Erste Vorschläge zu einer dringenden Reform des PBefGs !

  • Da eine Reform des PBefGs unbedingt anstehen muß, möchte ich hier mal ein neues Thema einrichten, das sich speziell mit eben dieser Frage beschäftigen soll.
    Innerhalb des Mietwagen-Themas oder im Falle von UBER & Co. wurde dieses schon mehrfach angesprochen aber noch nie richtig zusammengebracht.


    Ich bin der Überzeugung, daß eine Reform dieses Grundgesetzes für unser Gewerbe dringend von Nöten ist!
    Und zwar so schnell, wie irgend möglich, denn die technischen Entwicklungen lassen einen ungeänderten Verbleib dieses Gesetzes nicht mehr zu.


    Da braucht es keinen Kalanik oder seines Milliarden-Vereins UBER, um uns Allen dieses klar vor Augen zu führen!
    My Taxi zeigt uns, daß das Ende der normalen Zentralen unmittelbar bevorsteht.
    Und viele Andere Vermittlungs-Apps existieren bereits.


    Das PBefG, so wie wir es im Gewerbe seit vielen Jahrzehnten kennen, wurde zwar zwischendurch leicht revidiert, aber es wurde niemals einer wirklichen Änderung unterzogen!
    Das muß sich jetzt ändern.


    Auch wenn wir die Mietwagen nicht lieben, werden wir gerade in deren Zusammenhang das Gesetz ändern müssen, denn das Äußere und die moderne Technik lassen es kaum mehr zu, deren Rückkehrpflicht zu kontrollieren.


    Und Mitglied RA Dirk Wüstenberg hat in einem kurzen Aufsatz ein paar erste Vorschläge zu einer Änderung gemacht.
    Seine Vorschläge sind es wert in eine nähere Überlegung einzubeziehen.


    https://www.dropbox.com/s/l08r…rNeufassungPBefG.pdf?dl=0

    JEDER meiner Beiträge stellt IMMER MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG dar!
    Diese kann sich mit der Vorlage neuer Dokumente ändern!

  • Im DAS hat die 45-€-Babsi einen Link zu einem Artikel der TaxiTimes gesetzt:
    http://www.taxi-times.com/bund…ngesetz-ab-mitte-2018-an/
    Sie schreibt dieser Ankündigung eine gewisse Brisanz zu.


    Ich hab' mit zwei Beiträgen geantwortet:

    Zitat

    Da sich demnächst Taxen und Mietwagen nur noch dadurch unterscheiden, dass Taxen sich an ausgewiesenen Halteplätzen bereitstellen, sowie winkende Fargäste einladen dürfen, kann ich über das Fiskaltaxameter nur noch lachen, erst recht, wenn jemand daraus eine Kasse machen will. Wie soll das denn gehen ? Ein Mietwagen braucht noch nicht mal 'nen Wegstreckenzähler, wenn Pauschalpreise vereinbart werden. Nix mit Messgeräterichtlinie, JEDES Fahrzeug kann genutzt werden. Was lässt sich das Gewerbe nur ver***en. Wer was zu verstecken hat ... kuscht halt.


    Ich seh schon die Zentralenwerbung: Taxen UND Mietwagen ... wie der BZP halt.

    und


    Der Herr Wüstenberg will nicht vom Betriebssitzgedanken weg, sollte er aber.
    Taxen und Mietwagen sollten sich durch die Finanzierung unterscheiden !

  • Ach so, das Abschaffen der Ortskundeprüfung ist natürlich Nonsens ! auch bei Mietwagenfahrern, gerade wenn sie demnächst wie ein Taxi genutzt werden können.


    Die Prüfung muss anders abgehalten werden. Der Prüfling muss nicht wissen WO sich eine Straße befindet oder WIE eine bestimmte Straße heisst, sondern er muss nachweisen, dass er das Straßennetz innerhalb seines Pflichtfahrgebietes ! (nicht nur innerhalb seiner konzessiongebenden Gemeinde) verstanden hat und nachvollziehen kann.

  • ... und die Ausgabe von Taxikonzessionen sollte sich nach dem BEDARF richten !


    Sind zuviel Taxen an den Halteplätzen, wurden zuviel Konzessionen herausgegeben ... und umgekehrt.


    Als erster Schritt zu 'Taxi 4.0' werden alle Taxikonzessionen in Mietwagenkonzessionen umgewandelt. Gleichzeitig kann man sich für eine neue Taxikonzession bewerben :D .


