Beiträge von Joern

Hallo Forengemeinde,
in der Zeit während meiner Abwesenheit vom Do. 20.02.2020 bis zum So. 22.03.2020 steht das Forum nur read only (offline) zur Verfügung.

Danke & Gruß
Jörn

    Genau.

    4 Wochen mit dem Campingmobil im Südwesten der USA und dann noch ein Besuch bei meinem Töchterchen und Enkel in LA.

    So, ihr Lieben.


    Wie ihr schon dem Header entnehmen konntet, bin ich ab morgen 1 Monat weg.


    Damit es keine Probleme gibt, habe ich das Forum solange für einen aktiven Gebrauch sperren lassen, denn ich kann da aus der Wüste leider nicht 'in einem angemessenen Zeitraum' eingreifen.


    Ich wünsche euch im Gewerbe noch viel Spaß und Erfolge bei den Aktionen, auch wenn ich diese nur bedingt unterstütze.


    Wir lesen uns Ende März wieder.


    PS an meine Gegner: Meine Wohnung ist durchaus kontrolliert, fall jemand irgendwelche unholden Dimnge sich überlegen sollte.


    Bis dann.


    Jörn

    Vor vielen vielen Jahren flog in Hamburg mal ein Taxifahrer (EWU) auf, weil er jahrlelang als MonatsUMSATZ konsequent 2000,- MARK angegeben hatte.
    Das ging immer gut, weil nie jemand da richtig reingekuckt hatte.


    Dann aber saß da ein Steuerbeamter, der selber Taxi gefahren war.

    Diesen wunderte das.


    Und so rief er beim LHT an und fragte, er wolle ein Taxiunternehmen gründen und wollte gerne wissen, mit wieviel Umsatz man da wohl so rechnen könne.

    Nun ja, das war erheblich mehr als angegeben und so wurde er überprüft, flog auf, verlor seine Konze und mußte für etwa 10 Jahre Steuern nachzahlen von einem geschätzten Umsatz.


    Damals haben wir auch alle gesagt, daß man eigentlich derart blöd gar nicht sein könne. Nun ja.


    Wie sagen es die ollen Chinesen?

    "Auch der geschickteteste Affe fällt irgendwann einmal vom Baum."

    Im DAS gibt miamivice, der hier unter Taxibold schreibt, zu, daß offensichtlich immer noch massiv mit Hilfe der 'Pausentatste' am Taxameter ('Totmannschaltung') betrogen wird!

    Da hilft auch keine Begründung, daß dieses nur wegen UBER oder FREE NOW passiert.

    Es bleibt BETRUG!

    Und von irgendeiner Notwehr kann nirgends die Rede sein.

    Wenn man seine Arbeitskräfte nicht ordentlich bezahlen kann, muß man eben seinen Betrieb verkleinern und SELBER fahren oder dicht machen.


    Offensichtlich WOLLEN die Unternehmer nicht begreifen, daß das Stehen und Warten am Posten BEREITSCHAFT ist, die nun mal bezahlt werden muß. Dazu gibt es inzwischen bundesweit gültige Urteile.


    Allerdings muß auch immer wieder festgestellt werden, daß dieser BETRUG nur möglich ist, wenn auch die angestellten Fahrer mitmachen.



    von miamivice » 16.02.2020, 03:36

    In Berlin ist das Taxigewerbe am Boden. Mindestlöhne können nur bezahlt werden aufgrund des Fiskaltaxameter-Tricks mit der Aufzeichnung angeblicher Pausen. Tagesschichtabschreiber weisen "Pausen" bis über 6 Stunden aus. Die Bedeutung dessen zu verstehen überfordert den Rotrotgrün-Senat. UBER und Mercedes haben das Politikmachen im Gelegenheitsverkehr offenbar übernommen. Es wird Kalanicks Direktive "Ein Arsc.hloch namens Taxi" gefolgt. FREE-NOW-Discount-Ziviltaxen machen nun offen Werbung für sich selbst. FREE NOW kopiert UBER - eine amerikanische Heuschrecke, die weltweit verrufen ist - und kommt damit offenbar durch. Insbesondere Freitagnachtschichten und Samstagnachtschichten werden nun von UBER und FREE NOW dominiert. Es ist keine "Ergänzung" sondern Vernichtungskonkurrenz, Übernahme. Die Taxischichtabschreiber sind nicht als das Ergebnis "scharfen Wettbewerbs" zu werten, sondern dokumentieren Enteignung, Kleptokratie. Wie würde Linne und Krause nun das Berliner Taxigewerbe mit über 8000 Konzessionen begutachten? Daß zahlreiche Betriebe jenseits der "Plausibilität" wirtschaften? Natürlich tun sie das, weil die Mafia regiert in Form von UBER, FREE NOW und einer Administration, die behauptet, daß UBER und FREE NOW legal seien.

    Tja, Freunde.

    Gerade laufen die ersten Ergebnisse der Hansa-GV bei mir ein.

    Diese war in sofern wichtig, da der neue 1. Vorsitzende gewählt werden mußte.

    Und dazu auch der Rest des Vorstandes und des Aufsichtsrates.


    Tja, gibt es tatsächlich etwas wirklich Neues?

    Teils ja, teils aber auch nicht.


