Beiträge von sivas

    Angestellte Taxifahrer sind NIE unternehmerisch tätig, weil sie an die Weisungen des Chefs gebunden sind. Einzig wenn von dort keine Anweisungen kommen, können sie aus freien Stücken zum Wohle des Unternehmens tätig sein - müssen das aber nicht.


    Zum großen Glück ! gibt es den Mindestlohn, den auch Taxifahrer für ihre Bezahlung beanspruchen können (wenn sie's nicht tun, sind sie selbst dran schuld). Meist wird ein vom Umsatz abhängiger Lohn vereinbart, der aber -auf die Arbeitszeit umgerechnet- den Mindestlohn nicht unterschreiten darf. Auch das Einverständnis, mit einem geringeren Lohn zufrieden zu sein, entbindet den Chef nicht, mindestens den Mindestlohn zu bezahlen. Kommt bei einer Kontrolle raus, dass er's nicht getan hat, ist er dran - zu Recht !


    Löhne werden auch im Taxigewerbe im Arbeitsvertrag vereinbart, das kann durchaus auch eine prozentuale Umsatzbeteiligung sein.


    Umsätze hingegen, können durch die Konzessionsschraube reguliert werden. Die Einstellung der Schraube stimmt, wenn im Durchschnitt aktuell ca 35 bis 40 € / Std erzielt werden können. Der Einsatz der auf der Straße befindlichen Taxen ist an den Tageszeit-Bedarf anzupassen.


    Die Höhe des Taxitarifes hängt vom Grad der gewünschten Bequemlichkeit ab. Sollen jederzeit und überall Taxen zur Verfügung stehen, ist es teurer, als wenn man 'ne Stunde warten muss (auch Bereithalten kostet). Der Taxitarif ist in das Preisgefüge des ÖPNV einzubinden. Können die Kosten trotzdem nicht erwirtschaftet werden, müssen öfentliche Zuschüsse gezahlt werden.


    Discount- und Raubtaxen sollten keine Konkurrenz für das Taxigewerbe sein, da das System:Taxi optimiert ist, günstiger geht's nicht !


    Das beste Mittel gegen unlautere Taxi-Konkurrenz ist auch hier die Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen des Mindestlohngesetzes. Können Mietwagenunternehmen z.B. mehr Lohn bezahlen als Taxiunternehmen, stimmt etwas mit dem System:Taxi nicht. Es ist zu überprüfen, womöglich zu reformieren ... auch an eine Abschaffung ist zu denken (unter Abschaffen verstehe ich die Wegnahme des besonderen Schutzes und der besonderen Rechte).

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    Ach so, der Mindestlohn ist an die regionalen Bedürfnisse anzupassen ! In Berlin sollte er bei etwa 13,50 € liegen, da die Lebenshaltungskosten dort höher sind, als z.B. im Thüringer Wald. Taxifahrer sind mit einem höheren Stundenlohn als dem Mindestlohn zu bezahlen.

    Ok Anke, ich nehm's raus und ersetze das Wort durch 'Unterkünfte'.


    Wollte damit nur den Bezug zu vorher geschriebenem herstellen, wo wegen des gefallenen Schweinepreises die Züchter sich einfach mehr Schweine zugelegt haben - einschliesslich neuer Ställe.


    Einwanderer als Taxifahrer ... wo sollen die Unternehmer denn das Geld hernehmen, um sie zu bezahlen ? Der Mindestlohn steht ihnen zu !

    Nicht wenige Taxifahrer brauchen gar nichts zu verdienen. Was sie jedoch brauchen, ist 'ne Arbeits- und Verdienstbescheinigung !

    So kommt es vor, dass ganze Familien von einer Taxikonzession leben - obwohl damit so gut wie gar kein Umsatz erzeugt wird.


    Mit der Möglichkeit, durch einen Minijob auf genügend Rentenzeiten zu kommen, ist ihen seit heute auch eine ausreichende Rente sicher ... im Heimatland ! Die Hauptadresse befindet sich natürlich noch in Deutschland, der Krankenversicherung wegen.


    Abschaffung der Ortskundeprüfung ? > Abschaffung des Taxigewerbes !

    Die Mehrwagenunternehmer wollen es so.


    Wozu soll man noch einen Taxischein machen, wenn man danach eh nix verdient ?

