Tarifantrag 2014

Hallo Forengemeinde,
in der Zeit während meiner Abwesenheit vom Do. 20.02.2020 bis zum So. 22.03.2020 steht das Forum nur read only (offline) zur Verfügung.

Danke & Gruß
Jörn
  • Nun, Clemens Grün hat es angekündigt:
    Die arge ARGE möchte einen neuen Tarif beantragen, der schon mal in Richtung Mindestlohn-Pflicht tendieren soll!


    Wollen die etwa den Vorschlag des BZPs übernehmen und die Tarife um 25% anheben?
    DA, bitte, möchte ich Clemens Grün mal im TV sehen, wie er DAS seinen Fahrgästen erklären will!?


    Im DAS hat FD das schon mal auf den Punkt gebracht!
    Wir brauchen keine Tariferhöhung, sondern NUR die Karenzminute abschaffen!
    DAS sollte für's Erste reichen!


    Re: HTV-Treff am Montag 12. Mai 2014 um 18:00 im Roxies
    Beitragvon FD » 12.05.2014, 01:53


    Sammeltaxis gab und gibt es! GRT-Zuschlag 6 Euro.


    Es liegt aber nicht in der Natur der "Wessis" sich mit fremden Menschen zusammen zu tun! Jeder hat Angst, übervorteilt zu werden. Aber es ist nicht unsere Aufgabe, die Menschen umzuerziehen.


    Neue Ideen? Habt Ihr denn ALLE Alzheimer? Habt Ihr schon die letzten "Neuen Ideen" vergessen? Die unbezahlte Wartezeit war so eine "Idee"!


    Wer in der letzten Woche tagsüber in Hamburg unterwegs war, weiß: Es braucht nur die KM aus dem Tarif genommen werden!


    Da hier offenbar fast ALLE mit dem Klammerbeutel gepudert wurden, nochmal gaaanz laaangsam zum Mitleeesen und Naaachdenken!!!! VOR der KM: Bei Stau sagten die meisten FG von sich aus, daß man doch bitte anders fahren möge. Wenn nicht, schlugen die Taxler ihrerseits vor, den Stau zu umfahren und die FG haben diesen Vorschlag gerne aufgegriffen. NACH der Einführung von zunächst 3, in Worten DREI, unbezahlten Minuten: Bei Stau sagten plötzlich die meisten FG, daß sie Zeit hätten und man ruhig den kürzesten Weg fahren soll. Außerdem hatten ebenso plötzlich viele FG noch auf dem Weg Besorgungen zu erledigen. 3 Minuten und 15 Sekunden reichen für fast jeden Einkauf, beim Imbiß, der Tankstelle und dem Blumenladen. NACH der Verkürzung auf eine KM, Oh Wunder, waren die meisten "Besorgungen" mit einmal nicht mehr nötig. Wobei es bis heute blieb: Wenn der FG es nicht wirklich eilig hat, macht es ihm überhaupt nix aus, für die 7 Euro Tour auch mal 40 Minuten zu brauchen, obwohl ein kleiner Umweg zwar 8,50 gekostet, dafür aber die Fahrt um 30 Minuten verkürzt hätte.


    Und kommt bitte nicht schon wieder mit nem Oma-Tarif!


    Einfach nur die KM WEG (bezahlte Wartezeit auch bei LANGSAMFAHRT!!!) OHNE den Kilometerpreis zu senken!


    Preiselastizität? Ja!! Wie in NY! Normaler Preis in den Nebenzeiten und in der Hauptzeit einen deutlich erhöhten Tarif!


    Die Konkurrenz der Mietwagen brauchen wir nur zu fürchten, wenn die Verkehrsgewerbeaufsicht untätig bleibt. Wird der taxenähnliche Verkehr unterbunden und wiederholte Verstöße mit Konz.-Entzug geahndet, hat das unlautere Treiben ein schnelles Ende. Gerade die "modernen " Vermittlungstechniken bieten den Behörden die geeigneten Mittel!


    Bei der Gelegenheit: Wieso müssen eigentlich Mietwagen keine Schichtzettel führen? Laut AO sind die ebenso zum Führen solcher Schichtzettel verpflichtet, wie Taxen. Zumindest steht nirgendwo, daß Mietwagen von der Steuer- und Abgabenehrlichkeit ausgenommen sind!
    Sag das noch mal! * Das noch mal. * Nein, das andere! * Nein, das andere. * Nein, das davor! * Nein, das davor.


    Re: HTV-Treff am Montag 12. Mai 2014 um 18:00 im Roxies
    Beitragvon roter stern » 13.05.2014, 09:24


    Moin FD
    Ich hab zwar kein Button
    but Ei like you

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  • Na, nun bin ich ja gespannt.
    Der gute Clemens Grün hat mir auf Facebook mitgeteilt, daß die arge ARGE heute einen neuen Vorschlag für die nächste Tarifrunde eingereicht hat!


    Clemens Grün
    .... Läuft sowieso vieles Wichtiges und Zeit benötigendes derzeit: Tarifantrag 2014 der Verbände heute an die Behörde, ....


