Aus der Historie des Hansa-Funkes

  • Natürlich kann man Vieles HIER im Forum im ARCHIV nachlesen.
    Aber es kommen immer mal wieder so herrliche Bonmots zum Vorschein, wie sie vor fast 10 Jahren zB im alten DAS geschrieben wurden.


    Wissen muß man zu diesem Thema, daß gerade ganz kurz vorher ich behauptet hatte, daß der Hansa 'klamm in den Kassen sei'!
    Diesen Spruch fanden die damaligen Bosse Kruse und Gieselmann nicht wirklich gut und schickten mir eine, natürlich erfolglose, Unterlassungserklärung ins Haus.
    Dieses Schreiben kann man in den Hansa-X-Akten nachlesen.


    Immer aus der HEUTIGEN SICHT betrachtet, da wir inzwischen über Schwarze Kassen, Schulden etc. gut informiert sind, ist es schon erbaulich, was da die Herren Johan (Schütte) und Yellow (Hofschulte) so von sich gegeben haben!
    Und wieviel eigentlich bis heute HOCHAKTUELL ist!


    Wenn man ein paar Minuten guter Unterhaltung braucht, sollte man das noch mal nachlesen!
    Für alle, die keine Lust dazu haben, gilt: Einfach weiterklicken!


    http://www.taxiforum.de/forum/…hilit=system+kruse+teil+2


    Besonders niedlich ist, wie mich Schütte und Hofschulte versuchen, mich mit angeblich existierenden negativen Dokumenten zu verunglimpfen, diese aber NATÜRLICH nicht bringen können, trotz meiner Aufforderung, dieses zu tun.
    Ich habe aber dadurch geantwortet, indem ich MEINE DOKUMENTE eben unter den Hansa-X-Akten veröffentlichte.
    Danach wurde es mächtig still zum Thema!
    Verständlich, wie wir alle inzwischen wissen.

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  • Hier mal ein alter Kommentar Martin Berndts zum Abgang Gieselmanns als VS des Hansa!
    Das ist 2005 geschrieben worden!


    Und nach dem Lesen betrachten wir uns mal die Entwicklungen in den darauf folgenden Jahren, woraus man schließen darf, daß wir eigentlich über ziemlich heftige PROPHETISCHE GABEN verfügten!



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  • Und dann sollten wir uns auch mal wieder, gerade im Bezug auf die derzeitige Diskussion um das Hamburger Modell, diesen Beitrag Kruses genußvoll reinziehen:


    Da sich der Genosse Kruse ja scheut, hier oder gar in der Öffentlichkeit sich zu äußern, wollen wir ihn doch einfach mal damit zu Wort kommen lassen, was er im neuen 'Hansa aktuell' vom März 2006 unter der Rubrik 'Der Vorstand informiert' von sich gibt. Wir sollten dazu im Hinterkopf behalten, daß Kruse damals, wie später zB der Isar-Funk in München oder die Taxi-Vereinigung in Frankfurt, gerne den Hamburger Flughafen übernommen und uns alle damit unter seine Fuchtel gebracht hätte.


    Beginn des Zitates:


