OFFENER BRIEF an den Verkehrsdezernenten Majer zur Lage des Frankfurter Taxigewerbes !

  • OFFENER BRIEF (dieser Brief wird auch an die Medien im Bereich Frankfurt geschickt)


    An den Dezernenten Stefan Majer
    Dezernat VI - Verkehr
    Braubachstr. 33
    60311 Frankfurt / Main


    Hamburg, den 5. Februar 2016


    Sehr geehrter Herr Majer.


    Als langjähriger Hamburger Taxifahrer (ca. 40 Jahre), Taxiaktivist und Betreiber eines großen deutschen Taxiforums, möchte ich mich heute mal an Sie wenden.
    Sie sind in der Stadt Frankfurt am Main der Verantwortliche für das dortige Taxigewerbe.
    Das bedeutet, daß Sie ebenfalls für die Entwicklungen im Frankfurter Gewerbe mitverantwortlich sind.
    Als Jemand, der seit vielen Jahren die Entwicklungen im deutschen Gewerbe betrachtet, erscheint mir das Frankfurter derart heruntergekommen, daß ich dieses eigentlich nur als komplett "aus dem Ruder gelaufen" bezeichnen kann! Da mithalten können höchstens noch München, Stuttgart, Köln oder Bremen und mit Einschränkungen auch Berlin.
    Es erscheint mir sehr unwahrscheinlich, daß Sie, als langjähriger Verantwortlicher, nichts von diesen dramatischen Entwicklungen bemerkt haben sollten. Falls nicht, würde es mich schon sehr erschrecken, denn es gibt kaum eine Stadt in Deutschland, in der das Gewerbe derart von Vereinen und Unternehmern statt von den Behörden strukturiert und verwaltet wird, wie auch und gerade in Ihrer Stadt.


    Deshalb möchte ich Sie bitten, mal zu den folgenden Fragen Stellung zu nehmen:
    - Wie war es möglich, daß die Stadt Frankfurt bundesweit einzigartig ein Taxigutachten der Firma Linne & Krause (2007) sofort nach dessen Fertigstellung im Giftschrank verschwinden ließ? So weit ich weiß, wurde es GEMEINSAM von der Stadt und der Taxi-Vereinigung Frankfurt am Main e.V. finanziert. Erst, als man es mir zuspielte (Das freie Taxiforum), konnte es endlich veröffentlicht werden. Warum hält die Stadt Frankfurt dieses Gutachten geheim? Gab es dazu eine Absprache zwischen Ihrem Amt und der Taxi-Vereinigung? Weshalb wird dieses Gutachten nicht endlich der Öffentlichkeit LEGAL zugänglich gemacht, die es ja schließlich bezahlt hat?
    - Wie ist es möglich, daß eine Taxi-Vereinigung monopolartig z.B. am Flughafen herrschen kann und darf (TTC-Karte, Knöllchen, Konzessionsübertragungen, Politikbeteiligung usw.) und sich damit auch Taxiunternehmer abhängig macht, die gar nicht Mitglied in der Vereinigung sind. Sie hat dort die Macht, über Wohl und Wehe der Unternehmer zu entscheiden. Sie kann jederzeit mißliebigen Unternehmern einen beachtlichen Teil ihrer Lebensgrundlage entziehen! Sie führt sich mit Disziplinarmaßnahmen auf wie eine Justizbehörde.
    - Wie ist es möglich, daß diese Vereinigung auch im Stadtbereich Frankfurt Machtbefugnisse erhalten hat (zB beim Kontrollieren der öffentlichen Taxistände), die nach Recht und Ordnung NUR der Polizei oder anderen Behörden zustehen? Sie führt sich mit Disziplinarmaßnahmen auf wie eine Verwaltungsbehörde.
    - Wie ist es möglich, daß es in Frankfurt - möglicherweise mit Wissen der Behörde? - eine sogenannte 'Pakistani-Connection' gibt, wo pakistanische Taxifahrer nahezu ihren gesamten Umsatz an die Moschee abgeben müssen und selber mit 2,50 Euro pro Stunde auskommen müssen? Das wurde durch eine längere Sendung des Deutschlandfunkes bestätigt.
    - Wie ist es möglich, dass die Stadt die Taxihalteplätze am Flughafen offiziell errichtet (durch behördliche Anordnung), dann aber die Halteplätze nicht selbst unterhält? Die Allgemeinheit hat ein großes und wichtiges Interesse an einem ÖPNV am Flughafen, welcher von der Verwaltung und nicht vom Flughafen geregelt wird.
    - Wie ist es möglich, daß in Frankfurt eine Taxi-Vereinigung eine eigene "Gerichtsbarkeit" unterhalten darf, mit der sie nicht nur eigene Mitglieder, sondern auch andere abzockt (Wettbewerbsrecht und TTC-Kartenentzug etc.)?
    - Warum greift die Taxibehörde in Ihrer Person nicht endlich ein und kontrolliert und bestraft das mögliche Fehlverhalten einiger Kutscher selber?
    - Warum scheint es Ihre Behörde zu unterlassen, endlich die konzessionierten Betriebe schärfer zu kontrollieren und selber Sanktionen auszusprechen?


