UBER - Der Kampf um die Straße !

  • Die versuchen doch nur, das Bisherige zu bewahren, ohne losgelöst von Allem sich ein neues Konzept auszudenken.
    Klar, dass wir dabei auch zurückstecken müssen.

    Deshalb war es grunsätzlich falsch gewesen, neben der Rückkehrpflicht auch noch eine Vorbestellfrist zu fordern ...
    Wo leben die denn ?

    Vermutlich noch im (Vor-) Gestern.

    Bestimmt !

    Erzähl das den Beamten, oder Politikern, Ärzte, GEZ Intendanten und ihre Verwandten, die halten an ihre Privilegien fest, bekommen die doppelte Rente,100-faches Gehalt, geregelte Arbeitszeit, keinen Stress und schwimmen im Geld! Genau dies Herrschaften fluten das Taxigewerbe mit billigen Arbeitssklaven aus aller Welt! Das Migrantenheer muss untergebracht werden! Deutsche Taxifahrer sind schon eine Minderheit und fast ausgestorben! Es gibt Leute, die sagen den Dreck und das Betteln auf Rädern würde ich niemals machen! Gut die kommen auch nicht aus Afghanistan ++++

  • Ich will keine 100 Mietwagen, verabschiede mich bald aus dem Taxigewerbe! Ein früherer Taxikollege macht jetzt auf Mietwagen, die neuesten Luxus Autos, läuft wie geschmiert, könnte geglaubt werden! Bei Corona hat er 10 Fahrer entlassen! Altbau gekauft! Lohnzuschüsse? Wenn die alle nur die Hälfte oder weniger angeben, bei Mietwagen möglich, kein Problem, fahren ja immer leer zum Standort zurück, was sie aber niemals machen! Dann gehen die Fahrer auf SGB 2!

  • =Anatomie des Schwachsinns=

    =Mechanismen des NS-Staats=


    Parteilingen, Kriechern und notorischen Rechtsbeugern gelingt es UBER-Deutschland-Chef Christoph Weigler als Experten zu inszenieren und dessen Lügen hoffähig zu machen.


    Christoph Weigler im Video:

    Zitat

    Ich glaube vielmehr, daß das Level Playing Field, was schon so oft angesprochen wurde, gerade im Vergleich Taxi und Mietwagen stark zu Gunsten des Taxis verschoben wird. Wir haben ja eine Situation heute, daß die Mehrwertsteuerprivilegierung von 12 Prozent der Fakt - wie schon angesprochen wurde - im Taxibereich ist. Das sind 300 Milionen an Steuersubventionen, die wir in jedem Jahr sehen. Darüber hinaus ist jetzt neu im Vorschlag, daß eine Tarifflexibilisierung ermöglicht wird und auch die Anforderung an die Ortskenntnis reduziert wird.

    Der Deutsche bedient sich traditionell der Tarnsprache: Die Termini "Level Playing Field" und "Tarifflexibilisierung" sind in diesen Zusammenhängen totalitär. Erst wenn das Discounttaxi UBER als "Mietwagen" zur Unterminierung von Taxi erfolgreich oktroyiert wurde, ist "Level Playing Field" erreicht. "Tarifflexibilisierung" bedeutet die Exterminierung des Taxigewerbes, da die Kunden zum UBER-Discounttaxi überlaufen.


    Christoph Weigler im Video:

    Zitat
    Ich bin nämlich fest der Überzeugung - es ist ja nicht Taxi- und Mietwagen, die im Wettbewerb stehen oder Poolingdienstleister und ÖPNV. Ich glaube der wirkliche Wettbewerb ist doch der privat genutzte PKW, der in Deutschland von den allermeisten Menschen in der täglichen Mobilität genutzt wird. Und nur wenn wir es schaffen die Alternativen zum PKW wirklich attraktiv zu machen, dann lassen die Leute ihr eigenes Auto auch mal stehen.

    Whataboutisms. Weigler hängt sich ein ökologisches Mäntelchen um, gaukelt Vernetzung und befriedete Innenstädte vor.