    Na, Freunde, da bin ich aber gespannt, und alle Anderen sicherlich auch, wie dieser denn ausfallen wird?
    Immerhin hatte Clemens Grün schon angekündigt, daß bei nächsten Antrag der drohende Mindestlohn berücksichtigt werden würde!

    Da liegt, gefordert durch den BZP, dem ja auch der Hansa-Funk in Hamburg angehört, der ALLE VERBÄNDE KONTROLLIERT!
    Der BZP hat nicht weniger als 25% mehr gefordert!
    DARAN wird sich die ARGE wohl messen lassen müssen!


    Lieber Clemens:
    Kannst du uns alle mal an euren geplanten Forderungen teilnehmen lassen?
    Immerhin wolltet ihr ja immer TRANSPARENTE Gewerbepolitik machen!?


    PS: Und was ist denn nun mit der Abschaffung der Karenzminute?
    War doch lange Zeit eine der Grundforderungen DEINERSEITS und auch der argen ARGE?

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  • Im DAS beschwert sich Gisbert Eichberg (eichi), seines Zeichens der 1. VS des hansagesteuerten HTVs, immer noch über die Karenzminute.
    Da bin ich also mal gespannt, wie sehr er sich diesesmal für deren ABSCHAFFUNG einsetzt?
    Dürfen wir eventuell wieder mit einer hammerharten Demo a la Oktober 2012 rechnen?


    Und wird auf der neuen Tarifforderung auch endlich eine Gebühr für Kartenzahlungen enthalten sein?
    (Bei dem Artikel nimmt er Stellung zu dem AdAC-Test)

    Re: ADAC: Totalschaden für die Seriosität
    Beitragvon eichi » 25.08.2014, 12:47


    Schon bei flüchtigem Lesen fallen gravierende Fehler ins Auge:


    Die Vergleichspreise für 7 km Fahrt führen durch die nur rechnerisch ermittelten
    Kosten in die Irre, die Auswirkungen der Karenzminute lassen Hamburg auf den
    letzten Platz rutschen, verkehrsbedingte Wartezeit wirkt sich in Hamburg i.d.R.
    nicht aus. Auch die fehlende Umschaltgeschwindigkeit verringert in Hamburg den
    Fahrpreis im Vergleich zu den anderen Städten. Hier käme ein Platz im Mittelfeld in Frage.
    .....
    Kartenzahlung, immer wieder ein gern genommenes Thema. Na klar, gehört eigentlich zum
    Service, der Taxenunternehmer darf aber die hierfür anfallenden Kosten nicht einpreisen,
    er ist an den Tarif gebunden. Er muss also dem Kunden dies als aufgezwungenen Rabatt,
    der eigentlich unzulässig ist, weiterreichen. Ganz selten darf er hierfür einen Zuschlag erheben.

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  • So, nun werden wir endlich mal informiert.
    Der 10-Mann-Verband HTV gibt im Namen der argen ARGE Folgendes bekannt:
    http://hamburgertaxenverband.de/

    HTV-Infotreff zum Tarifantrag der ARGE-Verbände 2014 30.08.2014


    Diese Woche haben die fünf Gewerbevertretungen der "Arbeitsgemeinschaft Taxenverbände Hamburg" ihren Antrag auf Anpassungen der Beförderungsentgelte für 2014/2015 an die zustände "Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation" (BWVI) gesandt. Der Taxitarif ist Bestandteil der Hamburger Taxenordnung. In der kommenden Woche finden auf Einladung der Abteilung "Verkehrsgewerbeaufsicht" Gespräche mit den Antragstellern statt. Die in dem Antrag geforderte Erhöhung von durchschnittlich 13,5% wird mit den deutlich höheren Fahrerlöhnen durch den kommenden gesetzlichen Mindestlohn begründet. Diese Löhne werden künftig zeitbasiert statt bisher umsatzbasiert zu zahlen sein, weshalb eine zusätzliche, parallel immer mitlaufende Zeitkomponente im Taxitarif gefordert wird. Um die zusätzlichen und erheblichen Kosten von ebenfalls gesetzlich vorgeschriebenen Nachtzuschlägen zahlen zu können, wird nach dem Vorbild von Taxitarifen in anderen Städten eine spezieller, erhöhter Nachttarif vorgeschlagen. Im Gegenzug sollen nach dem Verbände-Vorschlag die Kilometerpreise merklich sinken. In dem ARGE-Antrag wird auch kritisch Stellung genommen zu dem behördlichen Tarifvorschlag einer schlichten Erhöhung der bisherigen Kilometerpreise (ca. 7,9% ) .


    Dazu der Antrag:
    http://hamburgertaxenverband.d…14-08-25_MIT_TABELLEN.pdf


    Allerdings lese ich da beim ersten Hinblicken NICHTS von irgendwelchen 25% Tariferhöhung!? Irgendwo bei 11% liegt die?
    Soll das bedeuten, daß unsere Unternehmer den anstehenden Mindeslohn auch ohne diese drastische Steigerung bezahlen können?
    Muß wohl so sein, denn da stehen ja angeblich ALLE Verbände dahinter!?


