Handelt der Hansa-Funk ILLEGAL?

  • Eigentlich wollte ich dieses Thema schon vor langer Zeit mal ansprechen, habe das aber irgendwie aus dem Blickfeld verloren.


    Wir alle kennen die Diskussionen über My Taxi, die den Kunden hohe Rabatte gewährt, die teilweise sogar auch mal nahezu kostenlos fahren läßt.
    DAZU gab es Gerichtsverfahren, weil dieses ja angeblich illegal ist.


    Nun gibt es schon seit langer Zeit eine KOOPERATION zwischen der Hamburger Sparkasse und der Hansa-Funktaxi eG, bei der die Bank über ihre Joker-Card, die jeder HASPA-Kunde besitzt, also auch ich, kostenlos zum Flughafen mit einem Hansa-Taxi fahren kann.


    In der neuesten Ausgabe des HASPA-Joker-Heftes vom Juni 2017, gab es gerade mal wieder einen Hinweis auf diese Möglichkeit.
    Das Foto von der Kopfstütze ist allerdings schon von 2014, deren Aufdruck aber genau diesen Service zeigt!


    Wenn es also ILLEGAL ist, daß My Taxi die Kosten einer Fahrt aus Werbegründen für die Kunden bezahlt, der Fahrer aber den vollen Preis bekommt, dann sollte dieser Service eigentlich ebenfalls ILLEGAL sein.




    PS: Die Werbung an sich war damals schon ILLEGAL, weil sie auf der Rückbankkopfstütze angebracht war, also nach außen Wirkung zeigen sollte, was verboten ist. Jedenfalls in Hamburg!
    Aber beim Hansa habe ich schon einige Fälle von illegal angebrachter Werbung dokumentiert, was dort offenbar kein Interesse erregt!?

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  • Ach Jörn, Du weißt ganz genau, daß das nicht zu vergleichen ist.


    Mytaxi hat als einzige Einnahmequelle die Umsatzbeteiligung beim Taxifahrer. Damit finanziert letztendlich der Taxifahrer den Rabatt, gewährt ihn also selbst. Das ist ganz klar illegal. Sowohl in Hinsicht auf das Personenbeförderungsrecht, als auch in Hinsicht auf das Wettbewerbsrecht.


    Bei der Haspa finanziert hingegen der Fahrgast selbst den Rabatt, indem er das völlig überteuerte Joker-Konto nutzt.


    Es gibt nei der Haspa eben KEINEN Geldrückfluß vom Taxifahrer.


    Mytaxi ist Marktteilnehmer. Die Hapa nicht!

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  • Zunächst einmal ist das Joker-Konto nicht überteuert, sondern ist die ganz normale Giro-Karte!


    Zweitens sehe ich keinen Unterschied zwischen HASPA oder MyTaxi, denn Beide leben von uns.
    Und MT zieht über diese Aktion neue Kunden an, von denen deren Kunden profitieren!
    Genau das macht auch die HASPA.


    Auch sie wirbt Kunden von anderen Zentralen ab und bringt sie zum Hansa, denn nur Hansis fahren diese Touren.


    Aber es ist ja immer nicht das Gleiche, wenn zwei dasselbe tun.
    Kommt immer auf den Standpunkt an.

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  • Mytaxi ist Marktteilnehmer

    Am Vermittlungsmarkt, nicht am Beförderungsmarkt !


    Der Beförderung muss nicht zwingend eine Vermittlung vorausgehen.


    Mytaxi greift nicht in den Beförderungsmarkt ein, kann es auch gar nicht, MT hat keine Taxen und die Beförderer haben weder einen Vor- noch einen Nachteil.
    Dumm halt für die 'Eigentümer' der Zentralen, sie ereilt der Nachteil ... zu myTaxi zu wechseln kommt auch nicht in Frage :D .

  • Korrektur / Ergänzung:


    Dumm halt für die 'Eigentümer' der Zentralen, sie ereilt der Nachteil, allerdings nicht als Beförderungsdienstleister sondern als Zentralenbesitzer ... sie können aber jederzeit zu myTaxi wechseln :D .