    Dabei weiß der eingekaufte Weigler genau, daß UBER-Dumpingtaxis die Straßen zusätzlich verstopfen, da ja die Zahl der ausgegebenen Taxikonzessionen wie beispielsweise in Berlin schon viel zu hoch ist. Der UBER-Dieb versteht es vorzüglich sich oberflächlicher Visionärssprache zu bedienen, was besonderen Anklang bei denjenigen Parteifunktionären findet, die ökologisch, technisch und logistisch unbedarft sind.


    Christoph Weigler im Video:

    Zitat

    Man sieht natürlich heute im Taxi- und Mietwagensegment einige Herausforderungen. Ich erinnere nur an das letzte Taxigutachten aus dem Land Berlin, wo ja unter anderem einige.. ja knapp 80 Prozent der Taxibetriebe als irregulär arbeitend auch eingeschätzt worden sind.. wie gesagt für Taxi und Mietwagen einiges zu tun. Ich bin aber auch fest davon überzeugt, daß digitale Lösungen auch hier einen Beitrag leisten können, die Regelungen besser einzuhalten. Ich gebe Ihnen mal ein paar Beispiele. Das Thema Rückkehrpflicht ist angesprochen worden. Mittlerweile ist die App in Deutschland so aufgebaut.. programmiert, daß wir nur Fahrten an Fahrzeuge vermitteln, die tatsächlich auf dem Rückweg zum Betriebssitz sind.

    Nehmen wir an es wären zu 1000 Prozent irregulär arbeitende Taxibetriebe in Berlin, dann hat der Dieb UBER trotzdem nicht das Recht zu stehlen. Betriebe arbeiten insbesondere dann irregulär, wenn irregulär viele Taxikonzessionen im Rahmen des irregulären Konzepts "Berufsfreiheit", Entgrenzung und Taxislum-mit-"Mindestlohn" vergeben werden.


    Als staatlich geförderter Schmarotzer ist man kooperativ. Um weiter stehlen zu können paßt UBER sich zum Schein den Pervertiertheiten der in Teilen korrumpierten deutschen Administration an.


    Eigentlich sollte man keine Fahrten an diejenigen UBER-Fahrzeuge vermitteln, die sich auf dem Rückweg zum Betriebssitz befinden, da diese ja die Umwelt noch mehr belasten als die UBER-Fahrzeuge, welche vor Ort wie Taxen auf Anschlußaufträge warten - gerade weil diese UBER-Fahrzeuge ja tatsächlich (Discount-)Taxen sind, auch wenn die deutsche Administration anderes behauptet.


    Der deutsche Rechtsbeuger schikaniert UBER-Discounttaxi per Vorbestellfrist und Rückkehrpflicht, so daß UBER Rückenwind bekommt. Der Dieb UBER wird zum Ankläger: Wieso werden wir per Vorbestellfrist ungleich behandelt, wieso müssen wir per Rückkehrpflicht Leerkilometer sammeln und die Umwelt belasten?


    Weigler würde dem digitalen totalen Überwachungsstaat bis zum Anschlag in den Allerwertesten kriechen, damit er für die Heuschrecke maximal stehlen kann. UBER-Daten am besten gleich ins Verkehrsministerium senden. Die können dort sofort eine Anklageschrift gegen das alteingesessene Taxigewerbe aufsetzen in Form von: "Seht her wie ehrlich UBER ist! Da gibt es keine Schwarzfahrten und Unplausibilitäten!" Was gibt es Besseres als als digitaler Dieb das Taxigewerbe zu ruinieren - durchaus zum Wohlgefallen der Administration - und sich als digitaler Ausbeuter 20 Prozent vom Umsatz einzustecken, um dann als Saubermann in Bezug auf Transparenz und Abgaben-Disziplin dazustehen?


    Weiglers diplomatisch-hinterhältige Formulierungen zeigen, daß Weigler einer ist, der dazugehört. CDU/SPD-Funktionäre fühlen sich Weigler viel mehr verbunden als den aus ihrer Perspektive "ungebildeten Taxlern" und "Modernisierungverlierern".


