DEREGULIERUNG im VERKEHRSWESEN !

  • Asphalto


    Ja ja, so ist es eben mit den Menschen - alles sind immer ein wenig anders....


    Ich bin für entspanntes Arbeiten. Und ich glaube auch die Fahrgäste mögen das.
    Häufig unter Zeitdruck Adressen zu erreichen ist nix für mich.


    Und effektiv beziehe ich eher auf mein Leben. Auf mein Lebensgefühl, auf mein Dasein.
    Was tut mir gut, und was nicht so.


    neutral

  • Wie ich schon oben schrieb:


    Wichtig ist, daß sich der finanzielle Mehraufwand auch tatsächlich in mehr Umsatz und mehr Gewinn niederschlägt, was bei vielen Zentralen keinesfalls gegeben ist.


    Außerdem muß ich mich von denen auch noch gängeln und uU sogar vor den Schiedsausschuß zerren lassen, wo keinesfalls immer tatsächlich auch Recht gesprochen wird!
    In der Regel wird dort nur Kohle gemacht auf Kosten ihrer Fahrer, die auch noch nirgends verbucht wird.


    Bisher ist mir nur ein Fall bekannt, wo eine Hannover Zentrale diese Einnahmen an soziale Verbände abgibt.
    Die anderen kassieren das schlicht und ergreifend ein.


    http://www.das-freie-taxiforum…g+taxizentralen#post12496

    JEDER meiner Beiträge stellt IMMER MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG dar!
    Diese kann sich mit der Vorlage neuer Dokumente ändern!

  • Vielleicht gehört Asphalto zu jenen Zeitgenossen, die EINNAHMEN mit EINKOMMEN verwechseln.


    Meine Erfahrung mit Funk: Mehr Umsatz bei gleichbleibendem Gewinn! Selbst wenn man tatsächlich mal mehr Gewinn macht, bleibt das Risiko von hohen lfd. Kosten bei Krankheit. Ich bin jetzt in dem Alter, wo ich diesem Risiko größere Beachtung schenken muß. Immer wieder sehe ich Kollegen, die jetzt Krebs oder einen Herzkasper haben.


    Und ich stehe lieber eine Stunde am Posten, bevor ich eine Stunde für 6 Euro durch den Stau brauche! Wer lieber im Stau steht ist Masochist.

    Wer in meinen Beiträgen Rechtschreibfehler, Grammatikfehler oder Kommafehler findet, darf sie behalten!
    Alle meine Beiträge beruhen auf Artikel 5 GG und geben meine persönliche Meinung wieder!

  • @Jörn


    Es geht ( mir ) weniger um irgendwelche Rechnungen mit dem spitzen Bleistift, als um ein Lebensgefühl.
    Zentralen tun eigentlich nichts weiter, als sich zwischen den Fahrgast und den Fahrer zu stellen, und die Hand aufzuhalten.
    das stinkt mir schon gewaltig und geht mir gegen den Strich.
    Das es auch ohne sie gehen könnte ist klar. Sie nutzen allerdings nur die Trägheit und Faulheit der Fahrgäste aus, vielleicht ein wenig mehr Hirnarbeit leisten zu müssen um eine Taxe zu bekommen.
    So ist immer noch sehr vielen Fahrgästen überhaupt nicht klar, das Zentralen keine Taxenunternehmen sind, das die keine Autos haben, das man da nicht angestellt ist, und das man nicht "für die fährt" - sondern wie Du zurecht sagst: Andersherum wird da ein Schuh draus. Die Zentrale besorgt - wenn überhaupt - für mich Fahrgäste, dafür bezahle ich sie als Funkwagen Fahrer.


    Aber sei´s drum.



    Asphalto


    Du hast wahrscheinlich nur ein wenig die Begriffe "effektiv und effizient" verwechselt, deshalb habe ich Dich auch zuerst garnicht richtig verstanden.