    Bei der Wahl zum ersten Vorsitzenden vielen im 1. Wahlgang


    137 Stimmen auf Thomas Lohse (Frage: Auf wen wohl sonst?)

    70 Stimmen auf Ivica Krijan


    Damit ist also Lohse der 'neue' 1. VS des Hansas.


    Beim ersten Durchgang zum 2. VS vielen


    90 Stimmen auf Öztürk

    64 auf Möllmann und

    48 auf Krijan.


    Vor dem 2. Durchgang trat Krijan zurück und hat dazu aufgerufen, Öztürk zu wählen.

    Damit wurde Öztürk zum 2. VS.


    Dafür bekam Ivica einen Posten im Aufsichtsrat.


    Das Thomas Lohse die Nachfolge Schütte antreten durfte, war klar, wenn man sich die Ämterverteilungen beim Hansa über all die Jahre betrachtet.

    Da kam gar kein Anderer in Frage.

    Man bedient IMMER die alten 'verdienten' Genossen, egal, ob sie geeignet sind oder auch nicht.


    Wenn die Sache irgendwie brenzlich wird, dann tauscht man die Ämter oder schafft gar neue, die es vorher noch gar nicht gab.


    Weiterhin zeigt es die schenll voranschreitende 'Türkisierung' des Gewerbes und auch des Hansa-Funkes, denn inzwischen sind, nachdem viele Altgenossen gegangen sind, fast nur noch türkische Unternehmer nachgekommen, die natürlich auch Machtpositionen haben wollen. Klar.


    Wie beim LHT, der inzwischen nahezu komplett in türkischer Hand ist, sieht man diese dramatischen Entwicklungen auch beim Hansa.


    Amtspersonen beim Hansa ! Liste seit 1981

    Gerade hat der FFTD eine Presseerklärung rausgegeben, die ich nicht wirklich prickelnd finde, und die auch bei der Bevölkerung kaum gut aufgenommen werden wird.


    Außerdem fehlt mit die Abgrenzung vom Hansa und deren Bossen!


    Föderation Freier Taxen Deutschland e.V. hat eineVeranstaltung geteilt.

    Administrator · 14. Februar um 18:20

    PRESSEMITTEILUNG

    FREE NOW DOWN!!!

    Unter diesem Motto haben wir eine Demonstration am 20.02.2020 in Hamburg angemeldet.

    Wer sind wir?
    Die Föderation Freier Taxen Deutschland e.V. (FFTD e.V.) ist ein Bundesverband, der die Interessen des gesamten Taxigewerbes vertritt. Weitere Infos unter:
    www.fftdev.de.

    Was ist unsere Absicht mit dieser Demonstration?
    Wir möchten die Öffentlichkeit und die Politik auf die Missstände im Personenbeförderungsgewerbe aufmerksam machen.
    Der Taxibranche droht, durch bestehende und sich stets verschlechternder Kannibalisierung des Marktes, der Kollaps!
    Dieser Zustand wirkt auf den ersten Blick wie ein brancheninternes Problem. Es hat aber weitreichende negative Folgen für die städtischen, aber auch ländlichen Infrastrukturen und den Endverbrauchern in unserem Land!
    Das Taxi ist ein ergänzender Bestandteil der ÖPNV mit Begünstigungen, aber auch Auflagen, wie die Betriebs- und Beförderungspflicht sowie Bereitstellungspflicht. Durch diese sind Taxen verpflichtet, rund um die Uhr den Bürgern zur Verfügung zu stehen. Somit ist das Taxi ein fairer und verlässlicher Teil der ÖPNV! Desweiteren schützt die Tarifpflicht den Endverbraucher vor mutwilligen Preisbestimmungen und das unter allen Umständen, sei es tags oder nachts, bei Events oder in den Ferien.
    Mietwagen dagegen, können eingesetzt werden, wann es dem Unternehmen gefällt (etwa nur zu Stoßzeiten), zu selbst bestimmten Preisen, nach dem Prinzip der Nachfrage und Angebot. Sie unterliegen nicht der Beförderungs-, Betriebs- und Tarifpflicht.
    Die angebotenen Preise Taxi-ähnlicher Mietwagen-Fahrdienste orientieren sich z.B. nach den örtlichen Taxi-Tarifen, unterbieten diese und befördern auf diese Weise einen Preiskampf und Dumpingpreise.
    Wenn diese Situation lang genug andauern sollte, könnten die Taxiunternehmen ihre Existenz verlieren.

    Was hat Free Now damit zu tun?
    Die Vermittlungsapp Free Now, ehemals Mytaxi, wurde im Jahre 2009 in Hamburg gegründet. Mytaxi hat bis zu seiner Umbenennung zu Free Now im vergangenen Jahr ausschließlich nur Taxen vermittelt und Taxen ihre Stammkundschaft aufgebaut. Seit September 2019 bietet Free Now, ein Jointventure von BMW und Daimler auf seiner Buchungsplattform auch das Angebot Free Now Ride an. Mit dem Produkt Free Now Ride werden Mietwagen günstiger als Taxen zu vorbestimmten Fahrpreisen angeboten. Free Now verfügt aber selbst über keine Mietwagenlizensen und darf nach geltendem Recht die Preise nicht bestimmen. In dieser Hinsicht handelt Free Now genauso illegal wie der Fahrdienstvermittler Uber. Der Beschluss vom Landesgericht Frankfurt am Main im Dezember 2019
    (LG Urt.v.19.12.2019, Az. 3-08 O 44/19) untersagt genau dieses Geschäftsmodell.

