Platzt die TESLA-Blase ?

Hallo Forengemeinde,
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Danke & Gruß
Jörn
  • Im Manager-Magazin (!) wird befürchtet, daß bald die TESLA-Blase platzen könne, da der Kursanstieg derzeit viel zu schnell verläuft.


    Sie vergleichen das mit diversen anderen Firmen, deren Kursverlauf genauso ging, dann aber drastisch abfiel.

    Darunter auch VW!


    Ich verstehe zwar nichts von Aktiengeschäften, aber das MM sicher wohl mehr, so daß dieser Ausblick mehr als nur spannend ist, zumal er sich auch mit den Entwicklungen bei UBER oder anderen Sharing-Firmen deckt.


    Wer hoch fliegt, kann auch sehr tief fallen.


    Zunächst einmal ein Artikel aus der MM vom 4.Februar, der sich mit dem Höhenflug beschäftigt:

    https://www.manager-magazin.de…000-dollar-a-1304530.html


    Am 5. Februar aber beschäftigt man sich intensiv mit dieser Entwicklung und sagt einen Crash voraus.

    Man macht das an ähnlichen Kursentwicklungen großer Firmen fest, darunter auch Volkswagen oder Bitcoin.


    Zunächst sollte man sich aber mit dem Fachbegriff SHORT SQUEEZE beschäftigen, damit man versteht, was hinter diesen drastischen Kursentwicklungen steht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Short_Squeeze


    Hier der Beitrag vom 5. Februar:


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    Sieht das nach einem soliden, fundamental begründeten Kursanstieg aus? Wohl kaum. Die Aktie von Tesla steigt seit Herbst 2019 mit immer größerem Tempo und hat sich allein seit Anfang Januar im Wert bereits mehr als verdoppelt. Am Dienstag schoss der Aktienkurs zeitweise auf mehr als 900 Dollar in die Höhe, was Tesla einen Börsenwert von 160 Milliarden Dollar verleiht - mehr als Volkswagen und BMW zusammen.

    Wer sich den Kurschart anschaut, fühlt sich allerdings erinnert an ähnliche Exzesse aus der Vergangenheit, sei es beim Bitcoin, beim Ölpreis oder auch zur Jahrtausendwende bei den Tech- und Internetaktien. Stets ging es mit den Kursen oder Preisen zunächst mit zunehmendem Tempo bergauf, bis der Einbruch kam. Der Absturz solch gehypter Werte erfolgt mitunter noch schneller als der Anstieg - wie bei einer Luftblase, die sich auch nicht so schnell aufblasen lässt, wie sie hinterher platzt.

    (Foto: manager magazin)


    "Das ist ein Short-Squeeze, wie er im Buche steht", kommentiert ein Marktanalyst Teslas Kursexplosion im "Wall Street Journal". Tatsächlich wurden zu keiner US-Aktie so große Short-Positionen aufgebaut, wie zu jener des US-Elektroautobauers. Dabei wetten Spekulanten auf den Kursverfall der Aktie - wenn das Papier jedoch, wie geschehen, stattdessen steigt, müssen sie irgendwann ihre Position revidieren und zu dem Zweck Aktien kaufen. Das treibt den Kurs zusätzlich in die Höhe und veranlasst weitere Shortseller zur Kehrtwende. Die Folge ist ein sich immer stärker selbst verstärkender Kursauftrieb: Der Short-Squeeze.


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    Ein Vorbild dafür ist der Ausbruch der Volkswagen-Stammaktien im Oktober 2008. Shortseller hatten im Machtkampf zwischen Porsche und Volkswagen auf die Wolfsburger gesetzt und waren durch eine Erfolgsmeldung aus Zuffenhausen auf dem falschen Fuß erwischt worden. Im Falle Teslas könnte sich der Short-Squeeze allerdings deutlich länger hinziehen - am Mittwoch befanden sich noch immer Aktien des Autobauers im gewaltigen Volumen von 20,8 Milliarden Dollar in Short-Positionen, wie die US-Researchfirma S3 Partners manager magazin mitteilte.

    S3-Partners-Experte Ihor Dusaniwsky sieht den Grund für das aktuelle Kurshoch allerdings vor allem abseits des Shortseller-Geschäfts. So seien am Dienstag, als der Kurs vorübergehend über die Marke von 900 Dollar sprang, lediglich 669.000 Tesla-Aktien per Short-Covering gehandelt worden, so Dusaniwsky. Insgesamt hätten an jenem Tag dagegen 61 Millionen Papiere den Besitzer gewechselt. Die vergleichsweise geringe Menge an Short-Covering sei also kaum der Grund hinter der Tesla-Rally, so der Fachmann. "Wir sehen starke Käufe auf breiter Basis sowohl von privaten als auch von institutionellen Investoren", schreibt Dusaniwsky in einer Mail an manager magazin. "Die Preisbewegung scheint eine Kombination aus Momentum-Trading und längerfristigem Handeln von Investoren zu sein, die einfach nicht den Einstieg verpassen wollen."


