HERMANN WALDNER im Interview mit dem Deutschlandfunk

  • https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=448524


    Am 11. Mai 2019 gab Hermann Waldner dem Deutschlandfunk ein Interview, das aus mehreren Gründen bemerkenswert ist und besprochen werden muß, auch und gerade aus der Sicht der Entwicklungen der letzten Wochen in Sachen SIXT.

    SIXT - Die günstige Alternative zum Taxi mit Hilfe von Taxizentralen !


    Sollte das Interview nicht mehr zugänglich sein, so ist der Inhalt auf der Seite abgedruckt.

    Ich selber habe es aufgenommen, kann also jederzeit wieder gehört werden.


    Ich selber habe Hermann Waldner in diesem Interview zu ersten Mal gehört und mußte feststellen, daß er nicht gerade ein begnadeter Redner ist!

    Jedes zweite Wort ist ...'Äh' ...., was eigentlich einem Mann ich seiner Position mit seinen häufigen öffentlichen Auftritten nicht passieren sollte.

    Vielleicht sollte er mal ein paar Euronen spenden, und auf eine Sprachschulung gehen.

    Das würde ihm bei seinen Auftritten schon deutlich helfen.

    Vor allem, wenn man sich seine Kontrahenten ansieht, die alle jung, attraktiv und rednerisch hervorragend sind!

    Mich würde mal interessieren, wie sein Englisch ist, das er hoffentlich spricht, ja sprechen MUSS, da er ja unbedingt auch europaweit agieren möchte.


    Genau wie bei dem Vorsitzenden des BZPs, Michael Müller, der inzwischen aus den besten Jahren heraus ist und schlicht mit den jugendlichen Herausforderern nicht mehr mithalten kann, ist auch Hermann Waldner offensichtlich keine Person, mit der man bei öffentlichen Diskussionen einen Blumentopf gewinnen könnte!


    Schauen wir uns aber einfach mal ein paar seiner Thesen an, die er da unter die Deutschlandfunkhörer bringt:


    Zerback: Was treibt Sie denn da so regelmäßig auf die Palme, wollte ich grade sagen, und vor allen Dingen auf die Straße?


    Waldner: Das Problem ist, dass Uber einfach einen taxiähnlichen Verkehr, obwohl das so im Gesetz gar nicht vorgesehen ist. Wir in der Taxibranche haben ja feste Tarife, die den Kunden zugutekommen, er weiß immer, wie viel er bezahlen muss, egal ob es Glatteis oder Schnee oder ähnliches gibt. Und Uber macht genau das Gegenteil, das heißt, sie bieten Dumpingpreise an, wollen möglichst viele Kunden an sich ziehen und wenn es mal eine große Nachfrage gibt, bei schlechtem Wetter oder so, dann kostet das auf einmal das Fünf-, Zehn- oder Fünfzehnfache. Und das finden wir grundsätzlich überhaupt nicht gut, weil es im Gesetz so auch gar nicht vorgesehen ist.


    Wie gesagt: Wir hören uns seine Argumente an in dem Wissen der neuesten Entwicklungen, die Hermann Waldner SELBER angetreten hat, indem er eine enge Zusammenarbeit zwischen seinen oder von ihm beeinflußten Taxizentralen über SEINE App 'taxi.eu' und der mit ihm verbundenen App 'Taxi.Deutschland' organisierte.


    Sein neuer Partner SIXT macht mit seiner Hilfe genau das Gleiche: Er bietet auf seiner aktuellen Webseite 'eine preiswerte Alternative zum Taxi' an, die er wie auch UBER mit Dumpingpreisen attraktiv machen will!

    Auch SIXT will damit, so wie ich das interprätiere, nur an die Daten der Taxikunden, die er dann für sein eigenes bisher nicht wirklich gut laufendes System 'My Driver' (Mietwagen mit Fahrern) nutzen will.

    Es dürfte ebenfalls zu bezweifeln sein, daß sich die SIXT-Wagen tatsächlich immer an die Rückkehrpflicht halten (seit der Existenz von Mietwagen haben sich diese NOCH NIE an die Rückkehrpflicht gehalten. Ein schon seit ewigen Zeiten diskutiertes Problem), denn es wurden auch von mir schon einige Fälle in Hamburg beobachtet, wo sich die Fahrer dieser Wagen dann zum Beispiel an der ARAL-Tankstelle in der Alsterkrugchaussee nahe des Flughafens zwecks 'Wagenpflege' aufstellen und natürlich auf neue Kundschaft und Aufträge warten, was selbstverständlich illegal ist.


