Beiträge von Anke Napp

    Ja, das habe ich immer schon gesagt, das ist der Grund für das Forensterben, dass die Leute eben nur noch auf dem Phone daddeln, und da kann man Foren schlecht bedienen. Außerdem ist es vielen tatsächlich zu mühsam, sich an einer Diskussion zu beteiligen. Auch bei manchen Studierenden ist das schon auffällig, dass sie eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne haben (arbeite an der Uni). Sehr bedenklich.


    "Museum" - das ist ein Problem. Es gibt die "Waybackmachine" für Webseiten, die habe ich oft schon benutzt. Da funktioniert aber auch nicht mehr alles dann, oft die Grafiken und Links etc. nicht mehr. Bei Foren ist oft nur noch die Startseite zu sehen, man kann aber nichts mehr anklicken (ich war gerade auf der Suche nach Beiträgen aus dem ersten Star Trek Forum von vor 20 Jahren; Titel der Beiträge kann man lesen, aber Unterseiten nicht mehr gespeichert)


    Also, solange ich unter den Lebenden weile, wird das Forum ZUMINDEST lesbar bleiben.

    Ich werde auch versuchen, es weiter zu betreiben und die Newsquellen nicht versiegen zu lassen.


    Aber ja - gegen die Smartphone-Daddelei und Facebook kann man kaum was machen.

    Ich mache mir derzeit auch so meine Gedanken über das Forum. Ich würde mir wünschen, dass ein paar mehr Leute mitschreiben, auch aus anderen Städten. Hier gibt es schließlich für alle Bundesländer einen Platz.

    Im Moment sieht es für mich so aus, als wären hier inklusive mir 3 Schreiber. Da ich noch ein Forum mit inklusive mir 3 Mitgliedern habe beginne ich mich einfach zu fragen, ob das irgendwo Sinn macht.

    Ich will gern einen Platz zum Austausch bereit stellen - da muss sich aber auch wer austauschen.

    Ich will auch versuchen, mich in die aktuellen Taxiprobleme einzuarbeiten, frage mich aber, was ich letztlich machen kann, ohne Geld, Beziehungen, Kontakten. Die echten Entscheidungen werden doch wo ganz anders getroffen, da habe ich keinen Einfluss (zumal ich nicht wie Jörn die Straße mobilisieren kann für irgendwelche Aktionen).


    Also, wer auch immer da draußen mitliest, SCHREIBT auch mal was und macht euren Kollegen diesen Treffpunkt bekannt.

    ... unter sozialistischer Ägide.

    Ne, also in der seligen DDR ging es Taxifahrern SEHR gut. Es gab wenige... und diese waren sehr gefragt. Daneben (neben VEB Taxi) gab es auch "Schwarzfahrer" mit Privatwagen.


    Zitat von MDR

    Taxis waren knapp in den Städten, gleichgültig, ob sie für ein volkseigenes, ein genossenschaftliches oder eines der seltenen privaten Unternehmen unterwegs waren. Taxifahrer nahmen somit automatisch Machtstellungen ein. Von ihrer Gnade hing es ab, ob ein Mitbürger schnell beispielsweise vom Bahnhofeiner Stadt nach Hause gelangte oder eben nicht. Die Chancen, befördert zu werden, stiegen mit der Höhe des in Aussicht gestellten Trinkgeldes und mit der Länge der Fahrstrecke.

    Lief im Fernsehen eine Fußballübertragung oder ein spannender Film, war es in der Regel aussichtslos, am Taxistellplatz auf ein Fahrzeug zu hoffen. Abhilfe kam erst, als immer mehr so genannte Schwarztaxen auf der Suche nach Kunden durch die Straßen kurvten. Das waren Leute, die im eigenen Pkw ohne Gewerbegenehmigung Leute beförderten. Das war zwar verboten, dennoch drückten vielerorts die Behörden beide Augen zu.