    " Effektiv arbeiten bedeutet, so zu arbeiten, dass ein angestrebtes Ergebnis erreicht wird." ( Wikipedia )




    Deshalb arbeite ich also äußerst effektiv, wenn ich mir meine Arbeitszeit = Lebenszeit so angenehm wie möglich gestalten möchte.
    Das ist nämlich mein Ziel.
    Und ich persönlich finde es nunmal angenehmer, wenn ich immer mal wieder ne kleine Pause habe - okay, jedesmal ne Stunde nervt mich natürlich auch schon - anstatt wie ein Eremit einsam und verlassen in meinem Wagen vor meinem scheiss Disyplay zu sitzen, nur um ja keine Tour zu verpassen.
    Ich steige - gerade im Sommer - lieber mal aus, hole mir ´nen Kaffe, setz mich auf die Bank, klöne mit Kollegen und sage mir wirklich oft: "Man hast Du das gut ! Im Gegensatz zu denen die jetzt im Büro hocken, vielleicht wichtige anstrengende Gespräche führen müssen, die vielleicht um 5 h aufstehen müssen, und vor allem immer besser sein müssen als der Kollege nebenan, weil sonst biste irgendwann vielleicht weg vom Fenster.... nö.



    Und ich wiederhole: Wenn Du Karriere = Kohle machen möchtest, dann setzt gerade DU Deine Lebenszeit total uneffektiv ein indem Du Taxe fährst. Mache etwas anderes.
    Verkaufe zum Beispiel etwas. Autos, Häuser, Versicherungen, Finanzierungen, Fonds, dich selber.... spekuliere mit Aktien...



    Aber fahre nicht Taxe und versuche wie ein Hamster im Rad die Effektivität neu zu entdecken.



    neutral

  • MOin,


    @neutral


    Bist Du Psychologe? Wie kommst Du darauf, daß ich Karriere machen will oder im Hamsterrad mich totstrample.
    Ich erkläre es Dir noch einmal: ich fahre leidenschaftlich gerne Taxi, Stress bedeutet für mich unproduktiv auf Fahrgäste zu warten.


    Der Unterschied zwischen uns ist doch nur, daß ich in der selben Arbeitszeit mehr Geld verdiene, weil mir meine Arbeitszeit zu Schade ist
    um mit Kollegen zu klönen, literweise Kaffee in mich hineinzuschütten und stundenlang auf Fahrgäste zu warten.


    "6 Std gearbeitet, 120 € Eingenommen ( EWU )
    Das
    würde hochgerechnet dann bei 9 Std am Tag ungefähr 180 € bedeuten.
    Bei nur 20 Arbeitstagen
    ergäbe das dann also etwa 3600 € im Monat, und mit biserl Urlaub und ein biserl krank ungefähr 37 - 38.000 € im Jahr.


    Ich finde das für mich als Graupe auf einer Skala von 1 bis 6 irgendwo bei 2+ ."


    Was für Dich eine 2+ ist, wäre für mich eher eine 4-, weil ich neben meiner Arbeit eben nicht nur ein "biserl Urlaub" machen will und auch nicht nur
    für "ein biserl" krank gewappdnet ein möchte.
    Wir reden hier doch bei deiner 2+ von max. 24 000€ Gewinn, abzgl. Steuer, KV, Altersvorsorge, was bleibt da pro Monat übrig? 1000 - 1200 Euro?! Rücklagen?


    Bert


    Meine Vermittlungskosten sind variabel (MT), also muß ich bei Krankheit, Urlaub, Werkstatt, etc. auch keine höheren Fixkosten finanzieren.
    Das Umsatz- und Gewinnplus ist jedoch beachtlich.


    Grüße

  • Asphalto



    Komisch, das auch Du zu denen gehörst, die immer nur sich selber sehen.
    Du kannst doch bitte schön fahren wie Du willst.
    Nur im Gegensatz zu Dir, greife ich Dich dafür nicht an.

    Zitat

    Deine (Umsatz-)Zahlen dienen eher als abschreckendes Beispiel, wie man uneffektiv und unrentabel arbeitet.


    damit hast Du angefangen, mein Arbeitsweise als äußerst negativ zu bewerten - was Du nur von den Umsätzen eines einzigen Tages ableitest !!
    Du weißt auch absolut nichts über meine Kosten Situation, die nicht ganz unwichtig ist, aber beurteilst trotzdem mal einfach flott drauf los.