    Zerback: Nun kann man Gesetze ja ändern, genau das versucht der Bundesverkehrsminister ja auch. Warum haben Sie da Angst, dass Ihr Service nicht konkurrenzfähig bleiben könnte?


    Waldner: Weil wir feste Tarife haben, weil wir Teil des öffentlichen Nahverkehrs sind, weil wir Beförderungspflicht haben, das heißt, jeden Kunden fahren, egal zu welcher Tageszeit, egal wie kurz die Strecke ist, egal wohin, während Uber sich einfach mit angepassten Preisen, mal drunter, mal drüber, eben machen kann, was es will. Dieser Mietwagenservice, den Uber anbietet, der hat ja keinerlei dieser Auflagen. Und normalerweise müssten Mietwagen zurückkehren, dann ist es nicht schlimm für Taxis. Wenn aber diese Art von Mietwagen einen taxiähnlichen Verkehr anbieten – und das tun sie über die App, indem sie dann überall stehen und auf den Kunden warten, so wie Taxis das eigentlich nur dürfen –, dann ist es natürlich ein ungleicher und unlauterer Wettbewerb und würde zum Absterben des Taxigewerbes führen, wenn wir das weiter hier so zulassen und gesetzlich öffnen würde.


    Hier gilt das Gleiche wie oben, denn ALLE Mietwagen, nicht nur die von UBER können ihre Preise selber festlegen, also, je nach Kalkulation über oder auch unter den Taxipreisen liegen. Das ist gesetzlich so festgelegt.

    Weiterhin MUSS der potentielle UBER-Kunde dieses 'Surge-pricing' VOR ANTRITT DER FAHRT erlauben, so daß ER es ist, der dieses System unterstützt.

    Wenn die Kunden das nicht gemerkt oder das Kleingedruckte nicht gelesen aber genehmigt haben, ist das das Problem des Kunden.

    Und auch SIXT bietet einen 'taxiähnlichen Verkehr' an, wie man deren Webseite entnehmen kann.

    Sie dürfen zwar seit ein paar Jahren keine direkte Werbung mehr mit dem Wort 'Taxi' machen, aber indirekt ist das schon auf Kunden ausgerichtet, die sonst mit einem Taxi gefahren wären!


    Zerback: Da kommen wir direkt mal zu einem ganz wichtigen Punkt, den Sie da ansprechen, das ist die sogenannte Rückkehrpflicht für Mietwagen. Die wollte Andreas Scheuer ursprünglich abschaffen oder das ist seine Idee, wie diese Reform aussehen könnte. Und das ist ja bisher einfach der Punkt, dass bisher eben Uber-Fahrer nicht direkt den nächsten Fahrgast aufnehmen durften, wie Sie das als Taxifahrer dürfen, das müssen wir vielleicht einmal kurz erklären, sondern die mussten immer erst kurz in ihre Garage zurück. Aber da muss man doch sagen, das macht doch weder ökologisch, noch ökonomisch Sinn oder?


    Waldner: Doch, das macht auch ökologisch Sinn, weil die Rückkehrpflicht hat man ja aus gutem Grund vor Jahrzehnten eingeführt, damit nicht unmöglich viele Fahrzeuge in der Stadt herumstehen und herumfahren und wild auf Fahrgästefang gehen. Und das ist heute genauso oder noch notwendiger als damals.


    Natürlich macht die Rückkehrpflicht weder ökologisch noch ökonomisch Sinn, denn es bedeutet erheblich mehr Leerkilometer durch die Städte, ganz abgesehen davon, daß in der Zeit der Handys sowieso Anschlußaufträge auch im Mietwagen angenommen werden dürfen, sofern diese irgendwie über den Betriebssitz gelaufen sind.
    Im Falle UBERs dürfte eine Rückkehrpflicht sowieso utopisch sein, da deren Hauptquartier in Amsterdam liegt, wobei man allerdings natürlich im Zweifel deren Ortbüro nehmen könnte.


    Waldner, der ja angeblich auch mal selber Taxi gefahren ist, sollte wissen, daß 'JAGEN', also das gezielte Herumfahren der TAXEN, eine der beliebtesten Handlungen der Kutscher ist!

    Man fährt LEER herum in Gegenden, wo man 'Anläufer' erwartet. Also Kunden, die nicht bis zum nächsten Taxistand laufen wollen.

    Das dürfte aber automatisch geringer werden, weil inzwischen fast jeder ein Handy mit einer Taxi-App in der Tasche hat. Damit braucht er dann nicht mehr auf gut Glück am Straßenrand stehen, sondern weiß sofort, daß ein Wagen zu ihm unterges ist.