    Befinden sich dann zuwenig Taxen an den Halteplätzen, wird erst mal bei den Taxikonzessionären nachgefragt, wie sie denn ihrer Betriebspflicht so nachkommen.
    Faseln sie dann etwas von Krankenfahrten oder Vorbestellungen zu Flugplatz, wird ihnen erklärt: "Für diese Fahrten sind aber doch Mietwagen vorgesehen" - wir tauschen ihre Konzession mal wieder 'zurück' :thumbsup: .

  • Ergänzung:

    Zitat

    Bedingung für diese Kostenbeteiligung ist, dass nur Fahrten bis 12 km auf diese Art gefördert werden ! Ist die Fahrt länger, fällt die gesamte Förderung für diese Fahrt weg.

  • Bei Großveranstaltungen wie Olympiade oder Welthungertag konnen Mietwagenkonzessionen für einen sinnvollen Zeitraum in Taxikonzessionen umgewandelt werden. Danach haben sie an Halteplätzen nix mehr verloren.

  • sivas


    ich verstehe immer nicht, wieso Leute immer auf diesen Zug aufspringen, nur weil jemand meint es müsse was geändert werden....


    Bevor irgendetwas passiert - egal in welchem Bereich des Lebens - sollte man sich mal fragen: Warum ?


    Es gibt mittlerweile und heut´zu Tage für nahezu jeden Fahrgast Angebote.


    Er kann generell mit dem Taxi fahren und hat alle Alternativen:
    - das kann er telefonisch bestellen
    - per App bestellen
    - per Rufsäule bestellen
    - rund um die Uhr bestellen, also 24/7
    - er kann am Taxistand einsteigen
    - er hat ziemlich konstante, berechenbare Preise
    - er kann bar bezahlen oder per Karte

    - er muß transportiert werden
    - oder es sogar im Vorbeifahren heran winken

    - oder per Handy einen bestimmten Fahrer kontaktieren
    - Er kann sich ein E Mobil bestellen ( falls vorhanden), einen Großraumwagen...


    - Er kann mit einem Mietwagen fahren den er zeitig bestellt, da gibt es einige Anbieter deutschlandweit. Und das passiert ja auch...
    - Er kann wenn er selber fahren will per CarSharing sich einen Car2Go mieten, oder Drive Now, ...oder andere. Alles vorhanden.
    - Er kann sich aber auch herkömmlich bei Avis, Europcar oder sonstwo einen Mietwagen nehmen und selber fahren


    - Er kann an den meisten Flughäfen oder Bahnhöfen mit einem Shuttle Bus in die City fahren
    - Er kann die "normalen" günstigen Verkehrsmittel nutzen wie Bahn und Bus...
    - Er kann sich innerstädtisch Fahrräder mieten, und fast überall wieder abstellen


    - Und am Ende kann man auch zu Fuß gehen.


    Es zwängt sich für mich sofort die Frage auf:
    Wofür brauchen wir also eine Änderung ?
    Was sollte dadurch besser werden für die Bevölkerung ?


    Alleine von den o.g. Taxi - Möglichkeiten und Eigenschaften kann Uber nicht einmal die Hälfte erfüllen.




    Er werden immer so unreflektiert Statements in die Welt gepustet, das sich die Welt verändert und wir uns anpassen müssen usw.
    Das wird so gesagt, damit jeder der das hinterfragt als Hinterweltler abgestempelt werden kann.


    Zuerst ändert sich mal nur das, was wir ändern wollen.
    Dann stellt das bloße "auf den Markt bringen einer App" noch lange keinen Grund dar, etwas ändern zu müssen, warum auch...


    Weder werden jahrtausende alte Religionen, also Glaubensvorstellungen, verändert oder an Apps angepasst, noch werden Kinder verkauft
    oder gar Auftragskiller vermittelt. Das alles wäre ja alles ebenso prima per App zu machen. Vielleicht in Südamerika, wer weiß. Wollen wir hier aber nicht !!


    Es ist also ein totales Märchen das wir alles ändern müssen im PBefG , sondern dahinter steckt einzig und allein die finanzielle macht sowie der Einfluß von Uber auf die "richtigen" Leute. Und die "argumentieren" natürlich nicht platt mit "Uber will das so", ( weil dann würden natürlich die meisten sagen ja und ?! ) sondern suchen andere Argumente, versuchen andere Begründungen zu finden, konstruieren Probleme, bauschen Probleme auf die garkeine sind, ... ,


    Und wenn man das doch weiß, dann braucht man auch garnicht mehr über Details nachzudenken.
    Es kann sich nur deutlich verschlechtern.
    Für die Taxifahrer, für die Uberfahrer aber vor allem auch für die Bevölkerung !