    Weigler geht auf in seiner Rolle als eingekaufter Anzugträger und ist durch entsprechende "Kompetenz"-Sprache, Diplomaten-Sprachcodes und Tarnsprache der "Primitivität" enthoben und damit unverdächtig.


    Die hohen Herren aus Administration und Konzernen befassen sich vorzugsweise mit juristischen Entwürfen, einer FDP-Drucksache oder einer professoralen Stellungnahme aus einem Institut zur "Modernen Mobilität" aber niemals mit Texten aus Taxiforen, weil das unter ihrem Niveau ist. Man bleibt unter sich und spielt die Schmierenkomödie zuende - bis das deutsche Taxigewerbe finalisiert ist bzw. in einer Weise reguliert ist, daß der Beruf Taxifahrer überwiegend freudlos ist.


    Das ist das Grundgesetz des Parteifunktionärs: Die Partei und ihre geladenen Gäste haben immer Recht, die Straße dagegen - wo der "Pöbel", der "Abschaum" sich tummelt - hat immer Unrecht. Deswegen kann die "Innovation" UBER so gut gedeihen. Gleichgeschaltete Parteifunktionäre sowie Rechtssätze verschiebende und juristische Fiktionen kreierende durchschablonierte lotterie-ähnliche Gerichte sitzen das Taxi/Mietwagen-Paradoxon bis zum bitteren Ende aus.


    Je mehr Zeit vergeht desto legaler wird UBER erscheinen. UBER stiehlt den Markt leer und erlangt nach der Vernichtung des Gegners Alleinstellung. Man wird von der Heuschrecke abhängig und erhebt sie zum Standard. SPD-Sozialsprecher stolpern hinterher und schwätzen von Sozialstandards. Das Ganze war dann in der Retrospektive angeblich so gewollt. Man behauptet, daß sich Innovator UBER im freien Wettbewerb durchgesetzt hätte. Das Ganze wird zum evolutionären Akt umgedeutet. Parteipropaganda und Geschichtsklitterung machen es möglich. Das ist der perfekte (fa.schistische) Staatsstreich auf der Ebene der Personenbeförderung.

  • Was faselt dieser Weigler da überhaupt..das ist ja ein richtiger Assi!


    Der faselt,als wäre er ein Werbefuzzy der Heuschrecke,vollkommen unsachlich..das ist nicht zu glauben....


    Das muss man dort doch merken und müsste sofort ausgeschlossen werden!

    "Wer nach allen Seiten offen ist, ist nicht mehr ganz dicht!"

  • Betreff:

    =Konsequenzen aus dem UBER-Debakel=

    =Anmerkungen zu Phänomen und Rädelsführer "Partei"=

    =UBER als Phänomen der Abtrennung von Staatsgebiet und Infrastruktur=

    =UBER als Phänomen der Bestandssubversion=

    =UBER als Phänomen der Desintegration von Alteingesessenen=

    =UBER als Nutznießer administrativer struktureller Gewalt gegen die eigenen Staatsbürger=

    =UBER als Apokalypse der Daseinsvorsorge=


    Aus dem Gesetz über die politischen Parteien:

    Diese Handlungsanweisungen und Vorgänge erweisen sich in der Praxis als illegitim und verfassungs- und staatsfeindlich.


    Daß Parteien verfassungsrechtlich notwendiger Bestandteil der freiheitlichen demokratischen Grundordnung sind, ist eine Behauptung, kein Beweis und keine Schlußfolgerung. Vielmehr beweist die Realität, daß es sich bei Parteien nicht um Thinktanks des Volkes handelt, sondern um oligarchische Strukturen mit eigener Sprache. Die Sprache der Parteien (Herrschaftssprache; Hohl-SPRECH) führt in politischen Autismus und Anti-Demokratie.