    (Ich wollte nur etwas klugscheissen ;-))

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    Was die wirtschaftliche Situation anbelangt heute, gebe ich dir völlig recht.

    Ich weiß, wie du's gemeint hast und der Bezug war mir auch klar ;) Jedoch du weißt, es gibt übelwollende Zeitgenossen....


    Mindestlohn... hm.... aber was ist mit den Fahrern, die weniger als Mindestlohn verdienen, wie hier in einem anderen Thread beschrieben? Oder sie bekommen auf dem Papier den Mindestlohn, verzichten dafür aber "freiwillig" auf Zahlung im Krankheitsfall, bezahlten Urlaub... dann gibts da noch die schöne "Pausentaste".....

    Sivas, Vorsicht.... Ich weiß, wie du das meinst, aber 'andere Leute' könnten es missverstehen, also bitte die "Ställe" rausnehmen.


    (Auf jeden Fall kann man ja NEUE TAXEN anschaffen, wo ja auch keine Ortskundeprüfung mehr von Nöten ist, muss sich ja auch der Einwanderer nicht so sehr plagen)

    Ab 2021 ist für den Konzessionsbereich Hamburg geplant, die Ortskundeprüfung (im Volksmund Taxischein) gänzlich abzuschaffen.


    Darüber soll zwischen Behörde und Taxeninnung HH Einigkeit bestehen. Das Bedeutet, dass jeder, der einen PKW-Führerschein, einen ärztlichen Nachweis über seine Fahrtauglichkeit, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintrag sowie ausreichende Fahrpraxis im Alter von mindestens 21 Jahren nachweisen kann, einen Schein beantragen darf, der es ihm erlaubt, in Hamburg Taxi zu fahren.

    (ich kann nur keinen Zusammenhang mit dem Thread über die Todesnachricht und den Kondolenzen erkennen. Überfremdung stand doch hier gar nicht zur Debatte ?!)


    Was das Thema anbelangt, ist äußerste Vorsicht bei der Wortwahl geboten, eine Vogel-Strauß-Politik nützt aber keinem was, sondern die Probleme müssen in jeglicher Hinsicht angesprochen werden. Es ist genauso Sch..., wenn ein Deutscher einen Ausländer rassistisch anmacht, wie, wenn ein Ausländer einen Deutschen vollpöbelt. Es ist ein Versagen der Politik, wenn immer nur eine Seite dargestellt wird, gilt für die AfD ebenso wie für die SPD. Wenn die Probleme nicht im Zusammenhang und in Gerechtigkeit für alle angepackt werden, wird sich nie etwas ändern.


    Aus der Erfahrung der Geschichte ist gut zu sehen, wie sich solche Überfremdungsprobleme aufbauen und immer wieder entladen, das ist z.B. den Deutschen in den USA extrem so gegangen.

    Also ich habe keine Ahnung, was hier überhaupt abläuft. Ich kenne "AM" nicht, ich habe seinen Beitrag nicht als "Schmähung" sondern als Meinung empfunden. Andere Schreiber im DAS! haben sich doch völlig 'normal' verhalten und ihr Beileid ausgedrückt.

    Leider musste ich gestern feststellen, dass von den Taxlern (offenbar, ein paar unbekannte Leute waren dort), niemand bei der Beerdigung war. Dafür große Anteilnahme seitens der anderen Naturschutzkämpfer. Wird mit daran liegen, dass Jörn eben seit 4 Jahren nicht mehr selbst gefahren ist. Aus den Augen, aus dem Sinn, das kenne ich auch von Studien - und Arbeitskollegen von früher. Außerdem halt Corona-Zeit und klar - die Taxler müssen arbeiten, um wenigstens noch ein bisschen was rein zu bekommen. Auch mögen manche lieber allein und im Stillen kommen, anstatt zum Beerdigungs-"Event".


