SITUATION in FRANKFURT !

  • Frankfurter Allgemeine


    Weil oft zu wenige Fahrgäste die Busse nutzen, gehen viele Kommunen einen anderen Weg: Sie ersetzen den Linienverkehr durch das Anrufsammeltaxi.
    Von Kai Ober, Pfungstadt
    Die alte Dame wartet seit Minuten auf ihr Anrufsammeltaxi an der Haltestelle in der Pfungstädter Hauptgeschäftsstraße. Eine halbe Stunde davor hatte sie das lokale Transportmittel per Telefon bestellt. Sie muss tief Luft holen, damit ihre Stimme den Verkehrslärm übertönt. „Ich weiß auch nicht, bisher kam das Taxi immer pünktlich“, sagt sie. Margarethe Erlbach kommt aus dem Stadtteil Eschollbrücken, der vier Kilometer von der Kernstadt entfernt liegt. „Ich muss jede Woche zum Arzt ins Stadtzentrum. Seitdem der Bus nicht mehr fährt, nehme ich das Sammeltaxi.“
    Seit Dezember 2011 bietet die Stadt Pfungstadt ein Anrufsammeltaxi, kurz AST, als öffentliches Verkehrsmittel innerhalb ihrer Stadtgrenzen an. Das Taxi ersetzt die innerstädtische Buslinie, die im vorigen Jahr eingestellt wurde. Der Weiterbetrieb des Linienverkehrs wäre zu teuer geworden. Die Auslastung war regelmäßig zu niedrig. Reiner Maurer von der Stadt Pfungstadt spricht von fehlender Wirtschaftlichkeit. Erlbach hatte schon geahnt, dass die Linie irgendwann eingestellt würde. Sie war oft genug die Einzige, die im Bus saß. Sie sieht ein, dass das nicht so weiterlaufen konnte.
    „Wenn wir Pech haben, bekommen wir eine kleine Stadtrundfahrt“
    Ein Kunde muss sein Taxi spätestens eine halbe Stunde vor Fahrtbeginn telefonisch an eine der festgelegten 74 Haltestellen bestellen. Von dort aus fährt es für den Preis von zwei Euro, ermäßigt ein Euro, jedes gewünschte Fahrtziel innerhalb der Stadtgrenzen an, es fährt also bis vor jede Haustüre. Die Fahrzeuge sind immer werktags von 5 Uhr morgens bis nachts um 1 Uhr unterwegs, sonn- und feiertags erst von 9 Uhr an. In den Nächten auf Samstag und Sonntag kann man das Taxi sogar bis 3 Uhr nachts rufen.
    Als das Sammeltaxi, ein Kleinbus, kommt, sitzen schon drei ältere Fahrgäste darin. „Wenn wir Pech haben, bekommen wir eine kleine Stadtrundfahrt“, prophezeit Erlbach. Der Fahrer weist sie freundlich auf einen der freien Plätze. Nachdem das Ruftaxi eine Weile gefahren ist, stellt sich heraus, was Erlbach meinte: Der Kleinbus fährt kreuz und quer durch die Stadt. Am Bahnhof setzt er zwei Fahrgäste ab, die mit dem Zug weiterwollen. Zwei Straßen weiter steigt ein Frau mit einem Kleinkind ein. Der Kinderwagen wird im Kofferraum verstaut. Die Frau will zum Kindergarten. Immer wenn das Fahrzeug auf dem Weg Richtung Eschollbrücken scheint, biegt es doch wieder in irgendeine Seitenstraße ab.
    „15 Minuten Verzögerung müssen bei jeder Fahrt mit eingeplant werden“
    Hier liegt der große Unterschied zu einem normalen Taxi. Die Fahrgäste in Pfungstadt haben keinen Anspruch darauf, dass sie ihr AST auf direktem Weg zum Ziel bringt. Bei zwei oder mehr Fahrgästen legt der Chauffeur die nach seiner Meinung günstigste Route fest. Dabei spielt es keine Rolle, wer zuerst eingestiegen ist, sondern welches Ziel am nächsten liegt. „15 Minuten Verzögerung müssen bei jeder Fahrt mit eingeplant werden“, sagt Mariam Qureshi. Ihr kleines Unternehmen mit seinen acht Fahrzeugen hatte bei der Ausschreibung gegenüber dem Mitbewerber den Zuschlag bekommen. Drei Kleinbusse hat sie danach dafür angeschafft, davon ein Ersatzfahrzeug. In jedem Bus kann sie sieben Fahrgäste mitnehmen. Gepäck transportiert sie umsonst im Fonds. Zwei ausgeklappte Rollatoren kann sie mitnehmen. Dann aber wird es eng.
    Bei den Fahrpreisen von zwei und einem Euro könnte Qureshi den Sammeltaxi-Dienst nicht kostendeckend betreiben. Deshalb gibt ihr die Stadt einen jährlichen Zuschuss, der aktuell bei 110.000 Euro liegt. So erwirtschafte sie zumindest einen kleinen Gewinn, sagt die Unternehmerin. Das Anrufsammeltaxi ist eine freiwillige Leistung der Stadt. Das heißt, allein Pfungstadt trägt die finanzielle Verantwortung dafür.
    Das Taxi fährt nur dann, wenn auch eine Fahrt gewünscht ist
    Die Kommune mit ihren 25.000 Einwohnern ist mit dem Anrufsammeltaxi keine Ausnahme. Allein im Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt es sieben vergleichbare Dienste. Seeheim-Jugenheim war in den achtziger Jahren eine der ersten Gemeinden, die das Sammeltaxi einführten. Dabei unterscheiden sich die Dienste im Detail erheblich. In Seeheim-Jugenheim verkehrt das AST nach einem Fahrplan und fährt eine festgelegte Route ab. Der einzige Unterschied zu einer regulären Buslinie besteht darin, dass das Ruftaxi nur dann fährt, wenn Fahrgäste auch mitfahren wollen. In anderen Kommunen ist das Anrufsammeltaxi nur zu eingeschränkten Zeiten unterwegs. In Groß-Zimmern etwa von montags bis donnerstags bis 14.30 Uhr. Allen gemein ist, dass der Fahrgast das Taxi frühzeitig vorbestellen muss, spätestens eine halbe Stunde vor Fahrtbeginn. Auch die Fahrpreise liegen meist nicht höher als zwei Euro. Nur Münster bildet hier eine Ausnahme: Vier Euro kostet hier die Fahrt mit dem Sammeltaxi. In anderen Landkreisen sieht es ähnlich aus.
    Der Grund für die Einrichtung eines Sammeltaxi-Dienstes ist immer gleich: eine zu schwache Frequentierung des regulären Linienverkehrs, die einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich macht. Aus Sicht der Stadt Pfungstadt hat sich die Umstellung des Linienverkehrs auf das Anrufsammeltaxi schon gelohnt. Der Busverkehr war Maurer zufolge ungefähr doppelt so teuer wie das Sammeltaxi.
    „Vor allem in den Nachtstunden und am Wochenende wird das Taxi von jüngeren Menschen genutzt“
    Für die Stadt und die Nahverkehrsgesellschaften ist es in erster Linie eine Kostenfrage, ob eine Buslinie wegen fünf bis zehn Fahrgästen am Tag aufrechterhalten wird, auch wenn einzelne Einwohner auf den Bus angewiesen sein mögen. Erlbach hat nie gelernt, Auto zu fahren, und ihr Mann darf es heute nicht mehr. Egal, ob sie zum Arzt oder zum Einkauf muss, sie ist auf das Sammeltaxi angewiesen. Früher ist sie die vier Kilometer von Pfungstadt nach Eschollbrücken zur Not, wenn der Bus nicht mehr fuhr, auch gelaufen. Selbst wenn sie wollte, so spielten heute ihre Beine nicht mehr mit, sagt die 80 Jahre alte Frau. Für sie ist das Sammeltaxi die einzige Möglichkeit, in die Stadt zu kommen.
    Im ersten halben Jahr habe das Anrufsammeltaxi etwa 20.000 Personen befördert worden, erläutert Maurer. Anfangs war die Stadt überrascht angesichts der großen Nachfrage. Mittlerweile haben sich die Fahrgastzahlen auf einem hohen Niveau eingependelt. Den Kleinbus nutzten nicht nur Senioren, sondern auch Schulkinder und Pendler, die morgens zum Bahnhof führen und mit dem Zug weiter nach Darmstadt reisten. „Vor allem in den Nachtstunden und am Wochenende wird das Taxi von jüngeren Menschen genutzt“, hat Maurer beobachtet. Am häufigsten fährt das AST den Bahnhof, Arztpraxen und Supermärkte an.
    Probleme gibt’s nur bei bei größeren Veranstaltungen
    Auf seinem Tisch landen auch die Beschwerden gegen das Anrufsammeltaxi. Probleme gab es bisher vor allem bei größeren Veranstaltungen wie dem Heinerfest in Darmstadt, als die Nachfrage nach Fahrten zum und vom Bahnhof groß war. Doch die Beschwerdequote liege bei einem Prozent, sagt Maurer.
    Die alte Frau Erlbach stört es nicht, dass es manchmal ein paar Minuten länger dauert, bis sie zu Hause ist. Sie ist froh, dass sie bis vor die Haustür gefahren wird. „So gut wie heute habe ich mich nie in Pfungstadt ausgekannt“, sagt sie.