    Das ist egal, ob das eine Taxi-App oder UBER ist.


    Auch die Umweltfreundlichkeit von Taxen wurde schon oft diskutiert, denn die Kundschaft hat ja meist ein eigenes Auto, was er aber in der Stadt nicht gerne nutzt.

    Und fast alle Fahrten der Taxen finden mit nur EINEM Gast statt! Zwei Personen sind schon seltener und mehr als das sehr selten.

    Nur Großraumtaxen fahren da schon deutlich besser, da sie bis zu 8 Personen mitnehmen dürfen, was öfter geschieht.

    Diese sind aber bei den 'normalen' Taxen sehr unbeliebt, weil diese behaupten, so ein GRT nehme ihnen Kundschaft weg!


    Und viele Taxifahrer fahren NUR in einem Stadtteil.

    Zum Beispiel im Fall von Hamburg-Rahlstedt: Fast alle Fahrer hier fahren NUR hier!

    Sie bekommen mit Glück eine Tour in die Innenstadt, weil der Zug ausfällt, fahren dann aber LEER ganz bis Rahlstedt wieder zurück! Etwa 12 Kilometer.

    Nicht wirklich sehr ökologisch!

    Und jeder gefahrene Kilometer, ob mit oder ohne Gast, kostet den Unternehmer Geld.


    Zerback: Wenn Taxen da nicht mithalten können, wäre es dann nicht vielleicht eine Möglichkeit, Ihr Angebot neu aufzustellen. Also warum zum Beispiel immer nur einen Gast pro Fahrt, da gibt es ja auch Modelle wie das Pooling, dass eben mehrere gleichzeitig fahren. Müssen Sie da nicht vielleicht ein bisschen eine Schippe drauflegen, um die Kunden auch zu überzeugen?


    Waldner: Ja, das machen wir doch. Wir haben doch schon lange auch eigene Apps, es gibt eine App, mit der können Sie in halb Europa Taxis bestellen, mit der Taxi.eu zum Beispiel. Und da gibt es auch das sogenannte Taxi-Sharing, das heißt, dass mehr Fahrgäste sich finden können über die App. Das ist einfach nur so eine Propaganda von Uber, immer zu sagen, so etwas gäbe es im Taxigewerbe nicht.


    Niedlich, wie hier Hermann Waldner Werbung für seine eigene App macht.

    Daß es seit vielen Jahren eine hervorragende Taxi-App gibt, nämlich MY TAXI (heute FREE NOW), verschweigt er lieber.

    Und daß das 'Pooling' der Gäste keineswegs funktioniert, erwähnt er auch lieber nicht.


    Waldner: Probieren Sie es aus, Sie werden feststellen, dass die Apps des Taxigewerbes, also insbesondere die zwei, auch die Taxi Deutschland App, dass die in jeder mittleren bis kleineren Stadt zur Verfügung ist und nur in ganz kleinen Dörfern und Ministädten nicht, weil da gibt es teilweise noch ein Taxigewerbe, was einfach nicht modernisiert ist. Das heißt, die bräuchten halt mindestens ein Smartphone in ihrem Auto, dann würde es auch funktionieren. Also da können Sie sich erkundigen, da sehen Sie, dass wir schon sehr, sehr weit sind.

    Hier spricht eine größere Naivität, die ich bei ihm eigentlich nicht erwartet hätte: Er darf sich sicher sein, daß JEDES Dorftaxi, wenn es die denn noch gibt, ein smartes Fon im Wagen hat.

    Das Problem dieser Firmen oder Unternehmer ist es aber, daß es sich für sie nicht lohnt, Fahrten in weit entlegenen Dörfern anzunehmen, weil einfach die Anfahrten viel zu lang und kostenintensiv sind.

    Da nützt auch 'taxi.eu' nichts.

    Außerdem sid Apps wie 'Taxi.Deutschland', die inzwischen auch mit 'taxi.eu' über eine Schnittstelle verbunden ist, extrem umständlich zu bedienen, weil sie immer erst einmal über eine ansässige Zentrale laufen, die dann ihren Fahrern solche Dorffahrten wie Sauerbier aus den genannten Gründen anbietet.

    Auch Waldner würde, wenn er denn noch eigene Taxen hätte, denen sicherlich solche Fahrten untersagen.