    Das Volk gelangt aus sich selbst heraus und durch seine Arbeit und sein Tun zu bestimmten politischen Überzeugungen, welche etwa von Bürgerräten und Thinktanks in Gesetzestext oder besser in Betriebsanweisungen und Gemeindeordnungen gegossen werden können. Das Volk denkt in freien Thinktanks und keine Partei oktroyiert dem Volk irgendeinen politischen Willen.


    Da Parteien in Deutschland parteiisch und nicht philosophisch sind, können sie unmöglich frei sein. Frei sein bedeutet: Audiatur et altera pars - um aus diesen Diskursen heraus zu vernünftigen (salomonischen) Entscheidungen zu kommen.


    Parteien sind die Apokalypse für die öffentliche Meinung (Volksverhetzung), für die Anregung und Vertiefung politischer Bildung (pandemische Ausbreitung von Geschwätzwissenschaften), für die aktive Teilnahme der Bürger am politischen Leben (Partizipations-Illusion), für die Übernahme öffentlicher Verantwortung (Absenkung des Volks-IQ), für die Aufstellung von Bewerbern (Reinrutschen von Schwadroneuren in Parlamente über obskure Listen; Ochsentour; Ratio-Defizit), für Wahlen in Bund, Ländern und Gemeinden (systemimmanenter Wahlbetrug; Demokratie-Simulation), für die Einflußnahme auf die politische Entwicklung in Parlament und Regierung (Fraktionszwang und Lagerdenken; Opponiergehabe; Dauerwahlkampf; Selbstbeschäftigung; Perfektionierung des Hohl-SPRECH; Schema-F-Denken; Verrechtung statt salomonischer Gerechtigkeit; Gleichschaltung), für politische Ziele (Politik-Illusion; Sich-treiben-lassen mit der späteren Behauptung einem Masterplan gefolgt zu sein; Chaos), für den Prozeß der staatlichen Willensbildung (Identitätsstörung und Psychose statt Nationalcharakter) und für eine ständige lebendige Verbindung zwischen dem Volk und den Staatsorganen (politischer Autismus).


    Parteiprogramme stellen Exzesse von Oberflächlichkeit und Allgemeinplätzen dar und sind daher illegitim. Parteiprogramme behindern das freie Denken und unterschätzen in pathologischer Weise die Komplexität politischer Vorgänge. Parteiprogramme sind Selbstverdummung. Koalitionsverträge stellen Arbeitsbeschaffungsprogramme und Redundanz in soundsovielter Potenz dar.


    Grundgesetz ist nur dann Grundgesetz, wenn es vom Volk gemäß eines allgemeinen Rechtsgefühls interpretiert wird und nicht von oligarchischen Parteifunktionären und Rechtssätze-Jongleuren.


    Wahlen in Deutschland sind per se Staatsbürgerbetrug. Selbstverständlich wählt jeder, der klar bei Verstand ist, freiheitlich-direktdemokratisch, sozialliberal, grün und national-konservativ und pickt sich nicht als künstlich Schizophrenisierter zwangsweise nur einen Parameter aus den aufgezählten Parametern heraus. Als Staatsbürger gibt man demjenigen Thinktank und derjenigen Person seine Stimme, die ALLE aufgeführten Staatsparameter verwirklichen kann.


    Fazit:


    Mit einem wie auch immer gearteten Primat einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht man erst am Anfang. Ein identitätsgestörtes, psychotisches und verrechtetes Deutschland gehört unter Aufsicht der UN.

  • Soziologen-Sprech Teil 1


    Aus einer Rezension über das Buch von Alex Rosenblat mit dem Titel UBERLAND werden Neunmalklugheiten zitiert:


    --> Die vorliegende Rezension rekapituliert zunächst die dort dokumentierten Arbeitsbedingungen bei Uber, über die Rosenblat freilich wenig Gutes zu berichten hat.


    --> In Anbetracht der seit Unternehmensgründung im Jahr 2009 kontinuierlich durch die Presse gehenden Skandale überrascht das kaum.