  • @


    Darüber habe ich mit der Haspa schon vor ein paar Jahren diskutiert.
    Zuerst einmal muß man ja eine Reise über die Haspa buchen, und diese muß auch mindestens 1000,- € kosten.
    Malle für 469,- € geht also schonmal nicht.
    Dann kostet das Premium-Joker-Paket immerhin 16,90 im Monat, also über 200,- € im Jahr.
    Das mal vorweg.


    Zum Anderen war ein wichtiger Grund für die Haspa, das es möglichst "einfach" ist - für die Haspa.
    D.h. der Hansa bietet der Haspa ein sehr einfaches Abrechnungssystem an was ihr entgegen kommt.


    Dennoch halte ich es gesellschaftlich für Gift, wenn sich Großkonzerne - welcher Art auch immer - in unser Taxengewerbe einmischen.


    Das ist und war nicht im Sinne des Erfinders. Weder bietet der Hansa eine "Exclusive" Leistung an, noch ist Hansa der einzige Funk ( wie Taxenunternehmer generell ) der auch zu unbeliebten Zeiten fährt, wie zum Beispiel morgens um 4:30 h.
    Hier wird dem Kunden eine falsche Information suggeriert - zum Nachteil aller anderen.


    Weiterhin ist es ( moralisch ) nicht in Ordnung, wenn ich als Taxiunternehmer ( als Nicht-Hansi ) zwar meine Konten bei der Haspa haben "darf", dafür auch abdrücken soll, aber auf der Gegenseite schließt die Haspa mich als Haspa-Kunde von diesen Geschäften aus. Mal will zwar gerne mein Geld, aber die Möglichkeit es zu verdienen wird von der Haspa
    gleichzeitig eingeschränkt. Empfinde ich als Frechheit. Als eine undurchdachte Vorgehensweise irgendwelcher 33 jähriger Jungmanager, die vom Leben keine Ahnung haben - hauptsache Kohle.


    Alle Taxen sind per se ersteinmal gleich. Das brauche ich doch keinem hier zu erzählen. Und ganz besonders gleich sind nicht nur die Äußerlichkeiten, sondern gerade die Tarife, Preise und Beförderungsbedingungen. Das hat einen Sinn und das ist auch sehr gut so.
    Warum meint also z.B. die Haspa, das sie da aus purem Egoismus eingreifen darf ?!


    Morgen kommt die Volksbank und Übermorgen die Dt. Bank. Dann kommt noch die Allianz und so weiter und so fort. Damit ist es dann schnell mal vorbei
    a) mit der Unabhängigkeit des Taxengewerbes
    b) mit der Übersicht für den Kunden
    c) mit gleichen Rahmenbedingungen


    Das wird dann irgendwann so wie damals mit den Handy Tarifen : 179 Tarife, und meist erwischt man doch nicht den optimalen. Am Ende möchte man telefonieren, mehr nicht. Also solche Vorgehens
    weisen wie die der Haspa ziehen lediglich eine totale Unübersichtlichkeit nach sich. Das macht es dem Kunden alles andere als leichter - und den Taxifahrern auch nicht. Nach dem Motto:
    " Hmm... hier fahre ich umsonst wenn ich da mein Auto versicher.."
    - "Oh, hier bezahle ich nur die Hälfte, dafür kostet mein Konto weniger, allerdings nur mit Hansa" -
    "Oh guck´mal, hier bekomme ich ein Jahr lang 10% Rabatt für Taxifahrten wenn ich mir ein Auto da kaufe...aber nur be 441011" -
    "Oha, wenn ich mir einen Fernsher ab 500,- € bei Saturn kaufe, dann kann ich den umsonst mit der Taxe nach Hause bringen lassen, gilt aber nur für ausgewählte Taxen von Mytaxi"....
    " Hier: Wenn wir mit dem ICE 1. Klasse fahren, dann können wir für 25% Rabat mit der Taxe nach Hause, gilt aber nur zwischen 9 und 15 h, und max 1 Koffer..."
    >> Alles Scheisse !


    Es ist also aus meiner Sicht eine blöde Idee, und nicht wünschenswert, wenn andere in unser Gewerbe rein funken und da alles auf den Kopf stellen.


    neutral

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  • Also für unsere Joker-Karten muß man nichts extra bezahlen, außer natürlich den Kontogebühren.


    Das mit den 1000,- Euronen für die Reise über die HASPA ist natürlich richtig.
    Aber die sind auch bei einem Malle-Urlaub schnell drin, wenn man für 2 Personen bucht.