    Ergänzend sollte man noch mal diesen Beitrag Waldners zum IRU-Forum nachlesen über seine App 'taxi.eu':

    https://www.iru.org/system/fil…xiForum2018_%20taxieu.pdf

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  • Wie kann jemand mit nahezu unendlich vielen ähh's und ähhmm's in einem kurzen Interview zum König werden, von den inhaltlichen Gehaltlosigkeiten und Allgemeinplätzen ganz zu schweigen. Was hat er um soweit gekommen zu sein?

    Die Modernisierung des PBefG kommt definitiv.


    Alle meine Beiträge sind meine persönliche Meinung.

  • Geld, Babsi! KOHLE!


    Wie bei UBER & Co.:

    Du kommst NUR mit viel Schotter nach oben!

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  • Das, was Waldner inhaltlich kommuniziert, ist für Außenstehende nachvollziehbar.

    Uns Insidern, Berufsfahrern und mit der Thematik halbwegs vertrauten Personen fällt natürlich auf, dass er teils wesentliche Aspekte offensichtlich unterschlägt (zumal gar nicht direkt danach gefragt wird).

    Ob Waldner nun mit geschulter Rhetorik auf sich aufmerksam macht oder durch eher plumpe Sprache, ist in seiner Position nicht mehr von großer Bedeutung.

    Fakt ist doch, er steht, wo er steht. Und es ist sicher nicht nur "Kohle", was ihn dort hingebracht hat.

    Er hat vor ca. 40 Jahren angefangen. Unter deutlich günstigeren Bedingungen als heute. Zu damaliger Zeit schön an Steuer- und Sozialkassen XXXXXX gewirtschaftet.

    Es sind heute MACHT und EINFLUSS, die ihn stark machen.


    Und selbst wenn seine Sprache die Gossensprache wäre, so wirkt er deutlich authentischer als die 30-Jährigen rhetorisch geschulten Pressesprecher, die weder Lebens-, noch eigens gemachte Gewerbeerfahrung haben.


    Lieber Jörn, auch ein Dirk Schütte ist charakterlich skrupellos und frei von Empathie. Heteros und Homos kämen beim Anblick seiner Leibesfülle eher nicht auf ästhetische/erotische Gedanken.

    Trotzdem reden die Speichellecker vom Hansa ihm nach dem Mund. Warum? Damit ihnen keine Nachteile daraus erwachsen, wenn sie mal nicht sofort nicken. Das ist der Vasallenstaat. Alle halten dicht wie ein Schließmuskel. Sonst rollen Köpfe. Das ist Hansa.


    Anmerkung des Admins:

    Ich mußte das rausnehmen, weil wir das natürlich nicht nachweisen können.

    Daraus könnte mir sein Anwalt einen Strick drehen.

    ...Es ruht der Hansa hier, der seinen Fahrern Schlechtes umsonst tut.

    Es reuet ihn, dass man's umsonst hier lesen kann...

  • Dass Waldner nicht reden kann, ist offensichtlich, schaut man sich die Videos der Scheuerwehr-Kampagne an.


    Inhaltlich kommt auch nicht viel rüber. Mir scheint, er hat keine Vision und klammert sich nur an sein taxi.eu.


    Die Fläche zu vernachlässigen ist der größte Fehler ! auch der 'Dorftaxler' muss eigebunden sein, bei der Bestellung per App. Dort nur eine Telefonnummer anzubieten zeigt, wie weit die Digitalisierung des Taxigewerbes fortgeschritten ist: lauter schwarze Gebiete bzw. auf dem Taxiradar: nix !


    Ich erwarte von unserer Gewerbevertretung eine App, die überall in Deutschland funktioniert ! auch im Thüringer Wald. Was interessieren mich europäische Großstädte, da kann ruhig Uber ran ... ^^ :winkewinke::winkewinke:


    Zitat

    nur in ganz kleinen Dörfern und Ministädten nicht, weil da gibt es teilweise noch ein Taxigewerbe, was einfach nicht modernisiert ist. Das heißt, die bräuchten halt mindestens ein Smartphone in ihrem Auto, dann würde es auch funktionieren.

    Stimmt es, dass man mit lediglich einem Smartphone, an der Vermittlung durch taxi.eu teilnehmen kann ?
    Also auch in Gemeinden, in denen es keine digitale Zentrale gibt. Nach welchen Regeln wird dort entschieden, wer den Auftrag bekommt ?


    Weshalb treten die Münchner Taxen den Isar-Funk bei, wenn sie auch ohne Beitritt taxi.eu-Aufträge erhalten ?