    Wir appellieren an die Politik diese illegalen Handlungen zu stoppen!

    Föderation Freier Taxen Deutschland e.V.
    https://www.fftdev.de/free-now-down/

    Kleiner Auszug aus dem DAS, der bestätigt, wie recht ich hatte.

    Und er bestätigt auch, daß die alle HIER mitlesen, um sich vernünftige Informationen zu holen.


    Was ich allerdings noch vermisse, ist die Erwähnung der tatsächlichen MIETWAGENZAHLEN in Hamburg, die effektiv ZURÜCKGEHEN, wenn wir mal von MOIA absehen, die aber auch schon zurückrudern.


    FREE NOW und UBER sind in Hamburg kein existierendes Problem!


    Re: Demo in Hamburg am 20.02.2020 - Free Now Down

    Beitrag von Taxi Georg » 14.02.2020, 12:25

    Zitat
    sivas hat geschrieben: 14.02.2020, 11:39 Warum demonstriert Ihr gegen FreeNow?

    Verstehe ich auch, was soll das bringen?


    Nicht falsch verstehen, ich bin auch gegen dieses RIDE aber versteh den Sinn der Demo nicht!


    Kommentar von mir: Da gibt es auch nichts zu verstehen.

    Re: Demo in Hamburg am 20.02.2020 - Free Now Down

    Beitrag von det » 14.02.2020, 14:50

    Zitat
    C.L. hat geschrieben: 14.02.2020, 10:15 ... und die Verträge mit Free Now am 20.02.2020 zu kündigen.

    Sind die Kündigungen mit den Kollegen abgesprochen? Ist Aktion vorbereitet und vernünftig organisiert? Oder wird es dem Zufall überlassen, welcher Kollege kündigt? Und macht Ihr Euch nicht lächerlich, wenn's am Ende nur wenige Kündigungen sind? Wie hoch müsste die Zahl der Kündigungen sein, damit die Demo einen gewissen Erfolg hat und Free Now Euch ernst nimmt?


    Kommentar: Ich wette 100 : 1, daß da NICHTS abgesprochen wurde.

    Und wenn, dann dürfte die Zahl der Kündigungen marginal und damit extrem peinlich sein!

    Re: Demo in Hamburg am 20.02.2020 - Free Now Down

    Beitrag von pauline » 14.02.2020, 15:57
    Da demonstrieren enttäuschte Liebhaber, weil sich ihre Geliebte jemand anders zugewandt hat.
    Für was sollen denn diejenigen, deren Geliebte diese Dame niemals war, dort demonstrieren ?


    Kommentar meinerseits: Liebe Pauline. Als Hansa-Unternehmerin solltest du aber etwas mehr Solidarität zeigen, schließlich geht es ja auch um deine eigenen Umsätze und DEINE Taxi-App!

    Re: Demo in Hamburg am 20.02.2020 - Free Now Down

    Beitrag von E. G. Engel » 14.02.2020, 16:40
    Hat doch alles keinen Sinn. Hier sind freischaffende Künstler mit anderen Hintergründen unterwegs. Ist doch bullshit hoch drei. Jede ernsthafte Auseinandersetzung damit ist vergeudete Lebenszeit.


    Re: Demo in Hamburg am 20.02.2020 - Free Now Down

    Beitrag von vasg » 15.02.2020, 02:36

    dass man die 7% Falle nicht begriffen hat. Ich würde nicht gegen mytaxi/freenow demonstrieren, sondern gegen mich selbst. Oder gegen die "Sozial"-Demokraten, die dieses Treiben zulassen

    Die 7%-Falle haben wir damals 2014 SELBER geschaffen, denn es war ein sehr guter und akzeptabler Konpromiß, den auch MY TAXI in Ordnung fand und einführte.

    Immer noch erheblich besser vom Preis-Leistungsverhältnis, als die Angebote von den Zentralen!

    Re: Demo in Hamburg am 20.02.2020 - Free Now Down

    Beitrag von N8tfahrer » 15.02.2020, 03:13

    Zitat
    Oder gegen die "Sozial"-Demokraten, die dieses Treiben zulassen.

    das kannste nächsten Sonntag an der Urne machen....


    Unter einer neuen Regierung (ich wähle ganz sicher keine der etablierten Parteien und natürlich erst recht nicht die AfD), auch nicht einer GRÜNEN, wäre das Problem keinesfalls besser, eher schlechter.

    Mail vom 14.2.2020


    Hallo Jörn,
    es freut mich, dass das Strafverfahren gegen Dich nicht eröffnet wird.
    Andererseits zeigt es aber wohl auch, wie überlastet die Gerichte sind.


    Deine Ansichten und Ausführungen zur geplanten Demo gegen freenow finden vollumfänglich meine Zustimmung.
    Hinter all dem, was Ivica Krijan und Christian Lüdemann über freenow äußern, steht als primärer Aspekt die Angst, dass ihre Anteile weiter an Wert einbüßen.
    Denn diese Demo wahrt in erster Linie die Interessen von Hansa-Genossen. Darüber wird in heuchlerischer Absicht allerdings kein Wort verloren.
    Bitte erwähne das auch erneut im Forum. Weiter so, viele Leser sind Dir gewiss!