    Eigentlich müßtest Du Dich über Kollegen wie mich doch freuen anstatt Dich darüber zu mockieren, denn jede Tour die wir "uneffektiven" und "abschreckende Beispiel-Fahrer" weniger fahren, kannst Du doch mehr fahren.
    Also hau´rein !!


    neutral

  • @aphalto


    Mit mt hast Du narürlich Recht. Hier ging es aber um die herkömmlichen Zentralen. Taxibold findet, daß in jede Taxe so ein Gerät gehört. Meine Erfahrung mit Funk ist die, daß ich zwar mehr Umsatz, jedoch nur gleichen Gewinn hatte. Das trifft sogar auf den Hansa zu, wenn man die Summe mitrechnet, die man erstmal ausgeben muß, um überhaupt reinzukommen.

    Wer in meinen Beiträgen Rechtschreibfehler, Grammatikfehler oder Kommafehler findet, darf sie behalten!
    Alle meine Beiträge beruhen auf Artikel 5 GG und geben meine persönliche Meinung wieder!

  • damit hast Du angefangen, mein Arbeitsweise als äußerst negativ zu bewerten - was Du nur von den Umsätzen eines einzigen Tages ableitest !!
    Du weißt auch absolut nichts über meine Kosten Situation, die nicht ganz unwichtig ist, aber beurteilst trotzdem mal einfach flott drauf los.


    @ neutral


    na ja , Du hast doch Deinen Tagesumsatz aufs Jahr hochgerechnet und mit einer 2+ benotet!


    Nochmal es sei Dir gegönnt, wenn Du damit auskommst, jedoch aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es weder effektiv noch effizient, wenn Dein
    Wagen während deiner Arbeitszeit unproduktiv stundenlang herumsteht. Dein persönlicher Lebenswandel spielt hierbei keine Rolle.
    Stichwort Fixkosten, Deckungsbeitrag, Umsatzrendite.


    Grüße

  • Asphalto


    Nun ja...

    Zitat

    hochgerechnet


    um den Tag "einschätzen" zu können.


    Aber was soll´s.
    Du hättest doch lieber versuchen sollen, irgendwo in einem mittelständischen Betrieb Geschäftsführer zu werden oder irgend sowas.
    Deine Wortwahl

    Zitat

    Stichwort Fixkosten, Deckungsbeitrag, Umsatzrendite.


    deutet jedenfalls darauf hin, das Du Dich in Wahrheit zu höherem berufen fühlst. Das sind alles so Schlagworte aus der Betriebswirtschaft, die mir im Studium schon damals den ganzen Tag um die Ohren geflogen sind.
    Ich finde Du solltest auch noch etwas innovativer werden, und das ganze dann mit ein wenig mehr Nachhaltigkeit würzen, dann wird alles gut.


    Allerdings solltest Du Dir vorher besser nochmal die Unterschiede ( ich hatte es zwar schonmal erklärt ) zwischen effektiv und effizient heraus arbeiten, der ist nämlich gewaltig.
    Und ohne mein Ziel zu kennen, kannst Du garnicht beurteilen ob ich effektiv oder effizient arbeite.


    Wenn es Dich aber irgendwie beruhigt oder weiter bringt, dann arbeite ich in deinen Augen von mir aus auch uneffektiv oder was auch immer...


    neutral

  • DEREGULIERUNG im VERKEHRSWESEN !


    Derzeit ist ja das Thema 'Deregulierung' im Zusammenhang mit UBER oder FREE NOW und natürlich nicht zu vergessen SIXT topp aktuell.

    Dazu oben noch mal die spannende Diskussion im Ur-DAS von 2001 (!) lesen, denn das war schon damals angedacht und auch und gerade vom Hansa heftigst unterstützt!


    Gerade im DAS schreibt ein 'Pascha' in grottigem Deutsch:

    Re: Free Now - die Maske ist gefallen

    Beitragvon Pascha » 22.09.2019, 08:33

    Das Taxigewerbe erlebt schon jetzt schwierige Zeiten, und es wird zunehmend schwieriger.

    Ursachen dafür sind im Taxigewerbe selbst zu suchen.

    Das Festhalten an alten nicht mehr zeitgemäßen Strukturen wie z.B. der Tarifpflicht uva. verursacht die explosionsartige Vermehrung anderer Mobilitätsanbieter.

    Hinzu kommt die zunehmende Auslagerung des ÖPNV der Städte und Kommunen auf kostengünstigere private Anbieter. Auch hier hat sich das Taxigewerbe diesen sehr lukrativen Markt einfach entgehen lassen.

