Platzt die Blase der Sharing-Systeme ?

  • Carsharing : Share Now soll schneller aus den roten Zahlen

    Seit Dienstag sind die Share-Now-Mietautos in Deutschland über eine einzige App buchbar. „Wir wollen uns schneller in Richtung Profitabilität bewegen“, sagt Share-Now-Chef Olivier Reppert.


    15.1.2020 - 14:08, dpa


    München/Berlin Die Autobauer BMW und Daimler wollen von ihrem gemeinsamen

    Share Now allmählich Gewinne sehen. Share-Now-Chef Olivier Reppert sagte am Mittwoch in Berlin: „Unsere Zielsetzung ist klar: Wir wollen uns schneller in Richtung Profitabilität bewegen.“

    Share Now fokussiert sich auf 17 Kernstädte in Europa

    Dass die 7200 Share-Now-Mietautos in Deutschland seit Dienstag über eine einzige App buchbar seien, sei ein Meilenstein. Und nach dem Rückzug aus Nordamerika, London, Brüssel und Florenz werde man sich ab März „auf 17 Kernstädte in Europa konzentrieren, die ein klares Potenzial für ein langfristig profitables Wachstum versprechen“, teilte Share Now mit.


    Im vergangenen Jahr habe Share Now mit gut vier Millionen Kunden weltweit rund 25 Millionen Anmietungen gehabt, vier Prozent mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Mietdauer betrage 35 Minuten. Die Share-Now-Flotte in bislang noch 26 Großstädten ist rund 20.000 Autos groß, 3200 davon elektrisch. Zu Umsatz und Verlust macht Share Now keine Angaben.


    Quelle: Berliner Zeitung (abgerufen 16.01.2020, 11:05)

  • Ganz im gegensatz zu UBER, die bisher ja sehr geduldige Anleger hatten, scheint man im VW-Konzern doch Leute sitzen zu haben, die rechnen können.


    Bei BMW hatten wir das ja in Sachen SHARE NOW auch schon gesehen.


    Man hat ja ganz offensichtlich erkannt, daß das Alles nicht wirklich so läuft, wie sie es sich erträumt hatten.


    https://www.mopo.de/hamburg/sc…urger-fahrdienst-33802570

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  • Na ja, ich persönlich wünsche UBER natürlich die Pest an den Hals, aber solange sie irgendwie legal arbeiten und dann auch nich HIER ihre Steuern zahlen, muß ich das wohl akzeptieren.

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  • Heute gab es wieder im Manager-Magazin einen sehr spannenden Artikel, der zwar schon vom Januar ist, aber erst heute veröffentlicht wurde.

    Solche Beiträge sind einfach schon deswegen glaubhaft, weil sie in einer Zeitschrift wie dem MM erschienen ist, wo man doch eigentlich annehmen würde, daß die das Lobeslied solcher Firmen singen würden.


    Es geht um das Vortäuschen von Modernität vieler Firmen und den Problemen mit den vielen Start-Ups, die nicht aus den roten Zahlen herauskommen.


    https://www.manager-magazin.de…02-0001-0000-000169070111


    Wer Interesse an dem Beitrag hat, wenn er den nicht vollständig lesen kann, der melde sich bei mir.

    Dann kann er ihn von mir bekommen.

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  • Sick mir mal deine Mail-Addy, dann bekommst du ihn.


    joern.napp@web.de


    Da gibt es noch einen weiteren über die Sinnsuche großer Firmen, den du dann gleich mitbekommst.

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  • Tja, es ist derzeit wie bei den 10 kleinen Negerlein: Einen nach dem anderen rafft es dahin.


    Firmen, deren Probleme eigentlich schon seit ihrer Gründung vorhanden waren, werden jetzt dank COVID-19 ausgesiebt.

    Es zeigt sich jetzt, daß alle diese 'Firmen', und dazu rechne ich durchaus auch SIXT, viele ihrer hochfahrenden Träume wieder zu den Akten legen müssen, weil diese Spekulationsblasen gerade eine nach der anderen platzen!