    Dazu das behördliche Anhörungsschreiben vom 17.August an die Verbände, die ver.di und die Handalskammer:
    https://www.dropbox.com/s/tlx9…iben170814Tarife.pdf?dl=0


    Und dann der Antrag der argen ARGE dazu:
    https://www.dropbox.com/s/1o9l…-25_MIT_TABELLEN.pdf?dl=0

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  • Glaube Hannover hatte man die Zeitkompenente auch versucht.Abgelehnt!Gut so.


    Es fehlt hier die nicht einkalkulierte Komponente der "weniger Fahrzeuge" ab 01.01.15
    Das kann doch kein Kunde an MEHR zahlen.
    Dieser neuerliche Schwachsinnstarifantrag der ARGE ist in Hamburg ebenso wie die Vorgänger abzulehnen!


    Unsere Kunden müssen geschützt werden vor diesen Nichtkaufleuten und ihren Rechenanfängen.
    DANKE

  • Ab und an gibt es ja auch im DAS mal den einen oder anderen halbwegs ordentlichen Beitrag:


    Re: HTV-Infotreff zum Tarifantrag der ARGE-Verbände 2014
    Beitragvon alsterblick » 02.09.2014, 11:51


    Tipp hat geschrieben:Was macht die ARGE .........
    Dreht an der Preisschraube, damit der Mindestlohn bezahlt werden kann.
    Was für ein Schwachsinn!
    Wir haben einen richtig guten Tarif, wer damit den Mindestlohn nicht bezahlen kann, soll in sich gehen und seinen Laden unstrukturieren oder ganz einpacken.


    +1
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    Tipp hat geschrieben: Dreht an der Preisschraube, damit der Mindestlohn bezahlt werden kann.
    Was für ein Schwachsinn!


    Alleine der Versuch mit der HH_Preisschraube ist so unendlich jämmerlich und disqualifizierend.
    Mir kann auch nur noch schlecht werden, sowas überhaupt nur zu lesen.
    Offenbar scheint da überhaupt niemand etwas in der Sache zu verstehen.
    Selbst einfachste "Taxitourenvermittlung/-Verteilung_der_Zukunft_Vorschläge" (von mir hier) werden offenbar nicht einmal erkannt.

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  • Im DAS:

    Re: HTV-Infotreff zum Tarifantrag der ARGE-Verbände 2014
    Beitragvon roter stern » 03.09.2014, 13:02


    Wann gedenkt denn die Behörde für Taxen in Hamburg die durchschnittlichen Umsätze pro Stunde zu veröffentlichen ?
    Es dürften doch genug online Fiskaltaxameter(wieviel eigentlich) unterwegs sein um belastbare Zahlen eines längeren Zeitraums auszuwerten ?
    Meine nicht getunten but offline Cey Daten habe ich der Behörde auch schon für ein Jahr zur Verfügung gestellt.
    Es gab auch Anfang des Jahres Monate, da hatte ich den Mindestlohn von 8,50€ mal grad als Umsatz !
    Nun weiß ich auch die erreichbaren Spitzenumsätze in Hamburg, aber der Durchschnitt errechnet sich aus beiden.


    Und an SSF: Es ist ja durchaus möglich, dass nur der der Premifunk in Hamburg den Mindestlohn von 8,50 € zahlen kann,
    aber das hätte eine Schwemme von guten Fahrern die lieber angestellt statt Selbständig arbeiten zur Folge.
    Und die Unternehmerrunden im Berg an der Bille mit J.K. und G.Mann habe ich mir aus Interesse auch reingezogen,
    als es um neue Bezahlmodelle für Fahrer ( damals Absenkung der Prozente ) ging.
    Die Hoffnung für die Unternehmer alle schlechten Fahrer auszusondieren und nur noch die guten zu behalten
    hat ja einen Pferdefuß.
    Wenn der Kuchen nicht größer wird haben alle weniger zu beißen.
    Und das Personenbeförderungsgesetz und die Auskömmlichkeit der Tarife und die Anzahl der Taxen verantwortet das Taxenamt.
    Und gilt für alle Taxen.
    so long
    roter stern


    Kommentar: Na, da hast du sicherlich fleißig HIER im ARCHIV gelesen, was zeigt, daß du ein solides Informationsbedürfnis hast, was man von den Herrschaften der argen ARGE sicherlich nicht sagen kann!

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  • http://www.hamburg.de/pressear…-16-bwvi-kornhausbruecke/


    So, nun ist der neue Tarif da, und wir dürfen ihn getrost als DESASTER FÜR DIE ARGE bezeichnen, denn diese haben NICHTS von dem durchsetzen können, was sie vorgeschlagen haben!
    Sogar Clemens Grün stellt in seinem Taxi-Magazin fest, daß nun wohl DAS GROSSE TAXISTERBEN beginnen wird !
    Und ich bin mal so gemein und vermute, daß es GENAU DAS ist, was unsere Behörde im Sinn hatte!
    Wir brauchen 1000 Taxen weniger in Hamburg!
    Dann können alle einen ordentlichen Mindestlohn zahlen.