  • Ich bin schon ein ganz klein wenig über die mangelnde Bereitschaft der Fankfurter Kollegen enttäuscht. Von einigen wenigen löblichen Ausnahmen abgesehen, zeigen die nur wenig Kampfbereitschaft für ihre eigene Sache und lassen uns hier in Hamburg für sie in die Arena steigen.
    Um erfolgreich zu kämpfen, muß man schon mal den eigenen Schweinehund überwinden und ÖFFENTLICH Farbe bekennen!
    Die Jungs von Taxmobil lachen schon über die geringe schreiberische Beteiligung aus F!
    Also geht in euch, Leute, und schreibt mit!
    Es ist EUER THEMA!

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  • Jörn, es ist eindeutig dein Ego wegen deines Forums, das dich treibt, das ist aus deinen Posts immer mehr rauszulesen. Um das Konzept von Taxmobil geht es dir gar nicht wirklich, du brauchst einfach einen Gegner, das große Böse..


    Vielleicht wollen die Frankfurter gar nicht, dass du für sie kämpfst. Vielleicht wollen sie einfach nicht ewig schlecht verdienende Taxler bleiben, in einer Branche, die eh schon von allerlei modernen Lösungen umzingelt wird und sich so langsam das Wasser abgraben lässt?
    Dann doch lieber Kooperation mit Taxmobil und neue Kundenpotenziale erschließen.

  • Nun unterschätze mal nicht die Frankfurter Kollegen, pipo.
    Es gibt dort REICHLICH, die Taxmobil nicht wollen.
    Was das Problem dort ist, und das gilt auch für andere Gegenden, wie zB Hamburg, daß die ALLERMEISTEN eine unglaubliche Angst haben, man könne herausbekommen, wer sie sind, was gravierende Nachteile nachsichziehen könnte, da zB die Taxivereinigung dort so etwas wie eine Monopolstellung hat und alle wichtigen Teile des Gewerbes kontrolliert, wie zB den Flughafen!
    Zivilcourage ist nun mal leider nicht jedermanns Sache!
    Darunter leidet die gesamte Gesellschaft, aber auch der kleine Teil, der sich das Taxigewerbe nennt!
    DAS IST DIE REALITÄT, und nicht irgend ein Größenwahn!
    Aber bei einer Sache gebe ich dir recht: Es macht natürlich viel mehr Spaß, wenn man ein gravierendes und spannendes Thema hat, wie es Taxmobil nun mal ist, zumal das ja auch Auswirkungen auf ganz Deutschland haben könnte!