    --> Angesichts des scheinbar bis in den offenen Rechtsbruch hineinreichenden Geschäftsgebarens des Unternehmens drängt sich jedoch auch die Frage auf, wie dessen Beschäftigte auf ihre miserablen Arbeitsbedingungen reagieren.


    --> Uber hat seinen Erfolg unter anderem der Tatsache zu verdanken, dass zunehmend mehr Beschäftigte auf Zweit- oder gar Drittjobs angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.


    --> In dieser Situation macht Uber ein Angebot, das viele nicht ablehnen können: Flexible Arbeitszeiten und die Abwesenheit eines (menschlichen) Vorgesetzten scheinen oftmals die attraktivere Alternative zum Burgerbraten bei McDonald’s zu sein.


    --> Einen Großteil seiner Attraktivität verdankt Uber jedoch auch seiner hippen Selbstinszenierung.


    --> Es versteht sich nicht als Taxiunternehmen, sondern als „Tech-Startup“, das seine Beschäftigten nicht als Arbeitnehmer*innen, sondern als selbstständige „Partner“ bezeichnet.


    --> Dabei nimmt die Figur der „Milennials“, also der um 1990 geborenen Generation, die angeblich besonders hip und arbeitswütig ist, eine zentrale Rolle in der Außendarstellung des Unternehmens ein.


    --> Uber zeichnet ein Bild seiner Fahrer*innen als hartarbeitende (weiße) Selbstunternehmer*innen. So gelingt eine Imageverschiebung vom prekären Taxijob für Migrant*innen zum „Gig“, der irgendwie abenteuerlich und sexy sein soll.


    --> Damit ist Uber keineswegs allein, es ist vielmehr eine Leistung der Plattformökonomie im Allgemeinen, noch den miesesten Job als Selbstverwirklichung darzustellen.


    --> Während sich das Unternehmen nach außen als bloßer Vermittler darstellt, um sich jeglicher Verantwortung für seine angeblich selbstständigen Beschäftigten zu entziehen, kontrolliert und überwacht es diese gleichzeitig permanent.


    --> Die Smartphone-App verschickt beispielsweise Abmahnungen, wenn sie zu hartes Bremsen feststellt. Das passiert ebenfalls, wenn das Smartphone zu sehr wackelt und daraus geschlossen werden kann, dass es nicht in einer Halterung befestigt ist, oder wenn die Bewertungen von Fahrgästen unter fünf Sterne, also den maximal erreichbaren Wert, fallen.


    --> Teilweise werden die Profile der Fahrer*innen jedoch auch ganz ohne Vorwarnung „deaktiviert“, was einer Kündigung gleichkommt.


    --> In Kontrast zur Behauptung der Selbstständigkeit der Fahrer*innen operiert Uber mit einer starken Informationsasymmetrie: Den Fahrer*innen wird vor der Annahme eines Fahrtauftrags beispielsweise nicht angezeigt, wohin eine Fahrt überhaupt gehen soll und ob sie sich aus ökonomischer Sicht für sie rentiert.


    --> Und wer zu viele Fahrten ablehnt, wird entlassen.


    --> Um die Fahrer*innen dazu zu bringen, zu unbeliebten Zeiten wie Weihnachten zu arbeiten oder an unattraktive Orte zu fahren, werden verschiedenste Manipulationstechniken eingesetzt, wie etwa das Versprechen von Bonizahlungen, die dann aber doch nicht auf dem Konto der Fahrer*innen eingehen.


    --> Gleichzeitig gibt es bei Uber nicht nur keine Aufstiegsmöglichkeiten, sondern die Entlohnung verschlechtert sich sogar im Verlauf der Zeit.


    --> Um die Fahrer*innen anfangs zu Investitionen in ihr Auto zu bewegen und sie an das Unternehmen zu binden, zahlt Uber zunächst höhere Anteile und Boni. Diese werden jedoch kontinuierlich reduziert.


    --> Kommuniziert werden die unilateralen Konditionsänderungen in Orwell‘schem Newspeak, wie etwa: „Niedrigere Fahrtpreise bedeuten höhere Einkommen“.