    ".....Zum 15.3.2006 startet nun die Flughafen Hamburg GmbH die neue Zufahrtregelung für den Taxenspeicher und die angeschlossenen Einstiegszonen. Das Interesse am Abschluss des erforderlichen Vertrages ist im gesamten Hamburger Taxengewerbe sehr groß. Vielleicht begreifen jetzt auch die Letzten, die immer gern mit dem Transparent „Ich bin gegen alles" unterwegs sind, dass sie auf verlorenem Posten kämpfen. Wenn sich nämlich in der vor uns liegenden Zeit die Wartezeiten im Speicher reduzieren sollten, weil aufgrund der Qualitätskriterien der eine oder andere nicht mehr am Start ist. dann werden sich die Verbliebenen höchstens noch fragen, warum die neue Regelung nicht viel früher in Angriff genommen wurde.
    Die Veränderungen am Flughafen sind der Startschuss für die längst überfällige Reduzierung der Hamburger Taxenzahl um mindestens 500 Fahrzeuge. 500 Fahrzeuge, die aufgrund ihrer Beschaffenheit und/oder dem dann vorhandenen Personal entweder überhaupt nicht, oder in der dargebotenen Form nicht wirklich gebraucht werden.
    Die Schaffung von Qualitätskriterien und die strikte Überwachung ihrer Einhaltung weisen den einzig wirksamen Weg zu einer Flotte n große, die Hamburg braucht.
    Das Hamburger Taxengewerbe ist eben kein überdimensionaler Stammtisch, an dem sich alle lieb haben müssen.
    Es ist vielmehr, wie andere Gewerbe auch, darauf angewiesen, dass durch hochwertigen Wettbewerb zunächst einmal Ansehen entsteht.
    Dazu gehören notwendigerweise Selbst-reinigungskräfte, die entwickelt und angewendet werden müssen. Niemand wundert sich über Wettbewerb in der Industrie, im Handel, im Handwerk,
    oder in der Dienstleistung, zu der wir doch eigentlich gehören.
    Niemand hätte auch nur den geringsten Zweifel daran, dass dieser Wettbewerb letztlich der jeweiligen Kundschaft und somit dem Geschäft zugute kommt.
    Also muss niemand auch nur eine Träne zerdrücken, weil irgendein „Kollege" die in Zukunft vorgegebenen Qualitätskriterien nicht erfüllt. Es handelt sich überhaupt nicht um einen Kollegen, sondern allenfalls um jemanden, der in der Vergangenheit durch die Missachtung von Selbstverständlichkeiten die Wettbewerbs Verzerrung der ganz besonderen Art betrieben hat.
    Lasst uns 2006 dazu nutzen, den Ruck, der in der nächsten Zeit durch das Hamburger Taxengewerbe gehen wird, angemessen zu unterstützen.
    Wir können das. weil wir als Ableger unseres wirtschaftlichen Erfolges längst auch die Kriterien vorgeben, nach denen ein modernes Taxengewerbe funktioniert.
    Und wir dürfen das auch, weil wir gewaltige Anstrengungen auf uns genommen haben, um, gegen zum Teil erhebliche Widerstande, in unsere heutige Position zu gelangen.
    „Hansa gegen den Rest des Gewerbes" sollte Schritt für Schritt abgelöst werden durch: „Hansa im Wettbewerb mit den übrigen Teilen eines hochwertigen Hamburger Taxen Gewerbes."
    Viel Erfolg und bis bald.
    Euer Jürgen Kruse


    Ende des Zitates!

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  • Freunde.
    Gerade grabe ich mal wieder in meinem Archiv und finde da diesen Beitrag meinerseits, der sich auf einen Beitrag Jürgen Kruses, dem damaligen Chef des Hansa-Funkes vom April 2006 bezieht.
    Er behandelt die Karenzminute UND, in einiger Voraussicht, auch den Mindestlohn.
    Letzteren, ich gebe es gerne zu, fand ich damals ziemlich schlecht.


    Aber, es ist interessant zu lesen, wie sich Jürgen Kruse das vorstellte aus der Sicht der Unternehmer, wenn man sich so betrachtet, in welch betrügerischer Weise die Mehrheit der Unternehmer jetzt vorgeht!
    Wenn auch aus der Perspektive der Verteidiger des Mindestlohnes war Jürgen doch irgendwie seiner Zeit voraus!


    Zu meinem Beitrag:


    Wie wir alle, wartet man natürlich auch bei meiner Lieblingszentrale sehnsüchtig auf die nächste Tariferhöhung. Hat man ja auch größtes Verständnis für, wenn man deren haarige Situation berücksichtigt, in der sich, wie ich das sehe, mehr als nur ein paar Unternehmer und Genossen dort befinden.