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  • Aus der Rundschau:
    http://www.fr-online.de/frankf…gen,1472798,21289774.html



    Frankfurt
    Frankfurter Rundschau » Frankfurt/Rhein-Main » Frankfurt
    27. Dezember 2012
    Taxi Frankfurt Wenn Taxifahrer zuschlagen

    Von Jürgen Ahäuser



    Taxis am Terminal 1. Foto: Sascha Rheker


    Das Taxigeschäft kann ein raues Gewerbe sein. Am Frankfurter Flughafen schlagen sich sogar Taxifahrer mit Servicepersonal. Die einen gehören nicht zur Frankfurter Chauffeursvereinigung, die anderen sollen genau diese "Illegalen" identifizieren. Der Kampf um Kunden nimmt Wildwest-Manier an.
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    Achmed B. (Name von der Redaktion geändert) ist heute noch traumatisiert. Drei Monate konnte er seinen Beruf nicht ausüben. Vor wenigen Tagen ist er an den Schauplatz der Tat zurückgekehrt. „Aber ich bewege mich dort nur noch in Begleitung“, sagt er gegenüber der FR. „Alleine habe ich Angst.“ Achmed B. war und ist wieder Taxi-Service-Berater am Frankfurter Flughafen. Klingt harmlos, vor allem irgendwie ungefährlich, ist es aber nicht.


    Am Abend des 24. August gerät B. wie schon häufiger zuvor in Streit mit einem „alten Bekannten“, wie Hans-Peter Kratz, der Vorsitzende der Frankfurter Taxivereinigung, mit einigem Grimm in der Stimme sagt. Was sich an jenem Sommerabend um das Terminal 1 abspielt, ist Alltag. Es vergeht kaum ein Tag, an dem es nicht zu zum Teil heftigen Auseinandersetzungen kommt. Kratz spricht gar vom „Krieg gegen diese Kriminellen“. Ende August wird es tatsächlich kriminell. Der zunächst nur verbale Streit zwischen dem Service-Berater und einem Mann, der wie viele andere auch fast täglich versucht dem offiziellen Taxigewerbe die lukrative Kundschaft abzujagen, eskaliert.


    Zwischen Achmed B. und dem Konkurrenten kommt es zu Handgreiflichkeiten. Der Serviceberater will Anzeige auf dem 19. Polizeirevier erstatten. Auf dem Weg dorthin kommt es unter einer unbeleuchteten Brücke zu einer gefährlichen Attacke mit einer Eisenstange. Zwei Schläger, so berichtet Achmed B., prügeln von hinten auf ihn ein. Als er auf dem Boden liegt, versuchen die mutmaßlichen Täter ihn noch mit einem Auto zu überrollen. Für Kratz war das ein Mordversuch. B. erleidet mehrere Knochenbrüche an Händen und Rippen, eine Platzwunde am Kopf und eine Gehirnerschütterung. Drei Monate war er arbeitsunfähig. Einer der mutmaßlichen Täter, der alte Bekannte, hat nach Angaben des Opfers bereits gestanden, beteiligt gewesen zu sein. Nach dem zweiten mutmaßlichen Schläger wird noch immer gefahndet. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt nach Angaben der Taxivereinigung wegen schwerer Körperverletzung.


    Unlauterer Wettbewerb


    Achmed B. ist, wie drei weitere fest angestellte Kollegen auch, unter anderem dafür zuständig, den „Illegalen“ Platzverweise zu erteilen oder sie für die Taxivereinigung identifizierbar zu machen. Die Vereinigung, die 1100 Taxiunternehmer vertritt, geht dann mit harten Bandagen gegen die ungeliebte Konkurrenz vor. Unlauterer Wettbewerb heißt das im Juristendeutsch. „Die Prozesse gewinnen wir in der Regel alle“, sagt Kratz. Ersttäter kommen mit einem Bußgeld von 800 Euro davon, hinzu kommen Prozesskosten, die sich schnell auf rund 3000 Euro addieren können. Einen „Unbelehrbaren“ hat das Frankfurter Landgericht am 3. August bei Zuwiderhandlung mit einem Ordnungsgeld von bis zu 250000 Euro, ersatzweise sechs Monate Haft, belegt. Nicht verstehen kann Kratz, dass es Taxiunternehmer gibt, die solche Leute auch noch für sich fahren lassen.


    Die Taxivereinigung hat mit dem Flughafenbetreiber Fraport einen Gestattungsvertrag abgeschlossen, der dem mächtigen Verband ein Monopol bei der Beförderung am Flughafen einräumt. Wer sich in die langen Schlangen hier einreihen will, muss für rund 20 Euro im Monat eine Lizenz lösen, sollte etwas Englisch können, natürlich gewohnt höflich und freundlich sein und er muss Kreditkarten akzeptieren. Zum Airport hinbringen darf jeder Leute, aber das Mitnehmen von dort unterliegt strengen Regeln, sobald Geld und eine taxiähnliche Beförderung ins Spiel kommen.


    "Wir haben die Schnauze voll"


    „Hier tummeln sich viele, die hier nichts zu suchen haben“, erklärt der Chef der Taxivereinigung. Geduldet, aber auch nicht gern gesehen wird, wenn ein Taxifahrer gerade Passagiere oder Besucher am Flughafen abgesetzt hat und zufällig andere Kunden von dort abgeholt werden wollen. Da drückt die Taxivereinigung mal beide Augen zu, sofern nicht aktiv um die Kundschaft gebuhlt wird. Die rote Linie ist aber nach Ansicht von Kratz schon überschritten, wenn die „illegale“ Konkurrenz die Scheiben herunterlässt oder gar versucht sich heimlich auf den ausgewiesenen Halteplätzen einzureihen. Das sind dann die Momente, in denen die Taxi-Service-Berater eingreifen. „Dabei kommt es regelmäßig zu Streit, Beleidigungen und üblen Beschimpfungen“, sagt Achmed B. Handgemenge sind keine Seltenheit, richtige Gewalttätigkeiten aber zum Glück die Ausnahme. Zwei Monate vor den Schlägen auf B. haben Schläger einem Kollegen von B. mit einem Radkreuz das Knie zertrümmert.


    Hans-Peter Kratz fordert ein härteres Durchgreifen von Politik und Polizei: „Wir haben die Schnauze voll. Beleidigungen und Bedrohungen müssen ein Ende haben.“ Die Halteplätze am Flughafen sind die mit Abstand wichtigsten und lukrativsten für das Frankfurter Taxigewerbe. Allein 600 Taxis hält die Vereinigung hier vor. Grundsätzlich, darauf weist Kratz hin, könne jeder der 4500 Frankfurter Taxifahrer am Flughafen Leute abholen, „wenn er sich an die mit Fraport ausgehandelten Regeln hält“.