    Und so etwas lohnt sich schon, wenn man zB wie ich in Rahlstedt wohnt und bei längeren reisen immer mit der Taxe zum Flughafen fährt.
    Sind ohne Trinkgeld (meine letzte Fahrt war allerdings noch vor den neuen Tarifen) auf dem Wecker etwa 37,- plus Trinkgeld natürlich.
    Da kommt ein Fuffi schon recht.

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  • @Jörn


    Der Premium Joker kostet bei der Haspa nunmal 16,90 € im Monat - fertig.
    Wer das bezahlen will kann das ja gerne tun. Aber er bezahlt seine Taxifahrt dann eben in kleinen Raten jeden Monat am Ende trotzdem selber.


    https://www.haspa.de/privatkun…konto/haspajoker-premium/



    Denn was glaubst Du, wo der "Fuffi", wie Du sagst, sonst herkommt ....?


    Äergernis ist doch nur:
    Warum sucht sich die Haspa Taxifahrer aus und macht diesen Mist nicht mit allen Taxifahrern - wenn schon denn schon ??
    Geht es der Haspa um das Wohl ihrer Kunden, oder worum sonst ?
    Dann wäre es das allerbeste, jeder kann mit der Taxe fahren die ihm lieb ist. Mit seinem Stammfahrer, seinem Stammfunk, usw.
    Nun schreibt die Haspa es aber vor mit wem man fahren kann. Sie drängelt oder drückt ihre Kunden zum Hansa, und genau das ist nicht in Ordnung !


    Dem Hansa kannst Du keinen Vorwurf machen. Die wollen Geschäft sehen und tun dafür alles. Der Vorwurf gehört an die Haspa gerichtet, wieso sie fast 2500 Taxen von dieser Aktion einfach so rein willkürlich ausschließt.


    Angenommen Du hast einen Stammfahrgast namens Fred, der hört davon, bucht bei der Haspa und fährt deshalb morgen nicht mehr mit Dir, sondern mit nem Hansa zum Flieger - wie würdest Du das dann finden ?
    Und er sagt Dir das auch noch: " Tut mir leid Herr Napp, aber ich kann woanders umsonst fahren, tut mir leid für Sie.."
    37,- hin und 37,- € wenn er wieder kommt. Das sind genau 74,- € die Dir dann fehlen....
    Nicht weil Du schlechter fährst, sondern nur weil irgendein Jungmanager das einfacher abrechnen kann, und/oder nicht vernünftig nachgedacht hat.




    neutral

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  • Im Gegensatz zu anderen Sparkassen ist die Haspa eine rein privatwirtschaftliche Sparkasse und nicht offentlich-rechtlich.


    Somit kann sie tun und lassen, was immer sie will. Ich wünsche der Haspa viele Kunden im Hamburger Süden und im Umland, die dieses Angebot annehmen.


    sivas


    Nö! Es gibt reichlich Beschlüsse von OVG und OLG und inzwischen auch Urteile mit dem Tenor, daß Tourenmakler Marktteilnehmer sind und sich deshalb auch an das PBefG halten müssen.


    Über diese Schiene wurden Wundercar und uber pop abgeschossen.

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  • Bert


    Zitat

    Somit kann sie tun und lassen, was immer sie will.


    ..das hat auch keiner bestritten.
    Nur deshalb muß es
    a) noch lange nicht gut sein für das Taxengewerbe
    b) muß es mir noch lange nicht gefallen
    c) könnte es dennoch moralisch in Frage gestellt werden


    Du mußt mal ein bißchen mehr weg kommen von Gesetzen und Vorschriften. Gesetze und Vorschriften sind immer nur das Ergebnis von moralischen Überlegungen.
    Nicht alles was nicht verboten ist, muß deshalb auch "gut" sein.
    Die Haspa könnte morgen auch ihre Kontoführungsgebühren auf 50,- € im Monat festlegen, denn wie Du sagtest:

    Zitat

    Im Gegensatz zu anderen Sparkassen ist die Haspa eine rein privatwirtschaftliche Sparkasse und nicht offentlich-rechtlich. Somit kann sie tun und lassen, was immer sie will.