    Da aber deren Großer Oberguru Jürgen Kruse sich, trotz der allgemeinen Überzeugung bei seinen eigenen Genossen, sich einfach nicht dazu durchringen kann, endlich sowohl eine echte substantielle Erhöhung inklusive der Abschaffung der unseligen Karenzminute, die wir ihm zu verdanken haben, zu fordern, eiert er herum und möchte bei der Beibehaltung der selbigen bleiben. Hierin wird er, aber wen wundert das, auch von seinem Marionettenverein VuT unterstützt, wie man einem engelschen Rundschreiben an die Verbände entnehmen durfte! Aber irgendwie muß ja unser himmlischer Lehrer seinem Großen Vorbeter in den Hintern kriechen!


    Wie ich die Sachlage derzeit sehe, wird aber, eben wegen des Agierens unseres lieben Kruse, die nächste Erhöhung mehr als nur mager ausfallen. Das weiß eben dieser Mensch, aber wohl auch seine angeschlossenen Genossen. Wir anderen sowieso.
    Discount muß sein! Und sei es auch nur zum Wohle der Kunden! Im Gegensatz zu ALDI und Lidl, wo der Unternehmer profitiert, nur der Zulieferer nicht!
    Aber auch Jürgen weiß, in seiner scientologen-ähnlichen Denke, dass man sich tot-rabbattieren kann!


    Also muß sich dieser Mann etwas Anderes überlegen. Klar! Irgendwie muß er doch seinen Genossen und Genossinnen zu verstehen geben, daß er das Große Wohl dieser Zentrale immer und überall im Sinne hat. Schließlich ist die nächste GV am 22.Juni nicht mehr wirklich weit.
    Und der Name Kruse steht für absolutes Pionier-Denken innerhalb unseres Geschäftes! Das muß man diesem Manne einfach mal so lassen! Und diesem Rufe muß er gerecht werden, koste es, was es auch wolle!


    Und so ist es denn auch: Jürgen Kruse holt zu seinem nächsten Geniestreich aus:
    Weg mit dem Anteilslohn! Hin zum Stundenlohn für angestellte Fahrer/Innen!
    Im neuen Heftchen Hansa-Taxi Aktuell vom April dieses seligen Jahres auf den Seiten 4 bis 8 führt er uns allen, hauptsächlich aber seinen Genossen und Untergebenen, vor, was er da nun wieder ausgeheckt hat. Und es muß ihm ja der Neid lassen, daß er das wieder mit der ihm eigenen umwerfenden Genialität und Logik hinkriegt!
    Kruse ist eben Kruse! Da beißt keine Maus einen Faden dran ab!



    Wenn wir uns die Diskussionen über mangelnder Umsätze, Löhne, Lohndumping, Schwarzarbeit und Vermieten, wozu dann auch noch mögliche Mindestlöhne kommen, der letzten Wochen so ansieht, so muß man zunächst zu der Erkenntnis kommen: Kruse ist der erste und wirklich sozial denkende Mensch (Ein Kandidat für den ‚Saubermann des Jahres 2008!) innerhalb unseres Gewerbes, wobei ich annehme, daß er tatsächlich davon überzeugt ist, ein solcher zu sein! Jedenfalls im Hinblick auf seinen eigenen Geldbeutel!


    Zitat:
    "Dass unsere Fahrerinnen und Fahrer gu¬tes Geld verdienen sollen, versteht sich von
    selbst. Niemand von uns wird am Personal sparen können, oder wollen, wenn die
    Leistung darunter leiden würde. Das ist letztlich der Grundgedanke der
    Leistungsentlohnung auf der Basis von Umsatzbeteiligung, ..."


    Da man aber ja dringend Fahrer/Innen braucht, um all die Träume dieser Zentrale umsetzen zu können, diese aber leider leider (siehe meinen Beitrag : Fahrerflucht beim Hansa-Funk) nicht wirklich in den benötigten Mengen dort arbeiten möchten oder wollen, muß man denen ja wenigstens nach außen hin zu erkennen geben, wie sehr man doch an deren Wohl interessiert ist!
    Man kann ja nicht einfach sagen: Junge! Du arbeitest jetzt fleißig deine vorgeschriebenen Stunden und bekommst noch weniger Geld dafür, als sonst üblich! Und dazu noch ein deftiges Eintrittsgeld! Tja! Diese Art der Argumentation ist also nicht drin. Dann würde ja niemand mehr auch nur die Idee erwägen, etwa für diese Zentrale zu malochen! Außer vielleicht ein paar südländischen Mitbürgern, die aus ihrer Heimat Schlimmeres gewohnt sind (haben schon einen verdächtig hohen Fahrer-Anteil dort in Billstedt. Warum nur?).


