaften handelt in denen Zwangsehen , Ehrenmorde ( oder im schlimmsten Fall sogar Steinigungen ) nicht selten sind.... das kann nicht klappen. Um jetzt auch mal wieder ganz gefährlich pauschal zu werden : Wer hat ihnen beigebracht vor mir Respekt zu haben ? Und damit meine ich jetzt nicht mehr und nicht weniger als jedem Menschen auf dieser Welt zustehen sollte.
    Auffallend finde ich auch, das ganz beonders die "alten" Türken, die recht gut deutsch sprechen jedenfalls, selber schon häufig auf Distanz gehen zu ihren jungen Landsleuten. Es gibt eine ganze Reihe Türken, denen es echt peinlich ist, wenn junge Türken sich hier daneben benehmen.
    Allerdings sollte man sich auch selber mal versuchen zu fragen: Man landet in der Türkei (warum auch immer jetzt), und findet eine deutsche Clique.... würde man die meiden ?!
    Würde man da nicht hin gehen wenn die sich vielleicht abends mal treffen oder feiern ? Würde man wirklich lieber zu den Türken gehen ? Kompliziert, weil man versteht ja nix, man kennt die Gewohnheiten und Verhaltensmuster nicht so gut..... würde man sich selber also anders verhalten - ich glaube nicht.


    ich versteh auch Jörn`s Vorsicht nur ein bißchen mit seiner "rechten Ecke" Angst, weil
    ich kann den Begriff Ausländerfeindlich nicht mehr hören. " Feind " impliziert sofort Kampf und Bekämpfen und das alles. Wenn ich mit 85% der Menschen auf diesem Planeten kein kulturelles Problem habe, sondern nur mit einigen, bin ich dann Ausländerfeindlich ? Sehen die 85% das auch so ?
    Und was soll der Begriff "feindlich" aussagen ? Nur weil ich von mir aus Nichtraucher bin, Rauchen eigentlich eher garnicht mag, muß ich nicht Raucherfeindlich sein.
    Nur weil ich etwas nicht mag, unsymphatisch finde, oder lieber meide, oderdamit nichts anfangen kann muß ich der Sache nicht gleich "feindlich" gegenüber stehen. Nur weil ich mir keine Heino CD`s kaufe bin ich doch nicht gleich Volksmusikfeindlich... ich mag solche Musik nicht, und ich höre sie mir freiwillig nicht an. Deshalb bekämpfe ich sie jedoch noch nicht gleich automatisch...


    Ich hatte mal eine Freundin, Türkin, hier aufgewachsen, akzentfreies Deutsch natürlich, Abitur, und nur auf den 2. Blick sah man ihr ihre Herkunft an. Dennoch sprach sie natürlich auch türkisch und war auch oft da bei ihrer Mutter und sonstiges. Alles gut.
    Nun hatte sie mit ihrem (deutschen-)Freund einen kleinen Autounfall, Blechschaden, und wie kann es anders sein: Mit 2 jungen Türken. Polizei kam, unglücklicherweise eine Polizistin dabei. Die wurde erstmal überhaupt nicht ernst genommen, sie ( die beiden ) wollten nur mit dem Mann sprechen. Daraufhin hat meine Freundin gesagt ( auf deutsch) was das soll, und was sie sich eigentlich einbilden.
    Daraufhin wurde sie gleich beschimpft, und es wurde ihr sofort an den Kopf geworfen, das sie etwas gegen Ausländer hat.
    Ich muß sagen das fand ich a) sehr lustig, und b) sehr bezeichnend. Ganz pauschale Urteile finden dort statt, auf niedrigstem Niveau. Alles gut. Wenn man aber nur einmal den Spieß umdreht, dann ist aber was los....
    Das geht eben so nicht.
    Und das sich die ausländischen Kollegen nicht wehren gegen deutsche Taxi Kunden halte ich eher für umgedreht.Zumindest das was ich als Fahrer höre, erscheint mir genau anders. Besonders Frauen haben häufig eher Angst Agressionen auszulösen. Es gibt auch viel die bezahlen eben mal ein paar Euro Umweg, weil sie Angst vor Widerstand haben - und mir dafür die Ohren vollquarken. ( Komischweise kriege ich nicht ein paar Euro mehr dafür... )
    Wenn man Fahrgästen nicht wenigstens einigermaßen kultiviert begegnen kann, dann ist man für dieses Gewerbe nicht geeignet. Und da der Kunde König ist, meine ich natürlich die Kultur des Fahrgastes.