    Von Gewalttaten und Verbalinjurien distanzieren sich Peter Vlach und sein kleines Häufchen von Mitstreitern deutlich. „Das verurteilen wir auf das Schärfste“, sagt Vlach. Der Taxiring, eine lose Interessengemeinschaft von unorganisierten Fahrern, lässt aber ansonsten kein gutes Haar „am Kartell der Taxivereinigung“. Vlach und seine Mitstreiter sehen in der Pflicht zur Akzeptanz von Kreditkarten gar ein Mittel, um andere an der Ausübung ihres Berufes zu hindern. Nach Ansicht des Taxirings gibt die Betriebsordnung und das Personenbeförderungsgesetz diesen Zwang gar nicht her. „Deshalb überlegen wir juristisch dagegen vorzugehen“, sagt Vlach. Außerdem müssten die Fahrer mit 12 Prozent weniger Einnahmen rechnen, weil sie auf den Gebühren und höheren Steuern sitzenbleiben.

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  • Ich weiß, aber es sollte noch mal hierhin, da es hierher gehört!
    Oder besser: AUCH gehört!

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  • Also, ich muß schon feststellen, daß der Sumpf in Frankfurt mir fast noch tiefer erscheint, als der in Hamburg!?
    Je mehr man da reingräbt, umso üblere Sachen kommen zutage!


    Allerdings war München unter Meißner ja auch nicht übel!


    Ich frage mich, ob da überall in diesen Zentralen TATSÄCHLICH Konsequenzen gezogen und diese Sachen gründlich aufgearbeitet wurden?
    Aber dieses Forum bleibt dran, wenn wir erst einmal Blut gerochen haben!
    Schließlich waren da in Sachen Taxmobil und der Vereinigung ja auch einigere unkoschere Sachn am laufen!
    Und jetzt versuchen die, sichklammheimlich aus der Affaire zu ziehen!?

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  • http://www.faz.net/aktuell/rhe…ie-buchmesse-1131931.html


    Frankfurt Taxibranche hofft auf die Buchmesse
    03.10.2003
    Ja, sagt der Taxifahrer, einer von 5000 in Frankfurt, der gerade an einem Buch über Väter arbeitet, weil er selbst alleinerziehender Vater ist und findet, diese ganzen Erfahrungen gehörten einmal aufgeschrieben.


    Ja, sagt der Taxifahrer, einer von 5000 in Frankfurt, der gerade an einem Buch über Väter arbeitet, weil er selbst alleinerziehender Vater ist und findet, diese ganzen Erfahrungen gehörten einmal aufgeschrieben. Ja, sagt er also, die Buchmesse sei immer die beste Messe für die Taxifahrer gewesen. Nicht nur, weil man da interessante Leute kennenlerne, was gerade für ihn als Schriftsteller wichtig sei. Gar nicht einmal andere Autoren, die gäben sich im Taxi ja selten zu erkennen. Aber Lektoren, sagt er, "so Frauen aus Verlagen" und sogar auch Verleger. "Bei der Buchmesse kann man am ehesten noch Geld verdienen."


    In diesem Jahr hofft die Taxibranche besonders sehnlich auf ein gutes Buchmessengeschäft, wie Klaus Böttger von der Frankfurter Taxivereinigung sagt. Um gut 30 Prozent seien die Umsätze eingebrochen. Selbst die Internationale Automobilausstellung habe nicht mehr die Belebung des Geschäftes gebracht wie früher. Der Bau der S-Bahn-Haltestelle "Messe", die Verlängerung der U-Bahn zur Festhalle und die zahlreichen Shuttlebusse, die von Hotels eingesetzt würden, hätten das Messegeschäft kontinuierlich abnehmen lassen. Gerade in diesen Zeiten, in denen die Leute und die Unternehmen alle sparten, führen viele Aussteller und Besucher vom Hauptbahnhof mit der Bahn zur Messe statt wie früher mit dem Taxi, oder sie gingen sogar zu Fuß.


    Schon wird in der Branche der Ruf nach einer Verringerung der Zahl der Taxis in Frankfurt laut. "Es gibt hier zur Zeit 400 bis 500 Taxis zuviel", sagt Böttger. 1712 Lizenzen gibt es in Frankfurt, die Zahl ist seit 1997 eingefroren. Die Stadt hat nach Angaben von Claudia Behm vom Ordnungsamt alle Taxiunternehmen angeschrieben und ihnen Fragebögen zu ihrer wirtschaftlichen Situation gesandt. "Wir prüfen, ob die gesetzlich vorgesehene Möglichkeit eines ruinösen Wettbewerbs vorliegt", sagt Behm. Wenn die Funktionsfähigkeit des Gewerbes bedroht sei, könne die Stadt Frankfurt neuen Antragstellern die Genehmigung versagen. Es sei aber nicht möglich, Lizenzen einzuziehen, da gebe es einen Bestandschutz. Die Stadt dürfe jedoch Lizenzen, die von ihren alten Inhabern freiwillig zurückgegeben würden, oder solche, die eingezogen worden seien, weil jemand seine Steuern nicht gezahlt oder sich persönlich etwas habe zuschulden kommen lassen, einbehalten und nicht wieder neu vergeben. In früheren Zeiten waren in Frankfurt schon einmal 100 Lizenzen im Jahr zurückgegeben worden.


    Die Zahl der Fahrer, die in Frankfurt die Taxiprüfung ablegen, ist in diesem Jahr schon deutlich eingebrochen. "Statt 700 Prüfungen wie im vorigen Jahr werden wir in diesem höchstens auf 600 kommen", sagt Peter Niere, stellvertretender Geschäftsführer der Frankfurter Industrie- und Handelskammer und für die Prüfungen zuständig. Die Zahl der Taxiunternehmer, die eine Eignungsprüfung für die Selbständigkeit machten, sei schon 2001 eingebrochen, nachdem klar war, daß die guten Zeiten vorbei waren und die Prüfungen außerdem schwerer geworden sein sollen. Sosehr die Branche auch auf die Buchmesse hofft - Sorgen, auch hier könnten die Zahlen aus den Vorjahren drastisch unterschritten werden, gibt es zuhauf. "Die Hotellerie hat sich ja von Buchmessenchef Volker Neumann erpressen lassen", meint Böttger. Nun werde ein Shuttledienst mit acht oder neun Linien eingerichtet, dessen Fahrzeuge zu den interessanten Zeiten zahlreiche Hotels anfahren sollten. "Das sind natürlich alles unsere Kunden, die dann ausbleiben", sagt Böttger. Die Shuttledienste und Mietwagen hätten ohnehin zu den Messezeiten auffällig zugenommen. In der Branche gebe es erhebliche Zweifel, ob überhaupt alle diese Fahrzeuge die notwendigen Genehmigungen hätten: "Wenn Messe ist, strömt alles von außen hierher."