    Also muß man den potentiellen Fahrern klar machen, daß das Alles nur und ausschließlich zu derem Wohle erdacht wurde, wobei Jürgen aber auch schon erkennt, daß er sicherlich Gegner haben wird.


    Zitat:
    "Die Gegner fester Einkommen für Taxifahrerinnen argumentieren gern mit der ihrer Meinung nach fehlenden Motivation zur Leistung infolge fester Bezahlung. Fahrerinnen würden angeblich eine vorher festgelegte Bezahlung zum Anlass nehmen, eine ruhige Kugel zum Nachteil des Umsatzergebnisses zu schieben. Abgesehen davon, dass es sich hier um eine blanke Unterstellung handelt, weil nahezu niemand diesen Weg bisher beschritten hat, sollten wir uns vor Augen führen, dass mehr oder weniger die gesamte Republik in allen Wirtschaftszweigen auf der Basis fester Einkommen arbeitet.


    Schlichtere Naturen unter den Gegnern argumentieren mit dem Lohnfortzahlungsrisiko im Krankheitsfall. Das ist natürlich blanker Unsinn, denn die Verpflichtung zur Lohnfortzahlung existiert schließlich auch bei bestehender Umsatzbeteiligung. Fleißige Angestellte, die aufgrund guter Umsät¬ze bisher gut verdient haben, bekommen im Krankheitsfall ja auch heute schon die gesetzlich festgelegte Lohnfortzahlung. Sollten Sie zumindest!


    Wer also so argumentiert, setzt sich dem Verdacht aus, dass er auf der Basis der Umsatzbeteiligung der gesetzlich vorge¬schriebenen Lohnfortzahlung bisher nicht nachgekommen ist."


    Das erinnert mich persönlich an die alten Zeiten der seligen DDR, wo Kutscher selbstredend Stundenlöhne bekamen, damit aber nicht gerade dem Wahnsinn einer tollen Dienstleistung anheim fielen! Wozu auch? Das ist wohl auch Hansis Horror-Szenario, das Jürgen versucht, seinen Genossen auszureden!
    Aber so ganz sicher scheint er sich seiner Argumentationskette nicht zu sein, da er, zumindest was die Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle anbelangt, er diese relativiert mit dem Satz: ‚Sollten Sie zumindest!’
    Aber gelegentlich ist selbst ein Jürgen Kruse ganz ganz weit von den Realitäten, die auch bei seiner Genossenschaft nun mal vorhanden sind (Ich jedenfalls habe dort NIE einen Unternehmer getroffen, der tatsächlich diese Leistungen erbrachte! Und auch Jürgen scheint sich da nicht wirklich sicher zu sein), entfernt! Wahrscheinlich, weil er schon derart lange nicht mehr selber auf der Straße war, dass er den Überblick verloren hat, was auch in den Betrieben seiner eigenen Genossen vor sich geht!
    Aber auf der Versammlung, so dass kein potentieller Fahrer das mitkriegen kann, wird er seinen Genossen sagen, daß in Zeiten einer digitalen Vollkontrolle, eventuelle Tendenzen zur Faulheit unmittelbar beendet werden können (Siehe hierzu meine Glosse)!