    manni


    ( PS: In Schweden allerdings habe ich immer bei Gelegenheit die Taxenstände aus Interesse mal kurz beobachtet, und ich habe meiner Einschätzung nach keinen einzigen Schweden hinter dem Steuer eines Taxis gesehen....)

  • @ Manni Du meinst also das hier der Respekt vor Menschen gross geschrieben wird? Denke mal an: Rentner, die die BRD nach dem Krieg wieder aufgebaut und sich krumm gerackert haben und nun zur Tafel gehen müssen, weil sie mit ihrer Rente nicht leben können. Ist das Respekt? Niedriglöhner die aufstocken müssen. Ist das Respekt? Alte Menschen in Heimen, die nur undürftig gepflegt werden. Respekt? Kinderschänder und Sexualverbrecher die niedrige Strafen bekommen und im Weichspülgang therapiert werden, während die Opfer sich selbst überlassen werden. Kindstötung aus niederen Beweggründen. Respekt? Bewusst angewandte chemische Keulen in Lebensmitteln. Respekt? Ausbeutung von Kindern in der 3. Welt, damit die Europäer ein Shirt für 3€ kaufen können. Respekt? Für zig andere Beispiele habe ich keine Zeit. Ich will Dir nur sagen: Hier ist der Respekt in vielen Belangen auch im Sinkflug.

  • @neotax:


    Ja, das ist alles richtig, sehe ich sehr ähnlich.


    Aber ich dachte dieses Thema hier ginge in erster Linie mal um den ganz direkten persönlichen zwischenmenschlichen Kontakt, noch spezieller : Taxifahrer / Fahrgast / Kollegen. ?!


    Manni

  • Ehrlich gesagt finde ich es zum Kotzen das nun plötzlich die Migranten schuld sein sollen, das:


    -es zu viele Konzessionen gibt
    - zuviele Fahrer gibt
    -das die Fahrer keinen anständigen Lohn erhalten
    -der Tarif derselbe ist wie vor 13 Jahren
    -zuviele Ampeln
    -zuviele 30er Zonen
    -zu wenig Fahrgäste


    und und und


    Fangt doch mal bei den OKP-Richtlinien und dem Lohn an, dann muss sich auch niemand mehr überfremdet fühlen.


    Ich fühle mich auch überfremdet, aber nicht wegen der Migranten, sondern mich befremdet die Dummheit der Masse.


    Nicht willens und in der Lage für humane Lebensbedingungen zu kämpfen und wenn sie nicht weiter wissen sinds die Ausländer.


    Nee, hat echt keinen Zweck......ich hab' fertisch

  • Liebe neotax.


    Nicht um dir zu nahe zu treten, aber fast ALLE deiner Gründe oben haben durchaus etwas damit zu tun!


    Wir haben da einen Kreislauf!
    Das Arbeitsamt möchte Arbeitslose loswerden!
    Die Behörde will keinen Konzen-Stop!
    Die MWUs wollen immer mehr Fahrzeuge!
    Diese müssen besetzt werden, also gibt es Anzeigen!
    Arbeitsamt liest diese Anzeigen, frohlockt und bezahlt den Arbeitssuchenden den Kurs (davon profitieren eine Menge Leute) und dann noch dem MWU einen Teil seiner Lohnkosten!
    Und die Verbände und viele Einzelunternehmer verdienen dann genial an der Schulung dieser Herren, die ja auch vom Arbeitsamt bezahlt wird!