    Schon gibt es in der Branche erste Konzentrationstendenzen. So haben die großen Taxivermittlungen gerade eine nie dagewesene Fusionswelle hinter sich. Der Marktführer "01", benannt nach den Endziffern seiner Rufnummer 250001, hat zuerst die Zentrale "Echofunk" (Rufnummer 792020) übernommen, die sich 1998 mit Sitz im Ökohaus am Westbahnhof mit unzufriedenen Fahrern von der dritten Zentrale "33" (Rufnummer 230033) abgespalten hatte. Die "33" zeigte sich zuerst verärgert über das Zusammengehen der beiden Wettbewerber, zumal man selbst wohl um die Rückkehr der Echofunk-Leute gebuhlt hatte. Die "33"-Eigentümer sollen dann aber gegen eine siebenstellige Summe selbst an den Marktführer verkauft haben, so daß alle drei Frankfurter Zentralen wirtschaftlich jetzt zusammengehören.


    "Selbst wenn die Stadt Frankfurt die Zahl der Lizenzen verringert, wird das eine Zeit dauern", heißt es bei der Taxivereinigung. Man will aber jetzt etwas ändern und versucht, zumindest mit den bescheidenen Mitteln einen Beitrag zum Aufschwung zu leisten. So wird an den Fahrzeugen jetzt mit großen Aufklebern darauf hingewiesen, daß im Taxi - anders als in Bussen und Bahnen - vier Personen nur einmal zahlen müßten. "Wenn man mit vier Personen von der Hauptwache nach Eschersheim fährt, ist das mit der U-Bahn nicht viel billiger als mit dem Taxi", sagt Böttger.


    Am Flughafen und am Hauptbahnhof will die Taxivereinigung Service-Mitarbeiter postieren, die Auskünfte etwa über Fahrpreise geben können. Bei solchen Vorschlägen drücken die Taxivereinigung allerdings nach Böttgers Angaben noch immer Sorgen, weil die Kassen durch die Vorgänge um Horst Kasper immer noch leer sind. Böttgers Vorgänger verschwand im März 1997 mit angeblich mehr als 600000 Mark (306000 Euro) aus dem Tresor der Berufsvereinigung. Er soll durch Frankreich, Italien und Spanien getingelt sein, gelegentlich als "Putze" und als "Tellerwäscher" gearbeitet haben, wie es damals hieß. Im August 1997 nahm ihn die Polizei im 200-Seelen-Dorf Högel an der Nordseeküste fest. Er wurde vom Landgericht Frankfurt zu drei Jahren und drei Monaten Haft in Weiterstadt verurteilt. Das Geld allerdings soll verschwunden geblieben sein.


    Ein Gutes hatten die Skandalzeiten für die Frankfurter Taxibranche aber offenbar auch: Das Ordnungsamt war gezwungen, sich mit dem illegalen Konzessionshandel auseinanderzusetzen. Die große Summe im Tresor soll nämlich aus der illegalen Übertragung von Taxikonzessionen gestammt haben. 30000 Euro müsse man zahlen, war damals in Frankfurt ein offenes Geheimnis, wenn man eine Konzession bekommen wollte. Das Gesetz verbot solchen Handel zwar, aber die Kontrollen waren wohl nicht sehr wirksam. In der Branche war die Rede davon, das Vorgehen werde "geduldet". Nach dem Kasper-Fall mußte man schärfer durchgreifen: Zehn Taxiunternehmer verloren ihre Beförderungserlaubnis, weitere wurden vom Wettbewerb ausgeschlossen - was die Praxis wohl etwas eingedämmt hat.
    CHRISTIAN SIEDENBIEDEL

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  • Und das hier.
    Zwar von 2008, aber immer noch brandaktuell!


    http://www.faz.net/aktuell/rhe…der-grauzone-1512932.html


    Taxiunternehmen Taxifahrten in der Grauzone
    25.01.2008 • Steigende Spritpreise und Versicherungsprämien bekommen Taxiunternehmer stärker zu spüren als andere. Gleichzeitig verschärfen illegale Praktiken den Wettbewerb um den Fahrgast.
    Von Jochen Remmert


    Die Frankfurter Taxifahrer hoffen auf den Frühsommer. Das hat nichts mit dem Wetter zu tun, sondern mit einer Entscheidung der Stadt Frankfurt über eine von den Taxifahrern beantragte Erhöhung der Beförderungstarife, mit der etwa im zweiten Quartal zu rechnen ist, wie es in der Branche heißt. Denn in Frankfurt, Wiesbaden oder anderswo in Deutschland dürfen Taxifahrer frei mit dem Fahrgast Preise verhandeln.
    Autor: Jochen Remmert, Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
    Fußend auf dem Personenbeförderungsgesetz, erlassen beispielsweise die genannten Städte Taxitarif-Ordnungen, die vorschreiben, was der Kunde für welche Strecke zu berappen hat: Zum Grundpreis von 2 Euro kommen etwa in Frankfurt je Kilometer 1,60 Euro hinzu, vom elften Kilometer an sinkt der Betrag auf 1,38 Euro. Nachts liegt der Grundpreis bei 2,50, die Kilometerpreise bei 1,70 und 1,53. In Wiesbaden ist der Grundpreis gleich, die ersten zwei Kilometer sind mit zwei Euro teurer, die weiteren mit 1,25 Euro etwas billiger als in der Nachbarstadt. Auch in der Bankenmetropole kommen bei Fahrten von meistens fünf bis sieben Kilometer keine Reichtümer zusammen – schon gar nicht außerhalb der Messezeiten, wie ein Fahrer, der häufig am Messeturm steht, verrät.