    Ich denke nicht, dass wir uns nun darüber streiten müssen. Ist eben so. Fest steht aber auch, dass Jörn hier im Forum eine Menge valider Sachen versammelt hat, von Gutachten bis zu rechtlichen Dingen und Zeitungsschauen, die immer wieder auch von offizieller Seiter benutzt wurden.

    Also bei "Clever Shuttle" scheint die Blase schon geplatzt zu sein...

    Hier ein Artikel aus VISION MOBILITY


    CleverShuttle stellt Betrieb in München, Berlin und Dresden ein

    Wirtschaftliche Gründe, aber offenbar auch die mangelnde Unterstützung aus den Kommunen und Widerstand aus der Taxi-Branche gaben den Ausschlag für das abrupte Ende des Dienstes.


    29.06.2020

    Johannes Reichel

    Überraschend hat der RidePooling-Dienst CleverShuttle, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, den Betrieb an den Standorten Berlin, Dresden und München eingestellt. Ab sofort können Kunden dort keine Fahrten mehr ordern. Auslöser für den Schritt sei "eine strategische Neubewertung der Aktivitäten in diesen Städten", sowie wirtschaftliche Gründe, wie der Pooling-Dienst mitteilte. Man ziele auf eine konsequente Ergänzung des ÖPNV mit starken kommunalen Unternehmen und sei daher in aktiven Gesprächen mit verschiedenen Städten und den Service in dieser neuen Form anzubieten, heißt es zum Hintergrund weiter.

    Um die betroffenen Mitarbeiter werde man sich gemeinsam mit der Deutschen Bahn kümmern und in allen drei Städten Informations- und Beratung anbieten mit dem Ziel, die berufliche Zukunft der Fahrerinnen und Fahrer schnell wieder zu sichern. Der Betrieb in Düsseldorf, Leipzig und Kiel laufe normal weiter. Im Gegensatz zu Berlin, Dresden und München verfügt CleverShuttle an diesen Standorten bereits starke lokale Partnerschaften auch im Rahmen des ÖPNV und die Entwicklung des Geschäfts sei hier entsprechend positiv.

    Was bedeutet das?

    So schnell geht das im Bereich der Start-up-Unternehmen: Gerade noch hatte CleverShuttle den Standort München gestärkt und aufgerüstet mit einer breiten Flotte an E-Fahrzeugen sowie Ladeinfrastruktur im Parkhaus. Und die Ausflottung der ersten E-Autos nach vierjährigen und fuhrparkmäßig höchst kosteneffizienter Laufzeit gefeiert. Doch die Corona-Krise ließ all die Bemühungen zur Makulatur werden und mag ihren Teil beigetragen haben, dass CleverShuttle jetzt hier und in Dresden sowie Berlin die Reißleine zieht. Sicher hat sie bei der CleverShuttle-Mutter Deutsche Bahn aber Überlegungen beschleunigt, die ohnehin vorhanden waren: Den Ride-Pooling-Dienst konsequent auf Kooperationen mit den Kommunen und den lokalen ÖPNV-Unternehmen auszurichten.


    Zitat
    Als Einzelkämpfer hat man hier in diesem Umfeld kaum eine Chance, wirtschaftlich auf einen grünen Zweig zu kommen, erst recht nicht, wenn man den Anspruch hat, einen komplett "elektrifizierten" Shuttle-Dienst mit hoher Pooling-Quote und angestellten Fahrern mit ordentlicher Entlohnung anzubieten.

    Die Anfangsinvestitionen in die Ausrüstung an Fahrzeugen und Infrastruktur sind hier deutlich höher als mit Verbrennern, die laufenden Kosten wesentlich höher als bei "Subunternehmer"-Modellen wie sie etwa Uber praktiziert.