    Dieser wäre auch bei 25% für Etliche nicht zahlbar gewesen.
    Das wissen die sogenannten Verbände aber auch unsere Beamten in der BWVI!


    Außerdem zeigen uns die Vorgänge der letzten Tage dramatisch, von was für einer Horde unwissender und unfähiger Kapeiken wir angeführt werden.
    Nicht nur in Hamburg, sondern bundesweit!

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  • Wer schichttäglich seine 20 bis 30 Touren fährt - was nur funktioniert wenn dem persistierenden Arbeitsdiebstahl in Form von überbordender Prekariatszuwanderung als der Verkehrung des Grundgesetzes gegen die alteingesessene Bevölkerung ein Ende bereitet wird - braucht keine inflationstreibenden Tariferhöhungen von in Teilen über 10 Prozent. Man spielt hier dem Schmarotzer Uber in die Hände, der der Öffentlichkeit vorlügen kann wie moderat er im Unterschied zum "Taxikartell" ist. Wie dämlich können Administration und Gewerbevertretung sein zu dem Zeitpunkt wo die Causa Uber am Überkochen ist mit der Subventionierung demographischer Schieflagen via Taxitarife die Öffentlichkeit vor den Kopf zu stoßen.

  • Folgende Presseerklärung zu dem neuen Tarif ging eben von mir raus:


    Pressemitteilung an die Hamburger Medien zu den neuen Taxitarifen
    16.09.2014 um 19:57 Uhr Mehr Informationen
    Von: Jörn Napp
    An:
    ARD - Das Erste BILD BILD BILD Lokales Dino Schröder BZP Der Spiegel Der Stern Deutschlandradio Die Zeit Hamburg 1 Lampe Hamburger Abendblatt Hamburger Abendblatt Hamburger Abendblatt Fröhling Hamburg Journal Hamburg Journal Handelskammer Hamburg Harvard Business Manager Magazin online Mopo Zeitung NDR Netzwertig Olaf Scholz Oldie 95 Radio Hamburg RTL Nord SPIEGEL online Spiegel TV Taxi heute TAZ Hamburg Thorben Boergers NDR Ulrich Werner Taxiabteilung WELT Welt ZDF


    Sehr geehrte Dame,
    sehr geehrter Herr

    Ohne auch nur ganz entfernt die Vorschläge der sogenannten Taxi-ARGE (dem Verbund der Hamburger Taxiverbände) auch nur zu folgen (13,5% durch die ARGE und bis zu 25% durch den Bundesverband BZP), hat die Behörde BWVI, die für uns Taxifahrer zuständig ist, einen Tarif beschlossen, den weder wir angestellten Kutscher noch die Verbände mögen oder so wollen.

    Clemens Grün, 2.VS des 10-Mann-Verbandes HTV und selbsterklärter Sprecher dieser ARGE, spricht auf seinem Blog 'Taxi-Magazin' schon vom Massensterben der Taxis!
    Die Behörde aber behauptet, diese neuerliche Erhöhung um über 7% käme, um den Unternehmern zu ermöglichen, den ab 1. Januar 2015 kommenden Mindestlohn von 8,50 zahlen zu können!

    Beides ist Unsinn!
    1. braucht diese Stadt auf jeden Fall 1000 Taxen weniger als derzeit!
    DANN könnte man den Mindestlohn auch zahlen, wenn es KEINE Erhöhung gäbe!
    Der derzeitge sehr hohe Stand an Taxen (ca. 3250 derzeit, aber mehrfach besetzt, deshalb, im Gegensatz zu früher, IMMER auf der Straße) wurde von den Verbänden selber verursacht, deren Mitglieder immer mehr Taxen auf die Straße stellten und sie selber an den Schulungen verdienten!

    2. Eine drastische Erhöhung der Tarife ist für unser Gewerbe tödlich und unnötig!
    Unsere Behörde weiß das und hat, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, absichtlich die Forderungen nicht beachtet, obwohl sie genau wissen, daß selbst mit dieser Preiserhöhung fast alle Unternehmer keine Mindestlöhne zahlen können!

    Ich persönlich bin deswegen überzeugt davon, daß die Behörde ABSICHTLICH so handelt, um die Taxi-Unternehmer ins offene Messer laufen zu lassen, die bisher unwirtschaftlich gearbeitet haben!
    Bisher hat das Hamburger Model nur bedingt funktioniert. Es wurden einige Konzessionen abgebaut, aber die restlichen Wagen wurden mehrfach besetzt, so daß die Zahl der Taxen tatsächlich höher ist als früher.
    Diese überschüssige Zahl muß weg, also arbeitet die Behörde so, daß sie ihr Ziel erreichen kann, ohne als Schuldiger dazustehen!

    Meinen Glückwunsch zu dieser VÖLLIG ÜBERFLÜSSIGEN Tariferhöhung!