    Einmal editiert, zuletzt von sivas () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Ich habe mir seine Scheuerwehransprachen bisher noch nicht angehört, aber dieses Interview spricht schon Bände.


    Zu McQueen:

    Wie du auf meinem Hauptbeitrag über Waldner nachlesen kannst, versucht er uns und der Öffentlichkeit die Mär vom Tellerwäscher zum Multimillionär aufzutischen.

    Das habe ich da schon klar widerlegt!


    Der Mann hat schon immer, wie ich das analysiere, ausschließlich mit Geld gearbeitet.

    Und auch jetzt ist das sein Hauptanreiz, denn er scheut sich ja offenbar nicht, mit dem Belzebub zusammenzuarbeiten, um den Teufel auszutreiben.

    Macht war und ist schon immer der größte Antrieb bei Menschen wie Waldner!


    Im Hauptthema darf man auch eine Geschichte nachlesen, wie er über seinen Immobilienzweig ziemlich brachial vorgehen konnte.

    Er hat, wie ich das sehe, noch nicht einmal ansatzweise Interesse am Taxigewerbe, sondern nur daran, wie er über die App noch mehr Macht aufbauen kann!

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  • Aus der Anmoderation weiß man schon Bescheid: Verräterland Deutschland.


    Deutschlandfunk-Moderatorin:

    Zitat

    Das Prinzip Uber ist ziemlich einfach: Wer eine Fahrt von A nach B buchen will, gibt seinen Standort in die App ein, die sucht dann einen Fahrer in der Nähe, zeigt einem an, wer das ist, wie er von anderen Nutzern bewertet wurde und wie lange er braucht. Meist ist das günstiger als ein Taxi, bezahlt wird per Smartphone, etwa 25 Prozent gehen an Uber. Millionenfach ist das schon Alltag in weltweit fast 800 Städten. In Deutschland allerdings ist Uber vielen vielleicht noch gar nicht so geläufig. Hier hat das Unternehmen schon mehrere Anläufe gestartet, aber strenge Gesetze machen es dem Fahrdienstvermittler aus den USA nicht leicht. Das will der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am liebsten ändern - und ran ans Personenbeförderungsgesetz. Hat er viel Gegenwind für bekommen – von SPD, Grünen – und versucht jetzt mit einer eigens einberufenen Kommission Kompromisse zu erarbeiten, um seine Reform dann doch noch zu retten. Gestern hat Andreas Scheuer diese Kommission vorgestellt. Und Taxifahrer in ganz Deutschland verfolgen diese Debatte aufmerksam und sind gegen die Pläne auch bereits auf die Straße gegangen. Einer von ihnen ist Hermann Waldner und der ist Vizepräsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands und außerdem Geschäftsführer von Taxi Berlin und einer Taxivermittlungs-App.

    WIDERWÄRTIGST!!


    Im Stile umgänglich, eloquent, locker, flockig, fast kumpelhaft als könne man über alles reden, aber im Inneren ohne Charakter, ohne Erkenntnis, ohne Ethik, ohne Objektivität, ohne Loyalität.


    Da muß man ran mit dem Kärcher, hochdruckreinigen in dieser Karikatur eines nationalen Senders.

  • sivas

    Umsatz wird aber nunmal im Ballungsgebiet gemacht (z. B. Geschäftskunden, oft in Gewerbegebieten am Stadtrand). Und da ist Uber bedrohlich.

    Der 'Dorftaxler' lebt von Stammkundschaft, die i. d. R. telefonisch vorbestellt.

    Das sind Kranken- und Besuchsfahrten, Einkaufsfahrten und marginal Flughafen- und Bahnhofsfahrten.

    Auch kleine Pensionen in Kurbädern bestellen telefonisch beim ortsansässigen Fuhrbetrieb.

    Solche Familienbetriebe verbitten sich Wilderer, die über App-Vermittlung Kunden abspenstig machen.


    Free now läuft nach meinen Erfahrungen aber auch auf dem Land. Geduld ist hier gefragt.

    Ich habe schon öfter Fahrgäste von völlig entlegenen Orten abgeholt, an denen ich durch Zentralenvermittlung noch nie gewesen bin (bei Rückfahrt Ferntour).

    Das war ziemlich spooky (nicht nur, weil es absolut finster war). So weit draußen im Nirwana, völlig unbeleuchtete Straßen. Das Navi zeigte an, dass wenige Meter abseitig der Straße ein größeres Gewässer lag:weinen:

    Aber ich habe noch nach Hause gefunden.

    ...Es ruht der Hansa hier, der seinen Fahrern Schlechtes umsonst tut.