    Da ist es einfacher, bei einem Mietwagenunternehmen anzufangen - da verdient man auch nix :D


    Weder verdienen die MWUs noch was, noch bekommen sie Fahrer.

    Da ist am einfachsten, noch mehr Fahrzeuge auf die Straße zu schmeissen ... und die Ortskundeprüfung zu schleifen.


    Das ist so, wie bei den Schweinezüchtern. Je weniger die Schweine noch Wert waren, desto größer wurden die Ställe.

    Ob Taxifahrer Schweine sind ?

    Einen Pooling-Index zu definieren ist schwierig.


    Meiner Meinung nach müsste eine Besetzt-Markierung einer jeden Kundenfahrt die Basis dafür sein, einen Pooling-Index zu berechnen. Die Besetzt-Markierung ändert sich, sowie ein, zwei oder drei, zusätzlich zum eigentlichen Fahrgast und von dem unabhängige, weitere Fahrgäste hinzu- oder aussteigen. Jeder Aussteigevorgang ruft einen Bezahlanspruch hervor.


    Steigen drei Fahrgäste am Halteplatz ein, beträgt die Besetzt-Markierung 1. Steigt ein Pooling-Fahrgast hinzu, erhöht sich dieser Wert auf 2. Am Ende der Fahrt kann dann der Pooling-Index aus den Besetz-Markierungen und den damit zurückgelegten Wegstrecken dieser Fahrt berechnet werden, wobei allerdings die, wegen des Poolens zurückgelegten Umweg-Kilometer herausgerechnet werden müssen.


    Eine Fahrt mit dem Pooling-Index 1 zu belegen, nur weil auf 10 % der Strecke gepoolt wurde, ist Nonsens, er müsste bei 0,1 liegen.


    Steigen am Flugplatz drei voneinander unabhängige Fahrgastgruppen in das Fahrzeug und werden zum selben Fahrtziel gefahren, beträgt die Pooling-Quote dieser Fahrt 2 (einer der Fahrgäste wäre eh gefahren). Die Besetzt-Markierung dieser Fahrt läge aber bei durchgehend 3 ! Omnibusse, Straßenbahnen oder Züge kommen auf unheimlich hohe Pooling-Indizes. Diese können durch die Anzahl der maximal zu transportierenden Fahrgäste heruntergerechnet werden oder es ist bei unterschiedlichen Transportsystemen zusammen mit dem Pooling-Index die Besetzt-Quote anzugeben.

    taxi.eu ist eine Taxi-Bestell-App, die von einem Anbieter von Taxi-Vermittlungssoftware herausgegeben wird. Um dort vermittelt zu werden, muss man Teilnehmer einer Taxi-Zentrale sein. Da es aber nicht überall digital vermittelnde Zentralen gibt, bleibt die Mehrzahl der Taxler eben draussen, wie auch diejenigen nicht mitmachen, bei denen der finanzielle Aufwand in keinem Verhältnis zum Erlös der vermittelten Fahrten steht. Dazu muss man wissen, dass man bei taxi.eu eine Vermittlungs-Flatrate an die Zentrale bezahlt (ab 300 € mtl. ?) und bei FreeNow (einer weiteren Taxi-App) eine Provision auf den erzielten Fahrpreis (derzeit 7 %).

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    Welche Geräte braucht ein Taxifahrer in seiner Taxe ?


    - ein Taxameter, klar doch.


    Das muss aber nichts weiter können, als Fahrpreise gemäss dem vorgeschriebenen Tarif zu berechnen und anzuzeigen.

    Des weiteren muss es auch noch Daten aufzeichnen können, die aber mit einem erneuten Beginn eines Preisberechnungsvorganges teilweise gelöscht werden (auch die nichtveränderbaren Daten braucht er nicht).


    - ein Auftrags-Empfangsgerät


    wenn er auch fernmündlich oder digital hereinkommende Fahrtaufträge ausführen will.


    - ein Kontroll- und Analysegerät


    braucht er ganz bestimmt NICHT !

    Sowas brauchen nur diejenigen, die betrügen - als Alibi-Funktion. Ein Deutscher (Taxifahrer) betrügt nicht !

    (Jörn würde heftigst widersprechen) :winkewinke:

    Wie soll denn so ein Preiskorridor in der jeweiligen Tarifordnung definiert werden ? Auf was wird das Taxameter geeicht ?