    Jörn Napp
    Bachstückenring 5
    22149 Hamburg
    Tel: 01755825443
    Taxiforum-Admin: http://www.das-freie-taxiforum.com

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  • Diesen Artikel gab es im Hamburger Abendblatt auf der Fronseite direkt in der Mitte mit sehr fetter Überschrift!
    War für unser Gewerbe mal wieder extrem hilfreich.


    http://www.abendblatt.de/hambu…ktober-deutlich-mehr.html


    16.09.14
    Tariferhöhung
    Taxifahren in Hamburg kostet ab Oktober deutlich mehr
    Senat beschließt eine Erhöhung um durchschnittlich 1,40 Euro. Der Preis für eine Fünf-Kilometer-Fahrt beträgt künftig 14,99 Euro. Das sagen die Taxen-Verbände.


    Hamburg. Taxifahren in Hamburg wird deutlich teurer. Der Senat hat am heutigen Dienstag beschlossen, die Tarife um durchschnittlich 7,8 Prozent anzuheben. Die neuen Tarife gelten ab 1. Oktober. "Die jetzt beschlossene Erhöhung der Tarife ist notwendig, um die Zahlung des Mindestlohns zu sichern", sagte der Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Frank Horch. Vom 1. Januar an gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde.


    In Hamburg kostet etwa eine Fahrt mit einer Strecke über fünf Kilometer 14,99 Euro. Bislang waren es 13,89 Euro. Bei einer Zehn-Kilometer-Fahrt steigt der Preis von 23,10 Euro auf 25,05 Euro.


    Die Grundgebühr wird von bisher 2,90 Euro auf 3,20 Euro angehoben. Auch der Preis für die ersten vier Kilometer steigt auf jeweils 2,35 Euro (vorher: 2,20 Euro), zwischen dem vierten bis neunten Kilometer auf 2,10 Euro (1,90 Euro). Ab dem zehnten Kilometer auf 1,45 Euro (1,40 Euro).


    Laut Wirtschaftsbehörde erhöhen sich die Preise um 1,40 Euro. Wie bislang gilt: Für Wartezeiten bis zu einer Minute muss kein Wartegeld gezahlt werden.


    Auch weiterhin werde der Senat darauf achten, dass die Erträge der großen Mehrheit der ordentlich arbeitenden Betriebe nicht durch unlautere Konkurrenz im Taxigewerbe selbst oder von illegalen Anbietern gefährdet werden.


    Die Hamburger Taxiverbände reagierten unterschiedlich auf den Senatsbeschluss. "Das wird die Hamburger Taxi-Unternehmer in die Lage versetzen, den gesetzlichen Mindestlohn an die Fahrer bezahlen zu können", erklärte Thomas Lohse, Sprecher der Taxen-Union Hamburg Hansa e.V. Nach sechs Monaten sei zu prüfen, ob die Erhöhung ausreiche. Andernfalls müsse nachgebessert werden.


    Dagegen erklärten die Taxizentralen Autoruf und Taxi Hamburg 6x6, die erneute Tariferhöhung sei das falsche Signal an die Fahrgäste. "Das würde vor allem alte und kranke Menschen treffen, die besonders auf das Taxifahren angewiesen sind", sagte der geschäftsführende Gesellschafter Günther Möller. Hauptproblem der Taxen in Hamburg sei die schlechte Auslastung. Rund drei Viertel ihrer Arbeitszeit verbringen die Taxifahrer mit Warten. In den vergangenen fünf Jahren seien die Taxitarife um mehr als 20 Prozent gestiegen; mit der neuen Erhöhung seien es 30 Prozent. Jede weitere Erhöhung führe zu Kundenverlusten, zumal den Kunden immer mehr Alternativen zur Verfügung stünden.
    (mik/dpa


    Und die Hamburger Morgenpost:
    http://www.mopo.de/nachrichten…ch-,5067140,28431002.html

    7,8 Prozent mehrTaxi-Preise steigen ab Oktober deutlich!

    Von Renate Pinzke
    Um satte 7,8 Prozent wird das Taxifahren in Hamburg teurer.


    Das Taxifahren wird ab Oktober teurer. Der Senat beschloss am Dienstag eine Anhebung der Tarife um durchschnittlich 1,40 Euro oder 7,8 Prozent. So erhöht sich die Grundgebühr von 2,90 Euro auf 3,20 Euro. Bei einer Strecke von bis zu vier Kilometern muss der Kunde 15 Cent mehr pro Kilometer bezahlen, zwischen dem vierten und neunten Kilometer sind es 20 Cent mehr und ab zehn Kilometern werden es noch 5 Cent mehr.


    „Die Erhöhung der Tarife ist notwendig, um die Zahlung des Mindestlohns zu sichern“, so Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). Ab 1. Januar gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro. Der Sprecher der Taxen-Union Hamburg Hansa begrüßte diesen Schritt. Allerdings müsse nach sechs Monaten geprüft werden, ob die Erhöhung ausreiche. Sonst müsse nachgebessert werden.


    Taxi Hamburg 6x6 befürchtet weitere Kundenverluste. In den vergangenen 20 Jahren seien die Taxitarife um mehr als 20 Prozent gestiegen. Mit der neuen Erhöhung seien es 30 Prozent. Hauptproblem der Taxen in Hamburg sei die schlechte Auslastung.