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    Einmal editiert, zuletzt von Mc Queen ()

  • @Jörn

    Ja, Waldner ist sicher ein Brachialpragmatiker. Stark und frei von Vorsicht und Ängsten. Wahrscheinlich ist er damit groß geworden.


    Daher dieser 'American Dream' "Vom Tellerwäscher Zum Millionär" oder "Jeder Ist Seines Glückes Schmied".

    Abgesehen davon, dass so etwas heute in Deutschland nicht mehr funktioniert (außer in den Nachkriegsjahrzehnten des Wirtschaftswunders), bin ich, wie viele andere auch, kein Freund des Sozialdarwinismus.


    Du schaffst es heute nicht mehr durch Arbeit zu (bescheidenem) Wohlstand.

    Leute wie Waldner haben diesen Weg - in früheren Jahren - erfolgreich beschritten. Daher können sie es glaubhaft kommunizieren.


    Taxibold

    Ich sage ja, für Außenstehende klingt Waldner nachvollziehbar. Da gibt er den volksnahen Typ...

    Bei allen Leuten, die Politik machen, ist das so. Du musst es möglichst vielen Menschen recht machen und glaubwürdig erscheinen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Mc Queen ()

  • Wie du meinem Anfangsartikel antnehmen kannst, hatte es Waldner keinesfalls vom Tellerwäscher zum Millionär mit EIGENER harter Arbeit geschafft, sondern, weil er einen finanzstarken Papa hatte, der ihm hilfreich unter die Arme griff!


    Das ist eine Geschichte, die er gerne gegenüber den Medien kolportiert.


    Und Angst hat er schon, wenn ihm einer seine mögliche Karriere in Europa vermiesen möchte, denn er scheint einen kleinen Ex-Kutscher aus Hamburg-Rahlstedt schon als Gefahr zu empfinden.

    Seine eidesstattliche Erklärung gegenüber dem Hamburger Landgericht spricht eindeutig dafür.


    Darüber vielleicht mal später.


    An Taxibold:


    Im Stile umgänglich, eloquent, locker, flockig, fast kumpelhaft als könne man über alles reden, aber im Inneren ohne Charakter, ohne Erkenntnis, ohne Ethik, ohne Objektivität, ohne Loyalität.


    Da muß man ran mit dem Kärcher, hochdruckreinigen in dieser Karikatur eines nationalen Senders.


    Redest du da über Waldner?

    Du verehrst diesen Mann doch sonst immer so?

    Eloquent ist dieser Mann ja nun ganz sicher nicht.

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  • Jörn, seid Ihr Euch persönlich bekannt?


    Waldner erzählte, er habe sich 1981 als mittelloser Studi von seinem Vater 10.000 Mark geliehen, um dann nach und nach mit Hilfe von Bankkrediten durchzustarten.

    Dazwischen noch die Wende, die SEINEM Ansinnen noch zuträglich war.

    Inzwischen laufen sämtliche vermittelten Touren in Berlin über seine Vermittlung und über seine taxi.eu-App.

    Es liegt mpMn auf der Hand, dass er am Taxengewerbe selbst kein vorrangiges Interesse hat. Er fährt weder selber noch führt er eine Genossenschaft oder einen Taxenbetrieb.


    So jemand ist ein größeres Kaliber als der Hansa, wo die Oberen immerhin Gewerbeinteressen nachgehen. Wenn auch primär denen, die ihnen ein Monopol garantieren (Telefonbestellungen).


    Wenn Waldner wirklich von ganz unten kommt, müsste er doch ein Herz für Fahrer haben. Oder er bedauert/verachtet diese, weil sie nicht so tough sind wie er. Dann stellt er keine ethisch-moralischen Überlegungen an.

    Kruse ist zwar ein Ganove, aber er hat ein Herz für Fahrer. Nun fährt er ja unlängst wieder für DT:geschafft:

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    2 Mal editiert, zuletzt von Mc Queen ()

  • Den Unterschied zwischen den Stadt- und Landtaxen sehe ich sehr wohl, trotzdem sollte es möglich sein, dass eine Stadttaxe auf dem Land, wie auch eine Landtaxe in der Stadt App-Aufträge bekommen kann.


    Um zu verhindern, dass der Eine dem Anderen das Geschäft wegschnappt, ist mit Halteplatz-Priorität zu vermitteln (auf dem Land wäre das der Betriebssitz). Sind die Halteplätze besetzt, der Chef auf dem Sofa noch bereit zu fahren, macht kein Auswärtiger einen Stich, da sie nicht auf fremde Halteplätze dürfen, auf's Sofa schon gar nicht, es sei denn ... :) der Chef ist 'ne Chefin.