    Also Frage bleibt: Warum ?



    neutral





  • Unabhängig von uber hat das Mietwagengewerbe schon immer in Konkurrenz zu uns gestanden. Die bisherige Begründung der Trennung ist nicht mehr länger nachvollzieh- geschweige denn kontrollierbar. Durch die strikte Tarifvorgabe, in Verbindung mit den großen Pflichtfahrgebieten können wir mit den z.B. Flughafenzubringern nicht mehr in Konkurrenz treten - wir sind zu teuer ! Diese Fahrten haben aber zu einem Großteil zu unserem Umsatz beigetragen - jetzt ist er weg ... (als nur ein Beispiel). Gestern hatte ich in knapp drei Stunden 150,- € Umsatz durch solche Fahrten, ohne auch nur dran gedacht zu haben, mich zwischendurch an'nen Halteplatz zu stellen. Für die Fahrten hätte auch ein Mietwagen gereicht - sogar ohne Wegstreckenzähler.


    Diese Mietwagenunternehmen, die über die preiswerteren Flughafenfahrten in die Unternehmen reingekommen sind, fahren deren Gäste auch ins Hotel oder sonstwohin. Wie soll man die denn kontrollieren ? wenn die sich auch noch auf dem Firmengelände bereithalten.


    Und wenn uber kommt, ist das nochmal 'ne Nummer größer - und sie werden kommen ! dafür sorgen schon unsere (geschmierten?) Politiker. Zum Wohle des Volkes ! :mydear:

  • sivas


    Das Argument kann ich nicht akzeptieren:

    Zitat

    Wie soll man die denn kontrollieren ?


    Und zwar gleich aus mehreren Gründen.


    1. Sie waren früher - vor dem App Zeitalter - auch nicht besser zu kontrollieren, eher schlechter, was hat sich also geändert ?


    2. Darfst Du mal als Beispiel abends am Jungfernstieg stehen, Fahrgast kommt und möchte für´n 10ner ohne Uhr zum Kiez ?
    Nein, das darfst Du auch nicht. Es ist aber auch praktisch nahezu kaum zu kontrollieren. Wollen wir es alleine deshalb dann ebenso erlauben ?


    3. Von Wohnungseinbrüchen werden etwa 27% "aufgeklärt", aber nur etwa 3% ( !! ) der Täter werden auch vor Gericht abgeurteilt.
    Wäre es da nicht besser, Einbrüche auch gleich ganz zu erlauben ? Auf die 3% können wir dann auch noch verzichten... vom Aufwand ganz zu schweigen.



    Und Du sagst:

    Zitat

    ...sind nicht mehr länger nachvollziehbar....

    Wieso nicht ? Ab wann denn nicht mehr ? Wo lag der Zeitpunkt ? Was hat sich geändert zum Beispiel zum Jahr 2011, 2005, oder 1998...?!



    Und des weiteren stellt sich die Frage:
    Das Pendant zur Rückkehrpflicht ist ja Beförderungspflicht. Warum machen wir es dann also nicht lieber anders, und legen den Mietwagen auch eine Beförderungspflicht, und vor allem auch Betriebspflicht auf ...?


    Hast Du noch andere Argumente ?


    neutral

  • Die Streckenlänge kann als eine Maßzahl genommen werden, nach der sich der Einstatz einer Taxe oder eines Mietwagens ergibt.


    Es sollte Mietwagenfahrern VERBOTEN werden, Fahrten mit einer kürzeren Wegstrecke als 6 Kilometer ausführen zu dürfen !


    Dann gibt es einen Zwischenbereich und ab 12 km Fahrtstrecke ist die Taxe von jeglicher Tarifvorgabe entbunden.

  • sivas


    Komplizierter gehts wohl nicht...? :punish:


    Und vor allem: Wer soll das denn nun noch irgendwie kontrollieren können ?
    Und warum auch ?
    Unter 6 km lohnt sich das doch sowieso nicht mit einem Mietwagen zu fahren - jedenfalls für die Betreiber.
    Und wie willst Du die km eigentlich vorher bemessen ?
    Ein wahnsinns Aufwand vor jeder einzelnen Tour - und kilometerlange Diskussionen mit den Fahrgästen. Bitte bitte nicht....