    Wie werden die Einnahmen ermittelt ? wo's doch eine elektronische Kasse nicht gibt. Das Taxameter steht bei unterschiedlichen Fahrpreisen dafür nicht mehr zur Verfügung; muss der Fahrer jetzt alles aufschreiben oder führt die Zentrale das Kassenbuch ?


    Das Positionspapier schleift bisherige Ordnungen und jeder kann tun, was er will. Einen wird das freuen > Uber !

    Auf wieviel Fahrzeuge werden die wohl kommen ? Sie müssen ja bedienfähig sein. Mit welcher Software wird vermittelt ?


    Auch hier ist der aktuelle Druck auf die Zentrale groß. Wofür Geld bezahlen, wenn's keine Fahrten gibt ? Vor allem aber: Wovon ?

    Die für Uber fahrenden Selbständigen und Mietwagenunternehmen werden die Konzessionen umwandeln in ... Pooling-Konzessionen. Damit entfällt für sie die Rückkehrpflicht.


    Ob eine Fahrt erst gestartet werden darf, wenn ein Pooling-Partner gefunden wurde, interessiert keinen. Es wird gefahren, was die Auftragslage hergibt ... von Uber !


    TAXI ist Geschichte.


    Gute Politik ist Konzern-Politik. War schon immer so gewesen.

    Fahr doch mal nach Falkensee und probier die verschiedenen Apps aus, die von taxi.eu wird nicht funktionieren ... obwohl in Staaken genügend Berliner Taxler sind, die die Fahrt gern übernähmen - auch ohne Belohnung.


    Staaken.png


    Dummerweise ist nicht nur 'ne Stadt- sondern sogar 'ne Landesgrenze dazwischen.


    Während Taxi auf Gemeinden fixiert ist, handelt Uber global (FreeNow genauso).


    Siehe auch: Heftiges Urteil gegen MyTaxi - FREE NOW !


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    Oh, es scheint doch zu funktionieren ... In Nürnberg wurde FreeNow genau DAS verboten !


    Taxi nach Falkensee.png


    Am BER klappt's mit taxi.eu nicht: (ob's in Berlin nur EINE Taxizentrale gibt ???)


    BER.png


    obwohl genügend Berliner Taxen vorhanden sind, eine ist sogar in Schönefeld:


    BER.png


    Per FreeNow sind am BER Taxen bestellbar:


    BER.png


    So lautet die taxi.eu Werbung:


    10 Länder

    160 Städte

    65.000 Taxis

    205.000 Taxifahrer


    ... aber kein Taxi für'n BER ???

    Nicht nur den Zentralen-Taxen sollte die App zur Verfügung stehen, sondern auch denen, die keiner Z. angeschlossen sind. Letztendlich führt das dazu, dass Zentralen überflüssig werden. Gut so ! Eine starke, unabhängige Gewerbevertretung ist schlagkräftiger, auch gegenüber den Vermittlern, wo sich der Bessere durchsetzen soll.


    Konkurrenz besteht nicht nur zwischen den Vermittlungssystemen, sondern auch zwischen Taxen verschieder Gemeinden. Die von der Vermittlung auszuschliessen halte ich nur für angemessen - wenn genügend Ortstaxen vorhanden sind. Warum soll nachts nicht auch ein Auswärtiger ran ? oder wenn's wegen hoher Nachfrage brummt. Den Kunden freut es.


    Da streiten sich die Vermittlungssysteme, anstatt sich zu einigen ... und Uber breitet sich ohne diese Einschränkung aus.

    Soviel ich weiss, kann bei taxi.eu, cab4me.com und taxi-Deutschland.net nur mitmachen, wer einer (digital vermittelnden) Zentrale angeschlossen ist. Oft ist die in der Fläche gar nicht vorhanden, weil die Einrichtung und der Betrieb mit nicht unerheblichen Kosten verbunden sind, was sich bei der geringen Menge von Vermittlungen einfach nicht rechnet.


    Das ist es ja, was mytaxi so beliebt gemacht hat > zur Teilnahme langte ein Händi und funktioniert hat's überall.


    Das Bestellen eines Taxis in Falkensee mittels der taxi.eu-App wird wohl nicht funktionieren. Stattdessen bekommt der Fahrgast die Telefonnummer des örtlichen Mietwagenunternehmens genannt :hahaha: dan können sie auch gleich sagen: "Bestellen Sie bitte bei Uber".