    Beste Grüße
    Papillon

    Aus der Online-Zeitung Vision-Mobility gab es heute einen ganz interessanten Artikel zu den Plänen unserer Autofirmen und den Share-Systemen, darunter auch SIXT.


    https://vision-mobility.de/new…-eigenen-autos-26656.html


    Sixt One: Der ultimative Mobilitätsanbieter?

    Autos erhält man auch bei Sixt, doch das Leasinggeschäft stand nicht im Fokus im Vortrag Nico Gabriels, seines Zeichens President Mobility Operations Sixt. Und da dreht Sixt das Rad aktuell extrem schnell weiter: Erst 2018 begann man mit den drei Säulen Rent, Ride und Share, die man jetzt schon wieder zu Sixt One zusammenlegt. Und damit den ersten vollumfänglichen verkehrsmittelneutralen Mobility-Service etabliert, der auch funktionieren könnte. Denn er umfasst neben Autos auch Scooter, Taxis oder den ÖPNV – all das bindet Sixt über seine offene Plattform in sein Angebot ein., frei nach dem Motto: Ein Kunde, ein Angebot, eine App, ein Login! Und natürlich kann Sixt nach wie vor auch ein Leasingangebot hinzukombinieren – wobei es künftig immer mehr auf das Mobilitätsbudget des Nutzers ankommen wird, das die Pullacher mit diversen Mobilitätsangeboten ausfüllen können. Hauptsache man kommt entspannt und einfach an!


    So, wie es für mich den Eindruck macht, möchte sich Waldner unbedingt mit seine App 'taxi.eu' an dieser SIXT-App beteiligen.

    Und sei es auch mit den Daten, die durch die Taxi-Kundschaft anfallen.

    Und Daten sind bekanntlich Gold wert.

    Heute in der Mailbox:

    Stellungnahme von FREE NOW zu der Diskussion im Gewerbe.


    Liebe Hamburger Taxiunternehmer,

    wir haben zuletzt vermehrt Nachfragen zur Strategie von FREE NOW erhalten und wurden um eine Stellungnahme gebeten. Dem möchten wir hiermit nachkommen und verdeutlichen, dass wir jeden konstruktiven Dialog mit unseren Partnern begrüßen.

    Durch neue, internationale Digitale-Vermittlungsplattformen verschärft sich der Wettbewerb in der Personenbeförderung. Fahrgäste schätzen die neuen Angebote. Die Städte begrüßen im Grundsatz neue Mobilitätsformen als Alternativen zum motorisierten Individualverkehr.

    FREE NOW stellt sich diesem Wettbewerb und den damit verbundenen Herausforderungen.

    Denn Stillstand ist kein gutes Rezept. Wir werden unser Angebot stetig erweitern und weiterentwickeln. Es ist unser Anspruch, Menschen in jeder Situation, in denen sie mobil sein wollen oder müssen, das passende Angebot zu machen. Mit neuen Services erhöhen wir die Aktivität der Bestandskunden und gewinnen gleichzeitig ganz neue Kundengruppen hinzu. Taxi ist dabei ein enorm wichtiger Service. Denn es ist ein “gelerntes” Verkehrsmittel: Es ist schnell verfügbar, die Fahrer sind ortskundig und erfahren, die Autos sind komfortabel.
    Taxi hat ein großes, treues Publikum.

    Mit dem Service Ride (Mietwagen mit Fahrer) bietet FREE NOW seit dem zweiten Halbjahr 2019 einen zusätzlichen Service an. Wir reagieren damit auf teils aggressive Wettbewerber, die seit 2018 in diesem Segment erfolgreich expandieren. Teilweise auch im Rahmen der sog. Experimentierklausel (§2.7 PBefG). Von diesen Services fühlen sich besonders junge, preissensible und technik-affine Menschen angesprochen. Darunter Viele, die nie Taxi gefahren sind. Aber natürlich werden auch Fahrgäste angesprochen, die gelegentlich mit dem Taxi unterwegs sind. Und genau diese Fahrgäste drohen dem Taxigewerbe verloren zu gehen.

    Das spüren wahrscheinlich alle Taxivermittler und natürlich mehr oder weniger stark auch die Fahrerinnen und Fahrer.

    Als digitale Mobilitätsplattform mit zwei großen Gesellschaftern an Bord (BMW und Daimler) ist es unsere professionelle Pflicht, auf diesen Wettbewerb zu reagieren. FREE NOW ist Marktführer in Deutschland. Und FREE NOW hat die Kraft, sich dem Wettbewerb zu stellen.

    Gegenüber den anderen Wettbewerbern unterscheiden wir uns in einem wesentlichen Punkt: Unser Ursprung liegt im Taxigewerbe. Wir waren immer und sind auch weiterhin dem Taxigewerbe verbunden. Aber das Angebot Ride ist strategisch richtig. Gleichzeitig setzen wir uns intensiv für eine Modernisierung des Personenbeförderungsgesetzes ein. Auch wir fordern gleiche Rechte und gleiche Pflichten für identische Dienstleistungen.