    Und am Ende bleibt doch die Frage weiterhin unbeantwortet: Warum ?


    neutral

  • Tja, die Frage nach dem WARUM.


    Warum gebührt dem Taxigewerbe besonderer Schutz ?


    durch Aufstellen von Spielregeln ... wenn das Gewerbe auf andere, essentielle Regeln pfeift.


    Die Behauptung, dass NUR WIR Taxi können, stimmt nicht > JEDER kann es ! wenn's sein muss, eben mit dem Privatwagen.





    Am krassesten fand ich ja die Begründungen für die letzten Tariferhöhungen: wir brauchen mehr Geld, ... damit wir den Mindestlohn zahlen können !

  • Das uber-System ist einfach genial !


    vor allem die ausschliessliche Bezahlmöglichkeit durch Abbuchen. Da wird sogar der Schäuble respektvoll geschmunzelt haben - und wir sträuben uns, wenn einer mit Karte zahlen will.

  • Ich gebe sivas in sofern recht, daß jedwede Kontrolle der Mietwagen schon eigentlich immer nahezu unmöglich war.
    Die würde ganz sicher besser, wenn man keine Unterschiede mehr machen würde zwischen Taxis und Mietwagen.


    Letztere müßten aber, wie am Beispiel London, auch mit deutlich erkennbaren Aufklebern ausgestattet sein, was ja wohl nicht allzu schwierig sein dürfte.
    Denn offiziell registriert sind die meisten von ihnen ja (hoffentlich).
    Allerdings gibt es da noch die Hotel-Shuttles, die nirgends offiziell lizensiert sind.


    Kleines Nachricht am Rande:
    Das SOFA-TAXI von IKEA scheint wieder zu den Akten gelegt worden zu sein.
    Offensichtlich hielt sich das Interesse der Kunden in Grenzen, so daß sich das nicht lohnte.


    Die Idee mit der TAXI-TASTE an Fahrscheinautomaten finde ich übrigens sehr gut.


    @ neutral.


    Es wird und MUSS eine grundlegende Reform des PBefGs geben!
    Die wird kommen, ob es dir nun paßt oder die Linden rauschen.


    Dank der modernen Technik, die sogar ich in meinem zarten Alter viel nutze (auch und gerade das bargeldlose Zahlen), wird es nun einmal Taxen im herkömmlichen Sinn nicht mehr geben.
    Das bedeutet aber nicht, daß es keinen Bedarf für sie geben wird.
    Als individuelles Fahrsystem wird es immer seinen Markt haben.


    Aber es könnte da tatsächlich Bereiche geben, wo es eben nur Taxen oder nur Mietwagen geben wird.
    ZB beim Flughafen oder den Hotels, die sich mit Sicherheit eigene Mietwagen zulegen werden, was sie ja heute durchaus schon tun.


    Und die Taxen würden dann den Bereich dazwischen bedienen. ZB nur lokal in den Stadtteilen oder so.


    Dazu würden sich wahrscheinlich auch Anruf-Sammeltaxen in verstärktem Maß durchsetzen, die dann sozusagen eine mittlere Schiene bedienen würden, vor allem in den Bereichen und zu den Zeiten, wo Busse kaum oder gar nicht mehr verkehren.
    Durchaus eine Marktlücke, in die die Taxen bisher kaum oder gar nicht hineingestoßen sind.



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    Einmal editiert, zuletzt von Joern (†) ()

  • sivas


    Du fragst ernsthaft:

    Zitat

    Warum gebührt dem Taxigewerbe besonderer Schutz ?


    kann ich Dir sagen:


    - Weil Du ein Teil, eine Erweiterung des öffentlichen Nahverkehrs bist.
    - Das bedeutet Du mußt jeden fahren, ob er Dir gefällt, ob er weiter weg will, oder nur um die Ecke, 3 Koffer hat, keinen, oder 6 Einkaufstaschen....
    - Ferner gibt es eine Betriebspflicht die im Idealfall dafür sorgen soll, das immer ausreichend Taxen auf der Straße vorhanden sind.
    - Du machst selber keine Preise, sondern sie werden Dir von Dritten gemacht. Die Kosten werden Dir seltsamerweise aber auch von Dritten gemacht.
    Das ist doof... Dein unternehmerischer Einfluß ist also ziemlich gering, insofern mußt Du vom Gesetzgeber geschützt werden.
    - Damit es eben gerade nicht andauernd Stress gibt ( Kollegen untereinander + Fahrgäste/ Taxifahrer ) gibt es feste Preise, die eigentlich keinen
    Diskussionsspielraum lassen.
    - Ob die nächste Tour groß oder klein ist hängt i.d.R. vom Zufall ab. Du kannst es Dir eben nicht aussuchen.