    Und ? Wäre das "gut" ? Wäre das moralisch ?



    neutral

  • Du widersprichst Dir selbst, wenn Du einerseits sagst, ich solle weg von den Gesetzen und hin zur Moral und dann andererseits selbst feststellst, daß gerade die Gesetze das Ergebnis moralischer Überlegungen sind.


    Bedenke nun, daß die Haspa Finanzholding eine juristische Person alten Hamburgischen Gesetzes ist und daher niemanden gehört. Sie ist aber gemäß der Satzung dem Allgemeinwohl verpflichtet.


    Am Ende sind es aber Menschen aus Fleisch und Blut, welche im Kuratorium die Entscheidungen treffen.


    Und wenn Du jetzt auch noch bedenkst, daß der Hansa ganz eng verwoben ist mit der Politik (Siehe die langfristigen aber gescheiterten Planungen zur Übernahme des Flughafenpostens durch den Hansa, oder die mangelhafte strafrechtliche Aufarbeitung dee Schwarzen Kassen!) und der Oberschicht in Hamburg, wird doch klar, woher der Wind weht.


    Merke: Erst kommt das Fressen und dann die Moral!

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  • Ja, daß es mit dem Flughafen nichts wurde, darauf können wir heute schon ein bißchen stolz sein.
    Was bei solchen Bewirtschaftungen durch Taxiverbände oder Zentralen herauskommt, können wir 'wunderbar' in Frankfurt betrachten.


    Daß die Schwarzen Kassen nicht ordentlich aufgearbeitet wurden, liegt daran, daß die damalige Staatsanwältin wegging oder versetzt wurde.
    Wenn es nach der gegangen wäre, wären auch die Aufsichtsräte, allen voran Hofschulte, verurteilt worden.

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  • Nö! Es gibt reichlich Beschlüsse von OVG und OLG und inzwischen auch Urteile mit dem Tenor, daß Tourenmakler Marktteilnehmer sind und sich deshalb auch an das PBefG halten müssen.

    Das ist richtig, dass diese Gerichte myTaxi als Marktteilnehmer eingestuft haben. Ich differenziere da mehr und rechne sie nicht dazu.


    Während per Rufsäule der Marktteilnehmer direkt erreicht wurde, hat man ihn auch über seine Zentrale erreichen können. Die Rufsäule wie auch die Zentrale waren Eigentum des Marktteilnehmers.
    Dann etablierten sich Callcenter, welche die Vermittlung für mehrere Städte übernahmen. Bereits sie betrachte ich nicht mehr als Marktteilnehmer, es waren eigenständige Dienstleister, welche keinen Einfluss mehr auf den Markt hatten, sie waren entweder gut oder schlecht, konnten den Beförderungswunsch weitergeben oder nicht.


    myTaxi rechne ich zu diesen Vermittlungsdienstleistern, halt nicht mehr per Telefon sondern per App erreichbar. Sie haben keinen Einfluss auf den Markt, sie vermitteln nur. Dass jetzt eine Rabattaktion den Markt beeinflusst, steht ausser Frage, sie erhöht den Umsatz. Sie führt allerdings nicht (mehr) zu Verschiebungen innerhalb desselben. Sie führt zu Verschiebungen innerhalb des Marktes der Vermittlungsanbieter, aber das ist ja nicht verboten, wenn keine unlauteren Mittel dabei eingesetzt werden. Dass dabei jetzt andere 'Marktteilnehmer' angegriffen werden, spielt keine Rolle, sie müssen sich ja nicht auf den Markt der Vermittlungsdienstleister begeben, sie können sich zurückziehen oder den Wettstreit annehmen und sich behaupten.


    Wenn Gutscheingeber Marktteilnehmer wären, müssten auch Hotels, Reisebüros, Kfz-Werkstätten, Reiseveranstalter usw. etwas verbotenes tun. Sogar Gemeinden müssten dazugerechnet werden, wenn sie Frauen-Nachttaxi- oder Disco-Gutscheine herausgeben.


    myTaxi hatte seinerzeit den Fehler gemacht, dass ihre Gutscheine nur bei ausgewählten Marktteilnehmern eingelöst werden konnten. Dadurch ist es zu Verschiebungen innerhalb des Marktes gekommen, das war rechtswidrig bzw. dadurch haben sie sich zu Marktteilnehmern gemacht, haben in den Markt eingegriffen.