    Ich denke immer an die Beispiele: Potsdam - Berlin und Hamburg - Olympiade. Die Potsdamer / Hamburger können gar nicht bedienen, da müssen Andere ran. Warum nicht Taxen von auswärts ? Ist nix mehr los, verschwinden die auch wieder. Die Alternative der Zulassung von weiteren Taxen rechnet sich nicht, für die Zeit danach (siehe München).


    Nur die digitale, deutschlandweite Vermittlung macht so etwas möglich. Fahrt mal nach Mallorca und schaltet die FreeNow-Fahrer-App ein. Ich möchte wetten, ihr bekommt Kundschaft :fahren:auf alle Fälle aber mit der Uber-App :cursing:

  • sivas

    Genauso wird es doch in HH gemacht. Landtaxen fahren auf Bestellung in die Stadt (z. B. Flughafen, Bahnhof, Krankenhaus).

    Taxen aus der Stadt fahren nach außerhalb, um Fahrgäste zu Knotenpunkten im Stadtzentrum zu befördern.

    In beiden Fällen handelt es sich meistens um Vorbestellungen.

    Auch gibt es Adhoc-Bestellungen, die von Stammkunden kommen.

    Was soll da zu wessen Gunsten verändert werden? Zu welchem Zweck?

    Es gibt hier seit kurzem auch nur noch eine Telefonzentrale.

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    Einmal editiert, zuletzt von Mc Queen ()

  • Ich schrieb, daß ich Waldner zum ersten Mal sprechen hörte.
    Den kenne ich natürlich nicht persönlich, wozu auch.


    Und 10.000 M'chen mal eben vom Papa zu bekommen zeigt, daß er eben nicht von ganz unten angefangen hat.

    Außerdem hat er anderswo auch schon berichtet, daß er wohl bald erkannt hat, daß man IN der Taxe kein Millionär werden kann.

    Ergo lieh er sich Geld von der Bank als die DDR-Berliner-Betriebe im Billigangebot zu haben waren.

    Das war, zugebener Maßen, ein schlauer Schachzug.


    Als ich mich selbstständig machte, wollte ich mir von der Bank 5.000,- Mark Kredit geben lassen, zumal die Werbung machten für Kredite zum Start ins Leben, aber das denkst du dir vielleicht, daß du den mal eben so bekommst.

    Du brauchtest mindestens einen finanzstarken Bürgen, sonst gab es nichts!


    Seine Haupteinnahmequelle sind und bleiben das FMS-System und 'taxi.eu'.

    Mit dem FMS haben er und sein dortiger Partner irgendwann das wohl marode INDELCO-System (Schweiz) aufgekauft, die die ersten beiden Funkdigitalgenerationen beim Hansa gestellt hatten.


    Neben den Zentralen verdient Waldner an seinem Taxizentrum in der Persiusstraße.

    Da sitzt schon mal Alles und er bekommt wenigstens Mieten von denen, einschließlich der Taxi-Innung.

    Dazu hat er aber noch diverse andere Einkommensquellen, wie zum Beispiel ein reger Immobileienhandel, den er wohl teilweise an andere Familienmitglieder (Frau) ausgelagert hat.

    Sein Sohn leitet wohl schon seit einiger Zeit das Taxizentrum, so weit ich vernahm.


    Und dann hat er noch bei anderen Sachen versucht einzusteigen, wie zum Beispiel 'Deliverheroe' (Das Original kam, wenn ich mich richtig erinnere, aus Schweden), das auf Deutsch unter 'Lieferheld' lief, sich aber wohl nicht wirklich etablieren konnte.


    So wie ich das sehe, hat er am eigentlichen Taxigeschäft absolut kein Interesse, was immer er auch so rumerzählt, sondern ausschließlich am Machtausbau, wobei alle FMS-Zentralen ziemlich sicher schon nach seiner Pfeife tanzen, einschließlich dieser in meinen Augen sehr obskuren Genossenschaft 'Taxi Deutschland eG', wo er ja auch im Vorstand sitzt.


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  • Ich finde Waldner hier nicht schlaff. Er drückt sich einigermaßen klar aus.

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  • Was soll da zu wessen Gunsten verändert werden? Zu welchem Zweck?