    Preise bisher in Euro Preise neu in Euro
    Grundgebühr
    2,90 3,20
    km-Preis 1.-4. km 2,20 2,35
    km-Preis 4.-9. km 1,90 2,10
    km-Preis ab 10. km 1,40 1,45

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  • Leserbriefe in der Mopo:


    Jörn Napp • vor ein paar Sekunden
    Man merkt immer wieder, wie wenig informiert der Normal-Bürger ist, auch und gerade in Sachen UBER! Zumindest im Bereich UberPOP, der auch der eigentliche Stein des Anstoßes ist, wird nicht eine vom FAHRER bestimmte Fahrtstrecke geteilt (bei Mitfahrzentralen völlig legal), sondern die Kutscher warten irgendwo auf einen 'Gast', den sie transportieren wollen, OHNE vorher das Fahrziel zu kennen.
    DAS ist ein taxenähnlicher Verkehr von Leuten, die keinesfalls für so einen Job in irgendeiner Weise qualifiziert sind.
    Im Falle eines Unfalles zahlt zwar die Versicherung des Fahrers für die Schäden am Gast, aber alles Andere wird, sowie die Versicherung bemerkt, daß dort ein Personenverkehr stattgefunden hat, umgehend hinfällig. Das heißt, der Fahrer bekommt keinen Schadensersatz, weder an ihm selber, noch am Fahrzeug! Und die Kosten für den Gast wird die Versicherung sich vom Fahrer zurückholen!


    Und noch mal zu den Kosten: Wenn auf einem Taxi ein ordentlich angestellter Fahrer arbeitet, der alle ihm zustehenden Gelder bekommt, wie zB Lohnfortzahlungen im Krankheits- oder Urlaubsfalle, dann muß der Wagen für jeden ausgegebenen Euro DREI wieder als Umsatz einfahren!
    Dem Unternehmer bleiben im Schnitt etwa 10 Cent eines jeden Umsatz-Euros!


    Wenn wir dann noch betrachten, wer hinter UBER steht, sollte auch dem dümmsten Menschen klar werden, daß das keine Leute sind, die ein gesteigertes Interesse am Personenverkehr haben, sondern nur Heuschrecken, Money-Junkies etc. Goldman Sachs, die US-Bank, die in den USA Millionen kleiner Bürger von Haus und Hof getrieben hat, möchte Kohle sehen und sonst nichts!


    Und überhaupt: Wir haben völlig legale App-Vermittlungen inzwischen, wie zB MyTaxi! Da wird moderne Technik zum Wohle der Kutscher eingesetzt!



    Hans Bureg • vor 4 Tagen
    Kann mir mal jemand erklären warum Taxifahren in Berlin und Köln ein Drittel weniger kostet. Dort gelten die gleichen Benzinpreise und Mindestlöhne.
    Taxifahren in Hamburg ist extrem teuer und noch nicht einmal die Qualität stimmt. So sind die meisten Taxifahrer nicht in der Lage angemessen zu kommunizieren. Die Ortskenntnis der meisten Fahrer ist erschreckend. Da wundere ich mich immer wieder, wie die jemals ihr Taxischein bekommen haben.
    Ich hoffe sehr, das Dienste wie Uber sich schnell flächendeckend etablieren.



    Kopfschüttel • vor 5 Tagen
    Nie war Konkurrenz wie Uber notwendiger!!!



    SirP • vor 5 Tagen
    Wie gut, dass sie Uber wieder zugelassen haben...



    muggl • vor 4 Tagen
    Man kann es aber auch mal aus einer anderen Perspektive sehen:
    Wieviel Stundenlohn muss ein Unternehmer für einen Mitarbeiter berechnen?
    Ich nehme mir in der Regel ein Taxi, wenn ich in den Urlaub fliege. Von mir zum Flughafen sind es 5 km. Der Taxifahrer braucht mit An- und Abfahrt, sowie Koffer rein und raus, 20 Minuten. Dafür bekommt er 13 Euro. Das wären 39 Euro die Stunde, wenn er durchgägig Touren hätte, was jedoch unwahrscheinlich ist. Zieht man davon die Betriebs- und Lohnnebenkosten ab, dann bleibt davon nicht viel übrig.


    Allein der Mindestlohn von 8,50 Euro ist doch ein Witz! Als ich Ende der 70er in der Lehre war, bekam mein Geselle 14 Mark die Stunde. Heute also 7 Euro. Sieht man sich die Teuerungsrate in den vergangenen 35 Jahren an, dann sind die 1,5 Euro mehr schlichtweg ein Witz.
    Vieles hat sich verdoppelt, ob Benzin, Miete, Restaurantbesuche etc pp.
    Nur das Einkommen nicht! Die Kaufkraft sinkt dadurch.
    Wer 8,50 bekommt, hat ein Bruttogehalt von 1400 €. Netto 1100.
    Miete in HH (einigermaßen vernünftige Wohnung) 700 Euro.
    Verbleiben 400 Euro. Da sind noch icht berechnet die Kosten für Telefon, Strom, ggf. private Zusatzversicherungen wie Haftpflicht, Hausrat pp.
    Da arbeitet man tagtäglich und hat am Ende weniger, als der Hartz IV - Satz!