    Es gäbe noch ein paar mehr, aber der Sinn der "Erfindung Taxi" ist eben, für die Bevölkerung eine verlässliche Beförderungsmöglichkeit zu bieten, was aber auch gleichzeitig heißt, das die bereitgestellten Taxiunternehmen von den Preisen überleben können. Nicht mehr und nicht weniger.


    Würdest Du als Taxifahrer "reich" werden, wären die Preise zu hoch, ganz einfach. Und das ginge auf Lasten der Kunden.
    Und bei Uber ist das noch viel schlimmer. Würdest Du viele tausende verdienen, würde das immer auch bedeuten:
    Für den Fahrgast ginge es irgendwo günstiger....


    Also Fazit:
    Wenn Du reich werden möchtest, bis Du bei dem Thema Taxi falsch. Das geht von Natur aus nicht.
    Bei Uber bist Du auch falsch, es sei denn Du bist vielleicht groß Investor bei Uber, und kannst Heerscharen von geistigen Nullen für Dich schuften lassen...


    Zusammenfassung:
    Der Staat macht uns Taxifahrern eine Menge Auflagen und Vorschriften, die die unternehmerische Freiheit zugunsten der Bevölkerung stark reduziert. Als Gegenpart muß er uns dann allerdings auch in Schutz nehmen, vor Modellen, die alle diese Auflagen nicht haben.
    Der Staat kann also eben nicht nur fordern, er muß auch eine Gegenleistung erbringen.


    Ziemlich einfach zu kapieren denke ich...


    neutral

  • Es war eigentlich schon immer ein großer Diskussionspunkt, ob wir überhaupt ein Teil des ÖPNVs sind oder aber eben doch nicht!


    Die Argumentationen gingen immer jeweils in die Richtung, in der man die Diskussionen haben wollte.


    Ich persönlich glaube, daß Taxis NOCH NIE wirklich ein Teil des ÖPNVs waren!

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  • @Jörn


    Das stimmt nicht:

    Zitat

    Ich gebe sivas in sofern recht, daß jedwede Kontrolle der Mietwagen schon eigentlich immer nahezu unmöglich war.


    Das habe ich gesagt. Sivas hat gesagt, das sie mittlerweile nicht mehr zu kontrollieren sind. Was ich für Käse halte, und sivas auch nicht erklären konnte...




    Und wie kann man was die Kontrollen angeht - und das meine ich ehrlich - bloß solche katastrophalen Fehlschlüsse ziehen:

    Zitat

    Die würde ganz sicher besser, wenn man keine Unterschiede mehr machen würde zwischen Taxis und Mietwagen.


    Das ist doch ein so hanebüchener Unsinn... die Logik welcher man sich als denkender nicht entziehen kann, habe ich doch gestern dargestellt.


    Kein Mensch kann mir erklären, warum plötzlich, nach rund 1oo Jahren, Taxis und Mietwagen gleich gemacht werden sollen, nur weil so ein Arsch wie Kalanick in Kalifornien eine App entwickelt hat, die an jeder Steuer, sozial Vorschrift, ... usw. vorbei Schwarzarbeit begünstigt, die zumindest vom Prinzip her jeden Staat ausbluten läßt, und damit auch deren Bevölkerung extrem schädigt. Uber ist staatschädigend !


    Und wer mir erzählen will, das es auch ohne Uber überhaupt diese Diskussion über den Fortbestand des PBefG gegen würde, der ist völlig neben der Spur.
    Uber möchte uns alle ( Fahrer, Kunden, Staat ) ausbeuten. Das ist mal Fakt. Anders funktioniert der Laden nicht.
    Insofern halte ich jeden für einen idioten, der sich ernsthaft mit Uber auseinander setzt !