    Da Taxi und Mietwagen de facto den gleichen Service anbieten, macht eine Unterscheidung der beiden Verkehrsarten im Gesetz keinen Sinn mehr. Wir machen uns für eine einheitliche Lizenz von Taxi und Mietwagen stark. Die Beibehaltung der Trennung löst für das Taxigewerbe mittel- und langfristig nicht die Probleme durch Wettbewerber mit preisflexiblen Angeboten. In dieser Fragestellung und für Diskussionen über eine inhaltliche Ausgestaltung bieten wir dem in Verbänden organisierten Taxigewerbe den Dialog an.

    Organisierte Proteste dienen der Sache nicht. Sie werden von potenziellen Fahrgästen häufig nicht verstanden. Nicht Wenige wenden sich dann erst recht ab und wählen die Alternativen. Wenn dann auch noch wirtschaftliche oder politische Einzelinteressen von Organisatoren im eigentlichen Mittelpunkt stehen, wird es nur noch schwieriger.

    Das Wichtigste noch einmal in Kürze:

    1) Ein breiteres Angebot sichert die Wettbewerbsfähigkeit

    2) Taxi bleibt wichtiger Bestandteil des Angebotes von FREE NOW

    3) Die politischen Forderungen an ein modernisiertes Personenbeförderungsgesetz sollten gemeinsam diskutiert werden

    Wir freuen uns immer auf einen konstruktiven Austausch.

    Auch dafür sind wir für euch da!

    Gute Fahrt!

    Dein FREE NOW Team



    Da ich ja im DAS nicht mehr mitschreiben darf, mache ich es also mal wieder nach althergebrachtem Muster, indem ich zu dortigen Postings HIER Stellung nehme.

    Und gerade bezüglich der geplanten Demo ist es notwendig, das zu tun.


    Im DAS postet Christian Lüdemann heute Folgendes:

    Demo in Hamburg am 20.02.2020 - Free Now Down

    Beitrag von C.L. » 14.02.2020, 10:15

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, am 20.02.2020 findet in Hamburg eine Taxidemonstration statt.


    Das Gewerbe demonstriert gegen die im August 2019 eingeführte Option Ride des Free Now Konzerns mit Sitz in der Großen Elbstraße.


    Ab 12Uhr treffen sie die Taxen in der Glachischausse, Abfahrt ist gegen 12.30Uhr.


    Bereits im Vorwege wurde diese Demonstration im Gewerbe kontrovers diskutiert. Stimmen wurden laut doch viel eher gegen die zuständige Konzessionsbehörde zu demonstrieren, da diese die Mietwagenkonzession genehmigt hat.


    Ich persönlich bin von von Free Now – ehemals Mytaxi – extrem enttäuscht. Bereits in der Vergangenheit hat Mytaxi bewiesen kein verlässlicher Partner des Taxigewerbes zu sein. Dazu wurden zu oft Vertragsmodalitäten, insbesondere die Provision für die Vermittlung zu unseren Ungunsten, verändert. Auch die zahlreichen Rabattaktionen stießen auf ein geteiltes Echo. Sollte der Kunde nicht mit Bewerber XY fahren, weil dort verlässlicher Service und eine gute Dienstleistung zu erwarten sind? Sollte man nicht überall und immer wieder kommunizieren: Individuelle Mobilität mit vernünftigen Fahrzeugen und ortskundigen Fahrern kostet Geld…und eigentlich sind die Taxifahrpreise viel zu günstig?


    Seit August 2019 gibt es Ride Mietwagen in Hamburg, die uns zusammen mit Moia und Uber jeden Tag Touren wegnehmen, und zu erheblichen Umsatzausfällen führen. Das Argument Ride wegen Uber einführen zu müssen ist lächerlich und vorgeschoben. Vielmehr ist es so, dass man Mietwagen besser kontrollieren kann, weil sie 100% ihrer Einnahme über die App generieren müssen. Man kann die Vermittlungsgebühr von aktuell 7% für ein Free Now Taxi auf dreiste 25% beim Ride Mietwagen erhöhen. Man unterbietet, bar jeder wirtschaftlichen Grundlage, die aktuell behördlich festgelegten Taxitarife, obwohl diese zumindest im Kurzstreckensegment kaum als kostendeckend und angemessen zu bezeichnen sind.


    Zudem ist es richtig, dass Teile des Taxigewerbes Free Now ihr Vertrauen geschenkt haben. Viele Kollegen haben fest damit gerechnet, dass weiterhin zumindest 50% ihrer Einnahme über Free Now generiert werden können. Herr Mönch weiß sehr genau, dass fast alle neuen Taxen finanziert sind und daher der Kostendruck in den Betrieben enorm hoch.


    Vielleicht denkt jetzt der eine oder andere "Was geht mich das an"? Das Problem geht uns alle an, weil es direkt in der Kasse spürbar ist. Mytaxi hat dem Hansafunk in den letzten Jahren wenigstens 20% der Aufträge abgenommen. Nun entzieht Free Now den eigenen Taxi Partnern die Touren. Ride wird von Hotels bestellt, von Kunden am Bahnhof und Flughafen. D.h. wir alle stehen noch länger bzw. werden zukünftig länger stehen.