    Dennoch: Der Tesla-Kursverlauf ähnelt auch dem des Bitcoin und anderer Kryptowährungen im Jahr 2017. Ebenso wenig wie bei dem Autobauer, der auch 2019 wieder einen Jahresverlust verbucht haben wird, gab es beim Bitcoin fundamentale Gründe, die die extreme Wertentwicklung rechtfertigten: Kaum jemand verstand die Kryptowährungen wirklich, und noch weniger verwendeten sie. Doch jeder sprach darüber und viele wollten sie offenbar besitzen. Die Folge war ein Anstieg des Bitcoin-Preises von weniger als 1000 Dollar zu Beginn des Jahres 2017 auf beinahe 20.000 Dollar im Dezember. Kurz darauf platzte die Blase, das Preisniveau hat der Bitcoin bis heute nicht wieder erreicht.


    Einen kurzen, aber heftigen Ausbruch gab es vor einigen Jahren auch bei den Ölpreisen. Im Juli 2008 erreicht beispielsweise der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent einen Spitzenwert von mehr als 140 Dollar. Der Preis hatte sich zuvor jahrelang unter der Marke von 40 Dollar bewegt und erreichte das exorbitante Niveau auch danach bislang nicht wieder. Grund für den plötzlichen Ausbruch waren euphorische Erwartungen an die Weltkonjunktur, die sich nicht als realistisch erwiesen.

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    In Erinnerung dürften vielen nach wie vor auch die Kursübertreibungen sein, die unter dem Stichwort "Dot-Com-Blase" in die Finanzgeschichte eingingen: Die Kurse vieler Tech- und Internetaktien wurden zur Jahrtausendwende in astronomische Höhen getrieben, um später wieder rasant auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren. Hierzulande gehörten Unternehmen wie Broadvision, EM.TV oder Mobilcom zu den Kurzzeitfavoriten der Anleger.

    (Foto: DER SPIEGEL)


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    In den USA nennt beispielsweise das "Wall Street Journal" die Aktie des Halbleiterhersteller Qualcomm als bestes Beispiel. Dessen Kurs stieg allein 1999 unter Berücksichtigung von Aktiensplits - von fünf Dollar auf 90 Dollar. Dann platzte auch bei Qualcomm die Blase.

    JEDER meiner Beiträge stellt IMMER MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG dar!
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  • Tesla macht sich einen,ziemlich kranken,Effekt der Neuzeit zunutze...


    Aktien werden heutzutage nicht mehr nach Sinn und Zweck geordert..sondern nach "Innovation"...


    Je beknackter,desto höher der Kurs..selbstverständlich wird diese Blase mit Getöse platzen....


    Bis dahin haben sich deren Manager kräftig eingedeckt und sind danach irgendwie verschwunden.


    Bis heute verweigert Tesla die Aussage,was denn mit den zu erwartenden Millionen von Tonnen an


    Elektroschrott und Altbatterien geschehen soll,abgesehen davon,daß dies schon jetzt ein ernstzunehmendes Umweltproblem,allein nur in der Herstellung,darstellt.


    Unsere Nachfahren können dann sehen,wo sie bleiben......


    Die Zukunft liegt im Wasserstoff...Nur Toyota arbeitet derzeit an einer Komplettumstellung seiner Flotte....


    Die Wasserstoffundurchlässigen Werkstoffe,übrigens aus Norddeutschland,sind jetzt da....


    Greift nur kein deutscher Hersteller an..man hat sich ja aufgrund irrsinniger Politik schon auf Elektro eingestellt...


    Und morgen werden sie dämlich aus der Wäsche glotzen,wenn Toyota sie überrannt hat....

    "Wer nach allen Seiten offen ist, ist nicht mehr ganz dicht!"


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    Original von "BO":

    Stolz, Deutsch zu sein, wolln sie dir nehmen, das Land in den Dreck ziehen, deine Fahne verhöhnen ...

    Doch wir sind stolz,in dir geboren zu sein,wir sind stolz drauf,Deutsche zu sein!

  • Kursskalen, die nicht logarithmisch geteilt sind, dramatisieren Aufstiege und Abstürze. Alles nicht so schlimm, es verkauft sich aber besser.

    Auf den Faktor von Skala zu Skala kommt's drauf an, nicht auf den Betrag identischer Wert-Steigerung.


    Von 10 auf 20 sind's 100 % Wertsteigerung, von 100 auf 110 grad mal 10 %.

  • Es geht bei diesen Darstellungen NICHT um eine Bofort-Skala (Wind), sondern hier steht auf der Skala schlicht der Zeitablauf gegen den DOLLAR-Wert!


    Also zeigt diese Kurve genau die 'Wertsteigerung' der Aktie.

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  • Um den zeitlichen Verlauf eines Vermögens darzustellen, ist die lineare Skala richtig, schliesslich entnimmt man dem Vermögen immer einen bestimmten Betrag, wenn man davon leben will.


    Will man jedoch aus einem Chart die zukünftige Entwicklung einer Aktie abschätzen (was man eigentlich gar nicht kann), nimmt man eine logarithmische Skala. Hier kommt's auf die prozentuale Veränderung drauf an.

  • Egal.


    Wie wir ja auch schon bei anderen Sachen sehen können, scheinen viele der neuen Systeme oder technischen 'Fortschritten' durchaus gefährdet zu sein.


    Ich hatte hier schon mal einen Artikel aus FORBES (2014 schon) reingesetzt, indem gezeigt wurde, daß zuviel Kapitel eher wie ein Mühlstein am Hals wirkt, was da am Beispiel UBER, AirBnB und LYFT erklärt wurde.

    http://www.forbes.com/sites/je…-might-be-in-big-trouble/

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