    Betrug bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen

    Das bestätigt Thomas Schmidt, Taxiunternehmer und Vorstandsvorsitzender des Landesverbands Hessen für das Personenbeförderungsgewerbe. Es seien ja längst nicht nur die stark gestiegenen Treibstoffpreise, die die Margen des Gewerbes drückten. Als Unternehmer müsse man seine Fahrer schließlich auch so bezahlen, dass diese wiederum mit den deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten zurechtkommen könnten, sagt er. Am liebsten würde er kein Wort darüber verlieren, dass die Taxifahrer höhere Tarife beantragt haben. Er hat Sorge, dass sich dann noch mehr potentielle Fahrgäste schon jetzt einmal überlegen könnten, ob sie künftig nicht lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln ihre Ziele ansteuern sollten. Diese Konkurrenz ärgert Schmidt deshalb besonders, weil der Öffentliche Personennahverkehr mit Milliarden subventioniert werde, die Taxiunternehmer aber aus eigener Kraft überleben müssten. In Frankfurt kommt hinzu, dass es laut einer Untersuchung vom März 2007 mit 1712 Lizenzen rund 250 Taxis zu viel gibt, um ein vernünftiges Auskommen für die Unternehmen und deren Fahrer zu sichern.

    Ob das eine Ursache dafür ist, dass in diesem Gewerbe immer öfter auch mit illegalen Mitteln gearbeitet wird, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, naheliegend ist es schon. Dass diese Grauzone inzwischen gewaltig ist, steht jedenfalls für Claus-Peter Möller, Sprecher der beim Hauptzollamt Darmstadt angesiedelten Finanzkontrolle Schwarzarbeit, außer Frage. Die geläufige Floskel von „schwarzen Schafen“ benutzt der Ermittler dabei bewusst nicht – sie sei viel zu harmlos. Die Taxi-Branche gehöre zu den problematischsten Branchen überhaupt. „Schlimmer als auf dem Bau“, sagt Möller. Die Tricks seien immer die gleichen. „Da gibt es jede Menge Aushilfsfahrer, angebliche Teilzeitkräfte.“ Offiziell arbeiteten die für 400 oder 500 Euro, tatsächlich säßen die Fahrer aber Vollzeit hinter dem Lenkrad. Wie aus der Branche weiter zu erfahren ist, kommt es so durchaus häufiger vor, dass beispielsweise Arbeitslosengeld-II-Empfänger 60 Stunden in der Woche Taxi fahren und dann lediglich einige hundert der tatsächlich eingenommenen Euro als Zuverdienst meldeten.
    Die korrekten Sozialversicherungsbeiträge bleiben sie demnach ebenso schuldig wie die Steuern. Sehr häufig handeln Möller zufolge Fahrer mit einem Taxiunternehmer aus, die in Vollzeit mit dem Taxi erarbeitete Summe 50 zu 50 oder gar 60 zu 40 zugunsten des Fahrers zu teilen. Versteuert werde dann vom Unternehmen auch allenfalls dieser Teil. So oder ähnlich arbeitet Möller zufolge sogar das Gros der Unternehmen in Ballungsräumen.


    Taxi-Verband: Buchhalterische „Nachlässigkeiten“

    Eine Untersuchung in Berlin hat 2007 zutage gefördert, dass betrügerische Praktiken in der Berliner Taxibranche jährlich rund 50 Millionen Euro Schaden verursachten, weil 70 Prozent der Taxiunternehmer mit manipulierten Abrechnungen Steuerbehörden und Sozialversicherungen täuschten, wie es bei der Berliner Taxi Vereinigung heißt. Dieser Zusammenschluss von Taxiunternehmern, die illegalen Praktiken in der Branche einen Riegel vorschieben wollen, hatte die Untersuchung selbst initiiert.


    Dass es ein solches Ausmaß an Illegalität in der Taxi-Branche gibt, bestreitet nicht nur Verbandschef Schmidt. Auch Sabine Neumann, Erste Vorsitzende des Taxi Verbands Wiesbaden/Rheingau-Taunus, hält solche Einschätzungen für übertrieben. Tatsächlich handele es sich doch in den meisten Fällen nur um buchhalterische „Nachlässigkeiten“ und nicht um strafbewehrte Vergehen. So ganz aus der Luft gegriffen erscheinen illegale Praktiken der Taxibranche aber auch Neumann nicht. Denn sie sieht schon die Gefahr, dass sich der ein oder andere Unternehmer dann zu derartigen Praktiken gezwungen sehen könnte, wenn der Branche auf Dauer eine Anpassung der Tarife an die gestiegenen Treibstoff- und Unterhaltskosten der Autos sowie der Lebenshaltungskosten der Fahrer verweigert werde. Neumann rechnet vor, dass sich beispielsweise in der Landeshauptstadt seit der jüngsten Tarifanpassung vor knapp sieben Jahren die jährlichen Treibstoffkosten für ein Taxi um rund 5500 Euro erhöht hätten, ausgehend von einer Laufleistung von 100.000 Kilometern im Jahr. Ein 2003 gestellter Antrag auf Erhöhung sei gescheitert, die 396 Konzessionsträger in Wiesbaden und deren Fahrer hofften nun aber auf einen Durchbruch.
    Ufuk Gergin, Vorsitzender des Rhein Main Taxi Verbands, berichtet davon, dass den regulären Taxis immer stärker von Shuttle-Service-Unternehmen Konkurrenz gemacht werde. Anders als „reguläre Taxifahrer“ seien diese weder verpflichtet, jeden zu befördern, der es wolle, noch an Beförderungstarife gebunden. Gergin hofft daher umso mehr, dass der Frühsommer eine Entscheidung im Sinne der Frankfurter Taxifahrer bringt – und wenigstens höhere Tarife.
    Quelle: F.A.Z.

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  • Indizien für Schieflage im Frankfurter Taxigewerbe:


    Zitat

    Kubiczak fing als Taxifahrer an, um sein Germanistik-Studium zu finanzieren. Mit 30 Jahren überlegte er dann, gemeinsam mit einem Freund ein eigenes Taxi anzuschaffen. Vier Tage die Woche fuhr er damals, zehn Stunden, und kam dabei auf 25 Fahrten am Tag – heute fährt er alleine, fünf Tage à zwölf bis 13 Stunden, die Zeit für Büroarbeit nicht mitgerechnet. Und er ist froh, wenn er zehn Fahrten am Tag macht.


    http://www.fr-online.de/verkeh…r-,23914936,27327518.html


    Daraus folgt:


    Damals: 100 Touren in 40 Stunden
    Heute: 32 Touren in 40 Stunden


    Dies entspricht einer Arbeitsreduktion von 68 %, so daß Prekariatsstatus anzunehmen ist und ein massiver Verstoß gegen das PBefG vorliegt.