    Mal dazu unbedingt noch mal hier nachlesen!
    Die Unheilige Allianz !

    JEDER meiner Beiträge stellt IMMER MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG dar!
    Diese kann sich mit der Vorlage neuer Dokumente ändern!

  • Wie man sieht, gibt es Leute unter uns, die selbstkritisch/differenziert denken können, was man ja in unseren Gewerbe bei dem Thema „Überfremdung“ eher seltener antrifft.
    In Gesprächsrunden unter deutschen Kollegen wird oft unterschieden in „DIE“ und „WIR“, wobei „WIR“ natürlich die Guten und „DIE“ natürlich die Schlechten sind.
    Mit diesen Vereinfachern habe ich so meine Probleme.
    In einer immer komplexer werdenden Welt gibt einfaches Schwarz-Weiß-Denken natürlich Sicherheit und Diffamieren ist nun mal einfacher als Differenzieren.

  • @karl Heinz und Neotax:


    Differenzieren - soweit man dazu in der Lage ist - ist natürlich immer schwerer.
    Nun ist es aber so, das ich seltenst bei Kollegen als Fahrgast mitfahre, da ich selbst 2 Autos habe und so gut wie nie etwas trinke.


    Ich sehe und beobachte unfreiwillig die Kollegen am Stand, und was für mich wichtiger ist:
    Ich höre einfach nur, was mir die Fahrgäste erzählen. Und da ist es nunmal so, das die allermeisten Fahrgäste sich - wenn sie sich beschweren - über Ausländer beschweren.
    Das kann ich gut finden, das kann ich schlecht finden, es ändert nichts an der Tatsache.
    Und da es mit Sicherheit auch viele (Ex-) Fahrgäste gibt, die deshalb nur noch sehr ungerne bis garnicht mehr Taxe fahren, ist eben auch mein Problem.


    Es gibt eine Menge "Ausländer" die sich absolut toll verhalten, die nett sind ( was übrigens fast das wichtigste ist !!!! ), bescheid wissen, und keinen wissentlich bescheissen.


    Aber prozentual gesehen sind das eben nicht so sehr viele.
    Wenn sich also die alte Oma nur mit äußerstem Unbehagen bei einem Kollegen aus Ghana rein setzt, dann werde ich es kaum schaffen und wollen, sie aus reiner Nächstenliebe zu dem Kollegen und zu Ihr bekehren zu wollen.
    Das eigentliche komische an der Sache ist jedoch, das es wirklich nette liebe und symphatische Kollegen aus Ghana, Türkei und Utoponesien gibt... Es geht also. Es muß also absolut nichts damit zu tun haben wo sie her kommen. Es scheint damit zu tun zu haben, ob oder wie sie sich hier anpassen wollen oder können.
    Und da scheint eben der Eindruck bei den meisten Fahrgästen zu sein, das die Wenigeren es können.


    Das ist eine Tatsache, und die kann ich doch nicht niedlich reden oder ignorieren ?


    Manni

  • Eigentlich würde ich meinen, hätten wir das Thema Freundlichkeit im Taxi längst geklärt.
    Es ist im weitesten Sinne ein sozial-gesellschaftliches Problem. Der zufriedene Taxifahrer ist freundlich,
    offen und serviceorientiert. Zufrieden ist der Fahrer, der auf keinem prekären Arbeitsplatz sitzt.
    Ein prekärer Arbeitsplatz ist vor allem von Leuten besetzt die sonst auf dem Arbeitsmarkt wenig Chancen haben.
    Oder Leute die gerne die Lücke nutzen ....
    Dazu zählen Menschen aller Nationen. Hier kommt zusammen was auf guten Arbeitsplätzen eher weniger bis keine
    Probleme bereiten würde. Im Taxigewerbe aber subsummiert das Prekäre alle Facetten an Problemen: Oben vs. Unten,
    arm vs reich, schwarz vs weiss, Resident vs Alien u.s.w.
    So "einfach" ist das.