    Kehren wir noch einmal kurz zum Model eines Stundenlohnes zurück.
    Angesehen von der tatsächlichen Möglichkeit der Motivationlosigkeit, wäre dieses Model für die Durchschnitts-Graupe schon etwas, worüber man nachdenken sollte! Immerhin stehen wir oft, trotz höchster Motivation, manchmal stundenlang herum, ohne die Möglichkeit, der Menschheit zu zeigen, wie gut und service-orientiert wir alle sind (Na ja: FAST alle)! Manchmal ziehen wir dann am Ende der Schicht mit einem ‚Anteil’ nach Hause, wo man sich fragt, ob es nicht besser gewesen wäre, zuhause zu bleiben, ein paar Bier zu zischen und einen Artikel über die Unbilden unseres Daseins auf dieser unserer Welt ins Netz zu setzen!


    Ein Stundenlohn auf einer Basis eines Mindesteinkommens wäre da natürlich DIE LÖSUNG! Vor allem, wenn man dann noch Lohnfortzahlung und Urlaubsgeld usw. bekommen würde! Alles Dinge, die in unserem Gewerbe de facto nicht vorhanden sind!
    Hier gilt, auch bei den Hansels: ‚Wer nicht fährt, bekommt auch kein Geld!’


    FORTSETZUNG FOLGT!

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  • FORTSETZUNG:


    Man stelle sich mal vor, wir bekämen 8 Euro Stundenlohn. Ich arbeite z.B. 8 Stunden pro Tag, was also 64 Euronen abends ausmachen würde! Bei einem tatsächlichen Umsatz von 80 Tacken! Bleiben auf der Unternehmerseite also noch 16 übrig, von denen er natürlich noch seinen meinerseitigen Sozialabgaben-Anteil und die sonstigen Kosten berappen müsste! Da hätte der echt ordentlich was übrig, das man an der Steuer vorbei bringen könnte!
    Perfekt, Jürgen! Gratulation! DAS ist endlich die Methode, mit der man die überflüssigen und lästigen Graupen von der Straße bekommen würde!
    Und das schreibe ich hier, der doch selber eine Graupe im Angestellten-Verhältnis ist. Derzeit jedenfalls.
    Mein Unternehmer (2 Wagen) stöhnt ja jetzt schon. Was würde der wohl noch röcheln können, wenn wir diesen Stundenlohn hätten mit allem Drum und Dran?
    ICH persönlich bin natürlich sofort dafür! Jedenfalls, solange ich eine Graupe bin!


    Wir haben hier im Forum ja schon das Thema ‚Mindestlohn im Taxigewerbe’ angesprochen. Und man kann nur zu dem Schluß kommen, dass ein solcher schlicht nicht durchsetzbar wäre, ohne praktisch alle in den Ruin zu treiben!


    Jürgen Kruse aber hat erkannt, dass ein Stundenlohn, zumindest für seine Zentrale, die ideale Lösung aller Probleme sein würde:


    Zitat:
    „Leistungsentlohnung auf der Basis von Umsatzbeteiligung, die aber leider, oder Gott sei Dank, mittelfristig zur Vergangenheit gehören wird.


    Umsatzbeteiligung gehört, wie so vieles, auf den Prüfstand. Daneben, auf densel-ben Prüfstand, gehören neue Lohnmodelle auf der Basis fester Einkommen, die vermeintliche Leistung nicht mit der Gie߬kanne belohnen, sondern tatsächliche Leistung gezielt.


    Einer dieser Gießkanneneffekte ist die Lohnerhöhung über den Umweg der Tariferhöhung.


    Wenn und soweit wir dieses Jahr eine Tariferhöhung bekommen, die nicht nur den Ausgleich für die gestiegenen Treibstoff¬kosten schaffen soll, können wir es uns nicht leisten, dass bis zu 45% des zusätzlichen Netto-Umsatzes gleich wieder in den Löhnen des Fahrpersonals aufgehen.“


    Lassen wir alle uns dieses Zitat ganz langsam durch’s Resthirn sickern, erkennen wird glasklar, wie genial dieser krusesche Geniestreich tatsächlich ist:


    Er lässt nämlich nicht alle in diesem Gewerbe Tätigen an der mehr oder weniger kläglichen, durch IHN verursachten ‚Erhöhung’ teilhaben, wie das bisher immer so üblich war, sondern NUR die Unternehmer, allen voran natürlich seine Genossen!