    Und wenn sie es doch sind, was soll's, ich lege keinen Wert darauf, recht zu haben.

  • sivas


    Aha..

    Zitat

    Sie haben keinen Einfluss auf den Markt, sie vermitteln nur.


    Das ist ja eine lustige Einstellung.
    Klingt ja sogar ein wenig nach Uber.. " ....wir tun ja garnichts, wir vermitteln ja nur ".


    Also wenn Mytaxi keinen Einfluß auf den Markt hat, dann weiß ich aber wirklich nichts mehr.....


    neutral

  • MT ist natürlich eine ZENTRALE, wenn auch einer neuen Art.
    Das Gleiche gilt für UBER, solange die sich auf ordentliche Fahrzeuge beschränken und ihre Steuern da abdrücken, wo sie erwirtschaftet wurden.


    Vermittlungsgebühren verlangt nicht nut MT, sondern JEDE Zentrale.
    Deren Gebühren sind in der Regel erheblich höher, als die von MT, wenn man alles korrekt zusammenzählt.


    Übrigens dürfte der Hansa-Funk das erste Callcenter gewesen sein, was sich aber oft nicht wirklich bewährt hat, wie man in Hannover sehen konnte.

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  • @Jörn


    Na super,

    Zitat

    MT ist natürlich eine ZENTRALE, ..... Das Gleiche gilt für UBER,


    nun redest Du auch noch Uber das Wort. So arglos und unschuldig argumentieren die nämlich auch.
    Obwohl es mittlerweile so einige Gerichte anders sehen.


    Also bitte nicht immer die große Gießkanne nach dem Motto: Alles was äußerlich ähnlich scheint usw...., sondern Unterschiede bleiben Unterschiede.
    Denn die unterschiedlichen Folgen daraus sind zum Teil enorm.


    neutral

  • Lieber neutral


    Ist es dir entgangen, daß die Sachen vor Gericht nahezu ALLE das System von UberPOP betrafen.


    Seit die zu ihrem Ärger nun mit 'normalen' Txen arbeiten müssen oder auch mit Mietwagen - UberBLACK, sind sie natürlich auf eine Zentrale reduziert worden.
    Das wurmt die natürlich, aber zumindest in Europa, mit wenigen Ausnahmen, hatten sie mit ihrem ursprünglichen Modell keinen Erfolg.


    Ist offensichtlich den Investoren auch schon aufgefallen.

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  • Der Fuffi ist allein schon durch die Reisevermittlung drin.
    Das kostet der Haspe keinen Cent. Im Gegenteil.



    Gesetz und Recht hat nichts mit Emotionen zu tun , und das ist auch gut so.

    Wenn du tot bist, dann weißt du nicht dass du tot bist. Für dein Umfeld ist es aber hart. - Genauso ist es wenn du doof bist. :mydear:
    - und dann war da noch Sven:
    "… , ich habe Recht und das reicht mir!" 8) Zitat: Sven (aus Jörns Tagelöhnerdebattierklub)

    2 Mal editiert, zuletzt von gringo ()

  • Der gleiche Beitrag steht auch im My Taxi Bereich.


    Wir wußten schon, daß Zentralen, die als GmbH etc. organisiert sind, ihren Fahrern nicht verbieten dürfen, auch noch für MT zu fahren.
    In diesem Fall aber handelt es sich um eine Genossenschaft!


    Ein paar Hansafahrer wurden mal zu je 50 Tacken verurteilt, weil sie auch noch MT im Wagen hatten.
    Die sollten jetzt vielleicht mal ihr Geld zurück verlangen!


    Oberlandesgericht Nürnberg, Urteil vom 22.01.2016
    - 1 U 907/14 -
    Taxi-Zentrale darf Taxiunternehmen nicht Übermittlung aktueller GPS-Positionsdaten an MyTaxi-App untersagen

    Satzungs­bestimmungen der Taxi-Zentrale unzulässig


    Die Taxi-Zentrale Nürnberg eG darf den an sie angeschlossenen Taxiunternehmen nicht verbieten, ihre GPS-Positionsdaten während einer von der Taxi-Zentrale vermittelten Fahrt an die App MyTaxi zu übermitteln oder auf den Taxis für MyTaxi zu werben. Dies hat das Oberlandesgericht Nürnberg jetzt entschieden.


    Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Die Taxi-Zentrale Nürnberg eG betreibt die einzige Taxifunkzentrale in Nürnberg, an die ca. 300 Taxiunternehmen mit ca. 500 Taxen angebunden sind. Dies entspricht 98,7 % der in Nürnberg fahrenden Taxis. Sie übermittelt die meist telefonisch eingehenden Fahrtenbestellungen per Funk an die angeschlossenen Taxis.


    Die Satzung der Taxi-Zentrale verbietet es ihren Mitgliedern, deren GPS-Positionsdaten während einer von der Taxi-Zentrale vermittelten Fahrt an Wettbewerber zu übermitteln oder für diese auf den Taxis werben.
    Smartphone-App MyTaxi vermittelt in der Umgebung des Suchenden befindliche Taxis


    Dagegen hat die Firma Intelligent Apps GmbH geklagt. Sie betreibt die Smartphone-App MyTaxi, die ebenfalls dem Zweck dient, Taxis zu vermitteln - wenn auch auf einem anderen Weg: Der Kunde kann sich auf einer Karte anzeigen lassen, wo sich in der Umgebung teilnehmende Taxis befinden und durch Anklicken eines Bestellbuttons ein Taxi ordern.
    App-Betreiber rügen unzulässige Wettbewerbsbeschränkung


    Die Betreiber der App sehen in den Satzungsbestimmungen der Taxi-Zentrale eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung. Die Taxi-Zentrale hingegen hält die Verbote für erforderlich. Würden die Taxis ihre Positionsdaten an die Klägerin weitergeben, könnte diese besonders lukrative Routen ausspionieren und so versuchen, Kunden der Taxi-Zentrale abzuwerben. Auch die Werbung für MyTaxi auf Fahrzeugen ihrer Mitglieder sei nicht akzeptabel, weil Taxikunden in solchen Fällen meinen könnten, dass das Taxi von MyTaxi vermittelt wurde, auch wenn tatsächlich die Vermittlungsleistung von der Taxi-Zentrale erbracht wurde.
    LG erklärt Satzungsbestimmungen für unzulässig


    Das Landgericht Nürnberg-Fürth war in erster Instanz der Ansicht der Klägerin gefolgt und hat die Satzungsbestimmungen für unzulässig erachtet.
    OLG weist Berufung der Taxi-Zentrale zurück


    Die Berufung der Taxi-Zentrale blieb ohne Erfolg. Das Oberlandesgericht Nürnberg wies die Berufung jetzt zurück. Schon 1992 hatte der Bundesgerichtshof Satzungsbestimmungen einer Taxigenossenschaft für kartellrechtswidrig erklärt, die es einem Taxiunternehmer verboten, gleichzeitig Mitglied einer zweiten konkurrierenden Genossenschaft zu sein und über ein weiteres Funkgerät auch von dieser Aufträge entgegen zu nehmen. Das Oberlandesgericht hält die vom Bundesgerichtshof hierzu formulierten Grundsätze für übertragbar. Zudem dürften die Taxiunternehmen selbst entscheiden, wem sie die von ihnen generierten GPS-Positionsdaten übermitteln. Es sei ihnen auch nicht zumutbar, sich vor jeder von der Beklagten vermittelten Fahrt aus dem System der Klägerin auszuloggen. Auch die Werbung für MyTaxi auf den Taxen ihrer Mitglieder habe die Taxi-Zentrale hinzunehmen. Wer ein Taxi selbst rufe, wisse sowieso, wen er um Vermittlung der Fahrt ersucht hat, und auch in anderen Fällen sei die Gefahr einer Verwechslung nicht so schwerwiegend, dass sie eine Wettbewerbsbeschränkung rechtfertigen würde.


    © kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 26.01.2016
    Quelle: Oberlandesgericht Nürnberg/ra-online

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  • Was für eine Schwachsinnforderung der Nürnberger e:G!!!!!


    ...Wer will mir als Unternehmerin denn verbieten wollen wenn ich in meinem SCHLÜPPER
    nen GPS Sender für wen auch immer einnähen lassen würde :heho:


    ....MANNohMANN...Unglaublich wie manche ticken :explane: ... 8)