    Zugunsten des Fahrgastes - für den Fall, dass keine Ortstaxe verfügbar ist - soll auch eine auswärtige Taxe ihm vermittelt werden können. Das Gewerbe mauert da und ist der Ansicht: "Der Fahrgast gehört uns. Wenn wir nicht können, muss er halt warten".


    Der möglicherweise andere Tarif spielt für den Fahrgast eine untergeordnete Rolle, ihm ist es wichtig, dass überhaupt eine Taxe kommt. Warum soll er warten, wenn jemand anderes verfügbar ist ?


    Beispiel: Mein Kollege befand sich weit ausserhalb der Stadt, als er einen myTaxi-Auftrag angeboten bekam, er nahm ihn an. Durch Anruf beim Kunden erfuhr er, von wo nach wohin dieser wollte. Dummerweise war der Kunde noch weiter entfernt und seine Fahrt ging noch weiter weg, trotzdem einigten sie sich auf einen Fahrpreis und der Kunde wurde befördert.

    Ich frag mich, ob da eine einheimische Taxe nicht näher dran war. Bestimmt war es so, nur nutzte der nicht die myTaxi-App - dumm für ihn, Umsatz entgangen.


    App-Aufträge sind Bestell-Aufträge. Sie dürfen auch von auswärtigen Taxen angenommen werden.


    Im Steitfall Taxi-Köln ./. myTaxi hätte ich nicht so schnell nachgegeben. Ich hätte darauf bestanden, dass eine auswärtige Taxe in Köln App-Aufträge annehmen darf. Begründung siehe oben.


    Durch die digitale Vermittlung ruft der Kunde bei keiner Zentrale mehr an und sagt sinngemäss: "Schickt mir ein Taxi (von Euch)". Sobald er eine App nutzt, macht er keine Vorgaben mehr, woher das Taxi kommen soll, er will einfach nur eins haben. Die App erfüllt ihm diesen Wunsch.

  • sivas

    App-Aufträge sind Bestellaufträge, richtig. Von dem her unterscheidet sich ein App-Auftrag nicht von der telefonischen Bestellung.

    Sie können von außerhalb/nach außerhalb angenommen werden.

    Dein Kollege allerdings hätte diese Fahrt nicht ausführen dürfen.

    Er erfährt auf telefonische Nachfrage, sich noch außerhalb der Stadt befindend (irrelevant), dass die Fahrt noch weiter weg gehen soll, also NACH außerhalb.


    Man darf solche Aufträge (ganz formal) nicht fahren. Und eigentlich ist das richtig so.

    Wenn in dem Gebiet des Auftragebers/Bestellers keine Taxe verfügbar ist, soll in der angrenzenden Gemeinde, die zum Konzessionsgebiet gehört, bestellt werden.


    Ich führe auch regelmäßig Fahrten von auswärts nach auswärts durch. Meine Zentrale vermittelt die immer noch. Ich bin sicher, der Vorstand des Hansa weiss, dass sowas nicht zulässig ist.


    Die Herren schauen aber nicht in jede einzelne Tour. Und die Disponentinnen wissen es nicht oder ignorieren das.

    Free now vermittelt solche Aufträge in HH nicht mehr.

    Aber wo kein Kläger, da kein Richter.


    Wir hatten das Thema schon mal

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    2 Mal editiert, zuletzt von Mc Queen ()

  • Also, wenn aus Norderstedt jemand unbedingt mit dem Hansa fahren will und dort eine Taxe bestellt, darf er das selbstredend.

    Das gilt auch für FREE NOW (My Taxi).

    Das Problem sind hier unterschiediche Tarife, aber ein Kunde weiß das sicherlich / hoffentlich.


    Ich darf auch jederzeit den Fahrer meines Vertrauens anrufen


    Das Einzige, was Taxen außerhalb des Tarifgebietes nicht dürfen ist, den Hungeradler anzumachen.

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  • Der Besteller muss dann mit dem Hansa-Taxi nach Hamburg fahren.

    Nach HL z. B. dürfte er von einem Hansa-Taxi (Konzessionsgebiet HH) von Norderstedt aus nicht befördert werden.

    Dass das Freilicht außerhalb abgeschaltet sein muss, ist klar.

    Ich hatte vor Wochen eine Hansa-VB von Ammersbek nach Bad Segeberg (Klinik). Nicht auf Festpreis, sondern ganz "sauber" auf Taxameter abgefahren.

    Ich bin mir nicht mal sicher, ob jemand nachprüfen würde/kann, ob das als tatsächlich als 19%-Fahrt abgerechnet wurde.

    ...Es ruht der Hansa hier, der seinen Fahrern Schlechtes umsonst tut.

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