    Das wäre so, als würde die Gesellschaft wieder von Vorne anfangen zu diskutieren, ob die Todesstrafe nicht doch in einigen bestimmten Fällen usw. wieder eingeführt werden sollte oder könnte, und ob und wie man die Bedingungen dafür wohl festlegen könnte etc etc....
    Nein !
    Wir, Deutschland, möchte keine Todesstrafe, Basta !!! - und deshalb brauchen wir auch mit keinem erst anfangen darüber zu diskutieren, ob sie vielleicht wenigstens mal ab - und zu angewendet werden sollte.
    Und genauso verhält es sich doch mit Uber. Soll die Gesellschaft jetzt von Vorne anfangen zu diskutieren ob sie von Uber ausgebeutet werden will, oder nur ein wenig, oder nur am Wochenende, ... oder auch nur das Gemeinwesen in Form von Steuer Entzug ? Wer zahlt denn dann noch ihre ganzen gratis Kita Plätze, wenn Mutti morgens mit Uber zum Kindergarten fährt... ?!
    Nein !
    Uber ist ein System, welches nicht zum und nicht in den Grundgedanken unseres Sozialstaates paßt. Deshalb braucht man da auch im Detail keine Sekunde mehr drüber nachdenken.
    Aber genau das tut ihr hier.


    Merkt ihr das garnicht mehr ??
    Ihr fangt an Uber zu relativieren. " Naja, hier und da.. wird ja sowieso... und verhindern geht nicht.... Taxis müssen weg... Uber wierd kommen...
    alle werden gleich... das PBefG muß geändert werden ( obwohl mir keiner das Begründen kann ) ...."


    Ihr weicht auf, Leute.



    neutral

  • Nichts einfacher als die Kontrolle von Mietwagen:


    Vor einem stark frequentierten Hotel werden die anfahrenden Limousinen beobachtet, ein Erfahrener erkennt einen Mietwagen.
    Fährt ein solcher vor und es wird bestätigt, dass es sich um einen solchen handelt, wird der Fahrer 'interviewt'.
    Dabei kann festgestellt werden, ob der 'Geschäftsvorfall' korrekt erfasst wurde.


    Ist halt mit etwas Aufwand verbunden, wie auch die 'Kontrolleure' die Befugnis dazu haben müssen.


    Dabei werden auch einige 'Privatfahrer' ins Netz gehen.


    Man muss es nur wollen.

  • sivas


    das ist doch nicht Dein ernst...:

    Zitat

    Vor einem stark frequentierten Hotel werden die anfahrenden Limousinen beobachtet, ein Erfahrener erkennt einen Mietwagen.


    Bei aller Liebe, aber wie weltfremd ist das denn jetzt....?
    Dann könntest Du ja auch gleich vorschlagen das den ganzen Tag ein "Kontrolleur" in jedem einzelnen Wagen mit fährt...


    Zitat

    Fährt ein solcher vor und es wird bestätigt, dass es sich um einen solchen handelt, wird der Fahrer 'interviewt'.


    Klasse. Was willst Du den denn fragen ?
    Und was glaubst Du, was für Antworten Du bekommen wirst...?
    Und auf welcher Rechtsgrundlage soll denn das bitte schön alles passieren ?



    Also weltfremdere Vorschläge habe ich noch nicht gehört. Alleine in Hamburg wirst Du locker 20 "stark frequentierte Hotels" ( wie auch immer Du die definieren willst) vorfinden, dazu noch Flughafen, Bahnhöfe und Opern, und Elbphilharmonien, ...
    Welche Heerscharen von Kontrolleuren willst Du denn fast rund um die Uhr bezahlen ?
    Und was "dürfen" die dann machen ? Fahrten verbieten, untersagen..... ?!
    Also ein wenig Rechtsstaat sollten wir noch übrig lassen wenn es denn möglich ist.


    Ich finde bevor wir solche hoffnungslosen Experimente machen die 101 % tig in die Hose gehen, lassen wir dpch lieber alles so wie es ist.


    Verabschiedet Euch doch bloß mal von diesen unreflektierten Ansichten, das sich alles ändern muß.
    Das sind immer so oberflächliche Forderungen die als "allgemeingültig und richtig" verkauft werden, aber doch keiner Überprüfung standhalten.
    Ich muß morgens vielleicht mal kacken...- mehr aber auch nicht.
    Alles andere ist nur eine Frage ob es gewollt oder nicht gewollt ist.
    Aber keinesfalls zwingend, und keinesfalls paßt dieses Wort muß da hinein.


    Es gibt auch andere Weisheiten, die sich immer wieder seit jahrhunderten bewährt haben, zum Beispiel:
    " Man soll das schmutzige Wasser nicht wegkippen, bevor man Neues hat".


    ...und ob das neue Wasser nun ausgerechnet Uber heißen soll, oder ob das nicht in Wahrheit noch viel mehr verseucht ist als das Alte Wasser, das ist
    doch wohl hoffentlich keine ernsthafte Frage.


    neutral