    Hinzu kommen die Anachronismen des Personenbeförderungsgesetzes, dessen ambivalente und erst noch in Gesetzesform zu gießende Reform für CleverShuttle an den jetzt geschlossenen Standorten viel zu spät kommt. Auch die anhaltenden Proteste und Widerstände aus der Taxi-Branche haben sicher zu diesem Schritt beigetragen. Ebenso die ambitionierten Renditeerwartungen der Mutter Deutsche Bahn, die den Dienst wohl nicht länger alimentieren wollte, bis er in allen Städten läuft. Umso erstaunlicher, dass dies trotz all der Widrigkeiten am Standort Leipzig vor Corona schon gelungen war: Mit einem elektrischen Ride-Pooling-Dienst in die schwarzen Zahlen zu fahren. Chapeau vor den Machern und Gründern von CleverShuttle!

    Zitat
    Jetzt gilt es, aus den bestehenden Beispielen zu lernen und das Ride-Pooling noch enger in den ÖPNV einzubinden, am besten gleich über Partnerschaften wie in Düsseldorf. Damit das Postulat von der "Ergänzung statt Ersatz" auch der Wirklichkeit standhält.

    Und nicht etwa die Nutzung von Bus und Bahn ersetzt, weil es ja so bequem ist, ein cleveres Shuttle vor die Tür zu bestellen. Und es gilt für die angestammten Taxi-Dienste, die Ideen der Pooling-Betreiber aufzunehmen, konsequent zu elektrifizieren und sich "jüngeren" und App-basierten Angeboten noch weiter zu öffnen, wie es einst "My Taxi" alias FreeNow vorexerziert hat, damit aber auch nicht gerade wohlgelitten war in der Branche.


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    Also bei "Pooling" denke ich immer sofort an die Sammeltaxis, z.B. in Ägypten oder Südafrika, wo das gefühlte 20 Leute dran/drauf/drin sind.... Kann ich gleich mit dem Öffi fahren....

    Ich möchte mich zu "Nichtteilnahme an Jörns Ableben" äußern. Das darf auch gerne im DAS! geteilt werden - ich bin dort ja nicht Mitglied:


    Auf Facebook habe ich am 31. Mai meine Todesnachricht geschrieben; als ich die Beiträge heraus gespeichert hatte, waren es 9 Seiten, darunter auch viele ausländische Taxikollegen, z.B. aus Brasilien, mit denen er kooperiert hat. Ich könnte das posten, aber da dort die echten Namen stehen weiß ich nicht, ob es erlaubt ist und zum anonymisieren habe ich keine Lust...

    Auch bekam ich zahlreiche Zuschriften per Mail und Post!

    Das im Dabringhaus nur zwei Kondolenzen stehen, liegt daran, dass ich diese Seite erst später einrichten konnte, als die meisten Leute ja schon auf den anderen Wegen reagiert hatten.


    Viele Zuschriften bekam ich auch von der Naturschutzseite, Jörns anderem Kampfplatz.

    (Danke, Sivas)


    Ja, Waldner ist mir "ein Begriff" aus vielen Abendessengesprächen ;) Soweit ich weiß, steht seine Firma hinter dem FMS. Und er hat glaube ich auch bei Taxi.eu irgendwie "mitgewirkt" - ich erinnre mich nicht hundertprozentig an alle Details. Auf jeden Fall ist er oder andere große Zentralenvertreter eben trotz aller Anstrengungen und allen Einflusses kein Match für so eine Firma wie UBER. Selbst wenn die Zentralen sich immer mehr kartellartig ausbreiten sollten - UBER ist längst schon da als internationale Firma, die bei der Politik ja ein und ausgeht mit Unmengen von Lobbyisten. Die müssten erst mal "von oben" abgesägt werden, und das wird nicht passieren.


    Wobei es m.E. natürlich auch nicht gerade wünschenswert ist, wenn es jetzt nur EINE Zentrale in Deutschland / Europa gäbe, die dann auch wieder alles diktiert nach Gutdünken. Eine verzwickte Situation. Einerseits braucht man viele Konkurrenten, Monopole sind nie gut. (Das ist wie um 1900, wenn die Arbeiter von einer Firma dann im Firmeneigenen Laden kaufen mussten und in der firmeneigenen Wohnung wohnten.)