    TIAN_OTF • vor 4 Tagen
    Gut das UBER wieder zugelassen wurde



    DPM • vor 5 Tagen
    Großartig. Die Auslastung ist schlecht, und mit einer Preiserhöhung wird sich das ganz bestimmt verbessern. Vielleicht mal weniger Taxis fahren lassen, dann sind die stundenlangen Wartezeiten der Fahrer auch nicht so übel, und der Lohn stimmt auch wieder!
    Abgesehen davon haben normale Arbeitnehmer (also Leute, die weder Politiker noch Manager sind) in den letzten Jahren wenn überhaupt, dann nur magere Lohnzuwächse; eher (Zeitarbeit sei dank) Lohnverluste. 7.8% Erhöhung sind auf der Ausgabenseite nicht drin. Ich für meinen Teil werde definitiv weniger Taxi fahren.



    Kritischer Fußballexperte • vor 4 Tagen
    Wird Zeit für Alternativen. Taxigewerbe ist moderne Wegelagerei. Uber wirds denen hoffentlich zeigen.



    meihommsmeikastl • vor 4 Tagen
    Da gibt die Wirtschaftsbehörde also offen zu, dass Taxifahrer in den vergangenen Jahrzehnten, mit Wissen der Behörde, zu Dumpinglöhnen beschäftigt wurden... aha aha... Dann schreibt die Wirtschaftsbehörde wohl auch demnächst allen Gastronomen Preiserhöhungen um 10% vor, damit auch in der Gastronomie der Mindestlohn gesichert ist!? Und bei den... und in der... und nicht zu vergessen die... nd Diätenerhöhungen sind auch mal wieder fällig.



    Rautenrüpel • vor 4 Tagen
    Uber wirds schon richten! Die Taxen werden sich noch umgucken! Niemand kann dem Menschen verbieten sich zusammenzutun und gemeinsam von A-B zu fahren und dafür nen Obous zu geben, das nennt man freundlicherweise "Benzingeld" - Taxis? Nö- viel zu teuer!



    Hans Menz • vor 4 Tagen
    Zu den Preisen möchte ich mich nicht äußern, aber ich bin der Auffassung, dass eine Grundversorgung durch regulierte Taxen zu befürworten ist: ein "Uber"-Fahrer fährt Dich vielleicht nicht nachts bei Eis und Schnee durch die Gegend, ein "Uber"-Fahrer holt die Oma nicht am Ort X ab und fährt sie 4km zu Dorf B. Ein Taxifahrer kann dies nicht ablehnen, aber es ist zu bezweifeln, dass man dort einen "Uber"-Fahrer findet.



    Peter Pan • vor 4 Tagen
    Ich weiß ja nicht wo du dich nachts bei Eis und Schnee aufhälst Menz, da sollte ein OttonormalBürger schon schlafen und fit fürn nächsten Tag zur Arbeit sein und die Omi, dafür gibs Verwandtschaft, Enkel-und die eigenen Kinder die machen das (fördert den Familiensinn weisst du?!) und stell dir vor, selbst die Omi gibt dann nen 10er als Dank dafür! Da brauch ich nicht mal UBER für! Du hast n Weltbild Menz, Mann,Mann,Mann



    Hans Menz Peter Pan • vor 3 Tagen
    Sie argumentieren wirklich mit "OttonormalBürger" und der potentiellen Familie der hypothetischen Omi? Mann Mann Mann, Peter Pan.



    Dennis • vor 4 Tagen
    Tzz dann kommt mal nach Vechta. Hier zahlt man alleine schon 6€ anfahrt.



    Schnabeltier • vor 4 Tagen
    ... und ich dachte, die Taxipreise werden auf ein wirtschaftlich vertretbares Niveau gebraucht - also abgesenkt! Abgesehen davon, daß der "Mindestlohn" an sich kompletter Schwachfug ist (leben wir denn noch in der DDR?), wäre vielleicht ein interner Lohnausgleich angesagt! Es gibt nämlich Taxifahrer, die gutsituiert fahren und mehr verdienen, während andere, die weniger lukrative Strecken fahren, die Leidtragenden sind.



    Peter Rei • vor 5 Tagen
    schlecht gearbeitet MOPO, oder was soll eine Erhöhung um € 1,40?



    Hans Menz Peter Rei • vor 4 Tagen
    Wieso? Das ist vermutlich der Preis, den man bei einer durchschnittlichen Fahrt zusätzlich zum alten Preis zahlt: 30 Cent mehr am Start und durchschnittlich 1,10€ mehr für die Fahrt. Sehe da keine Fehler.

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  • Man fragt sich ja wirklich, warum eigentlich der AUTORUF noch in irgendeiner, wie auch immer gearteten Verbindung mit der argen ARGE in Hamburg steht!?
    Spätestens über den LPVG ist er ja immer noch da mit drin!


    Hier eine Pressemitteilung des Autorufs / Möllers in Sachen 'Neue Taxitarif':

    16.09.2014
    Pressemitteilung zur Tariferhöhung 2014

    Erneute Tariferhöhungen sind das falsche Signal an unsere Fahrgäste!