    --> Auch das Entlohnungssystem kann als mindestens intransparent, wenn nicht gar als Lohndiebstahl bezeichnet werden, wie Rosenblat es tut.


    --> Schließlich wird den Kund*innen vor Fahrtantritt ein geschätzter Preis angezeigt. Ist dieser höher als der nach Fahrtende tatsächlich zu zahlende, wird ihnen dennoch der zuvor geschätzte in Rechnung gestellt; ist die tatsächliche Fahrtzeit länger und der zu entrichtende Betrag höher als zuvor geschätzt, zahlen sie auch hier den höheren Preis. Den Fahrer*innen hingegen wird ein anderer (selbstverständlich niedrigerer) Preis angezeigt, was ihren jeweiligen Anteil mindert.


    --> Einige Fahrer*innen berichten sogar davon, dass über die App gezahlte Trinkgelder nie bei ihnen angekommen seien.


    --> Angesichts solch skandalöser Arbeitsbedingungen drängt sich die Frage auf, wie die Beschäftigten sich zu alldem verhalten.


    --> Wenn wir nicht nur den Manager*innen der digitalen Arbeitswelt, sondern auch den Beschäftigten prinzipiell die Fähigkeit zu strategischem Handeln unterstellen, müssten wir davon ausgehen, dass sie sich ihrerseits auf irgendeine Weise taktisch zu den ideologischen Diskursen und Kontrollstrategien des Managements verhalten.


    --> Wenn es hingegen keinerlei Strategiefähigkeit auf der Seite der Beschäftigten gäbe, so wäre dies zumindest soziologisch erklärungsbedürftig.

  • Soziologen-Sprech Teil 2


    --> Zwar erwähnt die Autorin informelle Online-Communities, in denen sich Fahrer*innen austauschen, beschreibt diese jedoch nur als Ersatz für ein ausbleibendes Personalmanagement vonseiten des Unternehmens.


    --> Zwar lässt kaum eine der zahllosen aktuellen Studien zum algorithmischen Management einen Zweifel daran, dass die digitale Radikalisierung der betrieblichen Herrschaft auf Kosten der Beschäftigten geht, doch erscheinen diese dabei stets als reine Objekte solcher Prozesse.


    --> Diese analytische Asymmetrie tritt insbesondere in zwei Varianten auf: Variante eins lässt sich als kritisch-managementzentriert bezeichnen. Hier bleiben die Reaktionen der Beschäftigten einfach außen vor und finden keinerlei Berücksichtigung, was sie als passive Opfer algorithmischer Arbeitssteuerung erscheinen lässt.


    --> Variante zwei lässt sich als subjektivierungstheoretische Herangehensweise beschreiben. Hier werden die Reaktionen der Beschäftigten nur unter dem Aspekt des Konsenses und der Selbstdisziplinierung analysiert, was sie zu aktiven Unterstützer*innen eines verschärften Kontrollregimes macht.


    --> Basierend auf dem Foucault‘schen Konzept der Subjektivierung entwickelte sich hier ein Subjektbegriff, der die Selbstdisziplinierung und -optimierung eines „unternehmerischen Selbst“ ins Zentrum rückt.


    --> Damit wurde eine Abkehr von einem Subjektverständnis der Arbeitssoziologie eingeläutet, in dem die Selbstdisziplinierung und konsensuelle Einbindung der Beschäftigten zwar empirisch diagnostiziert wurde, die subjektiven Leidenserfahrungen im kapitalistischen Produktionsprozess jedoch stets Bezugspunkt für Dissens blieben.


    --> Die theoretische Fixierung auf Selbstdisziplinierung führt dazu, dass vielerorts vorschnell davon ausgegangen wird, dass „die Arbeiter den Leistungsimperativ verinnerlicht haben: ein Subjektivierungsprozess, in dem wir gehorsame unternehmerische Subjekte und überwachte, objektivierte arbeitende Körper werden.“


    --> Die Gefahr hierbei ist, dass manageriale Kontrollstrategien überbewertet werden, während die Strategiefähigkeit der Beschäftigten unsichtbar bleibt.