    Warum soll man die Mehreinnahmen mit seinen Fahrern teilen, wenn man denen einen Stundenlohn als Fortschritt verkaufen könnte? Schließlich würde das für diese Wesen doch ein Mehr an Sicherheit bedeuten!
    Das sie damit letztlich, wie von Kruse oben zugegeben, weniger Geld in der Tasche hätten, da sie die sozialen Wohltaten ja theoretisch sowieso hätten, wird lieber nicht zu laut herausposaunt! Könnte ja potentielle Fahrer/Innen abschrecken!Man rechne mal im Sinne eines Hansa-Genossen:
    Ein Fahrer bringt in einer Schicht 200 Euronen nach Hause. Davon würde er, wenn er 38% bekäme, 76 Tacken mit nach Hause tragen. Brutto versteht sich.
    Bei einem 8-Stunden-Schichtmodell, wie Jürgen sich das so vorstellt, wären das bei 8 Euro pro Stunde 64 für den Fahrer. Brutto, versteht sich immer noch.
    Sollte der Fahrer aber mal ‚Glück’ haben, und eine Tour nach Kiel bekommen, so wäre er, bei einem Umsatz von etwa 100 Euro (Flughafen Hamburg nach Bahnhof Kiel) nicht mehr mit 38 Tacken dabei, sondern nur noch mit 16, da er diesen Auftrag ja innerhalb von 2 Stunden erledigen könnte! Tolles Geschäft für den Fahrer!
    In einem solchen Falle würde ich diese Tour ablehnen und lieber innerhalb von Hamburg fahren, da dabei mehr für mich herausspringen würde!


    Wir sehen also ganz klar, dass man lieber heute als morgen dort in Billstedt von dem, was diesen Job bisher trotz niedriger Gehälter immer noch attraktiv machte, wegkommen will:
    Der Freiheit und der Spannung! Denn jede neue Tour ist bisher immer eine Art Lotto-Spiel: Man weiß ja nie, wo es hingehen wird. Oft ist es eine Niete (wie im richtigen Leben), manchmal aber hat man das Große Los gezogen! Und an DEM möchte man dann auch beteiligt werden!


    Wer schon mal auf meiner Website http://www.taxiuniverse.de unter ‚Humor’ und ‚Satiren’ den Beitrag ‚Ein Tag im Leben von Otto-Normal-Hansi gelesen hat, weiß, wie nah man heute schon in der dortigen Realität dem damaligen Witz gekommen ist!


    Zitat:
    „Trotzdem peilen wir eine Steigerung um ca. 4% an. Wenn das gelingt, rückt allerdings die Anforderung, das eingehende Geschäft auch zu bewältigen, immer stärker in den Vordergrund.


    Straffere Personalführung in den Betrieben und der damit verbundene optimierte Einsatz der Fahrzeuge wird zu einer der wichtigsten Aufgaben, die wir haben.
    Die uns durch das Arbeitszeitgesetz gemachten Vorgaben lassen es nicht mehr zu, dass wir unsere Betriebsergebnisse, z.B. durch willkürliche Ablösezeiten, negativ beeinflussen lassen.“


    Kruse möchte schlicht durchsetzen, dass ein angestellter Fahrer, und damit natürlich auch dessen Unternehmer, nicht mehr selber bestimmen kann, wann und wie er arbeitet, wann er anfängt, aufhört oder Pause macht! ALLES soll und muß, nach Jürgen Kruse, von der Zentrale nach der aktuellen Vermittlungslage, vorgeschrieben werden können!
    Freiheiten? Nichts da! Weder für den Unternehmer noch für den Kutscher! Man hat gefälligst anzutreten, wenn Jürgen es anordnet!