    Leserkommentar von "Pragmatiker", der mangelndes logistisches Verständnis nahelegt, aber die Prekariatssituation untermauert:


    Zitat

    Sorry, aber das Jammern kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die Fahrer, die sich gut auskennen, gut fahren und auf ihre Wagen achten, haben immer genug zu tun. Wenn man mal einen guten gefunden hat, ruft man ihn für längere Fahren (Flughafen o.ä.) halt direkt an. Die Fahrer, mit denen ich fahre, haben ihr Funkgerät von den Zentralen abbestellt und fahren nur noch Stammkunden. Das funktioniert und zeigt, dass man sich unterscheiden kann und guter Service honoriert wird. Die Kollegen, die an der Hauptwache o.ä. rumlungern, sind teilweise echt zum Abgewöhnen!!!

  • http://m.fnp.de/lokales/frankf…den-Januar;art675,1153251


    Zitat:
    Viele andere Unternehmer, mit denen diese Zeitung gesprochen hat, halten sich bedeckt oder sind sich noch gar nicht darüber klar, was ab 1. Januar auf sie zukommt. Sie hoffen, sich weiter so durchlavieren zu können, oder werden Kündigungen, falls erforderlich, erst im Frühjahr aussprechen.

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  • Eben ging von mir folgende E-Mail an die Frankfurter Beteiligten raus:

    Mafiöse Strukturen im Frankfurter Taxigewerbe !?

    19.01.2015 um 15:31 Uhr
    Von: Jörn Napp
    An: Deutschlandradio, Der Stern, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Rundschau Region, Frankfurter Rundschau Wirtschaft, Kanzlei Wüstenberg, Regierungspräsidium Frankfurt, Rhein-Main-Zeitung, TraffiQ Frankfurt, Verkehrsdezernat Frankfurt, Frankfurter Allgemeine


    Sehr geehrte Dame,
    sehr geehrter Herr.

    Ich bin Betreiber des zweitgrößten deutschen Taxiforums und recherchiere schon seit längerer Zeit zu den mafiösen Strukturen im deutschen Taxigewerbe. Auch und gerade, weil wir einem System namens UBER gegenüberstehen.
    http://www.das-freie-taxiforum.com

    Grundsätzlich gesehen gibt es viele Berichte mafiöser Strukturen aus ganz Deutschland, sei es aus München, Berlin, Essen, Köln, Stuttgart oder Hamburg u.v.a.m.
    Aber ausgerechnet aus dem Raum Frankfurt kommen derart massiv Berichte, daß sich für mich die Frage auftut: WAS GESCHIEHT DORT?
    http://www.das-freie-taxiforum…php?page=Board&boardID=61

    Eine Taxi-Vereinigung spielt sich auf, wie der König in einem EIGENEN STAAT, was sogar in den letzten Wochen eine Anfrage des Stadtabgeordneten Herrn Ochs, verursacht hat.
    http://www.das-freie-taxiforum…page=Thread&threadID=2868
    http://www.das-freie-taxiforum…page=Thread&threadID=1955

    Nicht nur, daß sich diese Vereinigung Machtbefugnisse aneignet, die einem solchen Verein keinesfalls zustehen, sondern daß diese offensichtlich auch noch von der Stadtverwaltung unterstützt werden!?
    Auch und gerade am Flughafen werden Taxiunternehmen gegängelt, die überhaupt nicht eben dieser Taxi-Vereinigung angehören.
    Diese Taxi-Vereinigung ist schon öfters durch bemerkenswerte Vorgänge ins Visier geraten. Zum letzten Mal in der Sache mit der Firma TAXMOBIL, wo sie diese 'Firma' zunächst bedingungslos unterstützt haben.
    Erst durch meine Recherchen und Eingriffe wurde diesem Problem ein Ende gesetzt und die TV zog sich stillschweigend aus der Affäre zurück. Nun ja.
    http://www.das-freie-taxiforum…age=Thread&threadID=1721&

    Und auch schon vor längerer Zeit stand sie offensichtlich schon mal unter Korruptionsverdacht.
    http://www.das-freie-taxiforum…page=Thread&threadID=2055

    Leider stellt man immer wieder fest, daß eine Konzessionierung der Verwaltung öffentlicher Halteplätze, wie zB an Flughäfen oder Bahnhöfen, immer wieder zu mafiösen Vorgängen führt, wie zB massiven Tourenverschiebungen oder Korruption.
    http://www.das-freie-taxiforum…hp?page=Board&boardID=119

    Gleichzeitig gesteht im Deutschlandfunk in einem Feature vom 14.1. ein pakistanischer Taxiunternehmer, daß er immer noch seinen - wahrscheinlich ebenfalls pakistanischen - angestellten Fahrern ganze 2,50 Euro Stundenlohn zahlt, was sich mit meinen Informationen über eine ziemlich ausgeprägte PAKISTANI-CONNECTION innerhalb von Frankfurt deckt!
    http://www.das-freie-taxiforum…ad&postID=59312#post59312
    http://www.das-freie-taxiforum…page=Thread&threadID=2023

    Gleichzeitig ist Frankfurt die ERSTE und EINZIGE Stadt, die zwar ein Gewerbe-Gutachten hat erstellen lassen, dieses aber sofort im Giftschrank hat verschwinden lassen!?
    Glücklicherweise wurde mir dieses zugespielt, so daß wir alle Einblick haben konnten. Und der zweite Teil spricht für sich selber!
    https://www.dropbox.com/s/1sfh…nkfurtGutachten2007-2.pdf

    Ich frage mich natürlich, WARUM die Stadt dieses getan hat?
    Was gibt es im Taxigewerbe der Stadt Frankfurt zu verheimlichen?
    Warum schreitet die Behörde nicht MASSIV gegen diese Entwicklungen ein?
    Warum geht die Behörde nicht ebenfalls konsequent gegen UBER vor?
    Warum läßt die Behörde Vorkommnisse am Flughafen oder in der Stadt selber unwidersprochen zu?
    http://www.das-freie-taxiforum…page=Thread&threadID=1364

    Da wir in ganz Deutschland mit schwerster Korruption, Steuerhinterziehungen oder Sozialhilfeerschleichungen und anderen Delikten im Taxigewerbe zu kämpfen haben, tut sich die Frage auf, warum gerade in Frankfurt die Behörden diesen Dingen offenbar tatenlos zusehen?
    Ist da ein System dahinter, das wir Normalbürger nicht erkennen können?