    ABER viele kleine Zentralen sind eben kein Gegner für UBER und Co.....


    Das heißt, es müsste eine UNABHÄNGIGE App her, die UBER wirklich Paroli bieten kann (was schwer ist, da UBER nun eben bekannt und unterstützt von der Politik und etabliert), die von ALLEN Zentralen genutzt wird. Nicht, dass jeder nun wieder eine eigene App aufmacht, die keiner kennt. :where:

    Das FMS ist aber auch teuer als Extragerät und daher in Zeiten knapper Kassen ein wirklicher Brocken. Das müsste billiger gehen.


    Klar ist Taxi.eu notwendig, um den Kunden zu ihren Taxis zu verhelfen. Aber offenbar sind die hinter UBER stehenden Leute einfach aggressiver gegenüber der Politik, um ihren Kram zu verkaufen. Den Leuten hinter Taxi.eu scheint diese Möglichkeit / dieses Potential zu fehlen.


    (Wenn ich euch lieber das Feld überlassen soll.... sagt mir einfach Bescheid, ich versuche mich reinzuarbeiten, aber...)

    Ich kann deinen Zorn auf UBER nachvollziehen, aber bitte nimm das "Faschisten" oben raus. Die Bezeichnung ist anders besetzt....

    Ich kann in meiner derzeitigen Lage nicht auch noch Anwälte wegen des Forums verkraften, weder finanziell noch moralisch. Danke.


    (Die Ursache ist wohl, dass hinter UBER einfach eine global agierende Firma steht. Die kann sich breit machen, wo sie will in der freien Wirtschaft. Wer steht hinter taxi.eu (ich bin nicht so informiert... Entschuldigung)?

    Ich habe die FINDUNGSKOMMISSION, die du ansprichst, und ihr Ergebnis nebst Protest des Bundesverbandes für Taxen und Mietwagen mal ins Forum gesetzt:

    HIER


    Ich frage mich, wie das eigentlich mit den Versicherungen gelöst ist, wenn ich in ein Auto von so einem Aushilfsfahrer steige, der eigentlich keinen Kontrollen unterworfen ist und keine Prüfung machen muss...


    Andererseits begegnen einem auch in Taxis sehr unkundige Leute (hier und in anderen Ländern), die ohne Navi nichts finden, patzig sind etc., weil einfach der Druck unterdessen so hoch ist, dass oft nur noch Leute hinter das Lenkrad gesetzt werden, mit denen man aus diversen soziopolitischen Gründen alles machen kann und die verzweifelt genug sind, es mit sich machen zu lassen und ausgebeutet werden.


    Die angesprochenen Proteste finde ich dennoch notwendig. AM BESTEN FLÄCHENDECKEND.

    Zitat aus der Taxi-Times (http://www.taxi-times.com) vom 22. 6. 2020

    ERGEBNISSE DER FINDUNGSKOMMISSION PBefG-ÄNDERUNG


    "Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. (BVTM) hat die Einigung der Findungskommission zur PBefG-Änderung kritisiert und Protestmaßnahmen nicht ausgeschlossen. Die Rückkehrpflicht sei zwar beibehalten, aber ausgehöhlt worden.

    Die Ergebnisse seien enttäuschend, hieß es in einer heute veröffentlichten Presseerklärung des BVTM. „Eine neue und faire Mobilitätsordnung hat die Findungskommission leider nicht auf den Weg gebracht. Die Chance auf eine gute und breit getragene Vision für die Mobilität wird so vertan. […] Die Antworten zur Mobilität in Stadt und Land von morgen sind leider weiter offen.