    Preisoffensiven der neuen Marktanbieter sind nur temporär, trotzdem geht es auf Dauer deutlich biilliger als die Taxitarife. Höhere Auslastung und Pooling sind nur einige von vielen Möglichkeiten attraktive Preise für die Fahrgäste zu ermöglichen.

    Das Taxigewerbe isoliert sich zunehmend, verweigert zeitgemäße Reformen und verweiger die Zusammenarbeit mit den neuen Mobilitätsanbietern.

    Diese selbst verursachte Isolation läßt die Zukunft des Taxigewerbes rabenschwarz aussehen.

    Und die Antwort, ebenfalls im Volksschul-Deutsch:

    Re: Free Now - die Maske ist gefallen

    Beitragvon master » 22.09.2019, 09:20

    Hallo Pascha,

    du bist wohl ein bezahlter Schreiber von Uber und FN, dieses Märchen das günstiger mehr Fahrgäste bringt funktioniert nicht es ist nun mal in Stosszeiten was zu tun, mann merkt das ihr keine Ahnung habt wie das Taxi Gewerbe funktioniert, mir ist schleierhaft wie mann unter den Taxi Tarif überhaupt wirtschaftlich überleben

    kann in Wahrheit ist der Taxen Tarif viel zu gering um überhaupt vernünftig angemessen ein Gehalt zu beziehen die Lösung ist ganz einfach Fixkal Taxameter Bundesweit für Mietwagen und der Spuk ist erledigt, mann staunt das es genügend dumme Menschen gibt die bereit sind 25 netto Provision plus 19% Umsatzsteuer zu zahlen sind

    wozu brauch in dann solche asoziale Vermittler wie Uber,FN dann kann ich ohne Funk fahren, wenn Fahrgäste zu geizig sind und nicht Taxen Tarif zahlen wollen den rate ich zu Fuss zu gehen oder Bus, Bahn zu fahren die werden Subventioniert werden vom Staat, wenn die Zentralen vernünftig werden und sich öffnen wie der Hansa Funk

    wo ich selber lange zeit 311er war das würde das der Todesstoss für FN werden, die würden sie dann ihre Taxi Flotte verlieren und würden keine Rolle mehr spielen im Markt, ich denke es muss eine vernünftige Lösung geben um sich von solchen Vermittlern die bei der Preiss Gestaltung FN kann ich sofort mein Betreib einstellen ich könnte nicht mal mehr meine Miete bezahlen!!!


    Während ja derzeit durchaus auch unsere Taxi-Fuzzis für mehr Preisflexibilität eintreten, was auf Neudeutsch 'Deregulierung' heißt und absolut nicht Neues ist, hat 'master' immerhin erkannt, daß man sich auch totrabattieren kann, denn es sind ja im Gewerbe nun mal Kosten vorgegeben, die bezahlt werden müssen.

    Diese Kosten laufen jeden Tag im Briefkasten der Firma ein und müssen bezahlt werden.

    Und selbst wenn man keine Angestellten hat, ist es ein ständiger Kampf gegen eben diese Summen!


    SELBST und STÄNDIG ist ja der exakte Begriff für diesen Zustand, den man als EWU (Ein-Wagen-Unternehmer) nun mal erlebt.

    Von der großen Freiheit bleibt da nicht viel übrig!

    Ich war ja selber eine Weile Unternehmer, habe dann aber aus genau diesen Gründen meinen Betrieb wieder aufgegeben.

    Da soll doch der MWU sich auch gefälligst an den Sozis beteiligen!


    In der Diskussion im alten DAS, als dieses noch tatsächlich Probleme anpackte, darf man ersehen, daß es gerade der Hansa damals war, der sich für eine Deregulierung des Gewerbes aussprach!

    Heute sind solche Ansätze geradezu das Menetekel an der Wand des Gewerbes.

    Damals fühlten die sich ziemlich stark und dachten, sich damit mehr Kunden erkaufen zu können, was ja eine moderne Denkweise der disruptiven Systeme wie UBER ist.

    Re: Free Now - die Maske ist gefallen

    Beitragvon Mamil » 20.09.2019, 23:56

    ....