    Hier ein guter Artikel des STERN zum Thema, den ich mit vielen Informationen unterstützt habe:
    http://www.das-freie-taxiforum…page=Thread&threadID=2752


    Mit freundlichen Grüßen und auf baldige Antworten wartend:

    Jörn Napp
    Bachstückenring 5
    22149 Hamburg
    Tel: 040-5408812

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  • Mein lieber Joern. Auch ich versuche im viel kleineren Maßstab als Du Administrationsmitarbeiter von der organisierten Kriminalität im deutschen Taxigewerbe zu überzeugen. Natürlich pralle ich mit meinen Anliegen ab wie ein Federball den man gegen eine Plexiglaswand eines modernen Geschäftshauses geschlagen hat. Mit meinen gerafften Schriftsätzen - man möchte die Adminstration nicht zu sehr langweilen - kann ich mich im Ergebnis verpissen. Zollkontrollen ergeben daß viele Taxler Stütze kassieren, interessiert die einen Scheißdreck. Die Administration scheint eher von der großen Integrationsleistung des deutschen Taxigewerbes auszugehen. Die wissen weder was freie Berufswahl noch was Dumping noch was Parallelgesellschaften in der Praxis sind. Ich warte auf dieses eine ehrliche Schreiben vom korrumpierten Staatsapparat ohne abwimmelnden Paragraphenmüll und ohne beschissene Höflichkeitsformeln wo einfach nur "Wissen Sie was Sie Querulant, warum lecken Sie uns nicht einfach am Arsch!" drinsteht. Um so amüsanter finde ich daß Du von der unengagierten rückgratlosen uninspirierten Schema-F-Bürokratie/ uninformierten Presseheinis begehrst, daß sie quasi Dein ganzes Forum durchlesen. Hahaha.

  • Nun, bisher haben die eigentlich noch IMMER reagiert!
    Sogar persönliche Schreiben von echten Senatoren oder gar dem Hessischen Regierungspräsidenten liegen mir vor. Der Besagte und im Brief adressierte Majer, der das Frankfurter Verkehrsdezernat leitet, hat mir ebenfalls PERSÖNLICH geschrieben und nicht über seine Vorzimmerdame.
    OK, damals ging es um TAXMOBIL, aber das war durchaus ein vergleichbares Thema.


    Ich verlange übrigens keinesfalls, daß diese Leute mein ganzes Forum durchlesen, deshalb habe ich denen ja auch die Links zu den wichtigsten Themen gegeben.
    Wenn sie dann sich vielleicht etwas näher informieren wollen, was einige erfahrungsgemäß tatsächlich tun, können sie da reinklicken!


    Wir sehen, daß ein solches Handeln auf Dauer tatsächlich auch in der Beamtenschaft durchaus Wirkung erzielt!
    Hamburg ist das beste Beispiel dafür.
    Gott sei Dank haben wir HIER, und nicht nur meine Person, einige Leute, die unserer Behörde ständig auf den Füßchen stehen, so daß die gar nicht anders können!
    Und sie tun es auch mit durchaus meßbarem Erfolg!


    Allerdings muß man den Verantwortlichen eben immer aufzeigen, daß es in IHRER persönlichen Verantwortung liegt, im Taxigewerbe für Ordnung zu sorgen, wobei man NICHT damit kommen kann, daß man nicht so viele Türken etc. zulassen darf, da dieses keinesfalls in der Machtbefugnis dieser Beamten liegt, denn dazu ist der Bund zuständig. Aber wenn es um Unregelmäßigkeiten und mafiöse Zustände im Gewerbe geht, die durchaus auch von deutschen Fahrern und Unternehmern begangen werden, dann SIND sie zuständig.


    Solche Briefe wie oben nehmen den Beamten IMMER die Möglichkeiten, zu behaupten, sie hätten von diesen Dingen nichts gewußt!
    Sie MÜSSEN, wie zB 2013 in Sachen TAXMOBIL, tätig werden und tun es auch.
    Erst, als ich denen die Hintergründe und die Personen etwas näher erklärt habe, haben die umgehend dem Plan ihre Unterstützung entzogen.
    Und selbst den Ober-Unterstützern in der Taxi-Vereinigung wurde dann der Boden zu heiß, weil man in der Öffentlichkeit als Kungelpertner einer solchen Firma dargestellt wurde.


    In Sachen Hansa-Funk und deren Schwarzen Kassen wurde des Längeren HIER berichtet. Immerhin geschieht es nicht allzu häufig, daß die Bosse solcher Clubs mal zu langen Bewährungsstrafen verurteilt werden, wie beim Hansa, in Hamburg noch dem LPVG und in München Herrn Meißner und der Taxi München eG!

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  • Aus Frankfurt höre ich soeben, daß heute AUFFÄLLIG WENIG TAXEN unterwegs sind!?
    Auch am Flughafen sollen zu den besten Zeiten wenig Wagen verfügbar sein.


    Gerade, weil die Messe vorbei ist und wieder das NORMAL schlechte Geschäft herrscht, ist so ein Vorkommnis schon bemerkenswert!
    Immerhin leben ja viele Fahrer oder deren Unternehmer von ihren Wagen, so daß es wenig Sinn macht, diese nicht auf die Straße zu schicken!


    Nun bin ich kein Frankfurter Taxifahrer, aber man fragt sich natürlich, ob nach meinem Brief oben jemand aus welchem Grund auch immer in Aktion getreten ist?!


    Versucht da Jemand das Angebot gewollt zu verkürzen, um Druck auszuüben?
    Druck auf die Kunden oder auf die Behörde?
    Oder hat die Behörde dort schon die ersten vorläufigen Maßnahmen ergriffen?


    Ich hoffe, wir werde bald ein paar weiterbringende Informationen bekommen.

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