Kostenloses Taxi auf dem Friedhof

  • Wär das nix für Joern als Fahrer in HH oder alle die auf die 70 zugehen. :D


    BOCHUM. Der Weg über den Friedhof bis zur Grabstätte wird immer beschwerlicher – je schlechter die Angehörigen und Freunde der Verstorbenen zu Fuß sind. Ein Problem, um das sich gehbehinderte Besucher des Bochumer Hauptfriedhofs jetzt keine Sorgen mehr machen müssen: Für sie steht ab sofort ein Friedhofsmobil für den Transport bereit.


    Ein noch seltener Service in unserer Region – in vielen Städten, wie zum Beispiel Recklinghausen, gibt es bislang keine Planungen für ein Friedhofsmobil.


    „Wir gehören zu den ersten Städten mit diesem kostenlosen Fahrdienst“, bestätigt Barbara Gottschlich. Für die Bochumer Pressesprecherin ist das Friedhofsmobil eine gute Initiative: „Die Entfernung vom Eingangsbereich bis zum Grab beträgt auf unserem Hauptfriedhof bis zu zwei Kilometer. Es gibt immer mehr ältere Leute, für die solche Wege zu einem Problem werden.“


    So hat die Stadt die Idee des Seniorenbeirats gerne aufgegriffen: Von März bis Totensonntag steht das leise Elektrofahrzeug inclusive Fahrer den Besuchern werktags durchgehend zur Verfügung, in der Winterzeit kann das Auto telefonisch reserviert werden. Der Wagen bietet bis zu drei Personen Platz, auch Gehhilfen, Rollatoren und mitgebrachter Grabschmuck können auf der Ladefläche des Friedhofmobils untergebracht werden. „Das Ganze sieht ein wenig aus wie ein umgebauter Golf-Caddy“, bemerkt Barbara Gottschlich lächelnd.


    Die Kosten für das ungewöhnliche Projekt teilen sich nach Auskunft der Pressesprecherin die Stadt Bochum mit der Fachstelle für Menschen mit Behinderungen, beide übernehmen 50 Prozent. Gottschlich erläutert: „Das Elektrofahrzeug hat etwa 20.000 Euro gekostet, hinzu kommen noch die Personalkosten für den schwerbehinderten Fahrer, für den so eine Stelle geschaffen werden konnte.“


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