    Der folgende Beitrag wurde auch im SIXT-Thema veröffentlicht:


    Tja, der tolle Taxipartner SIXT ist selber in größten Schwierigkeiten, obwohl die noch vor wenigen Tagen behauptet haben, es sei Alles bestens und man würde gestärkt aus der Krise hervorgehen.


    Wie ich schon immer gesagt habe, sind diese Probleme aber keinesfalls erst mit COVID-19 gekommen, sondern waren schon vorher angelegt.

    Das Problem mit 'My Driver' bestand auch schon seit Langem.



    Alle diese Limo-Firmen haben einfach nicht genug Wagen und Fahrer, um so einen Service tatsächlich flächendeckend und rund um die Uhr anzubieten.

    Und die meisten Kunden sind auch auf diesem Sektor durchaus preisbewußt, und die Firmen schreiben den Geschäftsleuten durchaus vor, wieviel sie ausgeben dürfen.

    Einfach mal so statt 50,- Euronen 150,- auszugeben, ist bei deren Rechnungsabteilungen meist gar nicht gern gesehen.



    https://www.spiegel.de/wirtsch…4f-4c29-bf4c-ff725d254dba

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  • 'Corona-Krise beschleunigt die Auslese der Mobilitätsdienste'


    Auch und gerade bei den E-Scootern zeigt es sich, daß viele Firmen auf diesen Hype aufgesprungen sind, ohne sich vorher Gedanken darüber zu machen, wie lange dieser anhalten könnte, oder ob sich soetwas tatsächlich langfristig als Teil der Mobilität etablieren könnte.


    Schon die Art dieses 'Verkehrsmittels' zeigte eher in die Richtung eines kurzfristigen Modegags, so wie wir den schon öfters hatten mit den kleinen Winzrollern oder Tretrollern mit großen Rädern etc. pp.


    Aber 'Erfinder' und Anleger träumen vom schnellen großen Geld, und die Bevölkerung ist dumm genug, auf diesen Zug zunächst einmal aufzuspringen.

    Wenn dann aber zuviele Firmen aufspringen und sich damit gegenseitig Konkurrenz machen und den Markt kanibalisieren, kann das auf Dauer nicht gut gehen.

    Und wenn dann dieser Trend nicht mehr fashinable ist, dann ist das eben so, Hauptsache, man hat seine Kohle eingefahren.


    Jetzt aber kam das Ganze schneller als erwartet, da plötzlich COVID-19 ins Leben der Weltbevölkerung trat und vielen dieser Pläne ein schnelles und drastisches Ende bereitet.


    Das Handelsblatt beschreibt das sehr treffend:


    https://app.handelsblatt.com/t…aetsdienste/25680408.html

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  • Also bei "Clever Shuttle" scheint die Blase schon geplatzt zu sein...

    Hier ein Artikel aus VISION MOBILITY


    CleverShuttle stellt Betrieb in München, Berlin und Dresden ein

    Wirtschaftliche Gründe, aber offenbar auch die mangelnde Unterstützung aus den Kommunen und Widerstand aus der Taxi-Branche gaben den Ausschlag für das abrupte Ende des Dienstes.


    29.06.2020

    Johannes Reichel

    Überraschend hat der RidePooling-Dienst CleverShuttle, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, den Betrieb an den Standorten Berlin, Dresden und München eingestellt. Ab sofort können Kunden dort keine Fahrten mehr ordern. Auslöser für den Schritt sei "eine strategische Neubewertung der Aktivitäten in diesen Städten", sowie wirtschaftliche Gründe, wie der Pooling-Dienst mitteilte. Man ziele auf eine konsequente Ergänzung des ÖPNV mit starken kommunalen Unternehmen und sei daher in aktiven Gesprächen mit verschiedenen Städten und den Service in dieser neuen Form anzubieten, heißt es zum Hintergrund weiter.

