Miese Qualität der Mainzer Taxifahrer !

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    Nachrichten Mainz 11.11.2013
    Gästeführerin bescheinigt Mainzer Taxifahrern schlechte Ortskenntnis und mangelnde Hilfsbereitschaft


    Von Maike Hessedenz

    MAINZ - Wie ist es bestellt um die Qualität der Taxi-Landschaft in Mainz? Bei der Mainzer Gästeführerin Ulrike Faßbender, zugleich Stadtratsmitglied der FDP, häufen sich nach eigenen Angaben Beschwerden von Mainzern, aber auch von Touristen, über hiesige Taxifahrer. Daher hat Faßbender eine persönliche Anfrage an das Verkehrsdezernat gestellt.


    Unter anderem, so berichtet die Stadtführerin, seien Fahrer mit der Adresse überfordert, müssten ihre Passagiere unterwegs mehrfach nach dem Weg fragen; auch kämen ihr Klagen zu Ohren, dass die Fahrer nicht ausreichend Wechselgeld zur Hand hätten; außerdem höre sie, dass Altstadt-Bewohner, auch behinderte Menschen oder Kunden mit viel Gepäck, nicht mehr bis vor die Haustür gefahren würden, sondern an den Taxiständen oder an Bushaltestellen abgesetzt würden, mit der Begründung des Fahrers, man dürfe die Fußgängerzone nicht befahren. Nicht zuletzt sei es offenbar nicht mehr überall üblich, dass die Taxifahrer beim Gepäck ein- und ausladen oder beim Ein- und Aussteigen helfen.

    „Die formalen Hürden sind da groß“


    Ansgar Helm-Becker, Aufsichtsratsvorsitzender der Allgemeinen Funktaxizentrale Mainz e.G., wehrt sich dagegen, „anhand von Einzelfällen die Qualität der gesamten Branche infrage zu stellen“. Zumal einige Vorwürfe jeglicher Grundlage entbehrten: So dürfe die Fußgängerzone nicht befahren werden, wenn der Kunde nicht über eine Genehmigung zusammen mit einem Behindertenausweis verfüge. Dem Taxifahrer drohten sonst Strafen. „Die formalen Hürden sind da groß“, so Helm-Becker.


    Beim Wechselgeld gebe es klare rechtliche Vorgaben: Ein Taxifahrer müsse bis zu 50 Euro wechseln. Wolle ein Fahrgast aber beispielsweise mit einem Hunderter bezahlen, müsse der Kunde den Umweg zur nächsten Wechselmöglichkeit, beispielsweise einem Laden oder einer Spielbank, zahlen.

    Sonderwünsche bei Bestellung mit angeben


    Dass der Taxifahrer beim Ein- und Ausladen des Gepäcks behilflich sei, sollte allerdings selbstverständlich sein, betont Helm-Becker, selbst Taxifahrer und Fraktionsmitglied der Grünen im Stadtrat; sollte der Kunde Sonderwünsche haben, beispielsweise, dass er einen Hund mitnehmen möchte oder der Taxifahrer beim Tragen helfen soll, sei es sinnvoll, das bei der Bestellung dazu sagen. Wenn der Kollege sich dennoch weigere, könne der Tatbestand einer „berechtigten Kundenbeschwerde“ vorliegen, erklärt er. In diesem Fall werde der betreffende Fahrer zur Strafe zwei Tage von der Funkvermittlung ausgeschlossen.


    Dass es Fahrer gebe, die sich in Mainz nicht ausreichend auskennen, bestätigt auch Helm-Becker: „Bei manchen Kollegen frage ich mich schon, wie sie die Ortskenntnisprüfung bestanden haben.“ Diese Prüfung ist Voraussetzung für die Erteilung des „Personenbeförderungsscheins“, wie das Verkehrsdezernat auf die Fragen Faßbenders ausführt. Die Prüfungsunterlagen würden in regelmäßigen Abständen aktualisiert.


    Dass es trotzdem bei den Taxifahrern immer wieder Defizite gebe, sei der Verwaltung bekannt. Daher gebe es immer Kontrollen, um „schwarze Schafe“, also Fahrer ohne gültige Konzession, zu ertappen, zuletzt in der vergangenen Woche. Ansprechpartner für Fahrgäste, die sich beschweren wollen, ist das Verkehrsüberwachungsamt.

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