    Wenn es etwas gibt, worauf das Gewerbe bei der Liberalisierung noch drängen soll, dann darauf, dass die Preishoheit dem einzelnen Unternehmer zugesprochen wird und dass er sich großflächig bereitstellen darf. Das zieht den Preiskampf ein wenig weg von den Servern auf die Straße. Mit einem Aufkleber auf der Motorhaube "Immer 0,50 Euro billiger als Dein UBER" kann man dann von einem freien Markt sprechen auf dem das Zerfleischen losgehen kann. Dann trifft die kuschelige virtuelle Realität des Silicon Valley und der Großen Elbstraße auf die Realität der Bazar-Logik. "Preissensitive Kunden" heißt um 4:00 Uhr nachts auf dem Kiez: "Digga, wie sieht's aus? Wandsbek, Festpreis, 15 Euro?". Wenn UBER und FN die Preishoheit haben, dann sicher nicht. Von der Rückkehrpflicht kann sich das Gewerbe jetzt schon vor der Reform de facto verabschieden. Sie hat weder UBER noch FN davon abhalten können, Mietwagen zu vermitteln. An ihr festzuhalten, ist wie das Herumlutschen eines Alkoholikers am Korken, wenn die Flasche längst leer ist.


    Tja, immerhin erkennt Mamil die Tatsache, daß letztlich die Rückehrpflicht obsolet sein wird, egal, was im neuen PBefG stehen wird, denn die Kommunen werden das schon regeln im Sinne der neuen Großanbieter.

    Ganz abgesehen von der Tatsache, daß sich schon lange VOR UBER und FREE NOW noch NIE ein Mietwagen an diese Pflicht gehalten hat!, was aber in diesen Zeiten lieber vergessen und unter den Teppich gekehrt wird!

    Der gute Engel hat dazu schon 2005, als er wirklich noch zumindest geistig für das Gewerbe vorgedacht hat, Einiges Interessante und sehr Wahre zu 'Papier' gebracht:


    Auszug:

    Eberhard Engel

    ONLINE KLARTEXT

    http://taxi-hamburg-klartext.de/Einleitung/einleitung.html

    Datum: Etwa 2005

    Das Taxengewerbe ist ein leidgeprüftes, geschundenes Gewerbe. Von der Politik im Stich gelassen, ausgebeutet und Kriminellen zum Fraß vorgeworfen, vor allem in den Großstädten.

    Das Gewerbe hat sich immer mehr zu einem Submileu entwickelt. Dominierende Faktoren der Behauptung innerhalb eines gnadenlosen Konkurrenzkampf sind Steuerhinterziehung, Sozialabgabenhinterziehung (faktisch Schwarzarbeit) sowie Erschleichung von Sozialleistungen. Mittlerweile sind vor allem in den Großstädten die Verhältnisse so extrem dass es ohne die oben genannten Gesetzesverstöße nicht mehr geht. Das Gewerbe ist durch die Duldung und faktische Förderung von diversen Formen von Kriminalität fast durchgehend zwangskriminalisiert und unfähig sich selbst aus diesem Sumpf zu ziehen.

    Es versteht sich von selbst dass die Profession darunter leidet, dass das Berufsethos vor die Hunde geht und damit natürlich der Service zumindest teilweise immer schlechter wird.

    Es ist aber nicht das Gewerbe als solches dem man hieran die Hauptschuld geben muss. Es sind Personen und Institutionen die die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Es sind folglich Politiker, von der kommunalen Ebene bis auf Bundesebene. Es sind Beamte, die gewollt oder ungewollt dafür sorgen dass der Sumpf immer größer wird.

    Eine nicht unerhebliche Rolle in diesem Spiel nimmt dabei hier in Hamburg die Institution “Handelskammer Hamburg” ein. Da, wie wir wissen, die fachspezifischen Qualifikationen von (Bürgerschafts)Abgeordneten (die sogenannten “Verkehrsexperten) nicht besonders hoch sind entsteht naturgemäß ein entsprechendes fachliches Vakuum bezugs betriebs-/volkswirtschaftlicher Mechanismen, von Ursachen und Wirkungszusammenhänge, vor allen Dingen taxenspezifischer Natur. Dieses Vakuum füllt seit Jahr und Tag hier in Hamburg die Handelskammer. Diese Institution hat entsprechend ihren Interessen kein originäres Interesse am Taxengewerbe. Das Taxengewerbe hat aus Sicht der Handelskammer Hamburg nur eine Funktion: Zu jeder Tages- und Nachtzeit an allen Orten in HH verfügbar sein und das so günstig wie möglich zu Gunsten “höherwertiger” Wirtschaftseinheiten wie Tourismus oder Innenstadt-City. Dabei MUSS den Leuten in der HK Hamburg aufgrund IHRER WIRTSCHAFTLICHEN KOMPETENZ 100prozentig klar sein wie das Gewerbe tickt. Aber es interessiert sie nicht, Hauptsache das Ziel wird erreicht. ....