    Ich appeliere an alle Taxikollegen die Free Now Problematik zu durchdenken, an der Demo Free Now Don teilzunehmen und selbstverständlich diesem Konzern die rote Karte zu zeigen und die Verträge mit Free Now am 20.02.2020 zu kündigen.


    Beste Grüße C.L.


    Lieber Christian.


    Ich kann ja deinen Unmut über die Zustände im Gewerbe verstehen, wobei ich allerdings nicht der Überzeugung bin, daß der alleinige Übeltäter oder gar die Grundlage der Gewerbeprobleme FREE NOW sein soll, oder besser FREE NOWride mit seinen Mietwagen (auch Taxen).

    Du vergißt (warum?) zu erwähnen, daß es zuallererst mal die Zentralen waren, die diese Entwicklungen tief verpennt haben und jetzt jaulen, weil diese neuen Vermittlungsmethoden ihnen und euch Touren wegnehmen!

    Die Hilflosigkeit unserer Verbände war und ist schon erschreckend.

    Sie starrten wie die Maus auf die Schlange, absolut unfähig irgendetwas zu tun.

    Als es dann zu spät war und das System an Daimler verkauft war (hätte ich damals als Entwickler natürlich auch getan), war es Schluß mit der Freundlichkeit.


    Von da an hieß es nur noch, Kohle zu machen und das System aus den roten Zahlen zu bekommen.


    Damals kam irgendein Idiot bei Daimler auf die glorreiche Idee, die Fahrer gegeneinander auszuspielen, indem sie, wie auf einem orientalischen Basar, diese an die Fahrer gaben, die am meisten dafür boten.

    Das rangierte damals von 3% bis zu 30% des Umsatzes.


    Natürlich gab es schon ein paar Hirnis, die tatsächlich diese Fahrten für den Höchstsatz abgriffen, aber die meisten Kutscher waren einig genug, nur den niedrigsten Satz einzustellen, was My Taxi zwang, einen Großteil der Fahrten tatsächlich extrem billig zu verkaufen, denn die Kundschaft mußte ja bedient werden.

    Dieser Preis lag erheblich unter den tatsächlichen Kosten für MT.


    Als ich dann 2014 dann eine große Demo organisierte, an der NUR betroffene Fahrer teilnehmen durften, war der Erfolg eigentlich schon vorprogrammiert, denn die wußten da an der Großen Elbstraße genau, daß sie damit nicht weitermachen konnte.

    Man einigte sich auf einen Satz von 7%, der bis heute durchgehalten wurde, zumal das bei den Unternehmern auch als durchaus in Ordnung empfunden wurde, denn die Zahlen bei den etablierten Zantralen lagen, wenn man genau rechnete, durchaus erheblich höher. Teilweise bis in den zweistelligen Bereich.

    Und man brauchte eben nur zahlen, wenn man auch tatsächlich eine Tour gefahren hatte.

    Bei den Zentralen mußte man immer abdrücken, egal, ob man nun Touren bekam oder aber auch nicht.

    Zum Beispiel beim Autoruf oder Taxi Hamburg war das oft wirklich der Fall.


    Daß MY TAXI gerade dem Hansa viele Touren gekostet hat, lag aber auch an denen selber, da sie ja die Entwicklungen zunächst ebenfalls tief verpennt hatten, dann nachziehen wollten und natürlich zu spät kamen, da die Waldner-App 'taxi.eu' nicht wirklich gut funktionierte und eben einfach zu spät kam.

    Die Kundschaft, meist app-affine junge Menschen, hatte inzwischen begriffen, daß MT (heute FREE NOW) zuverlässig und gut funktioniert, wenn wir mal von Vorbestellungen absah, was noch heute nicht gut klappt.


    Daß FREE NOW jetzt mit Mietwagen zusätzlich versucht, sich einen höheren Anteil an den Fahrten zu sichern, zeigt ja nur, daß die immer noch nicht wirklich in die schwarzen Zahlen gekommen sind.

    Aber auch hier hat es sich herumgesprochen, daß es sich für einen rechnenden Unternehmer nicht lohnt, da mit einem Mietwagen zu fahren, wenn man alle Kosten vom Fahrpreis abzieht.


    Das wiederum bewirkt, daß es kaum Mietwagen im System DRIVE gibt. Weder in Hamburg noch anderswo, so daß das Gros der Fahrten immer noch über die Taxen läuft.

    Die Unternehmer haben es also selber in der Hand, ob sie profitieren oder sich ausnehmen lassen wollen.


    Ich habe dieses Faktum schon mehrfach besprochen und es auch von Kundenseite her getestet.


    Und auch die Zulassungszahlen in Hamburg zeigen ganz klar, daß es kaum neue Mietwagen für FREE NOW Drive gibt.

    Die Masse der Zulassungen gehen auf das Konto von MOIA!

    Die anderen Mietwagen gehen sogar zurück!

    Fakten, die man aber offensichtlich in den Taxiverbänden Hamburgs geflissentlich ignoriert.

    Man kann sie HIER in diesem Forum nachlesen. NUR HIER!

    Taxis, Mietwagen und Unternehmerzahl in Hamburg !


    Diese geplante Demo ist also aus mindestens zwei Gründen Schwachsinn:


    1. Da demonstrieren Kollegen, die gar nicht mit FN arbeiten, also auch nicht ausgebeutet werden. Erst recht keine Mietwagen.