    Tariferhöhungen, wie erneut vom Hamburger Senat entschieden, sind das falsche Signal an unsere Fahrgäste! Denn es nützt niemandem, wenn sich nur noch Besserverdienende ein Taxi leisten können und Geringverdiener darauf verzichten müssen. „Das würde vor allem alte und kranke Menschen treffen, die aber besonders auf das Taxifahren angewiesen sind“, sagt Günther Möller, geschäftsführender Gesellschafter von Taxi Hamburg 6x6 und Autoruf/Taxiruf 44 10 11.


    „Die schlechte Auslastung der Taxen in Hamburg ist das Hauptproblem“, erklärt Günther Möller, und er fügt hinzu: „Laut Ergebnis des jüngsten Hamburger Taxenpanels vom Juli 2014, das die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) bei der Marketing- und Forschungsagentur Linne + Krause in Auftrag gegeben hat, lag die Auslastung der Hamburger Taxen im Jahr 2013 bei nur 25,6 Prozent. Das heißt: 74,4 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen Taxifahrer damit, auf Taxigäste zu warten! Wenn sich dieses Verhältnis umkehren ließe, wären die Einnahmen der Taxiunternehmer ausreichend hoch, um auch Mindestlöhne in Höhe von 8,50 brutto pro Stunde an die Fahrer zu bezahlen!“


    Abgesehen davon, dass es im Verlauf der vergangenen fünf Jahre bereits Tariferhöhungen von mehr als 20 Prozent gegeben hat und es mit der neuen Erhöhung dann fast 30 Prozent werden, führt jede Tariferhöhung zu Kundenverlusten, weil unsere Kunden, besonders in Hamburg, sehr viele Beförderungsalternativen zum Taxi haben. Und diese Alternativen nehmen eher zu als ab.


    Lediglich eine bessere Auslastung der Taxen führt zu mehr Einnahmen. Und das erreichen Taxi-Unternehmer nur, wenn sie lernen, die Einsatzzeiten ihrer Taxen dem Bedarf der Fahrgäste entsprechend anzupassen und damit effektiver einzusetzen. Mit Tariferhöhungen dagegen erreichen wir keinesfalls bessere Auslastungen der Taxen, ganz im Gegenteil: Je mehr im Taxi-Gewerbe verdient wird, desto ineffektiver wird dort oft gearbeitet, weil bei vielen Unternehmern die Reflektionen über den Zusammenhang von Preis und Leistung fehlen.


    Natürlich haben wir Verständnis dafür, dass die Kollegen aufgrund des kommenden Mindestlohns mehr Geld wollen. Zugleich aber muss man auch sehen, dass viele Taxifahrer nach Beendigung einer Tour immer wieder leer zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren, statt nach logistischen Prinzipien zu arbeiten und in dem Stadtteil auf neue Fahrgäste zu warten, wo sie die alten abgesetzt haben. Zusätzliche Treibstoffkosten, staubedingte Wartezeiten und Umweltbelastungen werden dabei in Kauf genommen. Auf diese Weise werden von einem Großteil der Hamburger Taxen eine Unmenge an Leerkilometern im Jahr produziert. Bei den verkehrsbedingt geringen Durchfahrgeschwindigkeiten in der Hansestadt kommen zu den Leerkilometern dann noch die Arbeitsstunden hinzu, die sie während dieser Leerkilometer-Zeit unnütz verbraucht haben. Günther Möller bemerkt: „Angesichts solch’ unwirtschaftlicher und unökologischer Arbeitspraktiken erscheint uns der fortwährend sich wiederholende Ruf nach höheren Taxitarifen geradezu paradox.“


    Aus den hier dargestellten Problemen entsteht fast zwangsläufig die Frage, ob nicht eine Deregulierung des Taxi-Gewerbes besser wäre, so wie es kürzlich auch von der Monopolkommission in ihrem Hauptgutachten gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) empfohlen wurde. Mit der damit einhergehenden unternehmerischen Freiheit für Taxiunternehmer, über ihre Preis-/Leistungsgestaltung selbst entscheiden zu können, wäre den immer näher kommenden Bedrohungen von Seiten staatlich subventionierter Konkurrenz wie dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) oder von Seiten der Wildwuchswettbewerber wie UberPop &Co wahrscheinlich effektiver zu begegnen.


    Aus diesen letzten Sätzen erkennen wir, daß Möller den Traum der Dumping-SMART-TAXEN immer noch nicht ausgeträumt hat!

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  • Hach, Freunde!
    In Berlin will Taxi Deutschland (nach ihrer Facebook-Seite) eine Demo für HOHE TARIFE machen!


    Da tut sich für mich die Frage auf, ob unsere arge ARGE da auch was unternehmen wird?
    Und wenn ja, WAS?

    Taxi Deutschland Berlin e.V.
    21. November um 17:26 ·


    Demos werden ebenfalls in anderen Bundesländern stattfinden, damit die Taxiunternehmer ihre Fahrer/innen den Mindestlohn bezahlen können.
    In Berlin werden wir ebenfalls demonstrieren müssen, wenn unser Tarifvorschlag nicht vom Senat genehmigt wird.
    Weg mit der Karenzminute!

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