    An vergangenen Freitag hatte die von Verkehrsminister Andreas Scheuer eingesetzte Findungskommission ein drittes und letztes Mal getagt, während das Taxigewerbe vor der Türe eine Mahnwache abgehalten hatte. Der Verkehrsminister hatte hinterher verkündet, man habe sich grundsätzlich auf eine gemeinsame Vorgehensweise geeinigt. Ein von der Großen Koalition vorab erarbeitetes Positionspapier werde nun auch von den Grünen mitgetragen.

    Die Pläne sehen unter anderem die Einführung einer neuen Verkehrsart „Pooling“ vor, die Abschaffung der Ortskunde für Taxifahrer (stattdessen soll eine Fachkunde eingeführt werden) sowie einen Tarifkorridor, der bei Bestellungen über Zentralen und Apps die Möglichkeit eine freien Preisgestaltung innerhalb einer Ober- und Untergrenze ermöglichen soll.

    Die ursprünglich geplante Abschaffung der Rückkehrpflicht für Mietwagen soll beibehalten werden. Dafür hatte sich das Taxigewerbe das ganze letzte Jahr über massiv eingesetzt. Trotzdem übt der Bundesverband Taxi nun gerade an diesem Punkt massive Kritik. Er hatte vergeblich auch die Einführung einer Vorbestellfrist für Mietwagen gefordert.

    „Eine Frist zur Vorbestellung von Mietwagen hätte für beide Seiten Klarheit geschaffen“, sagte Verbands-Geschäftsführer Michael Oppermann. So aber werde die Rückkehrpflicht nur dem Namen nach erhalten und mit diesen Plänen sogar noch ausgehöhlt und geschwächt. „Die Hintertür für Uber & Co ist so weit offen wie nie zuvor – zu Lasten der ehrlichen Unternehmen, die hierzulande Steuern und Sozialabgaben zahlen."


    Ähnlich kritisch sieht der BVTM auch die Pläne für einen Tarifkorridor und zeigt kein Verständnis dafür, dass die Findungskommission den Taxitarif über Bord geworfen habe. „Hier geht es nicht um eine behutsame Tariföffnung, sondern um den völligen Wegfall des Tarifs, wenn das Taxi über eine Taxizentrale oder eine App gerufen wird. Das Taxi als Teil der Daseinsvorsorge und Mobilitätsangebot für jedermann würde damit faktisch abgeschafft“ befürchtet Oppermann und blickt besorgt nach Finnland oder in die Niederlande. Dort „wurde dieser Fehler auch gemacht, außerhalb größerer Städte gibt es damit faktisch keine Taxi-Unternehmen mehr. Das muss Deutschland nicht wiederholen.“

    Aus den vorliegenden , noch sehr abstrakten Eckpunkten wird das Bundesverkehrsministerium nun einen Referentenentwurf erarbeiten. Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. hat allerdings kein Vertrauen in Minister Scheuer, dass der Entwurf besser ausfallen werde.

    Für diesen Fall kündigt Oppermann bereits Taxi-Proteste an: „Wenn am Entwurf keine substanziellen Veränderungen vorgenommen werden, ist mit dem massiven Widerstand des Taxigewerbes zu rechnen. Das Jahr 2019 mit seinen Protesten hat gezeigt, wie stark das Gewerbe ist. Wir opfern 250.000 Arbeitsplätze nicht einfach den Profitinteressen der sogenannten Plattformanbieter. Diese haben mit dem Gemeinwohl nichts im Sinn. Die politischen Entscheider sollten mittlerweile aus dem immensen Schaden klug geworden sein.“ jh

    Liebe Freunde und Mitstreiter,


    Jörn wird am 30.6. um 14:30 auf dem Rahlstedter Friedhof (Hamburg) beigesetzt. 30 Gäste sind in der Kapelle erlaubt, unter den coronaüblichen Abstands- und Sicherheitsregeln.


    Ich hoffe trotzdem, ihr kommt, auch draussen kann ja gewartet werden.


    Danke