    Es ist für einen Außenstehenden wie mich schon sehr erstaunlich, mit welcher Chuzpe man in Frankfurt das Gewerbe tun und lassen läßt, was immer die dortigen Bosse wollen? Sogar Teile der Gerichtsbarkeit scheinen diesem System sympathisch gegenüber zu stehen. Dabei erinnere ich Sie gerne noch einmal an die bemerkenswerte Zusammenarbeit Ihrer Behörde, der Taxi-Vereinigung und der Firma Taxmobil, die erst durch mein Intervenieren beendet wurde.
    Es wird aus meiner Sicht allerhöchste Zeit, daß Sie endlich tätig werden und dem "Regime" der Vereinigung und deren Machtbefugnissen ein Ende setzen und Ihre hauseigenen Aufgaben erfüllen!


    mfG
    Jörn-Ulrich Napp
    Bachstückenring 5
    22149 Hamburg
    Tel: 01755825443
    http://www.das-freie-taxiforum.com


    Alles über Frankfurt finden Sie unter:
    http://www.das-freie-taxiforum…hp?page=Board&boardID=61&
    http://www.das-freie-taxiforum…p?page=Board&boardID=119&


    Und das unter den Teppich gekehrte Gutachten können Sie ebenfalls bei mir nachlesen:
    http://www.das-freie-taxiforum…ad&postID=20691#post20691

    JEDER meiner Beiträge stellt IMMER MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG dar!
    Diese kann sich mit der Vorlage neuer Dokumente ändern!

    3 Mal editiert, zuletzt von Joern ()

  • Wie war es möglich, daß die Stadt Frankfurt bundesweit einzigartig ein Taxigutachten der Firma Linne & Krause (2007) sofort nach dessen Fertigstellung im Giftschrank verschwinden ließ? So weit ich weiß, wurde es GEMEINSAM von der Stadt und der Taxi-Vereinigung Frankfurt am Main e.V. finanziert. Erst, als man es mir zuspielte (Das freie Taxiforum), konnte es endlich veröffentlicht werden. Warum hält die Stadt Frankfurt dieses Gutachten geheim? Gab es dazu eine Absprache zwischen Ihrem Amt und der Taxi-Vereinigung? Weshalb wird dieses Gutachten nicht endlich der Öffentlichkeit LEGAL zugänglich gemacht, die es ja schließlich bezahlt hat?


    Dieses Gutachten offenbart wie in bestimmten Bereichen im unteren Drittel der Gesellschaft gewirtschaftet wird.


    Es paßt nicht zum Image der Stadt:


    Zitat

    Laut einer Untersuchung des Unternehmens Marsh & McLennan Companies von 2010 belegt Frankfurt in einer Rangliste internationaler Großstädte mit der höchsten Lebensqualität weltweit den siebenten Platz und teilt sich diesen mit München. Düsseldorf belegt als beste deutsche Stadt im Ranking den sechsten Platz. (..) Eine Bürgerbefragung der Stadt Frankfurt im Dezember 2010 ergab, dass 66 Prozent aller Frankfurter Bürger allgemein zufrieden oder sehr zufrieden mit der Stadt sind, lediglich sechs Prozent gaben an, sie seien mit der Stadt unzufrieden. Seit 1993 ist damit der Anteil der Zufriedenen um 22 Prozent gestiegen, während der Anteil der Unzufriedenen um acht Prozent abnahm. 84 Prozent der Frankfurter leben gerne in ihrer Stadt, 13 Prozent würden lieber woanders wohnen.


    Zitat

    Laut einer 2001 erstellten Rangliste der Universität Liverpool kann Frankfurt als die produktivste Stadt Europas (nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) gelten (vor Karlsruhe, Paris und München). Die Stadt ist heute eine der reichsten und leistungsfähigsten Metropolen Europas. Das macht sich auch an der hohen Anzahl internationaler Unternehmensvertretungen bemerkbar. In einer jährlichen Studie (European Cities Monitor, 2010) von Cushman & Wakefield hält Frankfurt seit über 20 Jahren den dritten Platz als bester Standort für internationale Konzerne in Europa (nach London und Paris). Für das Land Hessen hat Frankfurt eine zentrale Bedeutung, 40 Prozent der 4,24 Milliarden Euro Gewerbesteuereinnahmen in Hessen stammen aus Frankfurt.


    Den oberen zwei Drittel der deutschen Gesellschaft ist es einerlei, ob sich Assimilation, "Integration", Verparallelgesellschaftung, Verslummung oder Vielvölkerstaat vollzieht. Staatspolitisch ist es ein Lotteriespiel mit ungewissem Ausgang. Den Wachstumraten der Gäste/Neudeutschen hat der Gastgeber offenbar wenig entgegenzusetzen. Das Linne+Krause-Gutachten offenbart, daß die Administration keine Loyalität kennt.


    Wiki zur Einwohnerentwicklung von Frankfurt am Main:


    Zitat

    Seit dem Mikrozensus 2005 gibt es statistische Auswertungen über die Geburtsorte der Frankfurter Bevölkerung. Damals waren 35 % der Frankfurter Bürger auch in Frankfurt geboren, der Rest zugezogen. Unter den 221.000 gebürtigen Frankfurtern waren 88,2 % Deutsche, davon 11 % mit Hinweis auf einen Migrationshintergrund; 11,8 % hatten eine ausländische Staatsbürgerschaft. Insgesamt hatten am 31. Dezember 2008 242.650 von 641.153 mit Hauptwohnsitz in Frankfurt gemeldeten Einwohnern einen Migrationshintergrund, das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 37,9 %. Gemäß Zensus 2011 haben 44,2 % der Bewohner Frankfurts einen Migrationshintergrund, was der höchste Wert unter den deutschen Städten mit mehr als 300.000 Einwohnern ist; unter den übrigen Großstädten ist dieser Wert lediglich in Pforzheim und Offenbach höher.

  • Vor allem der 2.Teil ist spannend, in dem so die realen Zustände angesprochen werden.

    JEDER meiner Beiträge stellt IMMER MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG dar!
    Diese kann sich mit der Vorlage neuer Dokumente ändern!