    --> Zumindest den sonst so verbreiteten subjektivierungstheoretischen Kurzschlüssen sitzt Rosenblat nicht auf. Sie zeigt klar, dass die Uber-Fahrer*innen die Anrufungen des Selbstunternehmertums keineswegs einfach übernehmen, eine Erkenntnis, die sie ihrem ethnografischen Zugang verdankt.


    --> Denn erst die teilnehmende Beobachtung realer Arbeitspraktiken ermöglicht es, widerständige Diskurse und Praktiken zu identifizieren. Rein diskursiven Zugängen, insbesondere solchen, die sich auf die Analyse offizieller Dokumente beschränken, bleiben solche Einsichten meist verwehrt.


    --> So mag die starke Marginalisierung ethnografischer Forschungsmethoden in der deutschen Arbeitssoziologie eine auf methodischer Ebene liegende Erklärung für die Frage liefern, warum widerständiges Handeln der Beschäftigten systematisch übersehen wird.


    --> Auch Rosenblat erwähnt kaum eine der verschiedenen Formen des Widerstands von Uber-Fahrer*innen. Es gibt sie aber. Beispielsweise haben sie Möglichkeiten gefunden, die Algorithmen auszutricksen und können so ihre Einkünfte steigern. Gleichzeitig strengen viele Fahrer*innen erfolgreich Gerichtsprozesse an, um gegen Ubers Arbeitsrechtsverletzungen vorzugehen. Vor allem aber organisieren sich Fahrer*innen überall auf der Welt in Gewerkschaften oder Basisgruppen, um mit Streiks und anderen Aktionen bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen.


    --> Das systematische Ausblenden der Strategiefähigkeit digitaler Kontingenzarbeiter*innen führt zu einem unpolitischen Verständnis betrieblicher Digitalisierung.


    --> Algorithmen sind jedoch Organisationstechnologien und damit ebenso politisch und interessengebunden wie Gesetze und andere Regelwerke.


    --> Betriebliche Digitalisierung kann deshalb als Technopolitik verstanden werden.


    --> Deren Analyse sollte sich nicht auf die Strategien des Managements, also eine Technopolitik ‚von oben‘ beschränken, sondern muss stets auch Technopolitiken ‚von unten’ berücksichtigen.


    --> Anderenfalls riskiert man, den Prozess betrieblicher Digitalisierung zu naturalisieren.


    --> Auch wenn Rosenblat diese politische Dimension weitgehend außen vor lässt, ist ihr Buch lesenswert. Zwar stellt sie nur sehr wenige Bezüge zu theorielastigeren Beiträgen der soziologischen Debatte zum Thema her, in empirischer Hinsicht dürfte es sich hierbei dennoch um die derzeit umfassendste Studie handeln, die zu diesem Thema verfügbar ist.


    Zitate Ende.


    Es handelt sich um eine Akkumulation von Neunmalklugheiten, die jedem Normaldenkenden schon immer klar waren.


    Jeder Berufspraktiker sagt intuitiv NEIN zu UBER was einen Zeitaufwand von nur wenigen Sekunden beansprucht. Der deutsche Geschwätzwissenschaftler aber will erst den Karren im Dreck um dann den Bedenkenträger zu geben und um "Verbesserungen" vorzunehmen. Was Sozial-Schwadroneure allenfalls bewirken können, ist Albträume zu klimatisieren.


    Soziologen-Sprech ist weniger solidarisch als vielmehr verliebt in sich selbst i.e. in das eigene Palaver, das Pseudo-Philosophieren.


    Soziologen-Sprech ist im allgemeinen Verbündeter der herrschenden Kaste und nicht Arbeitnehmerrechtevertreter. Arbeitnehmerrechte vertreten kann freilich auch nicht der Gewerkschaftsbonze, welcher sich auf Soziologen-Sprech bezieht.