    Zitat:
    „Die Wahrheit im Zusammenhang mit solchen gravierenden Veränderungen scheint mir eher in einer gewissen Scheu zu liegen, mit dem eigenen Fahrpersonal über notwendige Maßnahmen zu sprechen, die zur Sicherung der Betriebe und damit auch für den Bestand der Arbeitsplätze ergriffen werden müssen.
    Wir betreten in diesem Bereich nahezu alle Neuland. Und diese Diskussion wird in der nächsten Zeit sicher auch kontrovers geführt werden müssen.“


    Wie Recht du hast, Jürgen! Deine Weitsichtigkeit ist mehr als erstaunlich! Dafür gebührt dir, wie eigentlich immer, mehr als nur Respekt!
    Gleichzeitig gibt er immer wieder, wenn auch sicherlich ohne darüber vorher nachzudenken, zu, dass es auch bei ihnen immer noch Leute gibt, die ihre Betriebe eben nicht ‚darstellbar’ führen.


    Zitat:
    „Das Ziel der Auseinandersetzung muss jedenfalls sein, dass ein Taxenbetrieb ohne wenn und aber darstellbar geführt werden kann.
    Die Schrumpfung der Hamburger Taxenflotte kann jeder, zumindest der HFT-Aktuell-Leser, zeitnah verfolgen. Hierdurch wird ein Konzentrationsprozess beschleunigt, von dem insbesondere wir profitieren können, wenn wir es wollen.“


    Liebe Hansa-Genossen und Genossinnen!
    Wie kann man gleichzeitig versuchen, dringend benötigte Fahrer, und zwar GUTE, zu bekommen, gleichzeitig aber denen das, auch dort benötigte, Einkommen zu kürzen?
    Diesen Spagat kann wirklich nur Jürgen Kruse hinkriegen!


    Frage: Hat dieser Mann eigentlich überhaupt einen angestellten Fahrer? Und, wenn ja, bekommt dieser alle diese Wahnsinns-Wohltaten, denen er sich hier brüstet?


    Zitat:
    „Der qualitativ hochwertige Teil des Hamburger Taxengewerbes wird diese Entwicklung überleben. Das wir dazu gehören, steht für mich außer Frage.
    In Frage stellen könnte man lediglich, in weichern Umfang wir die Veränderungen für unser Wachstum nutzen können.
    Die Tätigkeit als Taxifahrerin kann unter den neuen Bedingungen endlich aus einer gewissen Grauzone herausgeführt werden. Das muss unser Interesse sein, wenn wir langfristig qualifiziertes Personal ausbilden und, vor allem, halten wollen. Gerade in dieser Zeit, in der eine gewisse Unruhe unser Gewerbe erfasst hat, werden die Pflöcke eingeschlagen, die noch lange, nachdem sich die Lage wieder beruhigt hat, ihre Gültigkeit haben werden.“


    PS: Ich kann nur dringend JEDEM potentiell Interessierten mitgeben: Geh zum Hansa-Funk! Da endlich kannst du deine Träume in die Tat umsetzen! Du verdienst gutes, geradezu irres, Geld und bist rundrum sozial abgesichert!
    Es kostet dich zwar ein wenig, aber das sollte es einem schon wert sein, wenn man bei dieser Super-Zentrale arbeiten darf!
    Nichts wie hin, Jungs und Deerns!


    Hierzu noch ein Zitat eines kurzen Beitrages des dortigen Aufsichtsrates von Seite 8:


    „Wir müssen abwarten ob diese Aktion (Anm. von mir: Die Fahrer-Werbeaktion), den erwarteten Erfolg bringt, aber wer zurzeit damit hadert, dass er die Fahrer nicht findet, die er braucht oder diesbezüglich mit Skepsis in die Zukunft blickt, der sollte auf jeden Fall mitmachen.
    Denn von nix kommt bekanntlich nix!“


    Wenn ich mir die vorbeirasenden Hansis so ansehe, machen bei dieser Werbeaktion höchsten 10% mit, wenn nicht weniger!
    Die Vermietung der Werbeflächen scheint bei den Genossen höherrangig zu sein, bringt dieses doch Kohle in Euro und Cent! Das kann und darf man sich nicht entgehen lassen! Auch DORT nicht!

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