    Um die betroffenen Mitarbeiter werde man sich gemeinsam mit der Deutschen Bahn kümmern und in allen drei Städten Informations- und Beratung anbieten mit dem Ziel, die berufliche Zukunft der Fahrerinnen und Fahrer schnell wieder zu sichern. Der Betrieb in Düsseldorf, Leipzig und Kiel laufe normal weiter. Im Gegensatz zu Berlin, Dresden und München verfügt CleverShuttle an diesen Standorten bereits starke lokale Partnerschaften auch im Rahmen des ÖPNV und die Entwicklung des Geschäfts sei hier entsprechend positiv.

    Was bedeutet das?

    So schnell geht das im Bereich der Start-up-Unternehmen: Gerade noch hatte CleverShuttle den Standort München gestärkt und aufgerüstet mit einer breiten Flotte an E-Fahrzeugen sowie Ladeinfrastruktur im Parkhaus. Und die Ausflottung der ersten E-Autos nach vierjährigen und fuhrparkmäßig höchst kosteneffizienter Laufzeit gefeiert. Doch die Corona-Krise ließ all die Bemühungen zur Makulatur werden und mag ihren Teil beigetragen haben, dass CleverShuttle jetzt hier und in Dresden sowie Berlin die Reißleine zieht. Sicher hat sie bei der CleverShuttle-Mutter Deutsche Bahn aber Überlegungen beschleunigt, die ohnehin vorhanden waren: Den Ride-Pooling-Dienst konsequent auf Kooperationen mit den Kommunen und den lokalen ÖPNV-Unternehmen auszurichten.


    Zitat
    Als Einzelkämpfer hat man hier in diesem Umfeld kaum eine Chance, wirtschaftlich auf einen grünen Zweig zu kommen, erst recht nicht, wenn man den Anspruch hat, einen komplett "elektrifizierten" Shuttle-Dienst mit hoher Pooling-Quote und angestellten Fahrern mit ordentlicher Entlohnung anzubieten.

    Die Anfangsinvestitionen in die Ausrüstung an Fahrzeugen und Infrastruktur sind hier deutlich höher als mit Verbrennern, die laufenden Kosten wesentlich höher als bei "Subunternehmer"-Modellen wie sie etwa Uber praktiziert.

    Hinzu kommen die Anachronismen des Personenbeförderungsgesetzes, dessen ambivalente und erst noch in Gesetzesform zu gießende Reform für CleverShuttle an den jetzt geschlossenen Standorten viel zu spät kommt. Auch die anhaltenden Proteste und Widerstände aus der Taxi-Branche haben sicher zu diesem Schritt beigetragen. Ebenso die ambitionierten Renditeerwartungen der Mutter Deutsche Bahn, die den Dienst wohl nicht länger alimentieren wollte, bis er in allen Städten läuft. Umso erstaunlicher, dass dies trotz all der Widrigkeiten am Standort Leipzig vor Corona schon gelungen war: Mit einem elektrischen Ride-Pooling-Dienst in die schwarzen Zahlen zu fahren. Chapeau vor den Machern und Gründern von CleverShuttle!

    Zitat
    Jetzt gilt es, aus den bestehenden Beispielen zu lernen und das Ride-Pooling noch enger in den ÖPNV einzubinden, am besten gleich über Partnerschaften wie in Düsseldorf. Damit das Postulat von der "Ergänzung statt Ersatz" auch der Wirklichkeit standhält.

    Und nicht etwa die Nutzung von Bus und Bahn ersetzt, weil es ja so bequem ist, ein cleveres Shuttle vor die Tür zu bestellen. Und es gilt für die angestammten Taxi-Dienste, die Ideen der Pooling-Betreiber aufzunehmen, konsequent zu elektrifizieren und sich "jüngeren" und App-basierten Angeboten noch weiter zu öffnen, wie es einst "My Taxi" alias FreeNow vorexerziert hat, damit aber auch nicht gerade wohlgelitten war in der Branche.


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    Also bei "Pooling" denke ich immer sofort an die Sammeltaxis, z.B. in Ägypten oder Südafrika, wo das gefühlte 20 Leute dran/drauf/drin sind.... Kann ich gleich mit dem Öffi fahren....