    Man stelle sich wirklich mal vor, was geschehen würde, wenn jeder Unternehmer seine eigenen Preise machen würde.

    Man stelle sich mal die Situation am Flieger oder dem Kiez vor, wenn da zum Beispiel ein Fahrer auf seiner Taxe stehen hätte: 'Ich fahre Sie für 50% meines Vordermannes'?

    Mord und Totschlag wären die sichere Folge!


    Und dort, wo es solche Deregulierungen schon gab, herrschte nicht nur Chaos, sondern KRIEG, wie in Amsterdam, worüber sogar ein Spielfilm gedreht wurde: 'Nachtritt'! Immerhin gab es einen Toten und viele demolierte Wagen.

    Und soweit ich weiß, wurde diese später wieder aufgehoben und eben doch reguliert., so auch in Göteborg in Schweden, wohin die Hansa-Oberen ja mal auf Zentralenkosten eine Dienstreise gemacht hatten.




    JEDER meiner Beiträge stellt IMMER MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG dar!
    Diese kann sich mit der Vorlage neuer Dokumente ändern!

  • Eberhard hat die Verhältnisse im Gewerbe 2005 schon sehr treffend beschrieben...


    Dass master "selber lange Zeit 311er" gewesen ist zeigt schon, wie er vom Hansa eingestuft worden ist:brav::thumbdown:

    Braver, dummer Fahrer, mit dem man's machen kann. Volksschule eben. Abschluss beim Hansa gemacht...

    Da laufen solche Leute herum. Willige Eselchen denen man die Möhre vorhält...

    ...Es ruht der Hansa hier, der seinen Fahrern Schlechtes umsonst tut.

    Es reuet ihn, dass man's umsonst hier lesen kann...

  • Engel war auch längere Zeit 311er und hat da einen kleinen Volksaufstand geprobt, indem er einen eigenen 311er-Verband gründete, die VuT.

    Der war aber nur ein kurzes Dasein beschieden. Ist nie bis zu einem Eintrag ins Vereinsregister gekommen.

    Dann hat er irgendwann den Hansa verlassen.


    Er hat damals viele interssante Sachen verfaßt, die aber nie irgend eine Wirkung zeigten.

    Wahrscheinlich waren die viel zu intellegtuell.

    JEDER meiner Beiträge stellt IMMER MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG dar!
    Diese kann sich mit der Vorlage neuer Dokumente ändern!

  • Das Taxigewerbe ist keine Wissenschaft. Man verdient kein Geld, indem man diskutiert und philosophiert.

    Es geht in der heutigen Zeit, in der man nicht mehr mit "verkürzten" Umsatzangaben an Finanzamt und Sozialkassen vorbeiwirtschaften kann, NUR noch um Geld/Gewinn.

    Ein Querdenker/Querulant wie Engel würde beim Hansa nach kurzer Zeit entsorgt. Intellekt in Kombination mit Narzissmus hat nirgendwo eine lange Halbwertzeit.

    Man will diese Dinge schlichtweg nicht hören/wahrhaben, weil das eventuell zum Umdenken verleiten könnte, was wiederum mit Einsicht, Verständnis und Aufwand einherginge.

    Und HANSA IST DIKTATUR!!!

    ...Es ruht der Hansa hier, der seinen Fahrern Schlechtes umsonst tut.

    Es reuet ihn, dass man's umsonst hier lesen kann...

  • Das ist der Grund, warum das Gewerbe aus dem selbstgeschaffenen Sumpf nicht mehr herauskommt.


    WER, bitte, sollte es da herausziehen?


    Ein Waldner oder gar ein Schütte?

    Hahahaha!

    JEDER meiner Beiträge stellt IMMER MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG dar!
    Diese kann sich mit der Vorlage neuer Dokumente ändern!