    Alle Teilnehmer werden Fahrer sein, die als EWUs oder als Teilnehmer anderer, vom Hansa kontrollierter, Zentralen fahren, also lieber einen unliebsamen Konkurrenten aus dem Weg räumen wollen, damit ihre 'eigene' App besser etabliert werden kann, die bisher unter 'ferner liefen' rangiert bei der Kundschaft.


    2. demonstriert man gegen ein Problem, das derzeit noch gar keins ist. Nämlich die tatsächliche Zahl der Mietwagen. Auch die Hotels werden Probleme haben, genügend von denen zu bekommen, und werden auf Taxis zurückgreifen müssen.


    Und dann ist da noch das Problem, daß viele der 'Demonstranten' über ihre Hansa-Zentrale ebenfalls mit einer Firma zusammenarbeiten, die GENAU DAS GLEICHE macht, wie es FREE NOW oder UBER tun.

    SIXT vermittelt über seine App ebenfalls zunächst mal ihre Mietwagen, und erst wenn es davon keine gibt (das Gleiche wie bei FREE NOW), greifen auch sie auf Taxis zurück, um ihre Kundschaft bedienen zu können.

    Das wird zwar im Gewerbe offensichtlich systematisch ignoriert oder geleugnet, ist aber trotzdem so!


    Und die auch von Christian kritisierten Rabatte FREE NOWs werden auch von SIXT angeboten!


    Fazit: Es war noch nie die Stärke des Gewerbes oder seiner Vertreter, irgendwie LOGISCH zu denken.

    Sie laufen den Zuhältern hinterher, die sie gerne zwingen möchten, sich von FREE NOW zu trennen und statt dessen lieber 'taxi.eu' zu fahren, obwohl das für Alle NICHTS bringen wird, und auch ganz sicher nicht im Interesse Waldners oder des Hansa-Funkes liegt, denn das würde deren Anteil ja noch einmal drastisch verringern!


    Es bleibt also abzuwarten, wieviel tapfere Helden von Unternehmern an der Demo teilnehmen und dann ihren Vertrag mit FN tatsächlich kündigen werden.

    Ein paar wenige Dumme wird man sicherlich finden, aber das dürfte eher gering sein.

    De3r Rest der FN-Taxifahrer wird sich freuen.


    Man kann jetzt schon voraussagen, daß diese Demo nicht nur fachlich unbd organisatorisch ein Desaster sein wird, sondern erst recht in der Öffentlichkeit.


    Ich kann nur Jedem dringend abraten, sich vor den Wagen des Hansa-Funkes spannen zu lassen und für diese Zentrale die Kartoffeln aus dem Feuer zu holen, zumal man keinerlei tatsächlichen Dank in Form von Touren erwarten darf!

    Höchstens nach dem Kruseschen Untertassen-Prinzip:

    Das heißt, alle Fahrten, die Hansa-Kutscher nicht gerne fahren wollen und also ablehnen, werden dann an ihre Heloten fließen, so wie es jetzt schon bei DAS TAXI geschieht, die ja irgendwie die Nachfolger der armen 311er sind.

    Wir erinnern uns, daß Hermann Waldner mir eine Einstweilige Verfügung ins Haus hat schicken lassen, um mir zu untersagen, über ihn

    1. zu behaupten, er habe nicht wirklich etwas gegen die Mißstände im Gewerbe getan, sondern eben nur gegen UBER und FREE NOW agitiert.

    Das wurde vom Gericht abgelehnt, da es unter 'Meinungsfreiheit' lief (Siehe die Entscheidung hier).


    2. hatte ich ihn tatsächlich 'beleidigt' und mit einem Wort belegt, das ich hier leider nicht wiederholen darf, da man mir sonst wieder einen Brief ins Haus schickt, aber man darf gerne feststellen, daß diese 'Beleidigung' einen gestandenen Mann eigentlich nicht hätte treffen sollen.

    So ein harter Kerl, wie er es vorgibt zu sein, sollte eigentlich darüber stehen, wobei ja, wie neuere Urteile belegen, gegen Personen des öffentlichen Interesses, und Waldner ist ganz sicher eine, noch sehr viel schlimmere Worte und Bezeichnungen gebraucht werden dürfen.

    Leider war das Gericht der Meinung, daß ich hier zu weit gegangen sei, obwohl das schon 2014 hier gepostet wurde, und ich es total vergessen hatte.

    Wie mir ein Anwalt erzählte, erkennen die Gerichte in solchen EVs zunächst nicht die öffentliche Funktion so einer Person an.

    Ich mußte, da die Umstände dieses leider nicht verhindern konnten, 1.500,- Tacken an seine Anwälte abdrücken, was mich natürlich wurmt, aber meine Handlungen Waldner gegenüber nicht ändern wird.

    Sicherlich hat Hermann gedacht, daß er mir damit Angst einjagen und mein Forum still legen könnte (im DAS hätte das sicherlich auch funktioniert).

    Aber ich darf ihn beruhigen, daß er damit nicht zu rechnen braucht.


    Am dämlichsten aber war, daß er über seine Anwälte mich auch noch bei der Hamburger Staatsanwaltschaft angezeigt hatte aus den oben genannten Gründen.

    Damit mußte sich jetzt nicht nur die Staatsanwaltschaft beschäftigen, sondern auch die Kripo, wo ein Beamter etliche Stunden mit dem Fall beschäftigt war, und ich dann auch noch zu ihm zur Anhörung mußte, was auch noch fast 2 Stunden dauerte.

    Ich hatte reichlich Dolumente mitgebracht, so daß dieser Fall da schon eine kleine Akte füllte.


    Dieses zeigt, daß ein Mann wie Waldner sich zwar gerne mit den kleinen Problemen beschäftigt, dafür sich aber mit den wirklichen inneren im Gewerbe nicht. Warum, darüber darf man spekulieren.

    Kritiker innerhalb desGewerbes, versucht man mundtot zu machen, wohingegen man ansonsten lieber die Füße still hält.

    Nun ja.


    Aber, wie ich es erwartet hatte, hat unsere Staatsanwaltschaft Anderes zu tun, als sich mit einem solchen Kinderkram zu beschäftigen, und hat das Verfahren erwartungsgemäß eingestellt.

    Peinlich für Waldner, wenn man mich fragt.


    Na, wenn ich mir die Herren so näher betrachte, so bemerke ich, daß meine Skepsis diesem sogenannten Verband gegenüber mehr als nur berechtigt ist.


    Nicht nur, daß die geplante Anti-Free-Now-Demo Schwachsinn pur ist und extrem kontraproduktiv ist, so darf man über Facebook feststellen, daß die Leiter dort keinesfalls in der Lage sind, ordentlich in der Öffentlichkeit aufzutreten, wenn die bei leichter Kritik schon keine Beherrschung mehr zeigen können, wie es Orhan Tasbilek klar nachweist.

    Und mit solchen Herren wollen die uns in der Öffentlichkeit glaubhaft darstellen?


    Dazu hier der Dialog von heute auf der FB-Seite des FFTDs.





    LG München I: UBER-Apps in München verboten
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    Die unter anderem auf das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb spezialisierte 4. Handelskammer des Landgerichts München I hat heute die Apps „UBER Black“, „UBER X“ und „UBER Van“ wegen Verstoßes gegen das Personenbeförderungsgesetz in München verboten (Az. 4 HK O 14935/16).

    Bereits im Jahr 2018 hatte der BGH die App „Uber Black“ in der damaligen Version untersagt (Az. I ZR 3/16).

    Eine Taxiunternehmerin aus München hat im hier vorliegenden Fall ebenfalls gegen UBER vor dem Landgericht München I geklagt und nun überwiegend Recht bekommen. Nach Auffassung des Landgerichts verstoßen die drei Apps der Beklagten auch zum Zeitpunkt des 02.12.2019 in ihrer dem Verfahren zugrundeliegenden Version weiter gegen das Personenbeförderungsgesetz (PBefG).

    Gemäß & 49 Abs. 4 Satz 2 PBefG dürfen Mietwagen nur Beförderungsaufträge ausführen, die am Betriebssitz oder in der Wohnung des Unternehmers eingegangen sind. Den Eingang des Beförderungsauftrags hat der Mietwagenunternehmer buchmäßig zu erfassen; die Aufzeichnung ist ein Jahr aufzubewahren. Nach Ausführung des Beförderungsauftrags hat der Mietwagen unverzüglich zum Betriebssitz zurückzukehren, es sei denn, er hat vor der Fahrt von seinem Betriebssitz oder während der Fahrt fernmündlich einen neuen Beförderungsauftrag erhalten (& 49 Abs. 4 Satz 3 PBefG).

    Diverse Zeugen hatten zur Überzeugung der Kammer in der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht München I bestätigt, dass sich die Beklagte faktisch weiterhin nicht an diese Vorgaben hält. Die Beklagte nehme vielmehr mit ihrem jetzigen Modell der Apps zumindest billigend in Kauf, dass ihre Fahrer die Entscheidungshoheit über den jeweiligen Auftrag behielten und gerade nicht der Mietwagenunternehmer, so das Landgericht.

    Dass die Fahrer der Beklagten potenzielle Fahrgäste mittels der App bereits sehen könnten, bevor sich der Mietwagenunternehmer eingeschaltet habe, führe zudem dazu, dass die Fahrer sich - ohne die gesetzlich vorgeschriebene Rückkehrpflicht zu beachten - unmittelbar zu den Fahrgästen begeben würden. Beides stelle einen Verstoß dar.

    Die Beklagte hatte zur ihrer Verteidigung unter anderem vorgebracht, dass sie ihr Vorgehen mit den zuständigen Ordnungsbehörden abgesprochen habe. Dies reichte dem Landgericht München I jedoch als Rechtfertigung nicht aus, denn eine ausdrückliche Erlaubnis der zuständigen Behörden konnte die Beklagte nicht vorlegen. Lediglich wegen Unbestimmtheit wurde ein Teil der Klageanträge, der behauptete Verwechselungen mit Taxenverkehr betraf und sich gegen die drei UBER-Versionen richtete, abgewiesen.

    Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

    Es ist für die Klägerin jedoch ggf. gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 100.000 Euro sofort vollstreckbar. Ob diese Sicherheit geleistet wird, entscheidet die Klageseite.

    Quelle: Pressemitteilung des LG München I v. 10.02.2020